• Was hab ich bloß getan?

    Hallo, ich melde mich hier, weil ich nicht genau weiß was ich tun soll. Zu meinem Problem: ich hatte vor etwa einem Monat nach Marihuana-Konsum einen heftigen Absturz (extremes Derealisierungsgefühl). Ich war noch Tage danach verwirrt und spürte die Wirkung der Derealisation. Als ich mich wieder einigermaßen ok fühlte, was knapp 3 Tage dauerte,…
  • 22 Antworten

    Ok, das ist zwar eigentlich nicht in ein paar Sätzen erklärt, aber ich wollte keinen Roman schreiben, daher hier die Kurzfassung:


    Psychosen können sich von Mensch zu Mensch anders äußern.


    Es gibt 2 Arten von Psychosen. Zufällig leidet meine Mutter unter der einen und ich unter der anderen.


    Die Krankheit meiner Mutter, also eine bipolare Störung, kann ich jetzt außenvor lassen.


    Wovon du sprichst, geht eher in die Richtung der Schizophrenie. Ich will dir jetzt natürlich nicht unterstellen, dass du schizophren bist, gerade durch Drogen kann es vorkommen, dass man psychotisch wird, aber nicht für immer unter einer Psychose leidet.


    Trotzdem wird es immer wieder kommen, wenn du bewusstseinsverändernde Drogen nicht aus deinem Körper lässt. Das weiß ich aus Erfahrung. Ich habe selbst ein paar Mal gekifft.


    Als ich gekifft habe hat es sich so geäußert: Ich hatte etwa eine Woche akute psychotische Zustände. Ich fühlte mich wie im Traum, ich wusste nie, ob ich wach bin oder schlafe. Manchmal hallten die Stimmen der anderen Leute in meinem Kopf, als wären sie ganz weit weg. Ich hatte Panikattacken und Angstzustände. Schlimme Gedanken schossen durch meinen Kopf. Sie kamen nicht, sie schossen. In rasender Geschwindigkeit. Ich hatte Herzrasen und dachte, ich müsse sterben. Dann dachte ich, dass ich schon tot bin und mir das gerade nur einbilde. Und dass die Leute um mich rum auch wollen, dass ich sterbe. Ich hatte ständig das Gefühl, gleich abzudrehen. Laut schreien zu müssen. Ich dachte, dass die anderen über mich lachen und mich vergiften wollen. Das war immer mal ein bisschen besser und dann wieder schlimmer. Die echte Psychose äußert sich manchmal genauso, aber zum Glück nicht durchgängig. Ich bin auch nur leicht schizophren und leide daher nur selten unter echtem Realitätsverlust. Trotzdem habe ich akustische, sowie visuelle Halluzinationen und fühle mich oft verfolgt. Solange ich klar denken kann, ist das nicht so schlimm, weil ich weiß, dass mir mein Kopf Streiche spielt. Nur manchmal glaube ich wirklich an das, was mir da passiert und das kommt hauptsächlich dann vor, wenn ich Alkohol trinke oder so wie bei dem letzten Kiffen. Letzteres lasse ich seitdem völlig, Alkohol trinke ich nur in Ausnahmefällen.


    Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

    Danke dir. :-)


    Allerdings bestätigt das doch eher die Annahme, dass Kiffen latente Psychosen auslösen kann (weil du ja quasi erblich vorbelastet bist). Das Saudumme ist halt, dass man das vorher nicht wissen kann....


    Und ich denke, die Derealisationserscheinungen des Threaderstellers und eine richtige psychose haben eigentlich nichts miteinander zu tun, soll heißen, Kiffen kann beides auslösen/verursachen, aber es ist nicht das gleiche. Keine Ahnung ob das verständlich ist...^^

    So und nicht anders, war es von mir auch gemeint. Natürlich kommt eine Psychose nicht einfach so, aber durch das Kiffen aber auch Alkohol kann es ausgelöst werden.


    Ebenfalls habe ich geschrieben, dass der TE psychotische Symptome hat, aber deswegen keine Psychose haben muss...


    Trotzdem ist das eine schlimme Erfahrung, die nicht ohne Grund kommt und die Wahrscheinlichkeit, dass es immer wieder ausgelöst wird, ist recht hoch.

    und genau das ist der grund, warum ich wahrscheinlich nie wieder irgenwelche drogen anfassen werde .. hoffe ich ^^

    Das ist auch gut so :)^, Drogen sind der letzte Dreck und zerstören über kurz oder lang eh nur das eigene Leben und das von Menschen, die einem nahe stehen! Das weiß ich aus beiden Perspektiven auch wenn ich selbst nur wenige Male gekifft habe.

    Gut, da ich vom Doc darauf aufmerksam gemacht wurde, dass ich Menschen nicht davon abraten soll, zum Arzt zu gehen, halte ich es für notwendig, meinen Beiträgen noch etwas hinzuzufügen.


    Ich bin bei meinen Beiträgen von mir und meinen Erfahrungen ausgegangen, was nicht heißen muss, dass es bei anderen Leuten genauso abläuft. Bei mir ging es von allein weg, bei anderen kann es unterschiedlich sein, ok? Das mit dem Abwarten ist _meine persönliche Meinung_, bitte nehmt das nicht als Richtlinie, ich bin kein Arzt.


    LG so.what