Hufabrieb, Barhuf

    Hallo *:)


    Wollt mal die Besitzer der Barhufpferde fragen wie das so ist mit dem hufabrieb.....


    Meiner geht jetzt seit knapp 5 Wochen komplett ohne Eisen. Und ich muss sagen er läuft sehr gut. Nur leicht fühlig auf Schotter. Aber das ist ja normal.


    Ich mach mir nur leichte Sorgen wegen dem Hufabrieb. Will heißen, unser Hallenboden schmirgelt ziemlich stark :-/ Und wenn das so weitergeht, dann hat mein Pferd bald keine Zehe mehr |-o


    Er läuft allerdings immernoch total gut und ganz normal. Bringt der teure Keralit Hufhärter etwas?


    Soll ich Biotin zufüttern? (was sich wohl allerdings erst in nem halben Jahr bemerkbar machen wird)

  • 15 Antworten

    Hi Zimt!


    Meine Stute läuft seit 1997 barhuf und ich habe die Erfahrung gemacht, daß sich das Hufhorn wohl auf die vermehrte Belastung einstellt. Es dauerte zwar eine Weile, aber dann wurde es bei ihr härter und widerstandsfähiger und der Abrieb verminderte sich.


    Das mit dem fühlig gehen auf Schotter hat sich allerdings kaum verbessert, ich habe sie sich dann einfach ihren eigenen Weg suchen lassen.


    Ab und zu bekam Skala auch mal Biotin zugefüttert, ich habe diverse Marken ausprobiert und weder gravierend positive noch negative Dinge feststellen können. Ich denke allerdings, daß es unterstützend wirkt. Man darf nur keine "Wunder" erwarten.


    Ich hoffe, ich konnte Dir helfen!


    LG


    Skala

    Ja, danke für deinen Erfahrungsbericht.


    Ich hab nur Angst dass der Huf zu kurz wird :-/ Hm. naja, abwarten. Ich lass den Schmied mal draufschauen.....

    Huhu

    also mein Pferd ist schon immer Barhufer, mit keinerlei Problemen. Seine Hufen sind super. Auch auf Schotter macht er wenig Probleme. Eigentlich gar keine:-)


    Ich füttere auch nichts zu. Ich lasse die Hufen eigentlich total in Ruhe, auch nur wenig fetten (da kann man ja verschiedene Meinungen zu haben)


    Ich muss dazu sagen, das er aber auch wenig auf Asphalt oder sonstigem harten Boden läuft. Steht ja direkt am Walde:-)


    der Schmied kommt ca. alle 6-8 Wochen


    Liebe Grüße *:)

    Hallo!


    Also ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass sich das mit der Fühligkeit nach einer Weile ein wenig gibt!


    Wir haben auch einige Zeit Keralit angewendet, das funktionierte auch wirklich sehr gut, nur verlangt es sehr viel Geduld und konsequente Anwendung. Weil Biotin häufig sehr teuer ist, hat uns mal ein Schmied empfohlen Malzbier übers Kraftfutter zu geben. Ich glaub, dass war eine halbe Flasche am Tag!


    Bei einem Ponyhengst der sich auch immer sehr stark ablief, haben wir eine zeitlang Hufschuhe verwendet. Das anziehen, plus vorher Socken über den Huf ziehen ist zwar etwas zeitaufwendig aber ansonsten war das eine sehr gute Lösung! Man muß sie ja nur anziehen wenn man Ritte auf hartem Boden, oder eben lange Ritte plant. Ist halt nur auch nicht ganz billig...leider...


    Liebe Grüße *:)

    hallo Zimt,


    läuft sich Dein Pferd die vorderen oder hinteren Zehen ab?


    Ich frage, weil sich erfahrungsgemäß eher die Trachten ablaufen.


    Gruß Blue

    @ :)*:)

    unplugged:


    Biotin fang ich jetzt sowieso an zuzufüttern.....Kann ja nicht schaden. Keralit Hufhärter...hab ich auch überlegt. Aber das zeug ist so teuer......


    blue Velvet:


    Er läuft sich die Vorderen Zehen ab. Trachten sind glücklicherweise nicht betroffen. Hinten ist bislang alles og, da läuft er sich nur ne minimale Zehenrichtung an. (Und das auch nur wenn ich auf hartem Boden reite)


    Aber vorne :-|

    hallo Zimt,


    hat Dein Pferd Probleme mit den Gelenken? Oder reitest Du so viel, dass die Abnutzung so groß ist? Aber selbst dann müsste doch der Huf gleichmäßig abgelaufen sein? Ich treffe heute abend noch den Hufschmied meines Vertrauens, der das Pferd immer ganzheitlich betrachtet. Den werd ich mal fragen, was das für Ursachen haben kann.


    Mich würde da auch mal interessieren, was die absoluten Barhuf-Vertreter (Strasser und Co.) dazu meinen, bzw. welchen Rat die haben. Gibts hier Leser, die sich damit gut auskennen?

    blue velvet

    Zitat

    hat Dein Pferd Probleme mit den Gelenken?

    Nein mit den Gelenken zum Glück nicht

    Zitat

    Oder reitest Du so viel, dass die Abnutzung so groß ist?

    Es kommt vom hallensand. Da sind kaum Späne drin und der Sand schmirgelt ziemlich übel. Andere Pferde die ne zeitlang bei uns im Stall baarhuf gingen hatten das gleiche problem.

    Zitat

    Aber selbst dann müsste doch der Huf gleichmäßig abgelaufen sein?

    Naja, der linke läuft sich vorne relativ gerade ab, am rechten läuft er sich die zehenrichtung außen an, innen nicht so :-/

    Zitat

    Ich treffe heute abend noch den Hufschmied meines Vertrauens, der das Pferd immer ganzheitlich betrachtet. Den werd ich mal fragen, was das für Ursachen haben kann.

    Naja, die ursache ist wohl wirklich der hallenboden :-/ Echt kacke. Obwohls mich wundert dass hinten nichts ist...sprich: Pferd hat noch Tragrand und der Huf läuft sich auch nicht extrem ab....

    Zitat

    Mich würde da auch mal interessieren, was die absoluten Barhuf-Vertreter (Strasser und Co.) dazu meinen, bzw. welchen Rat die haben. Gibts hier Leser, die sich damit gut auskennen?

    Also die Strasser-Leute kürzen ja die trachten ziemlich stark (hab ich gehört, weiß nicht obs wirklich stimmt)

    Anwendung Keralit Hufhärter

    Kann mir jemand vielleicht erklren wie man Keralit Hufhärter anwendet? Auf der Verpackung steht nur : für den äußerlichen Teil des Hufes verwenden. Ich bräuchte Antworten für:


    -Wieviel von Keralit darf man auftragen?


    -Womit trägt man es auf?


    -Täglich oder wöchentlich oder...?


    Ich habe nämlich nicht viel Ahnung von so etwas ???


    Würde mich tierisch über Antworten freuen!!!!

    Hallo, meine Rudi ist auch Barhufer und zwar schon lange. Mein vorheriges Pferd auch. Bei ihm hat es ueber ein Jahr gedauert, bis sich der Huf richtig gemacht hat. Allerdings lass ich von einem Hufpfleger die Hufe machen, und wuerde nicht mehr wechseln. Obwohl mein Hufpfleger bei Strasser gelernt hat, ist er nicht so extrem. Meiner Meinung nach schneiden die Strasser zu viel und zu oft. Als ich mal einen anderen Schmied hatte, hatte meine Stute wieder Druckstellen im Huf und ich bin zurueck zum Hufplfeger. Seitdem sind die richtig gut, ohne Druckstellen. Wichtig ist, das die Eckstreben herausgeschnitten werden, damit der Huf arbeiten kann. Die Zehen sollten auch nicht sehr lang sein, damit der Huf gut abrollen kann.


    Es ist sehr langwierig, ein Pferd auf Barhuf umzustellen, aber es lohnt sich. Kannst Du nicht im Sommer mehr draussen reiten statt in der Halle? Ist doch eh schoener. Mein Rat waere, die Eisen nicht aufbrennen zu lassen, sondern ein sog. Kaltbeschlag oder Kunststoffeisen. Der Huf trocknet beim Brennen so sehr aus, das gefaellt mir nicht.


    Ach ja, meine Stute hat heute noch ab und an mit Hufgeschwueren zu tun, wenn sich der Huf mal wieder weitet. Mein Wallach damals hatte jede Menge, weil sich der Huf geweitet hat. Aber selbst das war kein Problem, weil damals mussten wir immer eine halbe Stunde bis Stunde auf harten Boden spazieren gehen, damit die Hufe wieder das Arbeiten anfangen.


    Ich bin kein Freund von Hufoel, ausser evtl. am Kronrand, weil man mit dem Oel den Huf "dicht" macht. D.h. es kann keine Feuchtigkeit mehr in den Huf eindringen.


    Und zum Thema Trachten faellt mir noch ein, dass die Trachten recht weit unten sind. Der Kronsaum hat vo. ca. 45 Grad Winkel und hinten 55 Grad Winkel. So, ich hoffe das war nicht zu verwirrend. LG

    Ich hab jetzt nicht alles gelesen, kann also sein, dass der Tip schon kam. Ich habe für meine Barhufer immer den Huffestiger von Keralith verwendet. Der ist zwar nicht so ganz preiswert, aber hilft super! Der Abrieb vermindert sich dadurch, die Pferde laufen mit der Zeit weniger fühlig wenn man die Sohle lt. Anleitung mitbehandelt und es bricht auch nicht mehr gar soviel weg. Ich kann das Zeug also nur wärmstens empfehlen. Ich habe damit sogar ein Pferd ans Barfuss-Laufen gebracht wo der Schmied meinte, dass ich das nie schaffen würde. Und ich hab es doch geschafft! ;-D (und zwar ohne das Tier zu quälen ;o)

    Anfangs kann man auch das Laufpensum auf problematischen Böden verringern, wenn man merkt, dass der Hufabrieb zu groß wird. Ich kann mit meiner RB nicht jeden Tag stundenlsang ausreiten, da würde auf die Dauer zu viel absplittern.