Wie bewahre ich meinen Freund vor einem Heroinrückfall?

    Hallo zusammen,


    also ich bin echt verzweifelt. Ich bin eine Person, die nie etwas mit Drogen oder dergleichen zu tun hatte. Dann lernte ich meinen freund kennen. Und erst nach dem es so zu sagen um mich "geschehen" war, erfuhr ich von seiner Drogensucht in der Vergangenheit. Mein Freund ist jetzt 24 und hat schon ca. 4 Jahre Heroinkonsum hinter sich. Es ging dabei nicht nur ums Rauchen, sondern auch um das Spritzen. Nun ist er aber seit knapp 1 1/2 Jahren "clean". ich schreibe dies in Anführungszeichen, dqa er in den letzten 4 Monaten 3 Rückfalle hatte. 2 mal rauchen von Heroin und einmal das Ziehen von Kokain. Ich hab es mir am Anfang nicht so schwer vorgestellt und dachte mit einem Rückfall komme ich schon zurecht, aber da habe ich mich ja getäuscht. Leider hatte das dann immer sehr mit Lügen, vertrauensbrüchen und enttäuschungen zu tun. Das dritte mal hat er vor 3 Tagen konsumiert, im Badezimmer unserer Wohnung. Er war das erste mal ehrlich zu mir und hat mir gestern den rückfall gestanden. Vor ungefähr 2 monaten hat er sich selber nicht so stabil gefühlt und sich von seinem arzt nemexin geholt, doch irgendwann wieder abgesetzt.Man setzt es doch nicht ohne Hintergrundgedanken ab, oder? Das nemexin war so meine einzige kleine sicherheit, dass er nicht konsumiert und als er gesehen hat wie sehr ich darunter leide, hat er gesagt, dass er es wieder anfängt zu nehmen. Tage sind vergangen, bevor er es wieder genommen hat und das war auch wieder nur eine einmalige sache. Ich habe solche angst, dass er wieder abstürzt. er würde alles verlieren. mich, seine ausbildung,seinen führerschein u.s.w. Was kann ich tun? Wie kann ich ihn davor bewahren? Wie kann ich ihm helfen? Er besucht zwar eine selbsthilfegruppe, aber nur unregelmäßig und zu denen schafft er es auch nicht ehrlich zu sein. Er kann es ja noch nicht mal zu sich selber. Warum lässt er sich nicht helfen? Weshalb schämt er sich für seine Rückfälle? Ich kenn mich einfach mit dem Thema Drogen nicht aus und weiß einfach nicht mehr was ich noch tun kann... Bringt es was Druck auszuüben? Oder Nichthilfe zur Hilfe? Er hat zwar gesagt, dass er sich jetzt wieder von seinem arzt in das nemexinprogramm aufnehemen lässt und es regelmäßig wieder nimmt, aber wer garantiert mir, dasss ich es ihm glauben kann... Ich weiß ganz genau, da ich ein sehr sensibler und emotionaler Mensch bin, dass wenn er fällt, wird er mich mitziehen. Wie kann ich dagegen wirken? Bitte helft mir wenn euch etwas dazu einfällt!


    Liebe Grüße Annika

  • 11 Antworten

    Also erstmal es werden auch noch andere Meinungen kommen aber meine ist:

    Zitat

    Bringt es was Druck auszuüben?

    nur Konseqenzen androhen die du auch durch durchziehst. Sonst bringt es nichts.

    Zitat

    Wie kann ich dagegen wirken?

    wenn er will findet er einen Weg an Drogen zu kommen da kannst du gar nichts tun.

    Zitat

    Was kann ich tun?

    dich selber schützen

    Zitat

    Wie kann ich ihm helfen?

    Also wenn du wirklich meinst ihm retten zu wollen geht das nur über gespräche und indem du ihm die Folgen aufzeigst.

    Zitat

    Warum lässt er sich nicht helfen

    weil er nicht will

    Zitat

    Weshalb schämt er sich für seine Rückfälle

    Ich würde mal vermuten das er sich nicht Schämt sondern einfach nur Angst hat vor den Folgen


    Und wie währs wenn du dir eine Selbsthilfegruppe für Angehörige suchst

    Da auch ich keinerlei Erfahrungen mit Drogen habe und auch keinen direkten Kontakt mit Süchtigen, kann ich wohl nicht viel dazu sagen. Doch ich hab mich mal intensiv damit beschäftigt als meine Tochter in der Pubertät extremst schwierig war und ich daran dachte dass es an Drogen liegen könnte. Dieser Verdacht war zum Glück unbegründet, doch durch meine Recherchen weiß ich ein bissel was darüber. Und doch kannn ich wohl keine Tipps geben, weil jeder einzelne Fall individuell anders ist. Ich glaube nicht, dass es einen Weg für dich gibt deinen Freund von den Drogen wegzubringen, das kann er nur selber und selbst das ist schwierig, weil es immer mal wieder Situationen gibt in denen man mit Umständen oder auch mit sich selber nicht klar kommt und dann das, was einem irgendwann mal, wenn auch nur kurzzeitig geholfen hat, einen Ausweg aus einer scheinbar auswegslosen Lage anzeigt. Ich denke weder Druck noch Ignoranz hilft wirklich, deshalb kann nur er allein die Kraft finden mit Schwierigkeiten anders umzugehen. Das wird dir alles nicht wirklich weiterhelfen und ich hoffe ehrlich, dass dir andere wirklich wertvolle Ratschläge geben können. Ich wünsch dir, Euch alles Gute.

    @ higher:

    Zu welchen Konsequenzen bin ich denn berechtigt, sie zu ziehen, ohne zu viel Druck auszuüben? Ich will ihn ja nicht irgendwie in die Ecke treiben, so dass er nicht mehr weiß wohin und sich dann im schlimmsten Fall wieder was kaufen geht....

    Zitat

    Wie bewahre ich meinen Freund vor einem Heroinrückfall?

    GAR NICHT, liebe Annika!


    Deinen Freund kannst DU nicht vor einem Rückfall bewahren, kein Arzt kann das, kein Medikament, keine Therapie und auch keine Selbsthilfegruppe. Und "Aber ich liebe ihn doch so sehr" schon gar nicht. Der einzige, der das kann, ist er selber! Und auch wenn du das Betteln, das Heulen und das Drohen anfängst, du kannst sicher sein, das wird rein gar nichts an der Sache ändern. Das gilt im Übrigen nicht nur für Drogen, sondern für jede Art von Suchtverhalten.


    Was du für dich tun kannst, ist zu entscheiden, ob du dich mit reinziehen lassen willst oder ob du deine Sachen packst und gehst.


    Und meine Empfehlung: setze dich mit dem Thema Co-Abhängigkeit auseinander. Ganz dringend! Viel Glück :)*

    Hallo, ich glaube das Thema ist so heikel und wichtig, dass du dich besser an eine Beratungsstelle als an dieses Forum hier wenden solltest.


    http://www.pille-palle.net/Pille-Palle/links-b.php


    Viel Erfolg euch beiden!

    zu allen die du durchziehen würdest.


    z.B. wenn du androhst das du gehst wenn er das nächste mal Drogen nimmt es dann aber nicht durchziehst. Machst du dich unglaubwürdig.


    Und begreif entlich das du ihn nicht retten kannst, du kannst ihm nur helfen wenn er das will. Und das er Drogen in eurer Wohnung genommen hat sagt doch schon alles oder?


    Priorität sollte für dich immer du sein.


    ICH, und ich betone ich, würde ihm sagen das er sich nochmal in Therapie begeben soll und regelmässig zu den Treffen gehen muss und wenn er das nicht durchzieht, oder nocheinal Drogen nimmt, bin ich weg.


    Es gibt bei dem Thema keinen absolut sicheren Weg. Jeder Mensch ist verschieden und demzufolge auch jeder Süchtige. Aber für mich steht bei dem Thema an erster Stelle das ich aufpasse das ich selber nicht abstürze

    Kann mich da diffusa nur anschließen und ebenso bomobo. Meine Schwager ist seit Jahren Drogenabhängig. Er lebt nun seit ca. 12 Jahren in Irland. Es ist einfach so, dass man alle Hilfe anbieten kann, die man will. Aber wenn derjenige selber diese nicht annimmt und nicht von sich aus den festen Willen hat aufzuhören, kann man leider gar nichts machen. So hart wie es ist. :°_

    Hallo!


    Ich bin seit 25 Jahren Alkohol- und seit seit 18 Jahren Heroinabhängig.


    Seit ich mich Substituieren lasse mit Subutex habe ich kein Heroin mehr angelangt.


    Leider habe ich ab und zu immer noch Probleme mit Alkohol.


    Ich bin ehrlich zu Dir: Dein Freund muss als allererstes sich selber helfen. Wenn er nicht absolut suchtmittelfrei leben will endet er irgendwann obdachlos in der Gosse. Hört sich krass an, aber ich habe schon so viele Freunde verloren durch Drogen und da waren viele dabei die ein gutes Leben hatten bevor sie anfingen.


    Deswegen ist es sehr schwer einem Abhängigen zu helfen.


    Die Sucht ist stärker als Liebe und alles.


    Und die Sucht besteht aus einer unmenge an Lügen und Betrügen.


    Du kannst ja ihm vorschlagen in eine Selbsthilfe Gruppe zu gehen. Die meisten Abhängigen schaffen es ohne so eine Gruppe nicht clean zu bleiben.


    Es gibt auch für Angehörige wie dich eigene Gruppen wo Du viel lernen kannst wie Du damit umgehst und ihm dann auch wirklich helfen kannst.


    Es ist ein harter Weg aber wenn Du ihn liebst wirst Du ihn gehen.


    Viel Erfolg!


    :)z

    @ UweT.:

    Ich habe lange darüber nachgedacht und ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich diesen, wenn auch harten Weg, mit ihm gehen will.


    Er besucht schon eine Clean Gruppe, aber das tut er unregelmäßig. Es scheint ihm irgendwie nicht wirklich wichtig zu sein. Ein alter Freund von ihm hat sich vor Kurzem eine Überdosis gesetzt und ist daran gestorben, aber selbst das hat ihn nicht davor bewahrt wieder zu konsumieren.


    Und es kommt mir vor, wenn wir wirklich ernsthaft über die Sucht sprechen, dass es ihm am linken Ohr rein und am Rechten wieder raus geht, als würde er mich und meine Sorgen darüber, nicht ernst nehmen. Ich kenn mich auch einfach zu wenig mit den verdammten Drogen aus, um ihn richtig zu verstehen und daher redet er mit mir wenig darüber, weil er sagt, ich würde es eh nicht kapieren. Ich hab eben keine Ahnung von der Wirkung, dem Entzug oder dem "Suchtdruck". Aber er lässt mich ja außen vor, er lässt mich gar nicht wirklich in sich reingucken....


    Er hat auch ein paar mal getrunken, aber irgendwie ist es mir lieber wenn er sich einmal im monat die "kante" gibt, als wenn er sich heroin raucht.... :°(

    so wie es im Momer aussieht wirst du den Weg nicht mit ihm gehen. Weil er den Weg nicht gehen will.


    Warum verstehst du nicht das du ihn nicht retten kannst.


    Er kann sich nur selber retten.


    Les dir bitte mal den Faden durch damit du weißt wórauf du dich einstellen musst


    http://www.med1.de/Forum/Sucht/117181/