• Hund hat vergrößertes Herz

    Hallo, Meine Mutter war heute mit unserer Hündin (9 Jahre, Mischling) beim Tierarzt, weil sie in letzter Zeit öfter mal so komisch "hustet". Die Ärztin hat ein Röntgen vom Brustkorb gemacht. Die Lunge sieht gut aus, aber das Herz ist deutlich vergrössert. Durch das vergrösserte Herz wird die Luftröhre wohl gereizt oder hat zu wenig Platz, was die…
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    Wir waren nun in der Klinik, ca. 100 Km entfernt. Die Kardiologin dort hat sich die Röntgenbilder und das EKG angeguckt und dazu noch einen Herzultraschall gemacht. Darauf konnte sie uns alles genau erklären. Unser Hund hat eine schwere Herzklappeninsuffizienz. Dadurch muss das Herz viel mehr arbeiten als normal und deswegen hat es sich so vergrössert. Durch die Vergrösserung/Verdickung des Herzgewebes ist die Herzleistung nun geringer als bei einem gesunden Herz. So habe ich das als Laie verstanden.


    Der "Husten" rührt daher, dass es durch das Herz bedingt zu einem Rückstau von Flüssigkeit in der Lunge kommt. Das löst dann einen Hustenreiz aus. Und daher kommt auch diese schnelle, angestrenge Atmung. Sie bekommt schlechter Luft dadurch.


    Die Kardiologin meinte, man könnte das mit Medikamenten schon in den Griff bekommen. Sie bekommt nun eine Tablette zum Ausschwemmen, einen Betablocker und eine Tablette zur Stärkung des Herzens. Dadurch soll das Herz insgesamt deutlich entlastet werden und der Husten geht dann wohl auch irgendwann weg. Sie meinte auch, dass die Herzvergrösserung in einem gewissen Maß auch zurückgehen sollte, aber die Krankheit an sich ist nicht heilbar. Herzklappen-OPs bei Hunden sind wohl nicht wirklich machbar. Man kann nur mit Medikamenten das Herz schonen und die Lebensqualität erhalten/verbessern.


    Wir haben die Ärztin gefragt, wie es mit der Lebenserwartung nun aussieht. Dazu könne man aber wirklich nichts sagen. Klar, das ist wahrscheinlich sehr unterschiedlich. Vielleicht kann sie mit den Tabletten noch einige Jahre gut leben, vielleicht aber auch nicht so lange. Das kann wohl niemand vorhersehen.


    Diese Herzklappeninsuffizienz ist wohl genetisch bedingt, man bemerkt sowas aber immer erst später, wenn es eben Sympthome macht.


    Nachdem sie nun seit heute die Medikamente bekommt scheint es ihr schon ein bischen besser zu gehen. Sie atmet heute etwas ruhiger, nicht mehr ganz so schnell und so angestrengt wie gestern abend. Das beruhigt uns ein wenig, aber die Diagnose ist natürlich trotzdem schlimm und wir machen uns grosse Sorgen.


    Unsere "Haustierärztin" hat den Befund per Fax von der Kardiologin bekommen und hat vorhin nochmal bei uns angerufen. Sie sagte auch, dass die Diagnose nicht gut ist und sie nicht damit gerechnet hätte, dass es so schlimm sei. Das Herz ist eben durch die jahrelange Belastung wegen der fehlerhaften Herzklappe schon ziemlich "ausgeleihert", sage ich jetzt mal laienhaft.


    Wir haben schon überlegt, ob wir noch zu einer anderen Kardiologin gehen und uns eine weitere Meinung einholen. Aber ich denke die Diagnose ist eindeutig. Die Kardiologin heute wirkte auch absolut kompetent und gewissenhaft und hat sich eine ganze Stunde Zeit genommen für Herzultraschall, Gespräch und Auswahl der Medikamente. Zu viele Köche verderben dann auch den Brei.


    Wir werden nun erstmal abwarten. Mehr kann man ja leider sowieso nicht tun. Sie bekommt ihre Tabletten und wir hoffen, dass alles wieder besser wird. Wir sollen sie beobachten und die Kardiologin alle paar Tage anrufen, um die Medikamenten-Dosis ggf. anpassen zu können. In 2 Wochen will sie dann nochmal einen Herzultraschall zur Kontrolle machen, dann sollte man durch die Medikamente einen Unterschied sehen.


    Heute Abend "pumpt" sie auf jeden Fall schonmal nicht mehr so. Sie atmet zwar noch schneller als normal, aber deutlich langsamer und tiefer als gestern, wo sie sehr schnell und flach geatmet hat in Ruhephasen.


    Essen und Trinken tut sie weiterhin gut. Wir gehen im Moment nur kleine Runden spazieren und nur nach ihrem Tempo.


    Ihr Herzschlag klingt sehr kräftig, man kann das Herz richtig bummern hören, wenn keine Nebengeräusche im Raum sind.


    Die Kardiologin hat bei der Prognose zwar gesagt, man könne da wirklich nichts sagen, wie lange sie damit leben kann. Aber vom Gefühl her befürchte ich, dass das Herz nicht mehr lange macht. Und das Gefühl haben wir in der Familie alle. Leider. Wir sind ziemlich am Boden im Moment.

    Oh also doch der Husten durch Wasser in der Lunge :-/


    Tut mir leid, dass es keine positiveren Nachrichten gab heute.


    Unser Dackel hat genau das gleiche nur wurde es bei ihm anscheinend früher festgestellt durch die Geräusche der nicht intakten Herzklappe, also noch bevor er Symptome bekam.


    Unsere Tierärztin sagte, dass dies eine sehr häufige Erkrankung ist und mit Medikamenten gut behandelt werden kann und die Hunde damit auch noch einige Jahre gut leben können. Ich denke, wenn sie erstmal gut eingestellt ist auf die Medikamente, geht es ihr auch bald schon besser. Gut, dass in zwei Wochen nochmal Kontrolle ist.


    Wünsche eurer Hündin alles gute und euch auch @:)

    Ja, ich dachte mir schon, dass der Husten daher kommt. Bei meinem Kenny (Kater) wurde es vor über 3 Jahren diagnostiziert. Ich hab am Anfang auch gedacht, er würde es nicht schaffen. Jeden Tag sah ich, wie krank er war. Naja, jetzt ist er fast 16. Dem Herzen geht es ziemlich gut. Er bekommt Fortekor und Dimazon und ist damit echt gut eingestellt. Es war sehr gut, wie ihr reagiert habt! Jetzt versucht bitte, positiv zu bleiben. Euer Tier spürt das. :)*

    Das Wasser in der Lunge konnte man auf dem Röntgenbild auch nicht sehen. Die Kardiologin hat es aber wohl gehört beim Abhören.


    Ich verstehe das einfach nicht. Vor einer guten Woche hätte niemand von uns gedacht, dass irgendwas mit dem Herzen ist. Überhaupt keine Auffälligkeiten. Ich war mit ihr spazieren, sie hat rumgetobt und alles. Nur dieser Husten war manchmal da und dann denkt man natürlich an eine Erkältung oder Entzündung der Atemwege oder ähnliches.


    Auch heute wieder waren wir mit ihr spazieren. Sie läuft gut mit. Sie liebt es auf Feldern in Mauselöchern und Maulwurfshügeln zu buddeln. Das hat sie heute auch wieder ausgiebig gemacht. Sie ist nicht kurzatmig bei Belastung und auch nicht total schwach oder so. Eigentlich ziemlich normal. Essen und Trinken ebenfalls prächtig. Sie lässt nun etwas mehr Wasser, was wohl an den Entwässerungstabletten liegt. Als wir vorhin vom Einkaufen nach Hause kamen, hat sie uns wie immer mit wedelndem Schwanz freudig begrüsst.


    Ich denke die Tabletten schlagen nun schon an. Die Atemfrequenz im Liegen ist schon deutlich niedriger als vor 2 Tagen. Aber wenn ich die Hand an ihren Brustkorb lege, merke ich sehr deutlich diesen enorm kräftigen Herzschlag. Das ist mir so irgendwie auch nie aufgefallen.


    Heute Abend hatte sie keine Lust spazieren zu gehen. Wir haben sie auch in Ruhe gelassen und sie ein bischen im Garten laufen lassen, wie sie eben gerade möchte.


    Klar versuchen wir positiv zu bleiben. Es wäre natürlich wunderbar, wenn die Tabletten gut wirken und sie mit gut eingestellten Medikamenten dann noch ein paar schöne Jahre haben kann. Aber es überwiegt irgendwie immer noch der Schock über die Diagnose und die Angst sie schon bald zu verlieren. Wenn ich daran denke und sie dabei ansehe, zerreist es mir schon das Herz. :-(


    Wie weit fortgeschritten war denn das bei deinem Kater zum Zeitpunkt der Diagnose?


    Das schlimme ist ja, wenn das so lange unentdeckt bleibt, weil es keine Symptome gibt. Dann sind die Klappen und die Herzkammern so "ausgeleihert" und verlieren immer mehr an Kraft. Und irgendwann ist das Herz dann zu schwach.

    Ich kann dir nicht sagen, wie lang er das schon hatte. Auch ihm hat man wenig angemerkt und es war dann eh noch kompliziert, weil er zusätzlich eine SD Überfunktion hatte und das Eine das Andere begünstigt und sich Symptome überschneiden. Allerdings konnte man bei ihm das Lungenödem auf dem Röntgenbild sehen. Die Tabletten haben auch zügig angeschlagen; nur die ersten Tage waren grauenvoll. Anscheinend hatte er auch ein kleines Blutgerinnsel, eine leichte Art einer Aorten-Thrombose. Ich hatte ihn schon im Arm und dachte, es wäre vorbei. Aaaber er hat sich berappelt und wie gesagt, seinem Herzen geht es gut. Ja, man kann die Schäden nicht reparieren, aber man hält den Zerfall auf!


    Mein Kater musste nach der Diagnose sogar noch mit uns umziehen. Totaler Stress, was hab ich Angst um ihn gehabt.


    Tiere halten viel mehr aus, als wir ihnen manchmal zutrauen.

    Das klingt ja dramatisch. Ich habe gelesen, dass man Herzerkrankungen bei Katzen meistens sehr spät entdeckt, weil sie keine Symptome zeigen bzw. erst bei sehr fortgeschrittenem Verlauf.


    Aber dein Kater lebt nun seit Jahren relativ beschwerdefrei damit?


    Ich hoffe sehr, dass es bei unserer Hündin auch so sein wird. Die Kardiologin meinte, man kann dazu wirklich keine Prognosen abgeben, das wäre reine Spekulation. Das verstehe ich auch. Jeder Fall und jedes Tier ist anders. Es können noch ein paar Monate oder mehrere Jahre sein. Das weiss man eben nicht.


    Aber man macht sich eben die Sorgen, dass es schon bald zu Ende geht. Und das ist eine schreckliche Vorstellung. Andererseits kann man sich auch nicht täglich so emotional damit fertigmachen, dass man ständig denkt:"Vielleicht stirbt sie morgen." Das Leben muss ja weitergehen und vielleicht haben wir noch ein paar schöne Jahre.


    Ihr geht es jedenfalls aktuell noch ziemlich gut. Sie wirkt überhaupt nicht wie ein schwer kranker Hund. Und wenn es sich mal drastisch verschlechtern sollte und sie keine wirkliche Lebensqualität mehr hat, dann bleibt uns nur dem Leid schnell ein Ende zu machen. Qual werden wir auf keinen Fall zulassen, das hat sie nicht verdient.


    Danke für eure aufmunternden Worte. Die Rückmeldung tut mir gerade sehr gut. Innerhalb der Familie schaukelt man sich eher so ein bischen hoch mit den Ängsten.

    Ich kann den Schock im Moment gut nachvollziehen. Uns ging es damals genauso.


    So wie du sie beschreibst, ist sie ja wirklich fit. Die Erkrankung wird in verschiedene Stadien eingeteilt, ich vermute, dass es bei ihr auch noch ein frühes Stadium ist oder? Wurde euch dazu was gesagt?


    Wichtig ist jetzt halt das Herz zu unterstützen durch Medikamente.


    Was den kräftigen Herzschlag angeht... Ich war letztens auch total beunruhigt, weil ich nachts das Herz von ihm laut hab schlagen hören... Habe dann die Tierärztin gefragt und sie meinte, dass wäre nicht schlimm, dass ich es höre, das wäre ganz normal, weil er halt sehr schlank ist. Eben keine Fettschicht über dem Herzen, die die Geräusche dämpft. Und sie sagte auch mal, die Lautstärke der Herzgeräusche sagt nichts über den Verlauf der Erkrankung aus. Das könne man wohl nur mit Herzultraschall genau sehen.

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    Klar versuchen wir positiv zu bleiben. Es wäre natürlich wunderbar, wenn die Tabletten gut wirken und sie mit gut eingestellten Medikamenten dann noch ein paar schöne Jahre haben kann. Aber es überwiegt irgendwie immer noch der Schock über die Diagnose und die Angst sie schon bald zu verlieren. Wenn ich daran denke und sie dabei ansehe, zerreist es mir schon das Herz. :-(

    Ihr seid ja mit ihr direkt los, das ist gut. Sie bekommt jetzt die Medikamente, die ihr Herz unterstützen und entlasten. Das wird ihr helfen. Klar gibt es vielleicht auch Fälle, die dann nicht so alt werden. Unsere Tierärztin hat uns aber gut zugeredet, dass sie schon viele Patienten mit dieser Erkrankung hatte, die trotzdem alt geworden sind. Ich denke unbehandelt kann es schnell bergab gehen. Aber mit früher medikamentöser Unterstützung stehen ihre Chancen doch recht gut. Und wenn ihr in ein paar Wochen zur Kontrolle geht, kann man sicher schon sagen, ob die Dosierung passt.

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    Aber man macht sich eben die Sorgen, dass es schon bald zu Ende geht. Und das ist eine schreckliche Vorstellung. Andererseits kann man sich auch nicht täglich so emotional damit fertigmachen, dass man ständig denkt:"Vielleicht stirbt sie morgen." Das Leben muss ja weitergehen und vielleicht haben wir noch ein paar schöne Jahre.

    Genau. Verderbt euch nicht die Zeit mit den blöden Gedanken, das hilft euch nicht und eure Hündin spürt das auch....

    Das Stadium hat die Kardiologin leider nicht erwähnt. Aber in dem Brief, den sie unserer "Haustierärztin" gefaxt hat, steht "hochgradig" drin. Also denke ich mal das Stadium ist schon relativ weit fortgeschritten. Aber ich werde sie beim nächsten Termin nochmal fragen.


    Die Tabletten schlagen offenbar sehr gut an. Sie ist das blühende Leben. Spaziergänge sind super, Essen super, Atemfrequenz hat sich wieder normalisiert, sie springt richtig rum und freut sich ihres Lebens. Absolut keine Leitungsschwäche oder so. Der "Husten" ist auch besser geworden, wird deutlich seltener.


    Nur muss sie inzwischen wirklich deutlich öfter nach draussen zum Wasserlassen. Ist ja auch klar bei den Wassertabletten. Sie trinkt auch wirklich sehr viel, aber ich denke das muss ja auch sein, sonst trocknet sie ja irgendwann aus.


    Insgesamt alles sehr positiv. Morgen sollen wir die Kardiologin anrufen, sie möchte wissen wie sie die Medikamente verträgt, um ggf. die Dosis etc. anzupassen. In knapp 2 Wochen dann nochmal Herzultraschall-Kontrolle.


    Also wenn ein Fremder den Hund so sehen würde, der würde denken es handelt sich um einen kerngesunden, vitalen Hund.


    Die Frage ist halt nur, wie lange man diesen Zustand so erhalten kann bzw. ob theoretisch von heute auf morgen das Herz einfach so versagen kann. Das schwebt halt im Moment immer so bei uns im Raum und drückt die Stimmung.


    Aber ich sehe es nun schon etwas positiver als vor 2 Tagen.

    Es ist schön zu lesen, dass es ihr und auch euch inzwischen besser geht. Diese Sorgen, die werdet ihr vermutlich nicht mehr ganz los. Bei jeder Kleinigkeit wird man hellhörig, beobachtet genauer, geht öfter vorsichtshalber zum Tierarzt... aber das ist normal und auch gut so. Bleibt ruhig wachsam! Nur stressen und gleich negativ denken, das solltet ihr noch etwas runterschrauben. Ein gesundes Mittelmaß wär prima. Aber ganz ehrlich - ich schaff das auch nicht immer. Was hab ich schon um diesen Kater geheult, wenn nur mal eine Kleinigkeit außer der Reihe war... %-| Andererseits war die gesteigerte Wachsamkeit auch sehr gut, denn nur so konnten wir den Diabetes zügig diagnostizieren. Einige Tage später... tjoa.


    Ihr habt alles richtig gemacht und ihr werdet auch weiterhin alles richtig machen. @:)

    Danke. Der erste Schock legt sich bei uns auch so langsam, wo es ihr nun deutlich besser geht. :-)


    Sie bekommt ja nun 2 x täglich 40 mg Dimazon. Das ist dieses Entwässerungsmittel. Davon muss sie wirklich sehr oft Wasser lassen, auch nachts mehrfach raus. Einmal hat sie sogar gestern im Schlaf Urin verloren.


    Wir haben heute mit der Praxis der Kardiologin telefoniert um Rückmeldung zu geben, wie sich ihr Zustand unter den Medikamenten nun verändert. Wir haben auch gesagt, dass sie so oft Wasser lassen muss und auch sehr viel trinkt. Das ist ja vielleicht auch Stress für den Hund, wenn er ständig Harndrang hat.


    Die Kardiologin meinte aber, dass wir die Tabletten so erstmal weitergeben sollen. Das Wasser muss unbedingt alles raus, deshalb soll sie weiter ausschwemmen. Der Organismus müsse sich auch auf die Tabletten einstellen, dann würde das besser.


    Habt ihr auch Erfahrungen mit diesem Medikament?

    Ja, Dimazon bekommt Kenny ja auch. In der ersten Zeit mehr, später dann weniger. Die Ärztin sagt es schon richtig. Das Wasser muss raus und auch draußen bleiben. Dafür die Tabletten. Welchen ACE Hemmer bekommt sie?

    Sie bekommt "Cardialis". Das ist ein Kombi-Präparat aus Benazepril und Spironolacton.


    Und dazu noch "Pimobendan" zur Stärkung des Herzens.