Der Chihuahua soll weg!

    Auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt hier sehr unbeliebt mache: Ich war noch nie ein grosser Freund von Hunden. Theoretisch hab ich nichts gegen sie, aber ich wollte nie einen im Haus haben.


    Jetzt hat mein Freund leider Gottes einen Chihuahua. Am Anfang war der noch bei seiner Schwester, aber seit dem Umzug in unser neues Haus ist er bei uns.


    Und ich bin dermassen genervt von diesem Tier. Er ist extrem aggressiv, klaefft nonstop (wer schonmal einen Chihuahua klaeffen gehoert hat, weiss was ich meine), beisst Kinder (auch unsere eigenen), und pinkelt ueberall hin (aus Boshaftigkeit und Rache).


    Wenn Besuch da ist wird der ununterbrochen angebellt. Als ich ihn einmal in eins der Kinderzimmer gesperrt habe, hat er aufs Bett gepinkelt. Wenn ich versuche ihn zu baden (weil er Floehe hatte), werde ich angepinkelt. Wenn man nicht mit ihm spielen will, pinkelt er auf unsere Schuhe.


    Meine Mama hat den Kindern Suessigkeiten geschenkt. Da wurde ... dreimal duerft ihr raten... drauf gepinkelt!


    Zu Kindern ist er extrem aggressiv, beisst sogar ins Gesicht. Das Nachbarskind weint wenn sie ihn nur sieht weil er sie ihmmer so anbellt.


    Ueberall sind seine Haare (ich ekel mich davor extrem und muss alle paar Stunden saugen weil ich sie sonst sogar im Mund habe). Ich habe durchgesetzt, dass er nicht bei uns im Bett schlafen darf, aber dafuer steht er die ganze Nacht vor der Schlafzimmertuer und fiept. Fiep fiep fiep geht es die ganze Nacht.


    Mein Freund liebt dieses Tier abgoettisch (unverstaendlicherweise). Er ist sein drittes Kind. Nachdem er mich angepinkelt hat weil ich ihn baden wollte, nimmt mein Freund ihn auf den Arm, knuddelt ihn und ruft "mein Baby, mein Baby". Da habe ich so eine Wut bekommen.


    Hinzu kommt, dass ich gerade schwanger bin. Ich habe solche Angst, dass er das Baby beissen wird. Und obwohl ich sonst nie einem Tier etwas tun wuerde, in der Situation wuerde ich ihn gegen die Wand klatschen. Ein Chihuahua ist eben einfach kein Familienhund. Gerade seit ich schwanger bin, bekomme ich regelmaessig extreme Wut auf den Hund.


    Wie kann ich meinen Freund davon ueberzeugen, dass der Hund weg muss?

  • 196 Antworten

    Eine furchtbare Situation. Dem Hund geht es bestimmt auch nicht gut, sonst würde er nicht so ein Verhalten an den Tag legen. Hat er vielleicht eine gewalttätige Vorgeschichte? Dass er es

    Zitat

    aus Boshaftigkeit und Rache

    tut kann ich mir nicht vorstellen. Tiere sind zu solchen Gedankenmustern nicht wirklich imstande.


    Um das Baby hätte ich allerdings auch Angst. Vielleicht musst Du Deinem Freund das noch mal in aller Deutlichkeit klar machen. Vielleicht findet ihr Leute, die sich mit solchen Problemhunden auskennen und sich gut um ihn kümmern können.


    Ich kann Dich absolut verstehen, dass Dich das alles auf die Palme bringt, gerade, weil Du auch noch schwanger bist. Aber bitte reiß Dich zusammen und tu ihm nicht weh. Das wird alles verschlimmern.

    schwierige Situation. :)_


    Ich kann verstehen,dass du den Hund weg haben willst, weil du ihn (oderHunde ) nicht magst.


    Ich kann verstehen,dass dein Freund ihn behalten will.


    Alle deine Gründe, sind Erziehungssache.


    Er darf nicht beißen!


    Er darf nicht ins Haus pinkeln!


    Er darf nicht fiepen!


    Wenn all das abgeschafft werden würde, würdest du ihn dann akzeptieren?


    Dann setz alles dran,dass er all das lernt und zwar schnell! Das wäre für mich auch alles ein absolutes NO GO!


    Wenn du dennoch nicht damit klarkommmen könntest,seh ich da echt schwarz.


    Meinst du,dein Mann/Freund gibt ihn weg? ICH (also 2fache Hundebesitzerin) würde ihn nicht hergeben, aber alles daran setzen, dass er sich benimmt...und dazu gehört, dass er alles o.g. abstellt!


    Beißen geht absolut nicht! Das sollte auch deinem Freund klar sein.Sowas ist tatsächlich eine Gefahr für dein Baby aber auch auch für die anderen Kinder.

    Natuerlich wuerde ich ihm nichts antun, aber manchmal geht die Wut mit mir durch und ich bekomme solche Fantasien. Nicht schoen, weiss ich ja selber.


    Der Bruder meines Freundes hat ihn als Welpe gerettet, weil der Nachbar den ganzen Wurf in die Muelltonne geworfen hat. Danach hat jeder in der Familie einen bekommen. Als er bei der Schwester war, ging es ihm gut, denke ich. Die hat einige Hunde. Aber auch da hat er schon Kinder gebissen.

    Zitat

    Aber auch da hat er schon Kinder gebissen.

    Vielleicht sind die Kinder, weil er so klein ist, mit ihm ruppig und ungeschickt umgegangen, haben ihn vielleicht als Spielzeug betrachtet?


    So hat er sich von klein auf an wehren müssen?


    Ich würde ihn erst einmal von Kindern fernhalten.

    Zitat

    Wenn all das abgeschafft werden würde, würdest du ihn dann akzeptieren?


    Dann setz alles dran,dass er all das lernt und zwar schnell! Das wäre für mich auch alles ein absolutes NO GO!

    Ja, wenn das alles nicht waere, wuerde ich ihn akzeptieren. Ich werde nie ein Hundefan werden, aber ich wuerde damit klar kommen.


    Das mit der Erziehung stimmt wohl. Mein Freund verwoehnt ihn so und nimmt ihn immer in Schutz. Zum Beispiel wenn er nachts fiept, versucht mein Freund mich zu ueberreden, ihn doch ins Bett zu lassen. Dabei war das meine einzige Bedingung, unter der ich zugestimmt hatte, dass der Hund bei uns wohnen darf. Und da kann ich nicht klein beigeben. Mein Bett ist der einzige hundefreie Ort im Haus und das muss so bleiben. In meinem Bett muss ich mich sauber und wohlfuehlen koennen.

    Vielleicht ist es eine Art Angstbeißen?


    Wenn ich beobachte, wie derb selbst Erwachsene mit kleinen Hunden umgehen ...


    Da wird das arme Tier hochgerissen, in Taschen gestopft ... all das kann den Tieren Angst machen.

    Obwohl ich ein absoluter Hundefan bin, versteh ich deine Abneigung und auch deine (berechtigten ) Ängste!

    Zitat

    Zum Beispiel wenn er nachts fiept, versucht mein Freund mich zu ueberreden, ihn doch ins Bett zu lassen.

    so was macht mich traurig. Er hat scheinbar NULL Ahnung von Hunden. Ein Hund braucht klare Regeln! Die bekommt er bei euch nicht.Und deswegen benimmt er sich so,wie er sich eben benimmt und dein Freund scheint genau dieses Verhalten zu fördern. Das ist Schei**** und er tut dem Hund damit keinen Gefallen.


    ich würde an deiner Stelle mit deinem Freund Tacheles reden. Der Hund braucht sofort Erziehung sonst kann das auch für die Kinder mal böse ins Auge gehen.


    Ein beißender Hund mit Kindern im Haus, geht absolut nicht und da solltest du echt dran bleiben.


    Wie alt ist der Hund denn? Zeigt dein Freund sich einsichtig,was die Beißerei angeht?

    Superhässliches Problem. Dein Freund hat den Hund kaputtverzogen - ist die Frage, ob da noch was zu machen ist, selbst wenn der Hund jetzt in vernünftige Hände käme. Möglicherweise schon. Aber wenn Dein Freund DAS für einen angemessenen Umgang mit einem Hund und für Tierliebe hält und so weitermacht, sehe ich da leider keine Lösung.

    Zitat

    Vielleicht sind die Kinder, weil er so klein ist, mit ihm ruppig und ungeschickt umgegangen, haben ihn vielleicht als Spielzeug betrachtet?

    Das kann sein. Aber mittlerweile beisst er auch, ohne dass man vorher etwas gemacht hat. Den 5jaehrigen Neffen hat er in die Wange gebissen, als er sich neben ihn auf die Couch gesetzt hat. Unsere Grosse hat er in die Hand gebissen, dass es geblutet hat. Daraufhin hat mein Freund gemeint, dass der Hund sich eben verteidigt, weil er so klein und zerbrechlich ist.


    Der Hund ist 2 Jahre alt.

    Zitat

    Ich würde ihn erst einmal von Kindern fernhalten.

    Das geht nicht, ausser wir geben ihn weg. Wir haben 2, bald 3 Kinder im Haus. Ich kann ja nicht die Kinder weggeben, und den Hund behalten.

    Zitat

    Der Hund ist 2 Jahre alt.

    mit 2 Jahren könnt ihr noch ne Menge richten, aber fangt schnell damit an. Wenn der nur einen von euch anknurrt (kommt ja meist vor demBeißen) ,müsst ihr schon reagieren.


    Zur Not holt euchHilfe bei einer Hundeschule. Adressen haben da auch Tierärzte.

    Das ist alles Erziehungssache. Ich glaube dein Freund braucht einen Hundetrainer, der ihn mal beibringt, wie man mit Hunden kommuniziert. Und der Hund braucht dann klare Regeln. Und ihr solltet beim Training alke an einem Strang ziehen. Wenn das nix wird, dann ist es besser ihn wegzugeben.

    Mir wäre es auch zu gefährlich. Wirklich, ganz deutlich und mit Nachdruck: Viel zu gefährlich. Unerzogener Hund und kleine Kinder, das geht nicht zusammen. Viele Leute meinen, so kleine Hunde müsste man nicht erziehen, aber das ist Unfug - damit tut man dem Hund selbst überhaupt keinen Gefallen, und bei Kindern und auch wegen der Probleme, die Hundebisse ganz generell mit sich bringen können (Wundtaschenbildung, Infektionsgefahr, Angst vor Hunden) ist es auch bei einem kleinen Hund nicht akzeptabel, wenn er nicht vernünftig erzogen ist.

    Dein Freund ist in dieser ungesunden Konstellation der entscheidende Faktor. Ja, kleine Hunde laden zum Betüddeln ein, aber gerade dadurch überhöht man sie und (v)erzieht sie zu den neurotischen, kleinen Wieseln, als die sie aufgrund ihrer Rasse zu Unrecht wahrgenommen werden. Im Herzen haben alle Hunde, abseits der rassespezischen, die gleichen Bedürfnisse, dazu gehören Ordnung und Führung. Dein Freund ist ein schwacher Führer in den Augen deines Hundes. So sehr ich das Leid, ein Tier abgeben zu müssen, verstehen kann, so sehr glaube ich dennoch, dass es dem Tier woanders letztendlich besser gehen wird.

    Wenn der Hund dableiben soll von deinem Freund aus, MUSS er einen Hundetrainer engagieren und ihr euch an die Regeln des Trainers halten.


    Ich hab ja grad son kleines Faible für Hundeflüstererf martin Rütter zu gucken und da sieht man sehr oft, mit richtigem Umgang geht es Familie und Hund sehr viel besser.


    (Vermutlich kommt jetzt irgendein Argument gegen den Herrn, das ist auch ok, aber ich finde es sehr beeindruckend, wie er es schafft den Menschen zu zeigen, wie sie mit dem Hund umgehen müssen, damit es besser läuft)


    Aber auch der sagt: Hund beißt Kind geht garnicht.

    Mein Freund denkt, der Hund sei sehr gut erzogen. Weil er auf Kommando sitz macht und Stoeckchen holt.


    Wenn er beisst, heisst es das sei ja nicht so schlimm. Der schnappt ja nur und kann nicht ernsthaft verletzen, weil er so winzig klein ist.


    Aber wenn er dem Baby ins Gesicht schnappt? Dann hat es nachher das ganze Leben eine Riesennarbe, wenn nicht Schlimmeres. Einen Saeugling kann auch ein kleiner Hund schlimm verletzen, meiner Meinung nach.


    Mein Freund sagt wir muessen dann eben gut aufpassen. Aber ich brauche nur eine Sekunde wegzuschauen, und dann wird das Baby gebissen. Gerade bei 3 Kindern werde ich schonmal abgelenkt sein. Ich bin ja nicht Wonder Woman.


    Der Hund denkt er sei der Boss der Familie, so kommt es mir gerade vor. Wenn wir nicht das tun, was er will, werden wir bestraft.