Zopiclon Abhängigkeit

    Hallo Leute,


    ich nehme jetzt ca. seit Dezember (wieder) Zopiclon. Nehme so 2 – 2,5 am Abend damit ich schlafen kann. Allerdings nehme ich es seit einiger Zeit nicht mehr nur zum Schlafen sondern eher zum "chillen". Also ich nehm so im Abstand von 90-120 Minuten immer ne halbe Tablette bis ich bei 2 oder 2,5 Tabletten bin und dann geh ich schlafen.


    Ich möchte jetzt aber von dem Zeug loskommen und merke das es wohl nicht so einfach wird. Tagsüber hab ich überhaupt keine Probleme, wenn ich unterwegs bin auch nicht. Aber wenn ich alleine zu Hause bin bekomme ich so ab 20 Uhr Abends Probleme. (Die erste Tablette nehme ich meistens um 22 Uhr rum). Mir kommt meine Umwelt "unwirklich" vor. Als wäre es nicht Real. Ich werde nervös, unruhig. Ich habe das Gefühl einen Kloß im Hals zu haben. Und ich werde (komischerweise) müde.


    Macht es für mich Sinn zu Hause einen Selbstentzug zu machen oder sollte sich einen Arzt konsultieren? Ich habe mir gedacht, dass ich die Dosis langsam reduziere. Ab heute nur noch 1,5 am Abend, ab nächster Woche dann nur noch eine, die Woche darauf dann nur noch ne halbe... das müsste doch eigentlich funktionieren wenn ich das konsequent durchziehe, oder?


    Im Internet habe ich schon öfter gelesen, dass Leute über Jahre Zopiclon genommen haben und das mit 4,5 oder mehr Tabletten am Abend. Dann kann ich ja noch kein allzu schlimmer Fall sein, oder?


    Freue mich auf Antworten! :)

  • 15 Antworten

    Ja, also Zopiclon und Zolpidem machen auch abhängig.


    Sie sollen aber angeblich nicht so stark abhängig machen wie die klassischen Benzos, weil der "Chill-Effekt" eben nicht so stark ist.


    Ob das tatsächlich stimmt, wird mittlerweile schon wieder bezweifelt. Ich kenne z.B. auch Leute, die davon ziemlich heftig abhängig geworden sind, von Benzos aber komischerweise nicht.


    Trotzdem lagen bei fast allen meiner Bekannten Behandlungsfehler vor, dass heisst die empfohlenen 14 Tage Anwendungsdauer wurden immer weit überschritten. Sogar mit dem Wissen der Ärzte. So viel zu diesem Thema %-|


    Ich kann jetzt nur von mir persönlich berichten: Ich hab das Zopiclon immer Schrittweise mit geteilten Tabletten abgesetzt. Das ging innerhalb von ein paar Tagen immer problemlos. Versuchen würde ich es an deiner Steller erstmal, professionelle Hilfe kannst du dir ja immer noch holen.

    Danke für deine Antwort!


    Hälst du meinen Plan für zu langwierig? Sollte ich vllt alle 2-3 Tage um eine halbe Tablette runtergehen?


    Ich war schon mal von Zopiclon abhängig... vor ca. einem Jahr. Habs dann einfach abgesetzt... konnte zwar 3 Tage so gut wie gar nicht schlafen aber danach gings wieder (genau so schlecht wie vor dem Zopiclon, aber eben ohne!) Nur damals hatte ich es noch nicht so lange genommen wie jetzt...

    Der erste Tag nach der Reduzierung auf 1 1/2 Tabletten war übel... war den ganzen Tag nur müde und gereizt aber konnte erstaunlich gut schlafen. Am zweiten Tag war von der "Sucht" nix mehr zu merken, allerdings konnte ich ziemlich schlecht schlafen. Ist aber relativ egal da ich eh Semesterferien hab und schlafen kann wann ich will... Heut ist der Dritte Tag nach der Reduzierung und der erste an dem ich KEINE Tablette mehr genommen habe. Bin zwar überhaupt nicht müde aber mir gehts gut... keinerlei Entzugserscheinungen. Denke mal das sich mein Schlaf auch in den nächsten paar Tagen normalisieren wird (wobei ich nicht schlecht schlafe, ich kann halt nur nicht Nachts schlafen.. warum auch immer)... Wenn das jetzt wirklich schon alles war dann gings echt einfacher als gedacht.. ^^

    Wenn man mal logisch denkt, KANN man den eigenenGeschmack garnicht am besten finden. Es ist keine willkürliche Entscheidung sondern eine andere Wahrnehmung von etwas und damit subjektiv nur die Tatsache, dass man zb Blau lieber mag als rot. Aber deshalb ist Blau nicht die bessere Farbe, da es objektiv kein besser oder schlechter gibt. Es gibt keine Begründung für das "besser", es ist für einen einfach so.


    Ich kann Ärzte nicht verstehen, die solche Mittel verschreiben wie Bonbons. Habe ne zeit lang in der Psychiatrie gearbeitet und kenne alle gängigen Mittel ganz gut. War auch längere zeit selber wegen starker Schlafstörungen und Ängste in Behandlung, aber keiner meiner Ärzte wäre je auf die Idee gekommen, mir sowas langfristig zu verschreiben. Finde ich sehr verantwortungslos.


    Die könntest, falls noch nicht geschehen, deinem Arzt deine Suchtproblematik zu erklären und ihn zu bitten, dir nichts mehr zu verschreiben, solltest du demnächst nochmal danach fragen. Sollte der gute Mann/Frau einen Hauch von verantwortungsbewusst besitzen, wird er dir dann auch nix mehr verschreiben.


    Viel Erfolg bei deinem Vorhaben :-)

    Naja... mein Arzt verschreibt mir es halt weil er weiss wenn ers nicht macht geh ich zu einem anderen. Gibt ja genug Ärzte. Und genauso wäre es wenn ich ihm sage er soll es mir nicht mehr verschreiben... wenns ich dann unbedingt haben will dann geh ich eben zu einem anderen Arzt. Aber jetzt ist (erstmal) Schluss mit Schlafmitteln!

    Zitat

    Naja... mein Arzt verschreibt mir es halt weil er weiss wenn ers nicht macht geh ich zu einem anderen. Gibt ja genug Ärzte. Und genauso wäre es wenn ich ihm sage er soll es mir nicht mehr verschreiben... wenns ich dann unbedingt haben will dann geh ich eben zu einem anderen Arzt. Aber jetzt ist (erstmal) Schluss mit Schlafmitteln!

    Tja aber NICHT jeder Arzt, verschreibt das Zeug mal "einfach so" auf längere Zeit. Wie gesagt ich kenne keinen der das tut hier in der Gegend. Also müsstest du erstmal wieder einen finden, der es dir verschreibt. Sry, das Verhalten deines Arztes kann ich nicht nachvollziehen, klingt für mich nicht besonders kompetent. Vor allem da du ja schlafen kannst, halt nur nicht nachts. Da wäre erstmal zu schauen woran dass liegt, scheint ja eher an deinem Biorhythmus zu liegen, anstatt gleich Tabletten zu verschreiben.

    Hey Chizzo!


    Zopilclon ist ein sogenanntes "Benzoderivat" ,d.h. ein chemisch den Benzodiazepinen ähnlichlich aufgebautes Medikament,vergleichbar mit Valium = Diazepam = Valiquid, Oxazepam, Tavor, Flunitrazepam, Bromazepam, Tetrazepam etc...usw...


    Alle Stoffe haben gemeinsam, das sie muskelentspannend, angstlösend, müde u.ä. machen.


    Die Gefahr der Abhängigket besteht bei längerer und hochdosierter Einnahme.


    Nutzen/ Risiko sollte man, bzw. der verschreibende Arzt gut abwägen.


    Eine Einnahme über längere Zeit als zwei Wochen, kann bereits zur körperlichen Abhängigkeit führen!


    Entzugssymptome sind gefährlich, da die Gefahr eines KRAMPFANFALLS besteht!!!

    Zitat

    Allerdings nehme ich es seit einiger Zeit nicht mehr nur zum Schlafen sondern eher zum "chillen".


    Aber wenn ich alleine zu Hause bin bekomme ich so ab 20 Uhr Abends Probleme. Ich werde nervös, unruhig. Ich habe das Gefühl einen Kloß im Hals zu haben.

    Vor einer Entgiftung zuhause ohne ärztliche Betreung würde ich abraten, da es u.U. lebensgefährlich sein kann und eine Disziplin erfordert, die extrem schwer aufzubringen ist.


    Ich würde eine " qualifizierte Entgiftung" wählen.


    Alles Gute, Mut; Kraft, Geduld, Durchhaltevermögen und Erfolg!

    Hallo SchwarzeNacht,


    bin jetzt seit 5 Tagen ohne Schlaftabletten und bis auf ein "komisches Gefühl" am Ersten Tag hatte ich keinerlei Enzugserscheinungen, außer das ich immer noch nicht wirklich schlafen kann. Trotzdem Danke für deinen Beitrag! :)