• Kater greift Hunde (grundlos) an.

    Mein Kater ist eigentlich der liebste der Welt. Er hat mit seinen 8 jahren noch keine Menschenseele auch nur gekratzt, zumindest kann ich mich daran nicht erinnern. Wenn ihm etwas nicht passt (rum tragen, Zecken entfernen, in den Katzenkorb setzen wenn es zum Tierarzt geht) faucht er vielleicht mal, lässt es aber dann tapfer über sich ergehen. Er ist…
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    Sollte ich ihn eher weg scheuchen, wenn er kurz davor ist einen Hund anzugreifen?

    Dann ergreifst du ja Partei für den Hund und bestrafst deinen Kater dafür, dass er sein Revier verteidigt. Du könntest ihn höchstens vorher weglocken/ -nehmen, bevor er den Hund wittert. Das ist echt schwierig... Wenn du die Hundebesitzer kennst und sie dich sogar ansprechen, können die nicht einfach einen Bogen um euch machen. Oder Wasserspritzpistolen mitnehmen – dann bestrafen sie deinen Kater, nicht du.

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    Dann ergreifst du ja Partei für den Hund und bestrafst deinen Kater dafür, dass er sein Revier verteidigt.

    Machen das nicht eher hunde, Revier verteidigen? Von Wasserpistolen würd ich abraten-ich glaub, der Kater würde sie Frauchen aus der Hand schlagen und sie selber nass spritzen. Soviel ist ja wohl klar: Das is 'n Killer.

    Hm ja, also die die ich etwas besser kenne, bei denen geht es noch halbwegs. Das Problem ist, dass einige Hundebesitzer die hier leben einen regelrechten Hass auf meinen Kater entwickelt haben. Und ich bin natürlich die böse Halterin, die ihre Katze nicht im Griff hat. Ich hab schon oft gesagt, dass es mir leid tut, sie gebeten einfach die Straßenseite zu wechseln aber was so geredet wird bekomm ich ja im ganzen Ausmaß nicht mit. Aber das Gerede ist eig. auch nicht mein Problem. Teilweise kommen die Hunde auch halb aufs Grundstück (die Einfahrt ist sehr "breit" und offen mit einer Art kleinem Vorplatz). Da sag ich ganz klar: Das geht dann eben nicht. Sie gehen mit ihrem Hundchen ja auch nicht auf nen Grundstück, wo ein Wachhund wacht.


    Eigentlich bleibt mein Kater auch auf dem Grudnstück aber es kann auch schon reichen, wenn die Hunde nur auf der zugewanten Straßenseite laufen. Mein kleiner Kerl kennt eben die Grundstücksabgrenzung auch nicht auswendig.


    Das größte Problem ist eigentlich, dass hier einige Sommerferienwohnungen sind. Und unser Haus liegt direkt an der Straße zum Wald. Denen kann ich das ja schlecht alles immer im Voraus erklären. Vielleicht sollte ich dem Städtischen Touristenbüro eine Infobroschüre mit einer Gebrauchsanweisung für angriffslustige Kater hinterlegen ;-)


    Oder einfach ein Schild aufstellen?


    Das mit der Wasserpistole könnte man natürlich üben mit den Nachbarn, die mir noch wohlgesonnen sind :-) . Das werde ich mal ansprechen. Danke!

    Deine Kater ist so stark und frech,


    es ist ja kaum zu fassen!


    Haut reihenweise Hunde wech,


    er kann es halt nicht lassen.


    Und hast du vor ihn nass zu spritzen,


    dann pass mal lieber auf!


    Das lässt er nicht lang auf sich sitzen,


    und du kriegst einen drauf.

    hallo,


    mit Katzenpsychologie kenne ich mich nicht so aus, aber spontan würde ich sagen, dass das Hochheben falsch ist, genauso das kraulen.


    Wenn ein Hund Ansätze macht, auf einen anderen los zu gehen und ich dann im säuselnden Ton sage: liebster Fipsi, sei doch brav.... versteht der Hund nicht die Bohne, sondern hört nur den bestätigenden Ton, der sein Verhalten bestärkt.


    Genauso übrigens auch, wenn ich ihn anbrülle, denn dann belle (fauche?) ich mit.


    Das abweichende Verhalten von Hunde muß im Keim erstickt werden und zwar, indem ich als Rudelführer meine Muskeln spielen lasse.


    Veilleiht ist das bei Katern auch so, sprich:


    wegjagen.


    Ihm eindeutig zeigen, dass Du mit seinem Verhalten nicht einverstanden bist und ihm nicht einen Logenplatz (denn Katzen sind gerne oben) mit Massageeinheit bieten.

    Reimen, aber nicht lesen können? Was hab ich geschrieben, wer die Wasserpistolen benutzen soll?

    Zitat

    Denen kann ich das ja schlecht alles immer im Voraus erklären.

    Das stimmt natürlich. Ist die Einfahrt immer offen oder ist da auch ein Zaun/ Tor? Vielleicht würde es helfen, das geschlossen zu halten... oder du hängst wirklich ein Katzenschild mit "Hier wache ich!" auf – mehr Warnung geht nicht ;-)

    Zitat

    Mein kleiner Kerl kennt eben die Grundstücksabgrenzung auch nicht auswendig.

    Das bezweifle ich.


    Zumindest Hunde kennen diese immer sehr gut und wenn ein Hund diese plötzlich eigenmächtig erweitert (beispielsweise auf den Fußweg vor dem Haus) hat man ein echtes Problem.

    Zitat

    versteht der Hund nicht die Bohne, sondern hört nur den bestätigenden Ton, der sein Verhalten bestärkt.


    Genauso übrigens auch, wenn ich ihn anbrülle, denn dann belle (fauche?) ich mit.

    Würde ich so unterschreiben. Wobei das mit dem Wegjagen halt auch nach hinten losgehen kann, weil Katzen eher revier- als rudelbezogen sind – wenn er also dafür bestraft wird, dass er sein Revier verteidigt, wird ihn das noch mehr verunsichern.

    ich bin mir nicht ganz sicher, ob man Katzenerziehung und Hundeerziehung so 1 zu 1 vergleichen kann. Die Erziehung von Katzen hat ja weniger mit Macht und Ranghöhe zu tun als bei Hunden.


    Ich sehe ein, dass das Kraulen nicht optimal ist. Aber das auf den Arm nehmen sieht er sicher nicht als Belohnung an. Ich hab eher das Gefühl, dass er sich dadurch sicherer fühlt und weniger Angst hat und ruhiger wird. Klingt doof, weil mein Kater ja der Angreifer ist, aber ich hab das Gefühl ich müsste ihn beschützen. Aber evt. geht da auch mein Katzenherz mit mir durch.


    Er ist halt sehr sensibel. Ich war mal schlecht drauf, er hat nur rum genervt, da hab ich ihn aus dem Haus gescheucht. Ich muss zugeben, ich habe da etwas über reagiert und ihn etwas unglücklich mit dem Besen erwischt. Er ist zumindest bestimmt drei Tage nur zum Essen rein gekommen und hat mich ängstlich vorwurfsvoll angeschaut. Er hat es mir richtig übel genommen. Ich musste sozusagen sein Vertrauen erst wieder gewinnen, dem Besen hat er bis heute nicht verziehn. Vielleicht packe ich ihn auch zu sehr in Watte, ich weiß es nicht. Aber wenn er eh solche Angst hat würde ich ihn eher ungerne auch noch scheuchen. Es sei denn, es wäre wirklich die einzige, richtige Methode. Aber mein Gefühl sagt mir eher nein. Da schon eher, dass es die Hundebesitzer tun :-/

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    Wenn ein Hund Ansätze macht, auf einen anderen los zu gehen und ich dann im säuselnden Ton sage: liebster Fipsi, sei doch brav.... versteht der Hund nicht die Bohne, sondern hört nur den bestätigenden Ton, der sein Verhalten bestärkt.

    Man kann aggressives Verhalten nicht durch nette Worte, Futter oder andere Belohnungen verstärken. Der Irrtum ist weit verbreitet, es ist verhaltensbiologisch aber nicht möglich und kann auch in entsprechender Literatur der Verhaltensforschung nachgelesen werden.


    Zum Katerproblem kann ich nichts Hilfreiches beitragen, da ich nicht weiß wie man die Maßnahmen, die man bei Hunden treffen kann, an einem Kater anwenden kann. Vielleicht gar nicht. Jedenfalls müsste der Anblick von Hunden für den Kater wieder positiv verknüpft werden. Ich würde dazu aber keine Hunde in des Katers Garten lassen, das würde wohl eher das Vertrauen in seinen Rückzugsbereich erschüttern. Bei Hunden ist das alles etwas praktikabler, man verkleinert langsam die Distanz zum Reizauslöser.


    Ob das mit einem Kater auch nur irgendwie funktionieren kann, ist mir also nicht klar.

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    Ich hab eher das Gefühl, dass er sich dadurch sicherer fühlt und weniger Angst hat und ruhiger wird. Klingt doof, weil mein Kater ja der Angreifer ist, aber ich hab das Gefühl ich müsste ihn beschützen.

    Das siehst du in meinen Augen auch richtig. Dein Kater attackiert nicht andere Hunde, weil er böse ist oder sich gerade überlegt "Ach, was mach ich heute Schönes? Oh, guck ma, ein Hund, den nerv ich mal!", sondern weil er aus irgendwelchen Gründen, die nicht mehr genau ermittelt werden können, keine andere Möglichkeit sieht. Wenn er schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht hat, ist das auch eine logische Schlussfolgerung. Man kann dem Kater nicht sagen, dass seine Aggression falsch und unnötig ist – für ihn ist sie logisch und die einzig richtige Schlussfolgerung, wenn er sein Leben schützen will.


    Mein Hund hat schlechte Erfahrungen mit Artgenossen an der Leine gemacht und war deshalb an der Leine aggressiv gegenüber anderen Hunden. Ihn anzubrüllen oder zu strafen wäre genau das Falsche gewesen, denn DAS ist der Weg um Aggression zu verstärken. Ich musste andere Hunde erst wieder für ihn positiv verknüpfen, um eine Gefühlsänderung in meinem Hund auszulösen und so auch sein Verhalten zu ändern – nämlich "Andere Hunde sind ganz ok, und wenn nicht kümmert sich Frauchen drum, dass mir nichts passiert. Es passiert auch nichts, wenn ich ruhig bleibe".

    nein, ein Tor haben wir leider nicht. Das Grundstück ist an zwei Seiten umzeunt, hinten ist ein naturschutzgebiet, dahin ist es offen und vorne halt zur Straße, zur Hälfte durch Büsche abgegrenzt, die andere Hälfte ist eine Art Vorplatz den wir uns mit den Nachbarn teilen. Ein Tor gestaltet sich auch etwas schwer, wegen der Einfahrt. Die geht so schräg ab, zu uns und unseren Nachbarn. Mit einer Art kleinen Vorplatz wo auch die Autos stehen und es in die Garagen geht. Ist schwer zu erklären. Wenn wir ein Tor einbauen würde, müsste es den gesamten Vorplatz umspannen. Das müsste ich auch mit den Nachbarn besprechen, denen gehört der "Platz" ja auch zur Hälfte. Und es wäre sicher sehr teuer. Also, als letzte Lösung würde ich das in Betracht ziehen.

    wie kann ich hier eigentlich zitieren?

    @ Fenta:

    Ja, das wäre auch meine liebste Lösung. Ihm zu zeigen: Hunde sind gar nicht so böse wie du denkst. Aber wie mach ich das, ohne dass er nen Herzkasper bekommt weil ich seine Erzfeinde auch noch in sein Revier einlade?


    Katzen lassen sich meiner Erfahrung nach eigentlich nicht richtig erziehen. Wenn sie machen, worum man sie bittet, dann, weil sie es eh gut finden. Es sind ja weniger Haustiere die einem "gehören", sondern sowas wie mitbewohner, die man halt nehmen muss wie sie kommen.


    Mit Bestrafung hab ich eigentlich nie gute Erfahrung gemacht. Wir hatten mal ne Katze, die hat ständig in die Wohnung gepinkelt. Unwissend wie wir waren haben wir sie immer dafür bestraft. Mit Wasserpistole oder indem wir sie angepustet haben. Wenn auch nur, sofern wir es direkt gesehen haben, also unmittelbar. Was ist passiert? Es wurde nicht besser, dafür hat uns die arme Maus gemieden. Irgendwann haben wir rausgefunden, dass sie ungerne draußen macht (unsere Katzen konnten immer raus und hatten daher nie ein katzenklo). Das Katzenklo braucht täglich komplett frisches Streu. Dann wurd sie endlich stubenrein.


    Aber ein frisches Katzenklo wird bei diesem Problem kaum die Lösung sein ":/

    Er müsste mal auf einen Hund treffen, der sich nichts gefallen lässt und der ihn kuriert indem er dem Kater ordentlich den Hintern versohlt.