Muss ich meinen Hund abgeben??

    Hallo, ich brauche euren Rat. Ich fang ein bisschen von vorne an, damit es verständlicher wird.


    2007 hat mein Stiefvater einen Hund gekauft. Mischling, Yorkie-Pekinese. Die Stella. Er hatte viel Zeit für sie, meine Mutter musste arbeiten, ich bin zur Schule gegangen. Alles war ok. 2009 bin ich ausgezogen. 160km weiter weg.


    2013 ist mein Stiefvater leider gestorben. Meine Mutter hatte keine Zeit für Stella, da sie den ganzen Tag arbeitet. Aus der alten Wohnung musste sie raus und in der neuen durfte sie kein Hund halten.


    Mein Opa und meine Oma haben sich bereit erklärt Stella erstmal zu nehmen. Seit einigen Monaten klagt aber meine Oma, dass sie nicht mehr so oft laufen gehen kann. Die zwei sind einfach überfordert. Mein Opa hat sich nun auch die Hüfte gebrochen und lag im Krankenhaus und wird nicht mehr so viel laufen können. Ich wohne ca. 60 km weiter weg, so kann man sich auch nicht oft abwechseln.


    Seit letzten Donnerstag ist Stella bei mir. Aber das ist auch keine vernünftige Lösung. Ich freue mich total, dass sie da ist. Nur muss ich arbeiten und bin ca. 9 std weg. Sie brauch Aufmerksamkeit und mir tut es sehr weh, sie so oft alleine zu lassen. Geld für einen Hundesitter habe ich nicht.


    Wie es in einer Hundepension läuft, weiß ich auch nicht. Stella ist schon oft zickig anderen Hunden gegenüber. Kann man sie daran gewöhnen mit anderen Hunden klar zu kommen? Und wenn ja, hätte ich eh nur das Geld um 1-2x pro Woche die Leistungen einer Hundepension in Anspruch zu nehmen. Dann wäre sie trotzdem 3-4 Tage die Woche mehrere Stunden alleine. Daran sollte sie sich nicht gewöhnen oder?


    Ich habe auch schon überlegt mir einen Job in der nähe zu suchen, um in der Pause mit ihr spazieren zu gehen. Nur, da wo ich gerade arbeite kann ich eig nicht weg. Es is ein super Job. Und ob sie damit zufrieden wäre, nur mal kurz in meiner Mittagspause Aufmerksamkeit zu bekommen?


    Oh man, es is alles so schwierig. Wenn ich mal meine Gefühle ignoriere, weiß ich, dass es besser wäre sie abzugeben an jemanden, der die Zeit hat. Und dann schau ich sie an und muss bei der Vorstellung, dass sie woanders ist heulen. Mir bricht wirklich mein Herz. Ich kann mir ein Leben ohne Stella garnicht vorstellen. Könnt ihr das verstehen? Was soll ich jetzt machen?


    Und nehmen wir mal an ich scheiß auf meine Gefühle, bin vernünftig und gebe sie ab. Ich muss den neuen Besitzer natürlich kennenlernen. Damit ich sicher sein kann, dass er ein herzensguter Mensch ist.


    Sollte ich sie dann verschenken oder verkaufen?


    Und kann man so eine Vereinbarung treffen, dass ich sie besuchen kann? Ich mein, der neue Besitzer hätte bestimmt kein Bock, dass die alte Besitzerin zum kuscheln vorbeikommt.


    Außer ich würde jemanden finden, der mich versteht und mir erlaubt sie hin und wieder zu sehen.


    Hat jemand hilfreiche Tips für mich? Ich weiß gerade garnicht was ich machen soll :°( :°( :°(

  • 14 Antworten

    Hallo Yorky007,


    das ist wirklich eine dumme Situation. Ich kann gut mitfühlen, da ich selber einen Hunde habe. @:)


    Nun weiß ich, dass Yorkis sehr nähebedürftig sind, aber ist das deine Stella auch oder hast du mehr ein schlechtes Gewissen? Ich meine: kann sie die 9h tatsächlich so schlecht überstehen oder nimmst du es an?


    Falls das mit den 9h garnicht geht: könntest du dir eine Gassigehhilfe leisten (Schüler/in, Student/in)? Also kein Hundesitter, der sich mehrere Stunden um Stella kümmert.


    Das tut mir wirklich Leid für dich :)_ .

    Schau mal, ob du bei deinen Gassi Runden jemanden von den anderen Hundebesitzern kennenlernst.


    Wir haben so jemanden gefunden, der unseren Hund mittags mitnimmt, wenn es bei uns zeitlich nicht passt.


    Da wir auch immer mal ihren Hund nehmen, macht sie es völlig kostenlos.


    Ansonsten würde ich auch mal schauen, ob nicht ein Kind von Nachbarn oder so Spaß hat, mit dem Hund gegen ein Taschengeld rauszugehen.

    Stella zuliebe - ja, du liebst sie, und deshalb sollte sie das Beste bekommen. Die Frage, was ist das Beste, hast du dir ja schon gestellt, und die Antwort ist dir auch klar, du kannst sie nicht gut versorgen, und auf Dauer ist das so für euch beide nichts. Eine gute Arbeit deswegen aufzugeben, ist Einstellungssache - ich würde das nicht riskieren, bei aller Liebe, aber auch ihr ist nicht gedient, wenn du es danach schlechter triffst - so würde ich es sehen, aber man kann es natürlich auch anders betrachten.

    Zitat

    Ich mein, der neue Besitzer hätte bestimmt kein Bock, dass die alte Besitzerin zum kuscheln vorbeikommt.

    Warum nicht? Ich würde sie nur an jemanden geben, der das selbst gut findet und fördert, in gute Hände weitergeben, (und ich würde sie nicht verkaufen, sondern so abgeben "in liebe Hände", dazu passt für micht kein Geldwert, aber das ist meine Einstellung, und die kann auch anders sein, denke ich.).

    Wenn du den Hund wirklich schweren Herzens weitervermitteln musst, würde ich mich an deiner Stelle an einen seriösen Tierschutzverein in deiner Gegend wenden. Wichtiger als die Frage Verkaufen oder Verschenken finde ich nämlich den Vertrag, der bei der eventuellen Übergabe des Hundes an einen neuen Besitzer geschlossen werden kann. Tierschutzvereine kennen sich damit üblicherweise aus und ich denke, dass sie dir im Notfall sicher auch bei der Vermittlung deines Hundes behilflich sein können.


    Generell hast du natürlich Recht, dass Hunde nicht zu viel alleine sein sollten. Aber die Zeit alleine ist ja nicht der einzige Faktor. Täglich mehr als 6 Stunden fände ich persönlich zu viel, aber andere Menschen sehen das anders. Du bist ja nicht die einzige, die Vollzeit berufstätig ist :-)

    Zitat

    Stella ist schon oft zickig anderen Hunden gegenüber. Kann man sie daran gewöhnen mit anderen Hunden klar zu kommen?

    Generell: ja. Kleinschrittig, langsam und mit Geduld. Mein Hund verhält sich bei fremden Hunden zB auch ziemlich asozial, bei bekannten Hunden geht es aber absolut problemlos :-)

    Zitat

    Ich habe auch schon überlegt mir einen Job in der nähe zu suchen, um in der Pause mit ihr spazieren zu gehen. Nur, da wo ich gerade arbeite kann ich eig nicht weg. Es is ein super Job. Und ob sie damit zufrieden wäre, nur mal kurz in meiner Mittagspause Aufmerksamkeit zu bekommen?

    Sie wäre sicher zumindest froh zwischendrin mal zum Pinkeln vor die Türe zu kommen. 9 Stunden ganz ohne Toilettenpause sind schon seeeeeeehr grenzwertig.

    Zitat

    Falls das mit den 9h garnicht geht: könntest du dir eine Gassigehhilfe leisten (Schüler/in, Student/in)? Also kein Hundesitter, der sich mehrere Stunden um Stella kümmert.

    Das wäre schon mal ein guter Lösungsansatz, denke ich! So wäre der Hund zwischendrin beschäftigt und könnte gleichzeitig auch auf Toilette gehen. Einen zuverlässigen und nicht zu teuren Gassigeher zu finden ist aber auch nicht notwendigerweise ein leichtes Unterfangen. Zusätzlich zu Schülern und Studenten, würde ich auch noch bei Pensionisten und anderen Hundebesitzern in der Gegend mal nachfragen.

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    Mir bricht wirklich mein Herz. Ich kann mir ein Leben ohne Stella garnicht vorstellen. Könnt ihr das verstehen? Was soll ich jetzt machen?

    Kann ich absolut verstehen, ich selbst würde sämtliche möglichen äußeren Umstände in meinem Leben verändern, bevor ich ernsthaft mit dem Gedanken spielen würde meinen Hund abzugeben. Allerdings habe ich das große Glück fast ausschließlich im Homeoffice arbeiten zu können und wenn ich auf der Uni bin, kann mein Hund auch meistens mit. Änderungen in meinem Leben müssen grundsätzlich so gestaltet werden, dass es auch für meinen Hund passt.


    Ich weiß aber, dass nicht alle Menschen da so kompromisslos sind wie ich und die Prioritäten anders setzen. Das ist, solange man auch das Wohl des Tiers im Auge hat, absolut in Ordnung. Ich könnte mir vorstellen, dass es für Stelle momentan am wichtigsten ist, dass sie ein verlässliches, stabiles und fürsorgliches Umfeld hat, in dem sie ankommen und auch bleiben kann.


    Ob und wie ausgestaltet du ihr das bieten möchtest oder ob es im Sinne des Hundes wirklich am besten wäre einen neuen fixen Platz zu suchen, das wirst du sicher für euch herausfinden können :)_

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    Und kann man so eine Vereinbarung treffen, dass ich sie besuchen kann? Ich mein, der neue Besitzer hätte bestimmt kein Bock, dass die alte Besitzerin zum kuscheln vorbeikommt.

    Ich bin mir sicher, dass man das schon vereinbaren kann. Ich möchte bei diesem Modell dennoch vorsichtig Kritik anmerken. Nehmen wir an ich müsste meinen Hund auf einen anderen Platz vermitteln, würde das meinem Hund erst einmal (ebenso wie mir) das Herz brechen. Früher oder später würde sie sich aber ziemlich sicher in dem neuen Leben eingewöhnen und es wäre für sich auch irgendwie in Ordnung.


    Würde ich nun mein Hundemädchen besuchen gehen, würde das bei uns beiden alte Wunden aufreissen und dafür sorgen, dass weder sie noch ich uns endgültig mit der neuen Situation (ich ohne Hund - Hund mit neuer Familie) arrangieren könnten. Eben weil es keine klar voneinander abgetrennten Kapitel wären.

    Einen Hund an einen neuen Besitzer geben ist gut. Was aber total doof ist, das Tier nun dauernd besuchen zu wollen.


    Das entspringt dem eigenen Egoismus zur Befriedigung des schlechten Gewissens.


    Wenn man wirklich für den Hund was übrig hat, konfrontiert man ihn nicht dauernd mit einem selbst. Entweder man hat ihn abgegeben mit der Konsequenz, dass es für den Hund das Beste ist, dass er sich aufs neue Herrchen fixiert.


    Ich als neuer Besitzer würde auch jeglichen Kontakt verweigern.

    Yorkie-Pekinese ist eine kleine Rasse. Und das Aktivitätsbedürfnis ist ja überschaubar.


    Lösungsansätze: es gibt Arbeitgeber, die Hunde auf Arbeit erlauben (großes Körchen/Matte). Du hast 2 Pausen am Tag bei 9h, das sind einmal 15 min, einmal 30 min. Und du kannst ggf. unbezahlte Pausenzeit einfließen lassen, gerade da wo Gleitzeitregelungen aktiv sind.


    Du kannst deine Wohnung sehr nah an den Arbeitgeber ranlegen, z.B. in 2 min Laufweite. Dann bleibt der Hund zuhause und du nutzt die Pausen.


    Du kannst das lokale Umfeld (Nachbarn, gerade Leute, die viel zu hause sind: z.B. Rentner/Frührentner, Schulkinder, Arbeitssuchende, Sozialhilfeempfänger) einbeziehen, mit der Bitte, mit dem Hund zu gehen.


    Du kannst (in Absprache mit dem Arbeitgeber) deine Arbeit auf Halbtag reduzieren, aber dann 6 Tage die Woche. 6x5h wären auch 30h die Woche, der Unterschied zu einer 35-42h Woche wäre klein. Natürlich bleiben Einbußen im Gehalt, aber auch mehr Freizeit für dich. Auch Home-Office-Stunden sind in mancher Branche üblich und auch sinnvoll. Es würde dann bedeuten, dass du z.B. 9-14 Uhr auf Arbeit bist, dann nach Hause, dort 2 Stunden nicht (das wäre dann Hundezeit, Einkauf, Freizeit), und dann 16-19 Uhr noch deine drei Arbeitsstunden machst, so dass es 8h am Tag werden. Die Verbindung zur Arbeit schafft der Rechner und ein gesicherter Fernzugriff auf die Unternehmensdaten. Geht halt nur für Berufe in der Dienstleistungsbranche am PC oder am Telefon - für eine Landwirtin, Krankenschwester, Ärztin oder Bäckerin wird das nicht möglich sein.


    Solltest du für den Hund neue Besitzer suchen, kannst du jede Vereinbarung vorschlagen, die dir lieb ist (Preis, Besuche). Du wirst ja sehen, wie die Interessenten dann reagieren.

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    Wie es in einer Hundepension läuft, weiß ich auch nicht. Stella ist schon oft zickig anderen Hunden gegenüber. Kann man sie daran gewöhnen mit anderen Hunden klar zu kommen? Und wenn ja, hätte ich eh nur das Geld um 1-2x pro Woche die Leistungen einer Hundepension in Anspruch zu nehmen. Dann wäre sie trotzdem 3-4 Tage die Woche mehrere Stunden alleine. Daran sollte sie sich nicht gewöhnen oder?

    Hunde gewöhnen sich auch wieder an den Kontakt mit anderen Hunden, wenn sie mit denen zusammen sind und ein Rudelverhalten wieder drauf haben. Also ich denke, das wird klappen und ihr der Hundekontakt sogar gut tun. Ist wie Hundehort oder Hundeferienlager. Und sonst: es gibt Hunde, die 8-9 Stunden am Tag problemlos auch allein sein können - ggf. nach einer Gewöhnungsphase, andere schaffen das nicht, die sind ja auch nicht alle gleich. Langsam dran gewöhnen ist einen Versuch wert. Und sie ist ja kein Jagdhund. :-)


    Übrigens gibt's auch professionelle Gassi-Geher, die dann mit 5 bis 10 Hunden Gassi gehen. Diese sammeln sie dann jeweils "zuhause" ein und geben sie dort auch wieder ab. Ist bei uns aber noch recht selten, das Konzept.

    Vielen vielen lieben Dank für eure Antworten und Vorschläge! @:)

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    Nun weiß ich, dass Yorkis sehr nähebedürftig sind, aber ist das deine Stella auch oder hast du mehr ein schlechtes Gewissen? Ich meine: kann sie die 9h tatsächlich so schlecht überstehen oder nimmst du es an?

    Sie ist sehr nähebedürftig. Also 9 Stunden kann sie so schon aushalten. Sie hat noch nie in die Wohnung gemacht. Nur, wenn ich nach so langer Zeit heimkomme is sie wie verrückt. Schluchzt und kann sich garnicht beruhigen. Sie will mir in der Wohnung auch immer hinterherlaufen, dann schick ich sie auf ihren Platz. Dort bleibt sie auch, schaut mir aber immer hinterher und atmet so gestresst. Weiß nicht, villt. versteh ich das auch falsch. Irgendwie sagt mir mein Gefühl, dass es ihr damit nicht gut geht. Sie brauch dann ne weile bis sie wieder normal ist. Wenn ich z.B nur 3 Stunden weg bin, beruhigt sie sich viel schneller wieder.

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    Falls das mit den 9h garnicht geht: könntest du dir eine Gassigehhilfe leisten (Schüler/in, Student/in)? Also kein Hundesitter, der sich mehrere Stunden um Stella kümmert.

    Dazu müsst ich dann auch mein Wohnungsschlüssel an die Gassigehhilfe abgeben. Bevor ich das kann, müsste ich diese Person auch erst ne Weile kennen. Wenn ich jemanden finde, dann wäre das schon mal ein guter Anfang.

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    Würde ich nun mein Hundemädchen besuchen gehen, würde das bei uns beiden alte Wunden aufreissen und dafür sorgen, dass weder sie noch ich uns endgültig mit der neuen Situation (ich ohne Hund - Hund mit neuer Familie) arrangieren könnten. Eben weil es keine klar voneinander abgetrennten Kapitel wären.

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    Einen Hund an einen neuen Besitzer geben ist gut. Was aber total doof ist, das Tier nun dauernd besuchen zu wollen.

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    Ich als neuer Besitzer würde auch jeglichen Kontakt verweigern.

    Ja das kann ich alles vollkommen verstehen.

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    Du kannst (in Absprache mit dem Arbeitgeber) deine Arbeit auf Halbtag reduzieren

    Mit meinen Arbeitszeiten kann ich leider nicht so spielen. Ich arbeite in einer Zahnarztpraxis. Da muss ich mich an die Öffnungszeiten halten. Mein Chef brauch mich als Vollzeitkraft, da ich die einzige bin, die in Vollzeit eingestellt ist. Arbeite nur mit zwei Azubis dort.

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    Hunde gewöhnen sich auch wieder an den Kontakt mit anderen Hunden, wenn sie mit denen zusammen sind und ein Rudelverhalten wieder drauf haben. Also ich denke, das wird klappen und ihr der Hundekontakt sogar gut tun. Ist wie Hundehort oder Hundeferienlager. Und sonst: es gibt Hunde, die 8-9 Stunden am Tag problemlos auch allein sein können

    :-) :-) :)^ :)^ :)^


    Ich hab mir sehr den Kopf zerbrochen. Mit dem Gedanken sie abzugeben kann ich mich garnicht anfreunden. Ich glaube das würde ich auch nicht verkraften.


    Ich werde mal zu einem Hundetrainer gehen. Der kann mir bei der Hundeerziehung bestimmt helfen. So dass sie sich mit anderen Hunden verstehen lernt und ich sie auch mal in einer Hundepension abgeben kann.


    An meinem Arbeitsverhältnis werde ich wahrscheinlich doch was ändern müssen. Werde mal mit meinem Chef reden ob ich ein paar Stunden weniger Arbeiten kann. Dann fehlt zwar ein bisschen Geld, aber das muss dann halt so sein.. Sie tut mir auf jeden Fall sehr gut, deshalb muss ich Lösungen finden, damit ich sie behalten kann.


    Ihr habt mir alle sehr weiter geholfen mit euren Meinungen. Danke! :-x :-x

    Hast Du denn vielleicht Nachbarn, die Hunde mögen? Ältere Herrschaften, die sich über Gesellschaft freuen könnten? Sowas in der Art? Ich hatte immer eine Nachbarin, eine alleinstehende, ältere Dame, die Hunde gerne mag aber selbst aufgrund des Alters keinen mehr halten kann/will. Sie hat sich immer sehr gefreut, wenn ich meine Hunde mal einen Tag bei ihr "geparkt" habe, weil ich beruflich zu lange unterwegs war. Auch beim Spazierengehen habe ich eine weitere Dame kennengelernt, deren alter Hund verstorben war. Den kannte ich auch noch. Auch sie bat mir an, die Hunde mal zu nehmen, wenn es bei mir eng wird. Es gibt so viele ältere Menschen, die ein bisschen Gesellschaft zu schätzen wissen und auch kein Geld dafür verlangen. Ich würde mich auch in die Richtung mal umhören.

    Leider wohnen hier im Haus nur junge Leute/Pärchen. Ich hoffe es entwickelt sich mal ein Gespräch beim Spazierengehen. Die Nachbarschaft kenn ich hier auch noch nicht so gut. Wohne erst seit Juli in dieser Wohnung. Aber da ich jetzt ja gezwungen bin öfter um den Block zu laufen, hab ich nun große Hoffnung ein paar Menschen hier kennenzulernen :)^ Wenn ich die Stella mit Hilfe von einem Hundetrainer erziehe, bellt sie die anderen vielleicht auch nicht mehr so an ;-D

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    Ich werde mal zu einem Hundetrainer gehen. Der kann mir bei der Hundeerziehung bestimmt helfen.

    Eine Liste von Trainern, die nach den Grundsätzen des modernen Tiertrainings arbeiten findest du zum Beispiel hier.

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    Ich arbeite in einer Zahnarztpraxis. Da muss ich mich an die Öffnungszeiten halten. Mein Chef brauch mich als Vollzeitkraft, da ich die einzige bin, die in Vollzeit eingestellt ist. Arbeite nur mit zwei Azubis dort.

    Und den Hund mit zur Arbeitsstelle nehmen wäre vermutlich ein Ding der Unmöglichkeit, oder?


    Ich war mal bei einem Arzt, der hatte in einem für die Patienten abgetrennten Raum hinter dem Empfang seinen Aussie geparkt. Doch ne Nummer größer als ein Pekinesenyorkie ;-D Mittags rum sind ab und an Teenies aus der Nachbarschaft gekommen, um mit dem Hund ne Runde um den Block zu drehen.

    Gibt es bei dir in der Nähe eine Hundewiese? Dort lern man erfahrungsgemäß schnell andere Hundebesitzer kennen. Vielleicht ist ja jemand dabei, bei dem es persönlich passt und der so nett ist, deine Hündin mittags mit raus zu nehmen.


    Zu den neun Stunden alleine sein - ja, es wirkt so, als ob sie das stresst.


    Nur weil sie nicht in die Wohnung macht, heißt es nicht, dass es ok ist, sie so lange alleine zu lassen. Unser Hund ist mal aufgrund einer Verkettung ganz ganz blöder Umstände 15 Stunden nicht draußen gewesen - er hat nicht in die Wohnung gemacht, war aber merklich betroffen/sauer/beleidigt ;-) Wenn sie auf dich gestresster wirkt als nach kürzer Abwesenheit, dann ist das schon ein Zeichen, dass es ihr nicht gut tut.

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    Mit meinen Arbeitszeiten kann ich leider nicht so spielen. Ich arbeite in einer Zahnarztpraxis. Da muss ich mich an die Öffnungszeiten halten. Mein Chef braucht mich als Vollzeitkraft, da ich die einzige bin, die in Vollzeit eingestellt ist. Arbeite nur mit zwei Azubis dort.

    Ok, das ist die Wunschseite deines Chefes. Und dein Wunsch ist anders, denn du würdest gern den Hund in dein Leben integrieren. Wenn ihr miteinander redet, findet sich ggf. eine Lösung, ggf. mit einer Übergangszeit.


    Übrigens: dein Chef braucht sowieso auch einen vollwertigen Ersatz für dich z.B. wenn du krank bist oder deinen Urlaub nimmst. Natürlich verstehe ich, dass für ihn die eine Vollzeitkraft wirtschaftlich wichtig ist (zwei Teilzeitkräfte kosten mehr), aber es gibt ja auch für dich noch andere Zahnärzte als Arbeitgeber. Oder du findest noch eine zweite Zahnarthelferin, die auch gern Teilzeit arbeiten würde, dann wäre das ein Vorschlag.


    Und wenn es ein super Job ist, dann verdiene einfach mit diesem Job genug Geld, sodass jemand anderes auch öfter mal mit einspringen kann, der dann dafür bezahlt wird. Ein Hundesitter sollte einen geringeren Stundenlohn haben als eine Zahnarzthelferin. Parallel halt trotzdem schauen, ob und wenn ja wie man den Hund an längere Zeiten allein zuhause gewöhnen kann, aber so stufenweise für die erste Zeit. Sie ist ja auch erst ein paar Tage bei dir und muss sich einleben.

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    Ich werde mal zu einem Hundetrainer gehen. Der kann mir bei der Hundeerziehung bestimmt helfen. So dass sie sich mit anderen Hunden verstehen lernt und ich sie auch mal in einer Hundepension abgeben kann.

    Ja, bestimmt. Schau dir parallel 1-2 Hundepensionen mal an, an sich kommen diese mit quasi jedem Hund zurecht und haben Möglichkeiten auch Hunde heranzuführen, die auf dich (mit wenig Hundeerfahrung) noch nicht Hundepension-kompatibel wirken. Aber deine Einschätzung (als frisch gebackene Hundemama) könnte ja täuschen. Du kannst sie auch jetzt schon mal vorstellen.

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    Eine Liste von Trainern, die nach den Grundsätzen des modernen Tiertrainings arbeiten findest du zum Beispiel hier.

    In der Regel ist es weniger ein Tiertraining, als vielmehr ein Hundehaltertraining und nur ein bisschen Hundetrainung. :-D Denn der Hund wird ja hier vor allem lernen: aha, ich habe jetzt ein neues Frauchen und da läuft der Hase anders lang. Die Großeltern waren viel zu Hause, du halt nicht. Die Großeltern haben vermutlich nicht viel an Spaziergängen gemacht, das wird bei dir ggf. mehr werden. Die Umgebung ändert sich für Stella, die Gerüche, die Geräusche. Wenn ein Mensch umzieht braucht er ne Weile, und so braucht das Stella auch.


    Zurück zum Tiertraining,das ich als Hundehaltertraining sehe: als ein Training für den Hundehalter, dass er/sie Vertrauen in den Hund bekommt und das Verhalten des Hundes einschätzen lernt, den Hund auch an geeigneter Stelle mal von der Leine zu lassen, die Signale des Hundes besser zu verstehen, und die Anweisungen an den Hund in geeigneter Art zu geben. Oder auch sowas wie loben, Ruhe bewahren und Sicherheit ausstrahlen - ganz viel hängt am Halter und seiner Beziehung zum Hund. Das ist eine große Chance.


    Nochwas wollte ich sagen: zum Punkt Verantwortung für den Hund und der Aussage "Geld für einen Hundesitter habe ich nicht."


    Wenn Stella 2007 als Welpe gekauft worden sein sollte, wäre sie jetzt 2016 etwa 9 Jahre. Yorkshire haben eine mittlere Lebenserwartung von 13-16 Jahren, Pekinesen etwa 12-15 Jahre, also in dem Dreh etwa. Es beginnt für Stella gerade ungefähr das letzte Drittel ihres Lebens. Plus/minus ein bisschen was, nur um das mal grob zu umreißen. Denn einen zweiten Aspekt solltest du einbeziehen: ein Hund (selbst so ein kleiner) kostet Geld. Für Futter (das ist überschaubar), Hundesteuer, für Impfungen, für den Tierarzt (ggf. über eine optionale Tierkrankenversicherung abgesichert), optionale Hundehalterhaftpflicht. Gerade bei älteren Hunden können sich so einige Kosten für den Tierarzt zusammenkommen, und eine Tierkrankenversicherung nimmt Stella vermutlich nicht mehr auf (informieren). Du solltest mit Mutter und den Großeltern reden, ob und wenn ja wie sie sich an den Kosten beteiligen. Sollte Stellas Gesundheitszustand jetzt bei Übergabe in der Familie unklar sein, lohnt sich auch mal, diese Übergabe zu nutzen, um einen Tierarzt zu finden und den Gesundheitsstatus zu checken. Zähne, Fell, Ernährung, Krallen, Haltung/Gang, Augen, Verhalten. Diese Untersuchung sorgt dafür, dass quasi der Übergang "Stella bei Oma" zu "Stella bei Yorky007" ordentlich getrennt werden kann. Und du solltest mit den jetzigen Besitzer (Mutter, Oma+Opa, je nachdem wer den Hund vom Stiefvater geerbt hat) einen ordentlichen Kaufvertrag/Schenkungsvertrag machen, die dann dich als neue Besitzerin ausweist. Nur dann kannst du sie ja im Fall der Fälle verkaufen. Denn rechtlich ist ein Haustier ein "Gegenstand". Und so geht auch dann die Hundesteuer an den neuen Besitzer, also dich. Das meldest du dann beim Ordnungsamt, ist easy, die Oma/Mutter zahlt die Hundesteuer dann nicht mehr und du ja. Dafür gibt's die Steuermarke, die ans Halsband kommt.


    Und neben den Kosten hängen so einige Verantwortlichkeiten dran: Fellpflege (da lange Haare), Krallenpflege (ist sehr wichtig, wenige Wohnungshunde erreichen es, dass sich die Krallen natürlich abwetzen), passende Fütterung und Bewegung und sozialer Kontakt für Stella und so ein bisschen für den Hund mitdenken, denn sie kann ja nichts sagen, wenn ihr etwas weh tut oder wenn sie krank ist. Naja, und eben der Verantwortung, ein Haustier zuhause zu haben, das versorgt werden will und muss. Und zu überlegen mit Sachen wie Urlauben oder z.B. Partnerschaft. Ja, Hundepension ist da ein guter Ausweg für so besondere Zeiten, aber es geht auch Urlaub mit Hund. Naja, und für dein Zuhause - wenn gemietet - brauchst du auch erst die Zustimmung vom Vermieterin/Vermieter.


    Insofern ist es für dich auch - vielleicht ein bisschen dramatisch ausgedrückt - ein neuer Lebensabschnitt, wo es ein paar Sachen zu organisieren gibt, du so einiges lernen musst, damit das zusammen gut geht. Viel Freude und Erfüllung dabei!


    Sollte es doch in Summe nicht gehen, lohnt sich der Weg der Vermittlung über ein Tierheim oder über eine seriöse Tiervermittlung. Für den Übergangszeitraum könnte Stella dann sicherlich bei dir bleiben, wenn du hundegerechte Rahmenbedingungen hast, sonst käme sie meist für einen Übergangszeitraum bis zur Vermittlung in eine hundegerechte Pflegefamilie.

    So.. Termine mit Hundetrainer + Tierarzt stehen :)^


    Für meine Arbeitszeiten hab ich mir einen Plan zusammen gestellt wie das gut funktionieren könnte, dass ich an drei Tagen länger Pause mache und es da dann nach Hause schaffe, um mit Stella spazieren zu gehen. Für einen Tag muss ich mir dann überlege, ob ich Stella in eine Hundepension abgebe oder jemand finde, der kurz laufen gehen könnte und den fünften Tag arbeite ich dann nur halbtags. Werde das nächste Woche mit meinem Chef besprechen und hoffe er is damit einverstanden.


    Ich freue mich auf meinen neuen Lebensabschnitt MIT Stella und die Verantwortung für sie trage ich gerne. Mit meiner Mutter habe ich auch gesprochen. Sie beteiligt sich an den Kosten.


    Danke Danke Danke Danke Danke. Eure Meinung haben mir wirklich sehr geholfen. Ich bin so froh! :)_ :)_