Meine Hündin hat Sodbrennen

    Meine 12-jährige Hündin hat - seit ich sie vor 10 Jahren aus dem Tierheim geholt habe - immer wieder mal zwischendurch Sodbrennen. Ich hatte vor Jahren mal einem Tierarzt (der leider weggezogen ist aus meiner Stadt) erzählt, dass sie ab und zu hektisch durch die Wohnung läuft, hechelt und bettelt, raus zu dürfen. Als wir dann draußen waren, hat sie nichts anderes gemacht, als Blätter u. Gras gefressen. Oft hat sie mich auch deswegen nachts aus dem Bett geholt. Meine Zimmerpflanzen hat sie - soweit sie sie erreichen konnte - auch alle abgefressen.


    Der Arzt meinte jedenfalls, sie hätte einen übersäuerten Magen (Sodbrennen) und will sich mit dem Grünzeug-fressen Erleichterung verschaffen. Ich kaufte daraufhin bei ihm entsprechende Magentabletten. Da mir das aber auf Dauer zu teuer wurde, bin ich in die Apotheke und wollte dort Tabletten gegen Sodbrennen haben. Es gibt aber leider nur Kautabletten oder eben so ein flüssiges Zeug, wie Maloxaan. Hab dann Maloxaan gekauft und immer wenn sie die Symptome zeigte, ihr 2 Beutel davon mit Leberwurst oder etwas Nassfutter gemischt.


    Anfangs fraß sie es auch (und es half auch), nur hat sie sich mit der Zeit immer mehr vor dem Geschmack geekelt. Jeder "normale" Hund hätte diese Mischung von vorn herein verweigert, doch da meine Kira sehr verfressen ist, hat sie es trotzdem angenommen, auch wenn sie dabei regelrecht die Schnute verzog.


    Mittlerweile aber siegt sogar ihre Fressucht nicht mehr, sie verweigert die Maloxaan-Mischung jetzt komplett. Gestern war ich deswegen bei einer Tierärztin hier in der Nähe und diese meinte, es gäbe keine Tabletten für Hunde dagegen. Leider hatte ich den Namen der Tabl. vergessen, die der damalige Tierarzt mir verkauft hatte. Für diese Aussage und keinerlei weiteren Tipp durfte ich dann 10,- € bezahlen und konnte wieder gehen.


    Bin dann wieder mal in die Apotheke und habe "Talcid"-Kautabletten gekauft, die ich - wenn sie wieder mal Schmerzen hat - zerkleinern werde und unters Futter mischen werde. Ich hoffe, sie wirken auch!


    Hat jemand ein ähnliches Problem mit seinem Hund? Welche Tabletten gebt ihr ihm? Was könnte ich noch tun? Wäre über jeden Tipp dankbar.

  • 16 Antworten

    Meine Hündin frisst auch ab und an Gras,teilweise erbricht sie es,oft bleibt es auch drin.Symptome zeigt sie eigentlich vorher keine.Aber vielleicht läßt du deine einfach wenn sie diese Beschwerden hat etwas Gras fressen,natürlich von einer ungedüngten Wiese.Ich denke wenn es hilft ist es ok,und vor allem Hilfe auf natürlichem Wege.

    wie kann man nem hund malox geben? das deckt die schleimheute ab und hat nicht den effekt den dein hund braucht! du solltest vieleicht ihr futter etwas umstellen und ab und an mal reis mit huhn füttern! also was leichtes für den magen, das bringt deinem hund viel mehr. ansonnsten würde ich dir ein magenschonendes trockenfutter empfehlen, welches leicht verdaulich ist. der körper hört dann automatisch auf soviel säure zu produzieren...


    weiterhin würde ich mal die leberwerte testen lassen...an sowas kann sowas auch liegen...


    mfg

    @Carmelion

    Ich koche ihr öfter etwas, entweder Hühnchen m. Reis, Leber u. Nudeln oder Rinderherz mit Reis. 1 x pro Woche mindestens.


    Die Tierärztin meinte noch, ich solle ihr dann anstatt Maloxaan, Gelosil kaufen, das sei so etwas ähnliches und würde länger anhalten als die Kautabletten.


    Da ich aber vermute, das dieses Gelosil genauso einen ekligen Geschmack hat, wie das Maloxaan, habe ich dann doch die Talcid gekauft.


    Ja, Leberwerte checken.....das wäre noch eine Idee. Aber was ist das für eine blöde Tierärztin? Es kam mir vor, als hätte sie überhaupt keinen Plan! Muss wohl mal wieder den Tierarzt wechseln!

    ....ach noch was

    Ja, an Trockenfutter hatte ich auch schon gedacht. Sie bekommt, seitdem ich sie habe, zur Hälfte Nassfutter und zur Hälfte "Mixer" von Pal. Das ist auch so eine Art Trockenfutter mit Gemüse, Haferflocken u. Cornflakes.


    Ich weiss nicht, ob es gut ist, ihr ausschließlich Trockenfutter zu geben, da sie ihr Fressen nicht kaut. Sie schlingt es einfach runter. Ihren Napf (und der ist nicht gerade klein) hat sie in 35-40 Sekunden leer, ich hab mal auf die Uhr geschaut!


    Auch kleinere Hundekekse (Frolic-Größe) kaufe ich nicht mehr, da sie sie im Ganzen runterschluckt, dann lieber größere, die sie kauen MUSS.


    Wenn ich jetzt ausschließlich Trockenfutter gebe und sie das runterschlingt, verarbeitet denn der Magen das richtig? Nicht, dass sie dann Bauchweh bekommt oder so?!

    Zitat

    würde ich dir ein magenschonendes trockenfutter empfehlen, welches leicht verdaulich ist.der körper hört dann automatisch auf soviel säure zu produzieren...

    Ganz so einfach ist das leider nicht und erste Hilfe mit Maaloxan ist auch nicht verkehrt, wie du es darstellst. Einen Versuch wert ist die Umstellung auf ein solches Futter zwar, aber meist bringt es nicht wirklich den gewünschten Erfolg.


    Neigt der Hund gelegentlich zu Durchfällen oder allgemein zu eher weicherem Stuhl? Dann sollte auf eine Infektion mit Heliobacter pylori getestet werden. Eine solche Infektion führt nämlich auch zu Sodbrennen.

    @golden-dream

    Zitat

    Neigt der Hund gelegentlich zu Durchfällen oder allgemein zu eher weicherem Stuhl?

    Im Großen und Ganzen ist ihr Stuhl ok., Knochen darf ich ihr nur ganz wenig mal zwischendurch geben, von zuviel bekommt sie Durchfall.


    Allerdings hat sie vielleicht alle 2 Monate für 1-2 Tage - ohne irgendeine Futterumstellung oder ungewöhnliches Fressen - heftigen Durchfall. Das geht dann soweit, dass ich mind. alle 2 Stunden raus muss, auch nachts. Dazu hatte ich aber schon andere Hundebesitzer gefragt und die meinten, ihr Hund hätte das auch hin und wieder. Darüber habe ich mir also dann weiter keine großen Gedanken gemacht.


    Wie wird denn eine Infektion mit Heliobacter pylori getestet? Auch durch Blutabnahme? Vielleicht sollte ich wirklich mal ihr Blut abchecken lassen!

    Hallo Smashylein!


    Du hast wirklich exakt genau das gleiche Problem wie ich, bzw. meine Hündin.


    Sie ist jetzt 7 Jahre, hat das mit dem Sodbrennen aber schon sehr lange. Es ist alles gut, bis sie plötzlich wie wild durch die Wohnung rennt und an der Tür kratzt, sie muss dann plötzlich ganz dringend raus, und das auch noch meistens mitten in der nacht. Letztens musste ich um 3 Uhr nachts aufstehen, hab die tür aufgeschlossen, sie ist rausgeflitzt und weg war sie. Ich konnte erst einmal eine halbe stunde suchen, bis ich sie im dunkeln irgendwo in einem garten wieder gefunden haben, natürlich hat sie gras gefressen. So kann das doch echt nicht weitergehen. man kann doch nicht mitten in der nacht raus (auch noch für ne dreiviertelstunde, bei ihr ist das auch so, wenn sie mal draußen ist krieg ich sie nicht wieder rein....), wenn ich dann um halb 6 Uhr wieder aufstehen und zur arbeit muss....


    Ich tue ja echt alles für mein hund, aber das kann man echt nicht immer machen.


    Bei meiner Hündin ist das auch so, dass sie einfach für ihr leben gern frisst (sie ist ein Dalmatiner-Jagdhund-Mischling), sie sucht sich irgendwas auf der straße (ihhh, letztens kam sie mit einer halben alten pizza aus dem Gebüsch raus...), aber ich kann da nichts machen, sie findet einfach immer irgendwas....


    Gruß


    Dark Angel

    bei ihr ist das auch echt genau gleich wie bei deiner, sie schlingt ihr fressen wie verrückt runter, sie weiß auch immer schon die uhrzeit, wann ich es ihr mache. Dann steht sie von ihrem Bettchen auf und kommt in die Küche. wenn ich ihr dann ihr essen hinstelle (sie bekommt übrigens auch Mixer und Nassfutter von Pedigree Pal), dann schlingt sie es einfach nur runter, manchmal kaut sie es gar nicht. danach leckt sie den napf noch eine halbe stunde aus...


    Früher hab ich ihr manchmal noch ein bisschen wurst untergemischt, aber das mache ich jetzt schon nicht mehr, dachte vielleicht tut ihr das nicht gut.


    Vielleicht liegt es ja auch am Futter? ODer ist das eher unwahrscheinlich?


    Aber das ist ja echt der hammer mit deiner Tierärztin. Meine ist zum glück nett, nur leider ist sie so weit weg und meine Cindy stirbt immer fast vor Angst, wenn wir zu ihr fahren müssen, zum glück ist das ja nicht so oft, nur zum impfen und wenn sie halt was kleines hat, aber das kommt nicht so oft vor.


    Also das gibts doch nicht, da muss es doch irgendwelche tabletten für hunde geben. Bei ihr ist das auch so, dass sie im Wald an Grillstellen immer die Grillkohle frisst. Für Menschen gibt es ja auch bei Sodbrennen Kohletabletten. Vielleicht tut ihr das dann auch gut.


    Ich erkundige mich auch mal bei meiner Tierärztin.


    Lieber Gruß

    @DarkAngel499

    Unsere Hunde ähneln sich wirklich sehr :-|. Bisher hatte sie kein Sodbrennen mehr und ich hab die Talcid noch nicht ausprobiert. Leider habe ich gestern festgestellt, dass sie nun eine Entzündung am Mundwinkel hat. Daher gehe ich heute wieder zu einer Tierärztin aber zu einer anderen als letztes Mal. Das mit dem Magen werde ich dort auch noch mal ansprechen. Mal sehen, was sie sagt und mir verschreibt/mitgibt.


    Ich werde dich dann informieren *:)

    @Smashylein... ja such dir n anderen ta und lass den hund mal richtig schecken...das muss ne ursache haben... und deinem hund würde ich das kauen mal angewöhnen... setzt dich mal an den futtertopf und geb ihr das futter aus der hand und sag ihr sie soll kauen... wenn sie nicht weiss was kauen heisst dann bring ihr das bei und wenn sie irgendwo drauf kaut (ochsenziemer oder sowas) dann gewöhn ihr das an!...


    also unser jack russel hat das auch mit den durchfällen... unser arzt vermutet da die leber,weil der kleine auch viele defizite im welpenalter hatte :-( meisst wird der kot leicht gelblich...sowie die kotze auch ist,wenn er denn bricht....habt ihr keine tierklinik?...


    mfg

    @Carmelion

    Zitat

    und deinem hund würde ich das kauen mal angewöhnen...

    Wie soll ich das machen??? Ich habe es schon aufgegeben, jedesmal zu schimpfen, wenn sie wieder einen Hundekuchen im Ganzen runterschluckt. Auch wenn ich ihr den vor die Nase halte und sage: "schön langsam, schön kauen": Nix! Aus der Hand füttern bringt auch nichts. Sie nimmt es dann zwar langsamer an, als wenn ich sie so fressen lasse aber trotzdem schluckt sie es einfach runter.


    Ochsenziemer oder Büffelhaut-Knochen sind auch so eine Sache. Sie mag gern daran rumkauen, doch wenn es dem Ende zu geht, schluckt sie z.B. das Stück Ochsenziemer herunter, sobald es eine schluckbare Größe angenommen hat. Das sind dann schon mal gute 10 cm!!! An dem letzten Stück Büffelhautknochen wär sie schon mal fast erstickt, den mußte ich ihr dann aus dem Hals ziehen! :-(

    Zitat

    habt ihr keine tierklinik?...

    Sicher haben wir die hier, doch da ist es ungefähr doppelt so teuer, wie beim normalen TA. Mal sehen, wie die andere Ärztin heute ist! Sie wird mir bzw. meiner Hündin sicherlich weiterhelfen können, auch bezügl. des Magens.

    Zitat

    hat das auch mit den durchfällen... unser arzt vermutet da die leber, weil der kleine auch viele defizite im welpenalter hatte meisst wird der kot leicht gelblich... sowie die kotze auch ist, wenn er denn bricht...

    Dass die Kotze gelb ist, ist wohl normal und wenn er etwas an der Leber hätte, wäre der Stuhl wohl eher weißlich/grau. Ich hatte mal eine Hepatitis A (Leberentzündung), hatte damals auch Durchfall und mein Stuhl hatte auch diese typische Verfärbung.

    Es muß beileibe keine Klinik sein. Auch ein Tierarzt, der alleine arbeitet, kann internistisch fit sein. Das ist allerdings Grundvoraussetzung. Und diagnostisch sind gute Praxen mit denselben Möglichkeiten ausgestattet wie eine Klinik. Ich habe das an verschiedenen Stellen schon mal geschrieben, aber hier nochmal: Klinik hat nichts mit besserer Medizin zu tun. Den Klinikstatus kann jede Tierarztpraxis beantragen, die a) die Möglichkeit zur stationären Aufnahme von Tieren hat und b) sicherstellt, daß rund um die Uhr ein Tierarzt anwesend ist. Mehr heißt das nicht, Klinik ist weder eine Gewähr besserer Diagnostik noch besserer Behandlung. Ganz im Gegenteil- wer nachts einen Notfall hat und in eine Klinik fährt, gerät dort meist an einen Frischling, gerade von der Uni zurückgekehrt. Die sind billiger und für den Nachtdienst gerade gut genug. Da ist jeder besser beraten, seinen eigenen Tierarzt aus dem Bett zu schellen.

    Zitat

    Klinik hat nichts mit besserer Medizin zu tun

    So ist es! Ich stimme dir voll zu golden-dream. Eine Klinik käme für mich nur im Notfall/nachts in Frage.


    Normale OP's führt heutzutage schon ein normaler TA durch, der die entsprechenden Möglichkeiten und Räumlichkeiten dazu hat.