Juckreiz bei Hunden

    Hallo,


    wir haben ein Problem mit unserer 7 jährigen Hündin. Das da wäre: Sie juckt sich sehr stark und oft über den ganzen Tag verteilt, nachts kratzt/juckt/knabbert an sich herum (ihr Schwänzchen ist schon fast total mit Schorf bedeckt) sie sich jedoch nur relativ selten. Um es vorweg zu nehmen: Sie hat keine (!!!) Flöhe oder Läuse oder sonnstige krabbelnden ungebetenen "Untermieter", obwohl sie sehr gerne auch durch hohes Gras streift.


    Wir geben ihr auch nicht zur Prävention Mittel auf die Haut/das Fell gegen diese "Untermieter" wirken soll, wie es andere Hundebesitzer tun. Derart Mittel nutzen wir nur, sollten doch mal "Untermieter" auftauchen, was aber erst 1 einziges Mal in den 3 Jahren passiert ist, wo wir sie haben.


    Wir haben auch schon versucht, ihr über längeren Zeitraum (etwa 14 Tage) nur eine einzige Sorte Futter zu geben, um ggf. ein Futter als Grund des Juckreizes ausfindig zu machen. Wir haben fast alles durch: Discounter-Futter (Aldi, Lidl, Plus, etc) , Marken-Futter (Pedigree, Chappi, Frolic, etc.). Dergleichen haben wir auch mit diversen Leckerchen versucht, aber alles Ergebnislos (naja, fast: wir wissen jetzt zumindest, was sie gerne frißt und was nicht ;-)).


    Ihr Tierarzt hat auch keine Ahnung, was es sein könnte, zumal das auch nur von Frühjahr bis Anfang Herbst auftritt mit dem Juckreiz. Er hat die Vermutung, daß es vielleicht an den ganzen Mitteln liegen könnte, die die Agrarökonomen (auch gerne Bauern genannt) auf ihren Feldern verteilen, ist sich dabei allerings nicht sicher... :-| Das einzigste wäre, was er da machen könne, eine Spritze mit Kortison verabreichen. Ja, okay, das wirkt, aber auch nur einen oder vielleicht zwei Tage gegen den Juckreiz und verschlingt Unsummen. Wir selbst vermuten, daß es zu trockene Haut ist, weshalb wir sie auch oft an der einen, im Ort befindlichen Quelle Schwimmen im Sommer lassen, hat aber auch nichts geholfen.


    Hat vielleicht einer von Euch/Ihnen eine Ahnung oder eine bessere Vermutung, wie Tierarzt und wir, was da los sein könnte? Ein "Tick" aufgrund dessen, daß sie zu lange alleine ist am Tag kann es auch definitiv nicht (!!!) sein, da wir ferienbedingt alle zuhasue sind...


    Vielen Dank für eine Antwort schon mal im Vorraus und viele Grüße


    Timo

  • 14 Antworten

    Der Hund einer Bekannten hatte ähnliches, bei ihm war es einfach nur Stress.Zuviel Leute um sich herum, am Wochenende noch Besuch von Nachbarkindern.Das arme Tier hat garnicht mehr gewusst wer jetzt alles zum "Rudel" gehört und wer nicht.Haben sie dann einfach mal 3 Wochen zur Oma gegeben, die lebte alleine.Da war alles in Ordnung, kaum war sie wieder zurück gings von vorne los, war halt auch ein sehr nervöses Tier.


    Bei meinem Pferd war es ganz ähnlich, aber bei ihr ist es das Ozon..ohne Witz.Bei hohen Ozonwerten tränen ihre Augen, sie hustet und reibt sich am Zaun weil es sie juckt.Sie kriegt auch alle paar Wochen Kortison Spritzen, was auf Dauer aber auch keine Lösung sein wird.Tiere können ziemlich heftig auf Umwelteinflüsse reagieren.

    Zitat

    Das einzigste wäre, was er da machen könne, eine Spritze mit Kortison verabreichen. Ja, okay, das wirkt, aber auch nur einen oder vielleicht zwei Tage gegen den Juckreiz und verschlingt Unsummen.

    Das ist nicht ganz richtig, es gibt Langzeitpräparate, die etliche Wochen wirken. Und besonders teuer sind Kortikoide nicht. Von "Unsummen" kann also wirklich nicht die Rede sein.


    Im übrigen sprechen saisonal auftretende Beschwerden eigentlich sehr für eine allergische Reaktion.

    Das hatte mein Tommy auch mal, diesen Juckreiz. Auch keine Flöhe!!! Die TÄ vermutete damals Milbenbefall unter der Haut. Er bekam IVOMEC gespritzt, was eigentlich für Pferde und Schweine ist. Aber es half. Milben unter der Haut sind nicht so leicht nachweisbar und wir haben das unter Ausschlusmethode gemacht.


    Da die Blutwerte ok waren und auch sonst nichts für den Juckreiz sprach, haben wir es probiert.


    Was Tommy auch hat und was auch zum Juckreiz führen kann, sind verstopfte Analdrüsen.


    Auch haben wir vor kurzem einen Allergietest durchführen lassen, und es kam heraus, dass er Hausstaubmilbenallergie hat. Da haben wir aber noch in einer Wohnung mit Laminat gewohnt. Mit Teppichboden ist es erstaunlich besser.

    er hat das sehr gut vertragen, keinerlei Nebenwirkungen. Er hat die Spritze sogar 2 Mal bekommen. aber die TÄ sagte auch, es sei noch nicht so erforscht bei Hunden...Aber ein Versuch war es uns wert

    Was der TA da vermutet hat, war wahrscheinlich eine Demodikose (Befall mit haarbalgmilben), was tatsächlich schwer nachzuweisen ist - also nicht mit bloßem Auge sondern mit einem tiefen Hautgeschabsel und unterm Mikroskop.


    Ivomec muss nicht unbedingt injiziiert werden, wir haben einer hündin mit starker Demodikose Ivomec über längeren zeitraum oral verordnet. Meistens bekommt man diese Krankheit nie ganz weg - aber man kann sie ganz gut eindämmen und den Juckreiz mildern.


    LG

    Unser Golden Retriever hatte genau die gleichen Symptome. Nach einem Bluttest stellt sich heraus, dass sein Blut quasi mit Milben überschwemmt war. Also keine Milben auf der Haut sondern im Blut. Allerdings haben wir darauf verzichtet einen teuren Allergietest durchführen zu lassen. Das könnte auch die Ursache sein. Die Milben sind nämlich weg und der Hund kaut immer noch auf seinen Pfoten rum. Das alles trat erst auf, nachdem wir das Futter gewechselt haben, anstatt Eukanuba jetzt Matzinger. Unser TA sagte uns, dass Eukanuba wesentlich weniger Allergene enthält als billigeres Futter also werden wir die Ernährung wieder umstellen und hoffen, dass der Juckreiz weggeht. Grüsse

    Hejsan,


    Ein Dank an alle bisherigen Vorschläge, was es alles sein könnte. Wir werden ihren TA demnächst mal konsultieren... Ich bin einmal sehr zuversichtlich, daß wir herausfinden werden, was ist denn nun eigentlich ist!


    Auch schon mal ein Dank vorraus an alle Vorschläge,die noch kommen werden, was es außerdem noch sein könnte...


    MfG


    Timo

    Ich glaube nicht das es bei dir zutrifft, aber trotzdem mal ein kleiner Hinweis an dieser Stelle.


    Wir haben unseren Hund regelmäßigen bei der sommerlichen Hitze in einem Bach baden lassen. Schön abseits gelegen und eigentlich immer sauber. Unser Hund hat dann nach aufeinmal angefangen sich zu kratzen und zu beißen. Wir wussten nicht was es ist und sind dem TA die Türen eingerannt. Keiner wusste was es ist.


    1 Woche später hat mir eine Freundin erzählt das ein Ermittlungsverfahren gegen einen Bauern aus der Nähe läuft, weil er seinen Dreck in den Bach abgelassen hat.


    Also haben wir den Bach gewechselt, und die Beschwerden verschwanden.

    Meine Huendin hatte auch unstillbaren Juckreiz, es war eine Qual.


    Alles ausprobiert, erst wochenlang Huhn mit Reis gekocht, dann hypoallergenes Fefu gegeben, Hautgeschabsel eingeschickt, ach, das volle Programm eben. Am Ende meinte der TA, er koenne jetzt nur noch einen Allergietest machen, sonst wuerd ihm auch nix mehr einfallen, dann sei der Hund wohl ein Psychopath. :-/


    Ergebnis: Hund reagierte allergisch auf die eigenen Geschlechtshormone.


    Das nur als Beispiel, es gibt unendlich viele Moeglichkeiten, woran es bei deinem Tier haken koennte, solche Haut/Fellgeschichten sind leider sehr komplex.


    An deiner Stelle wuerde ich einen Allergietest machen lassen.


    Gruß S.

    Zitat

    Hund reagierte allergisch auf die eigenen Geschlechtshormone.

    Darf ich mal fragen, wie das diagnostiziert wurde? Denn Sexualhormone gehören ja nun nicht gerade zu den üblichen Allergenen, die bei Alltergietests verwendet werden.

    @vacaville

    Natuerlich darfst du das fragen.


    Die ganze leidige Geschichte zog sich ueber Monate hin, und das "Uebliche" (Futtermittel, Parasiten, Hautgeschabsel, Biopsie, den "Standard-Allergietest" bzgl. Graeser, Kraeuter, Pollen, Hausstaub, Schimmelpilze etc.) hatten wir schon hinter uns. Alles o.B..


    Mein TA wusste auch nicht mehr weiter und schlug - als letzte Hoffnung auf eine vernuenftige Diagnose sozusagen - einen Intrakutantest vor. Das war’s – Test durchgefuehrt, 30 Minuten spaeter stand die Diagnose.

    Liebe Forenmitglieder! Bitte seid vorsichtig mit Ivomec! Das kann bei Hunderassen wie z.B. bei Collies oder Colliemischlingen Nervenschaeden verursachen! Ich hab so einen Fall live miterlebt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


    Liebe Gruesse

    Liebe Forenmitglieder!


    Da faellt mir noch ein > gegen Demodexmilben hilft ein Mittel von Bayer> advocate!!!!!!!!!!!!Ist sehr gut hilft aber nicht 100 % in allen Faellen aber sehr sehr haeufig!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


    Liebe Gruesse