• Wie kann ich meinem Freund aus der Alkoholsucht helfen?

    Hallo, mein freund trinkt nun schon seit über 2 jahren (ich glaube seit 4 jahren). er ist jeden tag nach der arbeit stock besoffen, das er oft nicht mehr gerade laufen kann und nur noch scheiße redet. vor 5 wochen kam auch eine echt heftige aussage, darauf hin hab ich schluss gemacht. er wollte sich aber wieder versöhnen. ich hab langsam echt keine kraft…
  • 97 Antworten

    Das ist aber nicht ganz richtig so. Man soll Süchtige fallen lassen, aber Ihnen das Zeichen geben, das man Sie auffängt. :)z Natürlich muß er es wollen, dass ist Voraussetzung. :)z

    Hallo,

    Zitat

    Man soll Süchtige fallen lassen, aber Ihnen das Zeichen geben, das man Sie auffängt

    ja, man soll ihnen ein Zeichen geben, dass sie aufgefangen WERDEN.


    Allerdings kann ein Liebhaber, Freund, Ehepartner oder ein Familienmitglied niemals dieser "Auffänger" sein, denn man ist viel zu emotional und persönlich betroffen.


    So schwer es fällt, so leid es einem tut ... weg mit Schaden und in professionelle und auf jeden fall andere Hände!


    lg.

    Zitat

    niemals dieser "Auffänger" sein, denn man ist viel zu emotional und persönlich betroffen.

    ":/ Wieso das denn nicht ??? Die meisten, die in Kliniken sind, werden von Ihren Angehörigen begleitet. Das ist für viele genau das richtige. Das wichtigste ist der Wille und dann jemand der an deren Seite steht.

    Hallo,

    Zitat

    Die meisten, die in Kliniken sind, werden von Ihren Angehörigen begleitet.

    ja, wenn sie erstmal in der Klinik sind ...


    Aber man kann sie nicht überreden, überzeugen oder zwingen in die Klinik zu gehen. Diese Einsicht und Entscheidung kommt erst, wenn sie echt am Boden sind und "in der Gosse liegen".


    Und auch beim "Betreuen" durch Freunde, Angehörige oder "Liebste" bin ich mir mittlerweile sicher, dass das NICHTS BRINGT.


    Wie leicht übersieht man "ihmzuliebe" oder "ihrzuliebe" die Schnapsflasche im Bücherschrank, sieht über "das Schlückchen" Sekt oder Wein hinweg oder sagt sich "wird er/sie schon selbst wissen" ... FALSCH ... das verzögert das Problem und bringt nur die Rückfallquote auf Höchststand.


    Nein, aus meiner Sicht ist die Trennung der einzige Ausweg ... FÜR BEIDE!


    (erst dann ist der Weg frei für EINSICHT auf der "Säuferseite!")


    lg.

    ":/ Irgendwie reden wir aneinander vorbei. Warum sollte man sich, von jemandem der sich entschließt etwas gegen eine Sucht zu tun, trennen ???

    Hallo,

    Zitat

    Warum sollte man sich, von jemandem der sich entschließt etwas gegen eine Sucht zu tun, trennen

    Man glaubt felsenfest an den "verkündete" Beschluss, dass etwas gegen die Sucht getan wird, man HOFFT inständig, dass es so ist, und interpretiert jedes Wort, jede Handlung in die Richtung ... aber in Wirklichkeit ist man blind ...


    ... weil man CO-abhängig ist ... und "aus Liebe oder anderen Gründen" nicht konsequent genug gegen die Sucht arbeiten kann ...


    Wer kann dem Liebsten schon das Gläschen verwehren, wenn er doch weint und quängelt und ganz lieb bittet und Stein und Bein schwört, dass es wirklich das allerletzte Gläschen ist ... {:( %:|


    Wer kann selbst auf jedes Fläschchen Alkohol im Haushalt verzichten ... wer ist in Gesellschaft in der Lage auf jeden Tropfen zu verzichten, nur damit "der Liebste" keinen Rückfall erleidet ???


    (und der hat das Fläschchen sowieso schon an geheimen Ort deponiert ... ;-D )


    Wir haben das oben gelesen ... dauerhafte Fristverllängerung aus Liebe, statt konsequenter Ansage ... (bis Sylvester, bis Weihnachten, bis Ostern, bis zur nächsten Jahrtausendwende, bis zur nächsten Mondfinsternis ... VERGISSES!!!)


    sorry, klingt hart, ist aber so!


    lg.

    Zitat

    Warum sollte man sich, von jemandem der sich entschließt etwas gegen eine Sucht zu tun, trennen

    O, hab ich was üpberlesen? Geht er in eine Gruppe? Oder hat er Reha beantragtß Oder was sonst tut er dagegen?

    Ich habe hier bereits aus eigener Erfahrung geschrieben.


    Meine Meinung, bmed hat völlig recht, dem ist nichts hinzuzufügen.

    Es ist traurig das hier Leute schreiben die scheinbar keine Ahnung haben.


    Pauline

    Zitat

    O, hab ich was üpberlesen? Geht er in eine Gruppe? Oder hat er Reha beantragtß Oder was sonst tut er dagegen?

    Bisher nicht. Aber immerhin hat er schon einmal selber eingesehen das er ein Problem hat. Das ist bei den wenigsten gegeben. Ich denke wenn man jetzt dranbleiben würde, könnte man Ihn sicherlich dazu bewegen eine Therapie zu machen. Und wenn er dann in Therapie ist – sollte man dahinterstehen. Mit Therapie meine ich in einer Klinik und das nicht nur zum Entzug.

    Zitat

    (und der hat das Fläschchen sowieso schon an geheimen Ort deponiert ... ;-D

    was bitte ist jetzt so lustig daran ":/ %-|

    Ich kann der TE Eröffner nur raten. Als erstes selber Hilfe holen. Geh zu einer Beratung und einer evtl. Gruppe. Dort sind Experten die dich erst einmal über diese Krankheit aufklären. Etwas für dich zu tun ist erst mal das a und o. Dann guck ob du Ihn vielleicht überreden kannst mal mit dorthin zu gehen.

    Zu Deinem letzten Beitrag:

    Zitat

    ich schreib ihm immer zurück das ich keine zeit hab oder länger arbeiten musst (was aber nicht stimmt), ich hab eigentlich gar keine lust ihm zurück zu schreiben.

    Ich glaube, es wäre besser für Euch beide, wenn Du ehrlich bist. Du hast keine Lust Dich mit ihm zu treffen, weil er nach Bier riecht und sich danebenbenimmt. Wenn er versprochen hat nüchtern zu kommen, hat er es nachher doch nicht gemacht. Deshalb hast Du keine Lust mehr, Dich mit ihm zu treffen. Ist das so ungefähr die Wahrheit? Schreib ihm das ruhig. Ihm hilft das und Du musst nicht mehr um die Wahrheit drumrumeiern. Das ist doch nur anstrengend für Dich.

    Zitat

    ja stimmt, seit meinem beitrag hier hab ich viel mehr abstand zu ihm. ich war gestern nach 2 wochen wieder bei ihm, ich war auch nicht so wie sonst zu ihm, hab ihm auch deutlich gemacht das ich sauer auf ihn bin.

    Gibt es eigentlich noch irgendetwas positives in Eurer Beziehung. Gibt es noch irgendetwas, ws Euch verbindet außer dem Streit um das Trinken?

    Zitat

    er meint er trinkt jetz auch tage lang mal gar nichts. aber er checkt nicht das er gar nichts niemals trinken darf.

    Das stimmt nicht.


    Er ist ein erwachsener Mensch. Er darf machen was er wil. Er darf sich auch zu tode saufen. Das ist zwar ziemlich bescheuert, aber es ist keine Straftat. Niemand kann ihm das verbieten. Du nervst ihn, indem Du Dich aufführst wie seine Mutter. Auch das ist keine Straftat.

    Zitat

    ich war am sa in einer neuen disco, übelst geiler laden. und dort werd ich jetzt jeden sa rein gehen. ohne ihn. er will eh nicht mit und außerdem lern ich so neue jungs kennen. und ich konnte mal wieder die ganze nacht richtig abtanzen, auf techno, ganz ohne alkohol oder drogen. ganz nüchtern. :)

    Das klingt doch mal richtig gut. Ist das Deine Antwort auf meine Frage "Was willst Du?"

    Zitat

    er tut komischerweise eh nie was, um mich zu halten. (sagt auch mein psychologe).

    Er schreibt Dir (sage ich). Er macht es doch, weil er sich mit Dir treffen will, weil er mit Dir zusammen sein will. Oder?

    Zitat

    ich frag ihn ob er ab 2012 niemehr alkohol trinken wird oder ob er so weitermachen will. ich hoffe irgendwie schon das er weiter trinken will. weil ich echt keine lust mehr auf ihn hab, mit seinen ganzen problemen, auch wenn er echt mit dem trinken aufhört.

    Also das ist jetzt schon seltsam. Einerseits redest Du ständig auf ihn ein, dass er aufhört. Andererseits hoffst Du, dass er weitertrinkt, damit Du einen Grund hast, ihn zu verlassen. Lass ihn doch mal allein. Du brauchst keinen Grund.

    Zitat

    meine gefühle zu ihm sind auch langsam weg.


    jeder junge den ich in der disco kennenlern, ist netter zu mir als mein eigener freund. schon weng blöd oder.

    Ja. Ich denk mal, so richtig ist er auch nicht mehr Dein Freund und Du kannst Dich ruhig auch ein bisschen woanders umschauen.


    Na, dann mal fröhliche Weihnachten! ;-)

    Hallo,

    Zitat

    Ich denk mal, so richtig ist er auch nicht mehr Dein Freund und Du kannst Dich ruhig auch ein bisschen woanders umschauen.

    das ist richtig schön nett formuliert. Aber mal ehrlich, ein "nicht mehr so richtiger Säuferfreund" zu Hause und sich dann mal ein "bisschen woanders umschauen" ... das wird doch nix :|N


    Aus meiner Sicht ist SCHLUSS, JETZT und HEUTE!


    Lass ihn ziehen oder bleiben wo er ist, und fange ein neues Leben an.


    lg.

    @ Chevylady:

    Zitat

    Bisher nicht. Aber immerhin hat er schon einmal selber eingesehen das er ein Problem hat. Das ist bei den wenigsten gegeben. Ich denke wenn man jetzt dranbleiben würde, könnte man Ihn sicherlich dazu bewegen eine Therapie zu machen. Und wenn er dann in Therapie ist – sollte man dahinterstehen. Mit Therapie meine ich in einer Klinik und das nicht nur zum Entzug

    Das ganz große Problem ist, dass Alkoholiker, die einsehen, dass sie ein Problem haben, dann in ein entschuldigendes Verhalten und Rechtfertigungsverhalten einsteigen. "Ich habe gestern wieder Alkohol getrunken, denn ich bin ja Alkoholiker." und so niemals rauskommen... Die Einsicht führt leider bei Alkoholikern noch laaaaaaaaange nicht zum Erfolg :( Ganz im Gegenteil: Die gelten bei Therapeuten als noch schwieriger als Alkoholiker, die noch KEINE Einsicht haben, denn die, die bereits Einsicht haben und trotzdem trinken, hatten bereits den Aha-Effekt und trotzdem keine Änderung bewirkt.


    Nun wissen wir natürlich nicht, wie das mit dem Mann der TE sein wird. Es bleibt zu hoffen, dass er Einsicht zeigt und Veränderungen bewirken kann. Und da stimme ich Dir komplett zu: Falls sich die TE entschließt bei ihm zu bleiben, sollte sie dringend ebenfalls eine Therapie in Sachen Co-Abhängigkeit machen.... Dort kann sie dann auch lernen, wie sie ihm wirklich helfen kann.


    Alles, was wir hier bereden können, ist Spekulatius – um mal bei der Jahreszeit zu bleiben.


    Schritt 1:


    TE kümmert sich auch mal um sich. Denn Co-Abhängige leiden sonst doppelt: weil es nie um sie geht und sie nie beachtet werden und 2. weil sie den Alkoholiker ertragen müssen.


    Schritt 2:


    Mann in Therapie schicken. Gleichzeitiger Entzug unter Aufsicht.


    Schritt 3:


    Bei Nichtveränderung: Trennung.


    Bei Veränderung: Unterstützende Schritte zur vollkommenen Genesung, bzw. zur Stabilität zu schaffen, nie wieder Alkohol anzurühren...

    Hallo,

    Zitat

    Bei Nichtveränderung: Trennung.

    für die TE gibt es nur eine Chance, halbwegs heil aus der Sacher rauszukommen.


    SOFORT WEG!


    Ansonsten wird sie versuchen die nächsten 20 Jahre einen "geliebten Alkoholiker" zu kurieren und dabei draufgehen ... :(v


    lg.

    Schubek


    Natürlich ist es nicht einfach. Das hat auch niemand behauptet. Bei manchen kommt jede Hilfe zu spät. Leider. Aber man sollte immer erst versuchen zu helfen. :)z Natürlich muß man dabei aufpassen nicht in eine Co-Abhängigkeit zu geraten.

    Zitat

    Und da stimme ich Dir komplett zu: Falls sich die TE entschließt bei ihm zu bleiben, sollte sie dringend ebenfalls eine Therapie in Sachen Co-Abhängigkeit machen.... Dort kann sie dann auch lernen, wie sie ihm wirklich helfen kann.

    :)z

    Zitat

    TE kümmert sich auch mal um sich. Denn Co-Abhängige leiden sonst doppelt: weil es nie um sie geht und sie nie beachtet werden und 2. weil sie den Alkoholiker ertragen müssen.

    :)^

    Zitat

    Mann in Therapie schicken. Gleichzeitiger Entzug unter Aufsicht.

    natürlich unter Aufsicht in einer Klinik. Alles andere ist eh nichts und auch gefährlich.

    Zitat

    Bei Veränderung: Unterstützende Schritte zur vollkommenen Genesung, bzw. zur Stabilität zu schaffen, nie wieder Alkohol anzurühren...

    Richtig.


    bmed

    Zitat

    Ansonsten wird sie versuchen die nächsten 20 Jahre einen "geliebten Alkoholiker" zu kurieren und dabei draufgehen ...

    Du hast es oft genug gesagt mittlerweile und sorry – du hast echt überhaupt keine Ahnung. Befasse dich erst man mit dem Thema Alkoholkrank und dann können wir uns weiter unterhalten. Vorher lohnt es sich eh nicht. *:)