• Hilfe, ich hab ein verhaltensgestörtes Kaninchen in Pflege

    Hallo, Ich habe ein Kaninchen von Bekannten in Pflege. Das Tier tut mir einerseits natürlich Leid, ist wird vollkommen widernatürlich gehalten. Es ist ein Männchen. Zu Hause darf das Tier die ganze Zeit in einem Kinderzimmer rumhoppeln, hat als Gesellschaft das Radio und die Besitzer, die ihn so süß und zutraulich finden. Finde ich ja gar nicht, aber…
  • 21 Antworten

    @ Isabell

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    Das Karnickel hatte doch noch nie ein anderes Karnickel als Gesellschaft

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    Was meinst Du damit?

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    Nur weil es etwas noch nie hatte, braucht es das nicht?

    Nein, ich meinte, dass jetzt nicht die Veränderung da war: Vorher anderes Karnickel als Gesellschaft, jetzt bei Feta nicht. Sie fragt ja hier nach was sie tun kann aber ein anderes Kaninchen anschaffen geht wohl leider nicht...und leihweise eins aus dem Tierheim holen vermutlich auch nicht...

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    Das war ne ZWangsgemeinschaft, mehr nicht. Wenn kein Artgenosse da ist, dann nimmt man was man kriegen kann.


    Die Gitterelemente sind nicht hoch genug für Kaninchen, die springen da drüber bzw. önnen sich im Garten drunterdurchbuddeln.

    Es mag ja sein, daß ein anderer Hase noch idealer gewesen wäre. Allerdings, wo einen Artgenossen herkriegen, der für die Häsin gepasst hätte, wenn er sowieso schon total gestört war und das überhaupt nicht kannte. Ich wollte ihm eben ein schöneres Zuhause geben, denn die Häsin bekam 8 Jahre lang gar keine Zuwendung, auch keine menschliche. Der Mensch, bei dem die Häsin lebte, saß im Rollstuhl und warf ihr nur immer das Futter von oben in den Käfig, der nur alle 14 Tage von der Putzfrau gereinigt wurde. Ich wollte nie einen Hasen, ich habe ihn genommen, damit er da raus kommt und es zumindest schöner als dort hatte. Hätten sich die Tiere nicht gemocht, hätten sie auch nicht geschmust miteinander. Besser als ein Artgenosse, der dann unter Umständen auch nicht passt, war mein Kater allemal.


    Was das Untergraben betrifft, muß man sich halt bei schönem Wetter auch in den Garten setzen, bis man weiß, ob das Tier sich frei gräbt. Oben haben wir bis auf ein kleines Stück ebenfalls mit Gitterelementen abgedeckt. Wir haben zumindest alles getan, um ihr Leben zu verschönern. Wenn ich Hasen wollte, würde ich auch keinen einzelnen nehmen. Unsere Häsin zeigte immerhin wieder Lebensfreude und Übermut und bewegte sich wieder. Vorher saß sie ungeweglich im Käfig und starrte vor sich hin. Ich denke, es war schon richtig so. Einen idealen Partner für sie zu finden wäre ohnehin sehr sehr schwierig geworden und so haben sich halt Hase und Katze zusammengetan. Der Kater hätte sich auch nicht in ihren Käfig gelegt, wenn er sie nicht gemocht hätte. Den anderen Katzen hatten vor der Häsin eher Angst und sie haben sich nicht mit ihr angefreundet. Es hat uns niemand garantiert, daß es mit Artgenossen geklappt hätte. Entweder Tiere mögen sich, oder eben auch nicht. Wir konnten hier auch nicht 100 Hasen antanzen lassen, um einen auszusuchen, der passen könnte. Also nicht immer urteilen, wenn man weder die Situation noch das Tier kennt. %-|

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    Allerdings, wo einen Artgenossen herkriegen, der für die Häsin gepasst hätte, wenn er sowieso schon total gestört war und das überhaupt nicht kannte

    Tierheim oder Notstation.


    Da muss man auch nicht "100 durchprobieren", sondern da gibt es 1. Wesensbeschreibungen und 2. erfordert eine anständige Vergesellschaftung Geduld und Nerven wie Drahtseile. Sofort aufgeben ist das schlimmste, was man machen kann.

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    Ich wollte nie einen Hasen, ich habe ihn genommen, damit er da raus kommt und es zumindest schöner als dort hatte.

    Hättest du ihm einen Gefallen tun wollen, dann hättest du ihn nach der Rettung vermittelt. Und zwar in Gesellschaft mit anderen Kaninchen, am besten eine größere Gruppe, da ist die Vergesellschaftung oft leichter.

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    Also nicht immer urteilen, wenn man weder die Situation noch das Tier kennt.

    Ich bin seit Jahren aktiv im Tierschutz tätig und diese falsch verstandene Tierliebe à la "Bei mir hat ers immerhin besser als dort" ist einfach nur Käse. Der Vorbesitzer hat das Nickel nicht artgerecht gehalten und ihr habt es auch nicht getan. da gibts nichts schönzureden, außer vielleicht für das eigene Gewissen.

    Unter Berücksichtigung der Tatsache, daß das Tierchen

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    unter Aufsicht Schaden in Höhe von rund 1000€

    hat, gibt es eigentlich nur eine Lösung: Der Käfig muß umgehend nach draußen in den Garten, so ist zumindest schon mal die Nachtruhe der Familie gesichert. Wenn Du das Kaninchen auch noch glücklich machen willst, dann bleibt nur noch die Einrichtung eines Freilaufs im Garten. Aber wie man den in so kurzer Zeit baut bzw. auch noch ausbruchsicher macht? Von den zusätzlichen Kosten mal ganz zu schweigen, denn ich nehme mal nicht an, daß geplant ist, sich dies alles vom Besitzer ersetzen zu lassen, oder? :-/

    Seven.of.Nine


    Die Frage ist ja auch noch, ob man ein Kaninchen welches schon jahrelang (?) die Wohnung gewöhnt ist, komplett in den Garten versetzen kann. ":/

    Die TE fragte zwar, wie man das Kaninchen glücklich machen kann, sie fragte aber genau so ausdrücklich danach, wie man angesichts des nicht gerade geringen Schadens in der Wohnung den Frieden in der Familie wieder herstellt.


    Allerdings habe ich gerade gemerkt, auch daß ein Aufenthalt im Garten nicht möglich ist:

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    nur einen Garten. Da darf das Tier aber nicht hin, weil es a)kein Gras kennt, b) nicht geimpft ist, weil es den Tierarzt nicht mag und c) sich vor Katzen und Geräuschen erschrecken könnte

    Freilauf in der Wohnung ist schon ausgeschieden, Balkon gibts nicht, gegen den Garten gibt es auch Argumente....... was kann man da noch raten?