• Was kann man tun, wenn das Kind kifft?

    Bin über ein paar Ecken mit dieser Geschichte in Berührung gekommen und würde gerne Anregungen hören, was man als Elternteil tun kann, wenn das Kind kifft, oder halt allgemein Drogen nimmt (z.B. im Alter von 13 Jahren)... Und wenn es dabei NICHT um Gruppenzwang direkt geht, sondern wenn das ganze besonders durch die Experimentierlust des Kindes…
  • 51 Antworten

    1. Ich habe schon gesagt, dass für mich extremer Konsum schon 1x die Woche darstellt...


    2. Es geht nicht darum, was man mit seiner Elternpflicht anstellt; ich denke nur, dass es für eine Jugendliche mitten in der Entwicklung ist, schädlicher ist zu kiffen, als für Erwachsene und dass es für junge Erwachsene dann vielleicht (je nach Umfeld) dann auch kein Thema mehr ist, zu kiffen, man kann ja nicht wissen, was passiert.


    3. Die Familienverhältnisse sind nur in dem Sinne streng, dass die Tochter (um welche es die ganze Zeit geht, fälschlicherweise dachte man, es gehe um einen Jungen^^) total auf dem Anti-Trip ist. Der Mutter ist Religion und Firmung etc. wichtig - sie dagegen will mit dem ganzen nix zu tun haben. Sicherlich auch Streitereien wegen weggehen oder so; dabei denke ich nicht, dass die Mutter übermäßig streng ist, aber das Mädel nimmt halt die Familienverhältnisse anderer als selbstverständlich hin und meint, bei ihr Zuhause müsse es auch so laufen. Das ist alles.


    4. Warum das Mädchen kifft ist ganz klar Experimentierfreude, womöglich Lust daran, schulisches und freundemäßiges Umfeld und die heimliche Rebellion gegen die Mutter (die nix davon weiß, nehme ich an)


    Ich denke nicht, dass es die Schuld der Familie ist, sondern ich glaube wirklich, dass das Problem das Mädchen mitten in der Pubertät ist, das alles tun würde, um seiner Mutter eins auszuwischen... und auf diese oder jene Weise ihre Freiheit zu erlangen. Entweder lässt man sie machen, hält zu ihr und sieht ihr zu, wie sie von ihrem Umfeld immer weiter runtergezogen wird, (Schule schlecht etc., Drogen, schlechte Bekanntschaften) und fängt sie dann auf, wenn sie ganz unten ist, oder man beschützt sie vor dem Ganzen, in dem man jetzt eine klare Grenze zieht... und damit das Elternteil-Kind-Verhältnis womöglich noch stärker stört...

    wenn es ein pubertätsproblem ist, sollte es sich wohl irgendwann llösen. aber alles genau beobachten.


    oft entwickelt sich ja eine abhängigkeit, wenn ein tieferes, grundlegendes problem besteht und die porbleme durchs kiffen kompensiert werden (wegen der abschwäschenden egal-wirkung, leichtsinn etc).

    Zitat

    und insgesamt kenne ich höchstens 10 Leute die kiffen. Wenn das mal nicht bedenklich ist...

    Ich kenne vieeel viel viel mehr Leute als 10 die kiffen, und von genau einer Person weiß ich, dass es sie psychisch angeknackst hat.


    Und die ganze schöne Statistik dahin :/

    Zitat

    1. Ich habe schon gesagt, dass für mich extremer Konsum schon 1x die Woche darstellt...

    Deutschland ist für mich ein einziger Alkoholiker, weil fast jeder mindestens 1x die Woche ein Bier trinkt.

    Ich will hier nicht über Alkohol, Drogen oder Statistik diskutieren. Es geht - wie schon die ganze Zeit - einzig und allein um Tipps, wie man sein Kind von sowas zuverlässig fernhalten kann.

    Naja, wegsperren oder dauernd überwachen, geht ja aber beides nicht.


    Wenn ein Kind/Jugendlicher was machen will, macht er/sie es auch.


    Es gibt nicht wirklich eine Möglichkeit zu verhindern dass sich das Mädchen mit Leuten irgendwo trifft und kifft, wenn sie es denn will wird sie das auch durchsetzen. Und irgendwelche Strafen bringen sie im ungünstigen Fall dazu, dass sie sich den Ärger wegkifft, es dann dauernd zur Problembewältigung missbraucht und süchtig wird...

    Ich habe da auch so meine Ehrfahrungen..


    mein Sohn kifft auch


    es ging auch recht früh los ,so mit 14 Jahren,,


    Ich habe voll die Panik geschoben ..bin mit ihn zur Drogenberatung,habe mit ihn geredet..immer und immer wieder..und wieder.


    Er hat es dann heimlich getan..ich war so machtlos..


    Vor ca Drei Jahren -da war er schon 21 Jahre ist er selber in die Therapie..


    Leider hat er sich weiter mit seinen "Freunden "getroffen und kifft heute weiter.ABER viel weniger und nicht mehr ständig-hoffe das es nicht wieder mehr wird:)zEr wohnt noch bei mir daher seh ich wann er was genommen hat oder nicht..


    leider konnte auch ich Dir nicht viel weiterhelfen..es ist sooo schwer...:)*

    Zitat

    Es gibt nicht wirklich eine Möglichkeit zu verhindern dass sich das Mädchen mit Leuten irgendwo trifft und kifft, wenn sie es denn will wird sie das auch durchsetzen. Und irgendwelche Strafen bringen sie im ungünstigen Fall dazu, dass sie sich den Ärger wegkifft, es dann dauernd zur Problembewältigung missbraucht und süchtig wird...

    Das heimlich gekifft wird, kann man aber vermeiden, wenn man mit monatlichen Drogentests droht (und diese ggf. auch durchzieht). Wenn das Kind weiß, dass man die Macht hat, herauszufinden, ob es gekifft hat und als Konsequenz das Erziehungsheim sieht, dann wird es ganz sicherlich das sein lassen. Das soll keine allgemeingültige Lösung sein, sondern bezieht sich jetzt nur auf das 13-jährige Mädchen, von dem ich rede. In der Familie geht's ihr finanziell nämlich wirklich gut, auch wird sie unterstützt im moralischen Sinne - ihr einziges Problem scheint die mangelnde Freiheit zu sein... Ich denke jedenfalls schon, dass wenn man strikte Seiten aufzieht, das Kind sehrwohl daran hindern könnte.

    sagt mal, haben die 13 jährigen kinder von heute nix besseres zutun als zu kiffen oder irgenwelche anderen drogen auszuprobieren? Also wenn mein kind das machen würde, würde ich mich als eltern mal fragen was ich falsch mache das mein kind so viel langeweile hat. Ich bin jetzt 20 und einmal in meinem ganzen leben habe ich einmal die begegnung mit extesy gemacht das aber auch nicht freiwillig, mir wurde das in der disco in die cola gemischt.

    Chrissi


    sorry bitte aber was ist denn das für ein Erziehungsansatz ? Damit erreicht man den totalen Vertrauensverlust. Und ein Erziehungsheim, da muss ich ziemlich bitter lachen. Was glaubst du aus was sich der Grossteil der jugendlichen Drogenszene zusammensetzt ? Aus Bewohnern ebensolcher Heime die immer wieder von dort abhauen. Das kann einfach nicht dein Ernst sein.


    Man kann doch nicht wirklich seinem Kind mit so etwas drohen....bei so einer Stimmung wundert es mich nicht wenn ein Jugendlicher abgleitet.


    Das Gegenteil ist richtig, Vertrauen schaffen, eine liebevolle Athmosphäre. Sich Zeit nehmen, ernst nehmen, Selbstvertrauen stärken. Dem Kind das Gefühl geben hinter ihm zu stehen und auch Fehler gemeinsam anzugehen.


    Himmel, Blutproben..wer soll die denn nehmen ? Kein Arzt wird da mitmachen. Nein, wir bewegen uns wohl in komplett verschiedenen Welten was die Vorstellung von Erziehung angeht. Was würdest du denken wenn deine Eltern mit so etwas angekommen wären ? Und was hast du in diesem Alter von deinen Eltern erwartet ? Misstrauen ? Schuldzuweisungen ? Doch wohl eher nicht.


    Man kann das Kiffen nicht realistisch aktiv verhindern, man kann nur ein Umfeld schaffen in dem das Kiffen überflüssig wird. Und das ist die Aufgabe der Eltern.

    @ War mal der Kater

    es ist jedes Mal ein Segen deine Beiträge in diesem Unterforum zu lesen :)^

    @ Chrissi32089

    Ich würde raten sich an die Drogenberatungstelle zu wenden. Es ist so leicht Usern in einem Forum nicht zu glauben, die Chanche auf Akzeptanz von seltsam erscheinenden Ratschlägen ist dort sicher größer als hier, auch wenn du nur übermitteln solltest, verweise die Eltern lieber dorthin denn sie würde es eh nicht glauben wenn da keine beweisbare Fachlichkeit dahinterstünde.

    Man kann THC auch im Pipi nachweisen, oder auch durch Wischtests, auch ohne dass der/die Betroffene das mitbekommt. Blut ist nicht notwendig.


    Aber regelmäßige Drogentests bei einer 13-Jährigen? Also bitte, das würde sehr viel kaputtmachen. Den Rest hat der Herr über mir schon erwähnt :)D

    Der Baummein Freund (schöner Nick übrigens)

    Zitat

    Man kann THC auch im Pipi nachweisen, oder auch durch Wischtests, auch ohne dass der/die Betroffene das mitbekommt. Blut ist nicht notwendig.

    Natürlich, die Bluttests wurden nur irgendwo weiter vorne erwähnt. Tests anzudrohen finde ich trotzdem generell zweifelhaft.

    Zitat

    ihr einziges Problem scheint die mangelnde Freiheit zu sein

    Das ist aber ein entscheidendes Problem. Und das löst man nicht indem man diese Freiheit weiter beschneidet. Ein Beispiel ist doch diese Firmung. Wenn das Mädchen das nicht will dann wird sie doch dafür ihre Gründe haben.


    Jetzt kann man sich als Eltern hinstellen und sagen du musst das machen, ich will das so. Basta. Was erreicht man damit ? Ein trotziges Kind das seine Eltern für autoritär hält und über seine Wünsche hinwegtrampelt.


    Oder man kann sich zusammensetzen und fragen warum es nicht gefirmt werden möchte. Und diese Gründe dann ernst nehmen. Dann kann man erzählen warum man selbst die Firmung für sich selbst wichtig hält. Und schliesslich dem Kind die Entscheidung überlassen und diese Entscheidung respektieren.


    Wenn Kinder oder besser Jugendliche Drogen konsumieren dann ist das selten nur reine Experimentierlust, da ist auch fast immer noch eine weitere Komponente im Spiel. Gefühle des Unverstandenseins, Druck, eben Freiheitswille und vieles mehr. Das löst man nicht indem man einen Konfrontationskurs fährt, das verschlimmert die ganze Sache meist nur und das will keiner.


    Es ist nicht leicht als Eltern bei sich selbst zu hinterfragen aber das ist der nachhaltigste Ansatz. Es geht da nicht um Schuldzuweisungen sondern um die Bedürfnisse des Jugendlichen. Das Verhältnis zwischen Eltern und Kind soll ja nicht zerstört sondern gestärkt werden.


    Mit etwas Glück könnte also ein Gespräch der Eltern bei einer Drogenberatungsstelle etwas bewirken oder Denkanstösse geben. Da hat Wallisii @:) recht.

    war mal der kater

    Zitat

    Damit erreicht man den totalen Vertrauensverlust. Und ein Erziehungsheim, da muss ich ziemlich bitter lachen. Was glaubst du aus was sich der Grossteil der jugendlichen Drogenszene zusammensetzt ?

    Der Vertrauensverlust beginnt schon damit, dass die Tochter eh hinterm Rücken der Mutter kifft. Und dass sie es weiterhin tut, auch wenn die Mutter es ihr verbietet und das kurz oder lang eh wieder rauskommt.


    Und mir ist schon klar, dass das in den Heimen nicht das holde Leben ist. Es geht auch nicht darum, das Kind TATSÄCHLICH dorthinzuschicken, es ist nur als Drohung gedacht, die garantiert ausreichen würde, um dem Kind (wenn es wie hier aus gutem Hause kommt) ein bisschen Folgsamkeit einzuimpfen...


    Wie schon gesagt, geht es nicht um meine eigenen Kinder...-_- Ich bin 17, ich weiß sehr gut, wie meine Eltern mit mir umspringen. Ich gehe nur nicht davon aus, dass einer 13-jährigen klar ist, dass kein Arzt bei der Blutprobensache mitmachen würde, somit ist das ne gute Drohung. Auf der anderen Seite - wenn das gewisse Elternteil eh Arzt ist, dürfte das Ganze wohl nicht sooolche Schwierigkeiten provozieren.


    Das liebevolle Umfeld hat sie schon - zum 100. Mal. Vllt hätte das Elternteil nicht immer so streng sein sollen - aber verständnisvoll ist es schon. Wie auch immer, die Frage ist halt, was jetzt noch das Kind vom Kiffen abbringen könnte. Und das wäre nichts außer drastische Maßnahmen. Wenn das gesamte Umfeld kifft und das was völlig normales geworden ist - dann ist es keine Flucht mehr. Durch nichts in der Welt würde ein Kind sich etwas Selbstverständliches von den Eltern verbieten lassen...


    Ich verstehe sehrwohl deinen Standpunkt und denke auch (oder besser gesagt: bin bisher immer davon ausgegangen), dass eine liebevolle und verständnisvolle Erziehung das ihre dazu beiträgt. Aber jetzt bin ich nunmal mit dieser Familie konfrontiert und sehe, dass dem damit nicht geholfen wäre. Nur weil die Eltern sagen: "Wir machen uns Sorgen um dich, bitte lass das Kiffen, oder pass zumindest damit auf" wird diese Tochter ganz gewiss nichts daran ändern. Der Status innerhalb ihres Freundeskreises ist ihr sehr viel wichtiger als die Relation zu ihren Eltern. Jedes Verletzen der Verbote ihrer Eltern pusht ihr Ego weiter auf... Und lässt sie vor ihren Freunden unabhängiger und cooler dastehen. Das hat nicht mehr unbedingt was mit dem Kiffen an sich zu tun, sondern mit ihrem Charakter.

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    Zitat

    ihr einziges Problem scheint die mangelnde Freiheit zu sein

    Das ist aber ein entscheidendes Problem. Und das löst man nicht indem man diese Freiheit weiter beschneidet.

    Sicherlich nicht, aber das löst man ebenso wenig, wenn man ihr nun die Freiheiten lässt. Dann macht sie weiter wie bisher - mit Drogen etc. Das löst vielleicht die Spannung aus der Eltern-Kind-Beziehung, aber nicht das Problem des Drogennehmens, um das es hier ja nur geht.

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    Was erreicht man damit ? Ein trotziges Kind das seine Eltern für autoritär hält und über seine Wünsche hinwegtrampelt.

    Das Kind haben sie schon. Dafür ist es wohl zu spät. Defintiv.

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    Oder man kann sich zusammensetzen und fragen warum es nicht gefirmt werden möchte. Und diese Gründe dann ernst nehmen. Dann kann man erzählen warum man selbst die Firmung für sich selbst wichtig hält. Und schliesslich dem Kind die Entscheidung überlassen und diese Entscheidung respektieren.

    Das stimme ich dir durchaus zu. Allerdings ist das ein Standpunkt, den die Eltern niemals eingehen werden. Finde ich auch schade - aber ist wohl so. Da kann man nicht viel ändern - man könnte es versuchen, ja, aber ich denke nicht, dass es da Kompromisse geben wird.

    Zitat

    Gefühle des Unverstandenseins, Druck, eben Freiheitswille und vieles mehr.

    Sicherlich, aber auch die Eltern ändern sich nicht von heute auf morgen (ich tippe eher darauf, dass sie sich gar nicht ändern) und es wäre sehr schade, wenn das Mädchen in solche rebellischen Hilfeschrei-Aktionen reingerät und in dieser Masche hängen bleibt, bis sie irgendwann ausziehen kann. Da wäre es besser, sich zu arrangieren, denn letztendlich wird sie immer den Kürzeren ziehen gegenüber den Eltern (solange sie minderjährig ist) und verletzt sich damit immer wieder selbst.

    minchen

    Zitat

    sagt mal, haben die 13 jährigen kinder von heute nix besseres zutun als zu kiffen oder irgenwelche anderen drogen auszuprobieren?

    Das muss nicht immer was mit den Eltern zu tun haben. Kinder, die in problematischen Verhältnissen leben, aber keinen Zugang zu Drogen haben, die werden auch garantiert keine Drogen nehmen. Auf der anderen Seite gibt es auch Kinder die ohne Probleme im Elternhaus oder im Freundeskreis Drogen nehmen. Es muss ja nicht immer ne Flucht sein, besonders wenn gemeinsam gekifft wird, ist das ja wohl eher ne "Freizeitbeschäftigung". Und wenn man Freunde hat, die sich so die Zeit vertreiben, dann ist es kein Wunder, dass man mitmacht, oder?

    alle

    Falls das Ganze rauskommt (örks, ich hoffe ich gerat in die Geschichte nicht allzu sehr rein)


    Dann werde ich tatsächlich die Drogenberatungsstelle anraten. Das sollte weiterhelfen. Wenn das nichts bewirkt, kann man's ja immer noch mit Pipi- oder was-weiß-ich-was-Tests probieren.:-/