allo...


    Also, ich habe bis vor circa 2 Monaten dasselbe Problem gehabt... Habe Zopiclon (7,5 mg) für die Dauer von circa einem Jahr konsumiert. Anfangs gelegentlich, doch relativ schnell wurden die "Schlafmacher" zu einem festen Bestandteil meines "Zu-Bett-Gehens"...und später sogar meines Alltages.


    Zunächst habe ich aus lauter Respekt vor den Pillen lediglich eine 1/2 Tablette genommen. Doch schon kurze Zeit später verlor ich den Respekt und konsumierte die "normale" Menge von einer Tablette am Abend zum Schlafen gehen. Zunächst konnte ich auch wunderbar dank der Tabletten durschlafen. 8-9 Stunden waren kein Problem; ich wachte völlig erholt auf.


    Doch schon nach 1-2 Monaten musste ich die Einschlafdosis erheblich erhöhen, um durchschlafen zu können. (2 Tabletten am Abend). Letztendlich brauchte ich 3 – 4 Tabletten (7,5 mg) um schlafen zu können (jedoch dauerte mein tatsächlicher Schlaf nur noch 5 – 6 Std. an). Am Nachmittag musste ich ebenfalls eine 1/2 – 1 Tablette einwerfen, um gegen die Entzugserscheinungen (Unruhe, Angstzustände, Panikattacken) entgegen zu wirken. Schon die kleinste, ungeplante Änderung in meinem Tagesablauf warf mich völlig aus der Bahn, so dass ich nicht mehr in der Lage war, meinen Tagesablauf normal zu bewältigen.


    Letzendlich stand auch die Beziehung zu meinem Partner auf der Kippe. Durch meine ständigen Wutausbrüche, die durch die Zopiclon hervorgerufen, aber völlig unbegründet waren, standen wir kurz vor der Trennung. Es ging sogar so weit, dass ich handgreiflich während eines Zopiclon-Rausches gegenüber meinem Freund wurde.


    Erst dann wurde ich "wach" und mir wurde klar, wie sehr mich das Zopiclon verändert hatte. Ich machte gemeinsam mit meinem Freund einen Termin bei der Drogenberatung aus. Nach meiner Meinung war ein stationärer Entzug die einzige Möglichkeit, vor dem ich jedoch eine "scheiß Angst" hatte. Mein Drogenberater selbst empfohl mir den Entzug stationär zu machen, doch der nächste, freie Termin in einer Klinik wäre erst 4 Wochen später möglich gewesen.


    Um jedoch sofort gegen die Abhängigkeit anzukämpfen, verwies mich mein Drogenberater an einen Hausarzt, der sich auf suchtkranke Patienten spezialisiert hat. Dort angekommen, bekam ich endlich die lang ersehnte Hilfe... Zopiclon schrittweise (täglich um 1/4 Tablette, eingeteilt durch meinen Freund) Abends reduzieren und parallell Atosil-Tropfen auf Rezept, um die Entzugserscheinungen zu mildern. Nach 3 Wochen war ich clean, Atosil habe ich begleitend noch circa 2 Wochen darüber hinaus genommen.Dies funktionierte hervorragend; habe vorher nicht einmal zu träumen gewagt, wie ein Leben und Einschlafen ohne Zopiclon möglich sein kann...


    Ein besonderer Dank gilt meinem Freund, der selbst in wohl meiner schlimmsten Zeit immer zu mir gehalten hat...Tine_SchlafGut

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