• Was kann man tun, wenn das Kind kifft?

    Bin über ein paar Ecken mit dieser Geschichte in Berührung gekommen und würde gerne Anregungen hören, was man als Elternteil tun kann, wenn das Kind kifft, oder halt allgemein Drogen nimmt (z.B. im Alter von 13 Jahren)... Und wenn es dabei NICHT um Gruppenzwang direkt geht, sondern wenn das ganze besonders durch die Experimentierlust des Kindes…
  • 51 Antworten

    @ Chrissi32089:

    Ich habe jetzt nicht die ganze Folge an Postings mitgelesen und beziehe mich hauptsächlich auf das Anfangsposting.


    Ich finde, die Eltern sollten sich vertrauensvoll, vorurteilsfrei und umfassend über das Thema informieren und sich dann mit dem Kind drüber unterhalten:


    - welche Probleme man sieht


    - welche Erfahrungen man selber in der Jugend mit Drogen gemacht hat


    - was man heute anders machen würde


    Cannabiskonsum sollte nicht unter- aber auch nicht überschätzt werden.


    Ich persönlich habe mir dadurch eine ziemliche Psychiatriekarriere eingehandelt gehabt [1], als ich jung war. Ich habe aber auch über Jahre hinweg die deutlichsten Warnsignale ignoriert. Das war denke ich der größte Fehler, den ich in meinem Leben gemacht habe. Ich sehe es sehr kritisch, wenn junge Leute (viel) kiffen, bin aber niemand, der den drohenden Zeigefinger erhebt und alles verteufelt.


    Dieses psychiatrische Gefährdungspotential sehe ich als kritischsten Aspekt des Cannabiskonsums. Ich kann das gerne noch näher ausführen, wenn es denn gewünscht wird. Danach kommt das abgleiten in "Nurdrogenkreise" und Umstieg auf härtere Suchtmittel ("Einstiegsdroge").


    Ich habe Kumpels, die durch Drogen unter die Räder gekommen sind. Der Großteil hat trotz teilweise heftiger bzw. heftigster Erfahrungen (was Drogen- und Partyszenemäßig hier nach der Wende abging war einfach krass) irgendwann aufgehört und führt ein ganz normales Leben. Manche kiffen noch heute mit 30 viel und kriegen ihr Leben (Job, Beziehung, ...) ganz normal auf die Reihe. Ich persönlich würde das wohl nicht schaffen aber so unterschiedlich sind die Lebensläufe und auch die Konstitution.


    Ich würde für mich selbst im offenen Gespräch mit dem Kind auch einen Punkt vereinbaren, wo du/ihr die Grenze seht, bei der keine Toleranz mehr stattfinden wird: Bei mir wäre das, wenn Anzeichen da sind, dass das normale Leben nicht mehr in seiner bisherigen Form stattfindet[2], was leider auch von normaler pubertärer Entwicklung überlagert sein kann und somit schwer auf einen Schuldigen (wie die Drogen) rückführbar ist.


    Ich möchte zu mir noch zusätzlich sagen, dass ich trotz Erkrankung mit 1 Jahr Aussetzen während der Abiturstufe, langjährig zu hohen Medikamentendosen und persönlichen Problemen (<- des Pudels Kern) ein gutes Abitur und ein hervorragendes Studium abgeschlossen habe.


    MfG,


    Bittersweet Symphony


    [1] Mittlerweile wieder alles so ziemlich im reinen, aber jetzt bin ich auch über dreißig und nicht mehr 19. Von da bis vor ein paar Jahren war es ein extrem schwieriger Weg.


    [2] Trägheit, Antriebslosigkeit, "Kopf zerbrechen", Vernachlässigung von Schule, von haushaltlichen Pflichten, Änderung des Freundeskreises, komische Denkweise, starke Ängste, Wahnideen

    Was kann man tun?


    das weiß ich ehrlich gesagt nicht so genau aber ich bin mir ziemlich sicher das man das kiffen auf gar keinen fall verharmlosen sollte oder dem kind sogar signalisieren das es ,solange es beim gelegentlichen kiffen bleibt,in ordnuing ist.


    denn ich bin überzeugt das kinder bzw.jugendliche in der rebellenphase(sorry mir fällt kein besseres wort ein)versuchen die eltern zu "schocken" krasser zu sein als alle anderen und besonders die eigenen eltern,wenn die eltern kiffen jetzt tolerieren dann muß das ja wieder getoppt werden vielleicht durch härtere sachen?!


    Das ist natürlich nur meine eigene meinung und erfahrung.


    gruß valeitika

    ähhh kein taschengeld mehr geben, hausarrest, nichts mehr machen, also das kind muss selbst machen : wäsche, kochen, bügeln etc.

    Markusx3

    Zitat

    Ich denke, das es heutzutage dazugehört, das man das mal gemacht hat.

    Ach ja, das gehört zum Erwachsen werden?


    Deine Beiträge empfinde ich als entbehrlich, du babatellisierst!:(v

    sprich sie doh einfach mal drauf an und rede etwas mit ihr, das wichtigste dabei ist das du ihr zeigst das du es akzeptierst, sag ihr das es dir nicht so gefällt und du dich freuen würdest wenn sie es nicht machen würde aber wenn sie unbedingt möchte würdest du ihr dafür nicht "den kopf abreißen" ;-). Wenn sie offen zu dir ist was das betrifft kannst du es ja besser kontrollieren.


    Das erste mal gekifft hab ich auch mit 13, mir hats dann aber nicht so gefallen, mit 15 halt auf partys mal aber naja mir gefällt die Wirkung davon nicht so also nehm ichs nicht.


    Aber pass auf das sie in dem alter nichts härteres anfässt, egal ob upper (speed,crystal,koka,xtc usw) oder downer (opiate,benzos,barbiturate) das sind sachen die ihr in dem alter wirklich schaden würden!


    Sie sollte halt auch nicht zuuu viel kiffen (nicht täglich) wer über einen langen zeitraum täglich kifft schafft die schule einfach nicht...


    Wichtig ist weiterhin das sie offen zu dir ist !!! (Frag sie ruhig mal wieviel sie für ein gramm zahlt, falls sie öfter mal pleite ist darfst du auch etwas verdacht auf übermäßigen gebrauch schöpfen [straßenpreise sind zwschen 5-10E pro gramm])

    Also wenn du dir wirklich sorgen machst, dann solltest du mal rausfinden, ob sie wirklich jeden tag kifft oder nur selten. macht sie es jeden tag, solltest du die eltern darauf ansprechen und ihr solltet euch ne lösung überlegen. macht sie es wirklich nur sporadisch, brauchst du dir wahrscheinlich keine sorgen machen...

    gringo_73

    Es macht mich verrückt, wenn ich das lesen muss:

    Zitat

    macht sie es wirklich nur sporadisch, brauchst du dir wahrscheinlich keine sorgen machen...

    sporadisch klauen......................... kein Dieb?


    sporadisch trinken..........................kein Alkoholiker?


    sporadisch zuschlagen...................kein Schläger?


    Diese Liste kann ich dir endlos fortsetzen!


    Wie blauäugig denkst du?