Wie ist das Leben ohne Rausch, schlechter?

    Guten Abend,


    kurz eine Story zu mir, damit ihr meine Frage besser versteht:


    ich habe an mir selbst leider beobachten müssen, dass mein Alkoholkonsum über die letzten Jahr seit dem ich 16 bin bis jetzt 21 zunahm.


    Früher trank ich aus Spaß, weil es "cool" war, lustige Dinge geschahen über die wir jetzt lachen. Dann kam die Discozeit, wo ich mich betrank, um zu tanzen. Damals hätte ich niemals daran gedacht alleine nur ein Bier zu trinken.


    Nachm Abi kam die Zeit wo ich durch beruflichen Stress 3 Monate fast jeden Tag ca. 3 Bier und am Wochenende noch zusätzlich etwas Schnapps getrunken habe.


    Jetzt als Student mit 21 trinke ich jede Woche ca 1x alleine 3 Bier oder mal 2 Longdrinks und schütt mich am Wochenende beim Feiern mit Kollegen ne halbe Flasche Vodka rein.


    Ich mag einfach diesen Rausch. Er nimmt irgendwie den Druck von mir. Es fühlt sich so an, als wär ich in der betrunken Zeit genau ich selbst. Bin sympathischer. Komme viel besser mit allen Menschen klar. Lerne neue Leute kennen, die ich z.B. in der Disco so niemals angesprochen hätte. Ich entspanne dadurch einfach und so ein Druckgefühl im Bauch geht weg. Wenn ich ein Bier trinke habe ich immer großes Verlangen noch eins zu trinken.


    Nun meine Fragen


    1.Wie ist das Leben ohne Rausch? Schlechter? Kann man das ganze Leben ohne Rausch leben?


    Ich habe schon zweimal probiert für 30 Tage zu stoppen, aber immer nach ca einer Woche wurde der Druck in der Bauchgegend so hoch und ich hatte Lust verrückte Dinge zu machen und Frauen besser in der Disco kennen zu lernen, also trank ich wieder. An diesen "Rückfalltagen" bis zum Vollrausch.


    2. Habe ich ein Alkoholproblem? Kann man geregelt Trinken?


    Was soll ich tun? Einerseits denke ich schon, dass man auch ohne Rausch Spaß haben kann, andererseits fand ich, dass ich eine echt geile Zeit dadurch hatte und sowas dann in der Zukunft vermissen würde?


    Viele Grüße

  • 18 Antworten

    In meinen Augen hast du ein Problem, weil du nämlich nicht aufhören kannst. Der dreißig-Tage-Test sagt schon was darüber aus, wie du zum Alkohol stehst.


    Und: Du trinkst, weil der Alkohol einen Zweck für dich erfüllt (lockerer, Umgang mit Stress usw.).

    Zitat

    Wie ist das Leben ohne Rausch? Schlechter? Kann man das ganze Leben ohne Rausch leben?

    Natürlich kann man ohne Rausch leben. Das schaffen Millionen von Menschen ganz problemlos. Alkohol hat ja auch einen ganzen Rattenschwanz an negativen Auswirkungen (Kater usw.), die man ohne die Sauferei nicht hat. In Anbetracht deines Alters würde ich dein Verhältnis zu Alkohol ganz massiv überdenken. Denn wenn man ein Schicksalsschlag, Arbeitslosigkeit o.ä. kommt, dann kann das Abrutschen ganz ganz schnell gehen. Jeder Alkoholiker hat mal klein angefangen und sich dann gesteigert. Und: Alkoholismus ist kein Unterschichtenphänomen. Gerne wird ja der "Penner auf der Parkbank" als Vorzeigebild des Alkoholikers genommen, aber dem ist nicht so. Alkoholismus kann jeden treffen, auch sehr intelligente Leute, Akademiker, Manager usw. Sieh dir mal die ganzen Stars an, die drogen- oder alkoholabhängig sind. Das sind nicht die Penner aus der Gosse, das sind Leute, die die Gefahr des Alkohols unterschätzt haben, sehr erfolgreich und begabt sind.


    Pass auf dich auf! :)*

    Kann auch nur sagen: Pass' auf Dich auf. Du trinkst definitiv aus den falschen Gründen.


    Und NEIN, das Leben ohne Rausch ist nicht schlechter. Ich bin 41, war noch nie betrunken – aber hab' trotzdem viel Spaß und habe auch schon gut gefeiert in meinem Leben.


    Ohne Rausch bedeutet für mich: Kein Kater und keine Peinlichkeiten, die man hinterher bereut.

    Zitat

    2. Habe ich ein Alkoholproblem?

    So wie du es beschreibst: Ja.


    Und natürlich kann man ohne Rausch wunderbar auch all die Dinge machen, die du beschreibst. Um locker drauf zu sein und zu flirten braucht man Selbstbewusstsein, die richtigen Leute und positive Erfahrung damit. Aber wie willst du diese machen, wenn du immer die Flasche suchst in diesem Momenten? Du vertraust dir selbst nicht, dass du so sein kannst ohne den Alkohol. Und das sehe ich ebenso problematisch.

    Ich für mich beantworte die Frage mit: Es ist besser. Es mag ja manchmal ganz nett sein besoffen zu sein, aber generell habe ich gerne die volle Kontrolle über mich. Alkohol verwischt die Wahrnehmung.


    Du kannst spasseshalber auch den Thread von RMAX lesen:


    http://www.med1.de/Forum/Ernaehrung/683640/4/


    Der hat das gegenteilige Problem. Wobei ich auch immer denke, wenn ich solche Alkoholkonsum-Statistiken lese, welche arme Sau trinkt denn für mich immer mit. Vielleicht bist du das ja. Wenn ja, dann danke ich dir dafür.


    Aber mal im Ernst, ich denke jeder Mensch hat irgendwo eine Schwachstelle wo er für Süchte anfällig ist. Beim einen ist's der Alkohol, bei anderen das Nikotin, Rauschgifte aller couleur, Computerspiele, Sex, Selbstbefriedigung, Adrenalinkick und was es halt sonst noch so gibt.


    Dass du dir schon mal Gedanken darum machst, finde ich schon mal gut.


    LG

    Für mich persönlich ist ein Leben ohne Rausch nicht vorstellbar. Man kann ein ganzes Leben ohne Rausch leben und dies kann auch schön sein bloß mich würde immer interessieren ob dieses Leben halt durch den Rausch noch schöner werden kann^^.


    Ein kleines Alkoholproblem hast du schon, aber ich finde wenn du ein normales Leben führst sprich Arbeit,Freunde,Freundin,Freizeit usw ist das schon ok (: und du musst auch nix ändern. Sollte sich dein Trinkverhalten aber auf dein leben auswirken würde ich probieren aufzuhören

    Nabend alle zusammen,


    vielen Dank für eure Zeilen!


    Ihr habt mir die Augen geöffnet und ich habe darüber tiefgründig nachgedacht und folglich den Entschluss gefasst nochmal so eine erstmalige 30 Tage Abstinenzphase zu machen. Diesmal wird die aber durchgezogen. Ohne wenn und aber!


    Also danke nochmal für diesen Impuls & einen schönen Abend noch

    Ich kann die Frage nachvollziehen.


    Ich konsumier seit etwa 17 Jahren Drogen aller Art.


    Bei mir ists meistens so, dass ich nach ca 2-3 Wochen geistig unruhig werde und die Gedanken an den kommenden Rausch immer mehr Raum einnehmen. Dann brauch ich einfach einen gemütlichen Abend oder eine Nacht zur geistigen "Entspannung".


    Das kann jetzt ein Alkoholrausch sein oder eben auch vorzugsweise Rausch durch irgendwas Anderes, ich mag Alkohol nicht so gerne. Hauptsache aber, nicht nüchtern.


    Wenn ich dann mal dabei bin, fällt mir das Aufhören auch schwer - aber ich schaff es mittlerweile, früher hab ich einfach weitergemacht, bis ich gelegen bin, bis zu 5 Tagen durchgehend ohne Schlaf (arties, im Urlaub etc.).


    Mittlerweile hat sich das Ganze "beruhigt", ich brauch den Rausch zwar, um einfach ab und an abschalten zu können, aber ich kann dem auch ein Ende setzen und bin damit zufrieden.

    Abstinenzphasen sind bei mir mittlerweile machbar - es gehen auch durchaus mal 2 Monate ohne Rausch. Ich hab dann aber das Gefühl, es durch etwas Anderes ersetzen zu müssen, die letzten male zB durch exzessives Computerspielen.


    Gut, immer noch besser als weghacken :-)

    Ich hab ein paar Sätze des Artikels gelesen und hatte dann keine Geduld mehr also beziehe ich mich nun vor allem mal auf die Überschrift.


    Ob ein Leben ohne Rausch schlechter ist, werde ich dir gerne beantworten.


    Fragen wir uns zuerst einmal was ein Rausch ist.


    Im Rausch vergessen wir unsere Sorgen und Ängste und alles erscheint schön und lustig, wenn man überhaupt was merkt. D.h. du bist schwach. Zu schwach um die Realität (also dein Leben) zu ertragen + zu schwach einfach die beschissene Flasche stehen zu lassen (oder was noch peinlicher ist: zu trinken, weil man vor der anderen "cool" erscheinen möchte und nicht den Außenseiter spielen will)


    Natürlich gibt es auch Menschen, die trinken, weil der Stock so tief in ihrem A**** steckt, dass ihnen alles totaaaal "peinlich" ist und sie sich erstmal "warmtrinken" müssen, was wieder eine Charakterschwäche darstellt an der man arbeiten sollte. Alkohol ist keine Lösung. Alkohol ist genau wie Drogen irgendetwas womit man Dinge aufschieben kann, aber so läuft es im Leben nicht. Man muss sich Problemen stellen und nicht davor weglaufen. Früher oder später holen sie jemanden ein (und besser früh als spät sonst muss man noch viel bereuen)

    Also in einer Disco halte ich es auch nur schwer aus, ohne betrunken zu sein. Ist dort sonst echt unerträglich.


    Aber ich finds gefährlich, wenn man denkt, das Leben wäre ohne Suff schlechter. Das gibt ja noch andere Sachen. Ich hör z.B. nach ne scheiß Arbeitstag laut Musik, wasche Geschirr ab *schrubbel schrubb* > Wut auslassen, motze laut herum ;-) oder schreibe irgendwelches Zeug in dieses Forum. ;-D


    Trinken tu ich eher weil es schmeckt und Disco, das geht echt gar nicht ohne Alkohol, weil ich das "denkend" nicht ertrage/zu nervig fände. Aber das mache ich auch selten, weil ichs eben nicht wirkich erträglich finde. ;-)

    Servus Leute,


    danke für eure Antworten.


    Ich hab mit dem Thema Alkohol abgeschlossen, da ich eingesehen habe, dass ein "klares" Leben mehr Sinn macht!


    Hab seit über 2 Wochen kein Schluck mehr getrunken. Die ersten paar Tage wars bissi schwer, aber nun hab ich sogar gar kein Verlangen mehr darauf.


    Mir gehts sogar all in all deutlich besser :)^


    Ein Leben ohne Rausch spart Geld, ist gesünder, erspart Kater und bringt einen letzlich mehr Vorran!


    In dem Sinne :)*

    Das Leben ohne Rausch ist wunderbar. :) Ich kenne beides (naja keine Sucht, aber Rausch) und ich bin gern nüchtern. Bin auch gern mal angeheitert, aber dauerhaften Alkohol konsum stelle ich mir schrecklich vor. Bin auch nicht gern besoffen. Hör auf damit.