Moderne Technik gegen Hunde mit Freiheitsdrang

    Gestern war´s mal wieder soweit. War gerade damit fertig die letzten Wintersachen von der Garage in den Keller zu verfrachten, lass die Gartentür wieder ins Schloss schnappen und wollte meinen Hund gleich mit ins Haus nehmen, da merk ich erst, dass meine Paula nicht mehr an ihrem Platz ist. Die Kids, die mit ihren Rollerblades auf der Straße Hockey spielen, haben zwar noch gesehen, wie Paula rumgeschnuppert hat, aber wenn sie sich nicht mal auf mein Rufen hin blicken lässt, muss sie mindestens schon zwei Ecken weiter sein.


    Früher war das so: Zuerst hab ich mich geärgert, dass ich drauf warten muss bis die Dame sich bequemt, doch wieder in absehbarer Zeit aufzutauchen, doch weil es sich auch um Stunden handeln kann, hab ich mich doch aufs Radl geschmissen und bin die Wegstrecke abgefahren, die wir normalerweise sowieso gemeinsam spazierengehen. Da hab ich sie auch immer aufgegabelt. Oder auch nicht. Falls nicht, ging das Gerenne erst richtig los.


    Jetzt mach ichs so: Ich nehm mein Handy, ruf das GPS-Halsband von Paula an und auf meinem Display seh ich, wo sie sich aufhält. Dort fahr ich hin und sammle Paula wieder ein.


    Weil ichs jetzt schon so oft gelesen habe, dass auch andere Hunde gerne mal alleine auf Entdeckungsreise gehen, aber noch keiner was von einem Ortungshalsband erzählt hat, wollt ich echt mal wissen: Wenn es schon solche modernen Erfindungen gibt, warum nutzen das so wenige?

  • 42 Antworten

    weil der grund dafür, dass hunde im allgemeinen verständnis nicht freilaufen sollen, mitnichten ist, dass man den einfang-stress hat??? da gibt´s doch andere gründe (gefährdung anderer), an denen auch ein halsband nichts ändert.

    marika stern

    Nur kann ein Hund ja weniger gefährden, wenn er schneller wieder eingefangen ist. ;-D

    froehlicheanja

    Zitat

    Wenn es schon solche modernen Erfindungen gibt, warum nutzen das so wenige?

    Ist das Ding teuer?

    Zitat

    warum nutzen das so wenige?

    Weil die meisten Menschen Wert darauf legen, ihre Hunde so erziehen, dass sie nicht abhauen. Hast Du keine Angst, dass Dein Hund angefahren oder (je nach dem wie ländlich Du wohnst) erschossen wird, da ja derzeit Leinenzwang ist. Gerade letzte Woche ist hier ein Hund im Wald erschossen worden, der war auch dafür bekannt, alleine auf Streifzug zu gehen. Davor schützt kein GPS Halsband.

    Zitat

    Weil die meisten Menschen Wert darauf legen, ihre Hunde so erziehen, dass sie nicht abhauen.

    Bzw. wenn die Hunde gerne weglaufen, Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um das zu verhindern (bevor der Einwand kommt, dass man das bestimmten Hunden nicht abgewöhnen kann).

    ich kann froehlicheanja schon verstehen,ein Hund kann so gut erzogen ist auch mal erschrecken oder aus einem Halsband oder Geschirr auch mal rauschlüpfen da könnte so ein Teil schon nicht schlecht sein :)z aber die heutigen Modelle wären mir noch zu schwer und der Akku lebt wohl auch nicht all zu lange,ich habe mich nämlich als Besitzerin eines Podencos auch darüber informiert. Zu dem sind die Dinger mit 200€ mir für ein Halsband mit oben genannten Nachteilen einfach noch zu teuer.

    Zitat

    Ich erziehe meinen Hund lieber und passe auf ihn auf anstatt ihm ein mit Technik vollgepacktes Halsband umzuhaengen.

    :)=

    Zitat

    ich kann froehlicheanja schon verstehen,ein Hund kann so gut erzogen ist auch mal erschrecken oder aus einem Halsband oder Geschirr auch mal rauschlüpfen

    Sowas kann natürlich immer mal passieren.


    Trotzdem finde ich es falsch wenn Leute, die ihre Hunde bewusst streunen lassen, sich auf so ein Halsband verlassen anstatt auf ihren Hund aufzupassen und das Streunen zu verhindern.

    @ Versailles

    Genau das mein ich... Bevor ich dieses GPS-Ding hatte, habe ich auch öfter mal die Foren abgegrast, was man denn machen könnte, wenn der Vierbeiner Strawanzen geht. Dann gibt es meistens nur 2 Meinungen: 1. Man muß halt alles dafür tun, dass es nicht passiert, weil es nicht passieren darf (natürlich, logisch, wer tut das nicht?) und 2. Wenn´s dann doch passiert, keine guten Ratschläge mehr, sondern nur noch die Feststellung, was für ein unfähiger und verantwortungsloser Hundehalter man ist (nach dem Motto: Schuldiger gefunden, Problem gelöst?).


    Okay, das Teil war nicht billig (knapp 300 Euro), aber weil ich nun mal nicht zu den Alphatieren unter den Hundebesitzern gehöre... mir hilfts weiter. Jetzt mal ehrlich, sind eure Hunde noch nie ausgerissen? Hand aufs Herz...

    Im Fall des Falles ist so ein Halsband sicher nicht schlecht... damit der Hund möglichst schnell wiedergefunden werden kann.


    Dennoch ist der wichtigste Punkt, den Hund gar nicht erst ausbüchsen zu lassen. Ich würde das Geld eher darin investieren, den Garten ausbruchssicher zu machen, denn in ein GPS Halsband. Macht irgendwo mehr Sinn, als ihn abhauen zu lassen.


    Es ist einfach gefährlich. Für den Hund selbst und für andere (Menschen als auch Tiere).

    Zitat

    Jetzt mal ehrlich, sind eure Hunde noch nie ausgerissen? Hand aufs Herz...

    Mein Hund ist als halbwüchsiger mal abgehauen, weil irgendein Handwerker das Gartentor offen gelassen hat. Er war beim Nachbarn und hat dort das Katzenfutter gefressen (der übelste Mundgeruch, der jemals meine Geruchsnerven gequält hat). Auf mein Zurufen ist er wieder angerannt gekommen. War mir eine Lehre, diese Situation, weil ich das Tier vor meinem geistigen Auge echt schon überfahren auf der Straße hab liegen sehen...


    Unsere Althündin ist die 9 Jahre, die sie leider nur leben durfte, nie abgehauen.

    Ich würde vor Angst sterben wenn mein Hund abhauen würde – wir leben zwar ländlich, aber wir haben hier auch Bundesstraßen und nahe dran ein Wald- und Moorgebiet. Zum Glück hat mein Hund keinen ausgeprägten Freiheitsdrang...

    Mein Hund ist erst beim Spaziergang vor Kurzem abgehauen, weil der Karabiner der Leine sich gelöst hat. Er ist eine Runde durch die Wiese gerast, dann wieder in meine Richtung und blieb da verwirrt stehen. Zum Glück.

    Zitat

    Jetzt mal ehrlich, sind eure Hunde noch nie ausgerissen?

    Bis jetzt noch nicht (3,5 Jahre).


    Er ist grundsätzlich nicht allein im Garten und ich kann mir nicht vorstellen, dass er mal vor meiner Nase abhaut.


    Falls er es doch mal machen sollte würde ich ihm eine Leine anlegen.

    ...hab grade gegoogelt: ca. 100.000 Hunde entlaufen jedes Jahr oder werden vermisst. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein, ganz abgesehen davon, wo solche Fälle passiert sind und dann doch noch glimpflich abgelaufen sind. Die Gründe dafür, dass es überhaupt passiert ist, liegt natürlich oft bei grober Fahrlässigkeit, aber auch nicht selten sind es einfach nur unvorhersehbare Umstände, sogar bei bestgehüteten und besterzogenen Hunden.


    So oder so: Aber es gibt scheinbar keinen Plan B, wenn der liebe Hund weg ist. Ihm könnte was Schlimmes passieren oder er könnte was noch Schlimmeres anstellen. Der Hund ist weg und ich bin sowas von machtlos... da fühl ich mich mit Ortungshalsband gleich viel wohler.


    Hier werden alle möglichen Eventualitäten in Erwägung gezogen, aber die allergrößte Wahrscheinlichkeit, dass der eigene Hund wirklich mal nicht da ist, wo er sein soll, wird total ignoriert. Versteh´ich nicht, dass hier sonst keiner die Chance nutzt, auch dann noch handeln zu können, wenn das eintritt, wovor jeder Hundebesitzer am meisten Angst hat: Hund weg... Game Over.