Wie schnell wird man von Zigaretten abhängig?

    Ich habe wegen Freunden angefangen zu rauchen...eigentlich gefällt es mir auch ganz gut, wenn es nur nicht so schädlich wäre :( aktuell rauche ich ca.2-5 Zigaretten an einem Tag, wie schnell werde ich davon süchtig? Und kann man irgendwie rauchen ohne süchtig zu werden?

  • 22 Antworten

    Es ist ganz unterschiedlich, wie schnell jemand auf irgendetwas süchtig wird. Deine unklare Mengenangabe von 2 bis 5 deutet aber darauf hin, dass du auf dem besten Wege bist, es zu werden.


    Ich kenne eine Menge Nichtraucher und EX-Raucher und etwa ebenso viele Raucher, und die meisten davon würden gerne aufhören. Ich kenne nur einen einzigen Menschen, der sehr selten, alle paar Wochen auf Festen, auch mal eine angebotene Zigarette annimmt und raucht.

    Letztendlich ist es eine Veranlagungsfrage, wie schnell du süchtig wirst. Daher kann dir niemand eine genaue Antwort geben. Gewohnheitsmäßig rauchst du ja schon, und das regelmäßig. Das ist zumindest der erste Schritt in eine Abhängigkeit, die zuerst psychischer Natur ist. Das merkst du dann, wenn du gedankenlos oder eher routiniert zur Zigarette greifst, wenn die Zahl größer wird, oder wenn du in Gedanken bei der nächsten Kippe bist.

    :)D was sind die Gründe fürs Rauchen?


    In der Jugend will man oft schneller Erwachsen wirken. Erwachsen wirkt man m.E. aber eher, durch das, was man tut oder sagt. Manchmal geht es auch darum, von seinen Kumpels akzeptiert zu werden, oder etwas gemeinsam mit anderen zu machen.


    Was bringt dir eine Raucherkarriere? Ich würd ganz klar die Finger davon weg lassen. So wie du schreibst, rauchst du zudem wegen anderer Leute. Voll lässig die Marlboro in der Hand, da ist was cooles dran, oder? 6 Euro für 20 Stück, das zeigt zudem, das du über ein kleines Vermögen verfügst. Dann kannst du deinen Kumpels ja ne Runde Kippen spendieren, das wertet natürlich auf. %:|

    Nikotin hat ein extrem hohes Abhängigkeitspotential, setzt aber anfangs erst schleichend ein. Es gibt auch Genussraucher, die es schaffen nur zu besonderen Gelegenheiten zu rauchen allerdings ist da nicht jeder in der Veranlagung. Tägliches Rauchen ist schon sehr riskant, besonders wenn man schon morgens damit anfängt. Außerdem bekommst du sehr schnell immer stärkere Entzugserscheinungen. Ab einem gewissen Punkt ist es sehr schwer einen Tag nicht mehr zu rauchen, weil du Kopfschmerzen und schlechte Laune bekommst und schnell nur noch an Zigaretten denken kannst. Den Übergang bis dahin bemerkt man meistens nicht und ist ab da in der Raucherfalle.


    Ich kenne nur sehr wenige Raucher die sich nicht selbst dafür hassen dass sie davon süchtig geworden sind. Extrem viele haben schon mehrmals versucht aufzuhören und schaffen es immer wieder nicht. Manche von denen rauchen 20 Kippen am Tag, schaffen es nicht eine Stunde ohne und haben schlimmen Husten, keine Kondition und keine Ruhe mehr. Außerdem riecht es nicht gut, was man als Raucher aber selbst nicht wahrnimmt, mit der Zeit stumpft dein Geschmackssinn ab, deine Klamotten werden irgendwann ekelig, du musst dich ständig von anderen Leuten zum Rauchen begeben wenn du unterwegs bist oder bei jemandem zuhause der keine Kippen mag, ebenso in Uni/Schule/Beruf.


    Der beste Moment um wieder aufzuhören ist also direkt jetzt. Du rauchst noch nicht lange und viel, da kann man sehr leicht einfach wieder aufhören. In n paar Wochen kann das schon anders aussehen.

    Naja du bist eigentlich nach dem ersten Zug schon abhängig, aber wie sich das bei jedem ausdrückt ist unterschiedlich. Sobald du einmal gezogen hat, gibst du deinem Körper Nikotin, das er daraufhin immer wieder verlangt. Wenn du in deiner Psyche noch darüber erhaben bist und dir selbst sagen kannst, dass du keine Zigarette benötigst, dann bist du noch nicht abhängig. Wenn sich irgendwann dein Wille deinem Suchtverhalten beugt, dann bist du süchtig.

    Jeder reagiert unterschiedlich und auch unterschiedlich schnell oder auch langsam auf "Drogen" jeglicher Art.


    Bei Zigaretten ist es eher ein schleichender Prozess, wo Du selbst relativ spät merkst, dass Du die Zigarette brauchst.


    Oft redet man sich selber ein, kein Problem, ich kann auch ohne und schafft es auch als Beweiß, mal länger nicht zu rauchen. Das ist allerdings recht trügerisch.


    Es fängt immer mit 1,2,3,4,5 usw, Zigaretten an, dann mal wieder keine, dann in rauchender Gesellschaft raucht man dann auch mit und dies dann immer regelmäßiger.


    Solange Du bedenken hast und die Zigarette nicht wirklich brauchst, dann lasse es lieber gleich ganz, was aber bedeutet, auch den sog. Gruppenzwang zu wiederstehen. Rauchen ist weder cool ,noch gesund und schon gar nicht auf Dauer.


    Und wenn man mit Freunden anfängt zu rauchen, dann unterstelle ich einfach mal, dass das jetzt wohl gerade cool und erwachsen wirken soll, was es aber keinesfalls ist.


    Glaubst Du, das mitrauchen ist irgendwie ein muss für Dich, um dazuzugehören? Wenn ja, dann ist das der erste Knackpunkt und auch der erste Schritt in die Abhängigkeit.

    Zitat

    ca.2-5 Zigaretten an einem Tag, wie schnell werde ich davon süchtig?

    schon passiert. Die Frage ist wie leicht Du damit wieder aufhören kannst. Bei manchen Personen ist das extrem die kommen davon absolut nicht wieder los. Da scheint es Unterschiede zu geben.


    http://www.med1.de/Forum/Sucht/682056/


    Hier im Forum gibt es Fäden über Schnupftabak, wo das ganz extrem ist mit dem aufhören. Schnupftabak ist auch Nikotin:


    http://www.med1.de/Forum/Sucht/236208/#p22552748

    Meine Mutter hat 3 Zigaretten täglich geraucht, bis kurz vor ihrem Tod mit 85. Über Jahrzehnte hinweg.


    Ich fing mit 14 an, mit 3 - 5 Zigaretten täglich. Mit 17 war es eine Packung täglich, mit 30 waren es 3 Schachteln, später bei Stress auch schon mal 4.


    Meine Mutter war immer Genußraucherin,ich war schnell süchtig. Ich kann Dir nur raten, es zu lassen.


    Noch wird der Ausstieg nicht so dramatisch sein, als wenn Du erst noch mehr rauchst.


    Und eigentlich weißt Du das auch. Jede gegenteilig Meinung, die Dir schmeicheln würde, war einen Verrsuchsert, wäre aber wertlos....

    Ich finde, es dauert schon eine Weile, bis man sehr abhängig ist (2-5 Zigaretten am Tag sind für mich persönlich jetzt nicht so viel). Ca. ein halbes Jahr vielleicht. Aber wenn man mal abhängig ist, wird mans nur schwer wieder ganz los (egal, ob man 5 oder 20 am Tag geraucht hat... wenn man ne Weile nicht raucht, wird man direkt bei der ersten die man dann raucht wieder so süchtig wie vorher).


    Gelegenheitsraucher kenne ich auch, aber die rauchen dann wirklich zwischen ein und zweimal im Jahr und haben auch nie mehr geraucht. Ich selbst wär auch gern Gelegenheitsraucher, aber ich habs schon mehrmals probiert und ich lande IMMER wieder dabei, dann irgendwann soviel zu rauchen, wie geht. Sprich an einem Arbeitstag vielleicht 15, weil ich während der Arbeit nicht rauchen kann und wenn ich im Urlaub bin wo die Kippen billig sind kann ich auch drei Schachteln am Tag wegrauchen. Weniger oder einschränken oder einmal im Jahr geht bei mir nicht, die Sucht schlägt da immer wieder voll zu. Ich hör jetzt ab heute (deshalb lunger ich im Suchtforum herum... :=o ) wieder auf und es kotzt mich jetzt schon an.


    Ich muss auch sagen es ist auch ne körperliche Abhängigkeit bei mir, jedenfalls werd ich die nächsten 3-4 Tage defintiv Schwindel und Übelkeit haben, aber nach ner Woche ca. gehts dann. Kopschmerzen, Schlafstörungen und ständig an Kippen denken und gar nicht aufhören wollen kommt auch noch dazu... ":/ Von den letzten 15 Jahren hab ich halt ca. 12,5 geraucht, das merkt man irgendwann.


    Aber man merkt auch das Aufhören sofort positiv: der Einkauf hat heut nur 5€ gekostet statt ca. 20€, die kaputte Rolltreppe hochsteigen war weniger anstrengend, die Pause auf Arbeit viel stressfreier. ;-D

    hab auch so mal angefangen, und dachte ich sei nicht süchtig, nach zwanzig Jahren hab ich mal getestet, wies ist, aufzuhören, und festgestellt, dass ich wirklich süchtig danach war.


    Hab dann aufgehört.

    Ich habe mal als Teenager über 2 - 3 Wochen ca. 2 Zigaretten am Tag geraucht, d.h. gepafft eher. Dann habe ich aufgehört und trotzdem habe ich heute noch, 7 Jahre später, manchmal Lust auf eine Zigarette, die mich entspannt und mir eine Auszeit verschafft.


    Ich glaube schon, dass man es da mit einem sehr süchtig machenden Zeug zu tun hat. Ich hatte damals Glück, dass alle meine (rauchenden) Freunde gesagt haben, dass mir das Rauchen nicht steht und ich gar nicht erst damit anfangen soll. Sie haben auch allen umliegenden Menschen verboten, mir Zigaretten zu geben ;-D . Dafür bin ich echt dankbar.


    Freunde, die dich zum Rauchen nötigen, sind nicht deine Freunde.

    P.S.: Aufgehört habe ich übrigens, als mir ein Kumpel erzählt hat, dass man auch vom Paffen Krebs kriegen kann und dass er jemanden kennt, der davon Mundhöhlenkrebs bekommen hat. Da war es mir echt vergangen.


    Im Nachhinein tun mir meine Eltern leid. Ich habe halt irgendwo auch geraucht, um sie zu provozieren. Aber sie wurden gar nicht wütend, sondern nur sehr, sehr traurig. Das kann ich heute gut verstehen. Ich habe Freunde, die rauchen, Menschen, die mir sehr viel bedeuten, und mir tut es so weh, wenn ich daran denke, dass sie deswegen vermutlich früh sterben und/oder Krebs kriegen. Meine Oma ist - vermutlich aufgrund des Rauchens - schon mit 60 am Krebs gestorben.


    Ganz schlimm.


    Ich denke, Teenager machen sowas einfach, ohne sich viel dabei zu denken. Man kann die Langzeitfolgen hat noch nicht abschätzen.

    Zitat

    Ich finde, es dauert schon eine Weile, bis man sehr abhängig ist

    Mein Eindruck ist dass es total unterschiedliche Menschen gibt. Es muss da einen Typ Raucher geben der so intensiv abhängig wird dass er nicht mehr aufhören kann. Bei anderen Personen habe ich es auch schon erlebt dass sie problemlos aufgehört haben als wäre nichts gewesen. Das tückische ist dass es niemand vorher weiss was er für ein Typ ist.

    Zitat aus der Wikipedia zum Thema Abhängigkeitspotenzial:

    Zitat

    Laut einem im Jahr 2007 veröffentlichten Papier von D. Nutt et al. liegt das Abhängigkeitspotenzial von Tabakrauch zwischen Alkohol und Kokain. Genauer gesagt, liegt das physische Abhängigkeitspotenzial bei dem von Alkohol bzw. Barbituraten und das psychische Abhängigkeitspotenzial bei dem von Kokain . Es reichen wenige Zigaretten oder wenige Tage mit kleinem Zigarettenkonsum bis zum Eintritt der körperlichen Abhängigkeit. Das Abhängigkeitspotenzial von oral aufgenommenem Nicotin ist deutlich geringer, Pflaster haben fast kein Abhängigkeitspotenzial.

    Wie Du siehst, Du bist wahrscheinlich schon mittendrin, also zieh lieber jetzt die Notbremse!