• Was ist das Problem mit dem Kiffen eigentlich?

    Ich habe hier interessehalber schon einige Threads gelesen und ich verstehe es nicht. Vielleicht erklärt mir das mal jemand. Viele Leute hier schreiben, dass sie süchtig nach Cannabis sind und was das für Probleme mit sich bringt. Ich rauche eigentlich schon seit über dreißig Jahren. Als Teenager habe ich auch einigen Mist gebaut. Viel zuviel gekifft,…
  • 77 Antworten

    Sieben Joints jeden Tag sind ja auch eine Menge, da kann ich wirklich nicht mithalten. Ich rauche auch so gut wie nie tagsüber, schon gar nicht wenn ich arbeiten gehe. Ansonstens auch nicht. Da habe ich gern meinen klaren Kopf.


    Aber da liegt eben der Unterschied. Alles, was man nicht in Maßen tut, kann schädlich sein. Das ist dasselbe mit Alkohol, Kaffee oder sogar Essen.


    Das ist eben unsere Verantwortung, mit uns selbst vernünftig umzugehen. Und wenn wir das nicht können, ... [Verharmlosung von Cannabis durch die Moderation gelöscht].

    Alerich,

    ich will Cannabis nicht bagatellisieren, man soll es aber auch nicht verdammen. [...]


    Mir ist schon klar, dass es ein ernstes Problem werden kann, wenn man jeden Tag über stoned ist und das sogesehen eine Abhängigkeit ist. Natürlich bekommt man dann sein Leben nicht in den Griff. Ich rauche z.B. auch nicht, wenn ich irgendwas vorhabe was meiner Konzentration bedarf. Glaube nicht, dass ich dann in der Lage wäre, ein kompliziertes Buch zu lesen oder eine Webseite zu programmieren. [...]


    Und ich kann mich auch gut erinnern, wie meine Schulleistungen abgesackt sind, weil wir den ganzen Tag nur gekifft haben. Das war wirklich dumm. Aber [...].

    High Mona1960.....

    hier gibt es so viele negative Erfahrungsberichte über Cannabismißbrauch, da haben Deine wirklich Seltenheitswert...


    Gibt es Dir nicht zu denken, dass hier fast alle Probleme damit haben oder hatten ? Da denke ich dann, dass Deine Erzählungen hier einfach deplatziert sind... 99 % der Leute haben oder hatten hier große Probleme damit und denen ist nicht geholfen, wenn sie hören wie gut jemand damit umgehen kann. Sie suchen Rat und möchten sich mit Leuten, die evtl. helfen könnten, auseinandersetzen. Ich glaube Dir das was Du hier schreibst jetzt mal... mit leisen Zweifel... Für Dich mag der "vernünftige" Umgang zutreffen, trotzdem würde ich mir ein anderes Forum dafür suchen, denn diesen Menschen ist damit nicht geholfen.


    Ich könnte genauso in einem Alkoholikerforum schreiben: "Was wollt Ihr denn... ?... Ich trinke evtl. mal am Wochenende mal 1... 2... Gläschen Wein. Das könnt Ihr doch auch... Ihr müßt nur "vernünftig" damit umgehen, dann habt Ihr auch no problems" ! Soll ich einem Alki erzählen, das es doch reicht am Abend EIN Bier zu trinken, nur weil es mir reicht... ? Ist diesen Menschen mit so einer Aussage gedient ? Natürlich nicht! Ein guter Rat wäre dann eher zu schweigen.


    Ich verdamme kiffen auch nicht... ich weiß nur das es für labile Menschen völlig ungeeinet und sogar gefährlich ist... Scheinbar gibt es labile Naturen zu hauf... Keine Ahnung wieso ich nach 25 Jahren "Intensivkiffen" so ohne weiters und gänzlich ohne Probleme aufhören konnte zu kiffen (außer ein wenig Schlafstörungen, Nachtschweiß, und der Tatsache das was fehlt... ). Genauso war's mit dem Zigarettenrauchen nach 30 Jahren, außer das ich dabei keine Nebengeräusche verspürte... Vielleicht war ich doch nicht der "süchtigste Mensch auf Erden", wie ich immer dachte... Vielleicht war die Zeit einfach reif für diese Endscheidung. Das zu erzählen hilft allerdings auch niemanden...


    Dass es aber funktionieren kann, wenn man es wirklich will und ich evtl. anderen damit Mut und Hoffnung machen kann, das ist mir dabei wichtig.

    Hallo Mona,

    Du hast meine Frage entweder nicht verstanden oder sie war schlecht formuliert. Mich interessiert ausschließlich der strafrechtliche Aspekt. Wenn dein Dealer hochgeht und er Deinen Namen nennt, um selbst ein geringeres Strafmaß zu erhoffen, wird gegen Dich ein Verfahren wegen unerlaubten Erwerbs von Btm in X- Fällen eingeleitet. So wie Du Dein Konsumverhalten schilderst, dürfte die Grenze zur nicht geringen Menge weit überschritten sein.


    Wie gehst Du denn damit um? Fährst Du regelmäßig mit dem Auto?


    LG

    sehr interessante denkweisen. aber besonders erschreckend finde ich immer wieder diese vergleiche wie: "cannabis ist illegal, aber alkohol nicht und cannabis ist nicht so gefährlich, wie alkohol. daher bin ich für die legalisierung der droge cannabis. "


    ich denke da aber anders: illegalisiert die droge alkohol. das einzige, was mich daran stören würde: ich hätte keinen rotwein mehr, um meinen hirschbraten abzulöschen.


    nun vergleicht nicht das eine mit dem anderen und redet euch die drogen schön. fakt ist, dass cannabis in deutschland illegal ist. und in diesem von dir zitierten gesetz ist die droge nicht legal, sondern es wird wegen geringfügigkeit auf eine strafverfolgung abgesehen. das ist ein großer unterschied!


    und dann mal ganz ehrlich: keiner kann mit drogen umgehen! dein körper entspannt nicht. wenn du am rauchen bist, muß dein körper giftstoffe abbauen. er muß alles auf höchstleistung setzen und ackert in diesem moment mehr, als er schon den ganzen tag verrichtet hat. und wenn mir einer erzählt: "ich kann mit drogen so schön entspannen!", dann ist das für mich schon ein zeichen der abhängigkeit.


    der menschliche körper braucht keine drogen, egal wie illegal/legal oder gesünder am gesündesten. oder ist jemand anderer meinung? gibt es einen biologischen beweis, dass irgend eine droge für den menschen gut ist? ich denke nein. und daher bin ich einer dieser verfechter von alc, zigaretten und anderen drogen. und hätte es in meiner jugend zigaretten nur auf illegaler weise gegeben, dann wären die bestimmt so teuer gewesen, dass ich nie und nimmer in meinem leben so viel geraucht hätte. sollte irgendwann diese ganze cannabissch... legal werden, dann wird es sicherlich auch mehr konsumenten geben, als es sie schon gibt.


    nun stell dir mal vor, du kannst dir dass zeug an der tanke fürn appel und nen ei besorgen. wieviele leute würden dann permanent bekifft durch die gegend rennen? der aspekt, wie schlimm doch diese alc-flatpartys sind wurde ja auch schon genannt.

    Also ich stimme dir voll zu was die Illegalität angeht. Ich finde es ok wie es in Holland läuft. Da lassen die auch keinen in die Shops rein unter 16. Ich finde es schlimm wenn "Kinder" so einfach an Drogen kommen.


    Jedoch ist jeder sein eigener Herr und weiß selber ganz genau was er möchte und wie er mit seinem Leben umgeht. Wenn halt jemand gerne mal kifft oder jemand gerne mal 3 Gläser Wein trinkt und ihm die Wirkung gefällt...ja meine Güte...was ist denn dabei

    Das kann doch jeder ab 18 Jahren selber für sich entscheiden. Ab da darf ich auch Auto fahren und mich der Gefahr aussetzen und bin auch da selber Herr der Dinge und weiß wie schnell ich fahren sollte oder eben nicht.


    Was wäre das Leben denn ohne ein wenig Spaß wenns nicht aus dem Ruder läuft??? Ich verurteile ja auch keinen der keinen Alkohol trinkt. Bier oder Wein ist ein natürlich gewonnen Alk.


    Aber jedem das Seine. Das es den Jugendlichen zu einfach gemacht wird...da stimme ich vollkommen zu. Alles sollte erst ab 18 Jahren erlaubt und legal zu besorgen sein. Ob Zigartten, Alk...

    Ach ja...und es gibt die Sucht auch in vielen anderen Richtungen...Sport, Essen, PC-Spiele usw. Wie sollte man das denn unterbinden? Das ist für den Körper genauso schädlich!

    @ pusteblume

    genau das meinte ich. auch du fängst jetzt an, dass eine mit das andere zu vergleichen. sicherlich hast du recht damit, dass auto fahren gefährlich ist. aber mir ging es darum, dass cannabis einfach mal illegal ist und aufgrund seiner "nachteile" auch verboten bleiben soll. und da brauch man eben keinen vergleich zu etwas legalen und weitaus gefährlicheren dingen machen. wenn alle der meinung sind, dass alkohol gefährlich ist und verboten gehört, dann sollen sich auch alle dafür einsetzen. aber cannabis zu legalisieren, mit der begründung, dass andere drogen ja auch legal und weitaus gefährlicher sind, halte ich ein wenig weit her geholt. dann setze ich als "fast-alkohol-gegner" ;-) noch einen drauf und sage: alkohol ist gefährlicher als cannabis. cannabis ist illegal und daher möchte ich alkohol verbieten.

    Cannabis

    ist in hier un Deutschland unter vorgehaltener Hand schon lange gesellschaftsfähig geworden. Genau wie bei allen anderen Suchtmitteln und -arten (Tabak, Alkohol, Süßes, Sport, Zocken, Arbeit, Cannabis, etc) unterscheidet sich dabei jeder Mensch in seinem Suchtverhalten. Die einen geben sich ihrer Sucht hin und andere streuben sich gegen diese oder sind einfach keine Suchtmenschen. Abhängig ist dies sicherlich auch vom persönlichem Umfeld und der Erziehung. Man kann tausend Dinge aufzählen... um es kurz zu sagen:


    Jeder Jeck ist anders!


    Aufgrund der Geschichte und ihrer Entwicklung ist es nunmal in Deutschland so, dass Cannabis illegal ist. In jedem Bundesland wird das anders geregelt. In NRW sind es 5 und z.B. in Rheinland-Pfalz 10 Gramm die "erlaubt" sind.


    Dabei ist grad das "Gras" eine harmlose Droge und sicherlich keine Einstiegsdroge. Ich kenne NIEMANDEN aus meinem Bekanntenkreis der durch Cannabis als Einstiegsdroge auf chemische Drogen umgestiegen ist. Wenn das hat dies zumeist andere Gründe wie schwere Schicksalsschläge usw... halt einfach Dinge die einen seelisch stark belasten. Andere geraten durch Gruppendruck in diese Szene oder wollen einfach "dabei" sein.


    Sicherlich ist noch nicht komplett erforscht welche Langzeitwirkung Cannabis auf den menschlichen Körper und die Psyche hat. Aber genauso kann man sagen, dass Menschen durch Rauchen (normale Zigaretten) zu agressiveren Menschen werden z.B. wenn sie mal keine rauchen können. Viele die aufhören wollen suchen sich eine andere Sucht... oft genanntes Beispiel Süßigkeiten. Oder sie werden in ihrer Entzugszeit extrem unausstehlich und sind dauerhaft schlecht drauf.


    Dieses Schema läßt sich leicht auf andere Suchtmittel projezieren.... auch auf Cannabis. Leider ist es zunehmend so, dass Cannabis viele hinzugemischte Stoffe enthält die süchtig machen sollen. Und glaubt mir... wenn ihr wüsstet in wie vielen Dinge Suchtmittel drinnen sind dann würdet ihr die ganze Welt verteufeln. Überall wird Aroma reingesteckt um die Ware attraktiver zu machen.


    Aber kommen wir mal zurück zum Thema... ich schweife zu sehr ab *sorry*


    Ich finde Cannabis nicht tragisch. Ja es kann süchtig machen und ja es gibt Entzugserscheinungen aber wie bei jedem Suchtmittel gilt auch hier: Die Menge machts! Sicherlich gibt es Drogen die illegal bleiben sollten da diese chemisch sind und extrem auf den Körper und die Psyche einwirken. Die Wirkung von Cannabis ist bei reinem Cannabis eine natürliche.


    Es ist nunmal so, dass der Staat entscheidet was gut für seine Bürger ist. Ob diese das auch so sehen und ob das dann auch wirklich so ist das ist eine andere Frage. Nur weil etwas illegal ist laut Gesetz (Gesetze die zum Teil extrem veraltet sind und einfach aus Bequemlichkeit der Obrigkeit nicht geändert werden) heißt das nicht, dass es schlecht ist. Es soll lediglich der Bürger vor etwaigen Schäden bewahrt werden... was ja auch gut ist da viele Menschen nicht wirklich für sicht entscheiden können.


    Nur weil etwas verboten ist schreien alle wenn jemand daherkommt und es trotzdem tut.

    Ein sicheres Zeichen für einen süchtigen Kiffer ist das er die Welt in Kiffer, Nichtkiffer oder Gelegenheitskiffer einteilt....

    oder das stete vorhalten bzw. erwähnen "alkohol oder anderes ist doch noch viel schlimmer". taugt nicht zum reinwaschen.


    rauche auch alle 2-3 wochen (vor einigen jahren mehr) und am nächsten tag ist körper und geist nicht wie im "normalzustand", wie es so mancher gerne schildert. wer alle 1-2 tage kifft, beurteilt seinen nicht wirklich real...


    am ende soll es jeder so handhaben wie er mag, solange derjenige mit seiner eigenverantwortung zurande kommt und nicht anderen schadet.

    @ bretone

    Habe noch nie gekifft deswegen weiß ich nicht was ich über die Wirkung sagen soll... habe nur gehört das Cannabis eine individuelle Droge sein soll die auf jeden anders wirkt.

    @mona

    lies dir das mal durch


    http://de.wikipedia.org/wiki/Abh%C3%A4ngigkeit_%28Medizin%29


    ganz wichtig find ich folgenden abschnitt:

    Zitat

    Leugnung der Abhängigkeit


    Zur Abhängigkeitserkrankung gehört häufig das Leugnen der Krankheit vor sich selbst und anderen. Es werden manchmal simple ("ich trinke/rauche aus purem Genuss"), oft auch skurrile bis absurde Ausreden ("Mein Arzt hat mir mehrere Liter Bier am Tag verordnet, für die Nieren") benutzt, um das eigene, durch die Abhängigkeit dominierte Verhalten zu rechtfertigen. Dazu gehört oft auch ein Relativieren und Herunterspielen der konsumierten Menge und der Konsumhäufigkeit.

    :)D:)D:)D:=o:=o:=o:=o

    @ gustav

    Was nicht wirklich etwas aussagt villeicht ist sie ja auch nicht abhängig und für sie ist Cannabis so wie für die meisten Menschen eine Tasse Kaffee am Morgen...