OP Versicherung Hund

    Hallo, ich möchte eine OP Versicherung für meinen Hund abschließen und da hätte ich eine Frage.


    Mein Hund ist 6, hatte noch nie was. Da sie aber manchmal beim Laufen hüpft, meinte ich zum Tierarzt, dass sie vielleicht eine Patellaluxation hätte.


    Der Tierarzt hat daraufhin in der Akte vermerkt: "Verdacht Patellaluxation".


    Schubladentest ist negativ, Hund wurde bisher nicht geröngt. Es gibt keine definitive Diagnose, keine Medikamente, keine Zusatzmittelchen wie Kollagen und dergleichen. Der Tierarzt hat geschaut, ihr Gebäude getestet und nichts feststellen können.


    So. Nun werden bei Versicherungen ja Vorerkrankungen ausgeschlossen. Wie sieht das in dem Fall mit diesem Vermerk aus?


    Würde mich eine Versicherung nehmen und den Hund vollversichern? Gilt das schon als Vorerkrankung?


    Oder muss ich rechnen, dass bei einer tatsächlichen Op (nächstes Jahr soll mal geröngt werden, sowohl Knie als auch Hüfte und Wirbelsäule) die Kosten für eine Patellaluxation nicht übernimmt?


    Und wenn es gar keine PL ist, sondern zB Arthrose im Knie oder der Hüfte, wird dann bezahlt?


    Wer kennt sich aus? Womit muss ich rechnen?

  • 3 Antworten

    Du musst damit rechnen, dass du in spätestens zwei Jahren aus der Versicherung geworfen wirst. Ist nämlich gängige Praxis bei so "alten" Hunden, dass die Versicherungen einem kündigen. Bei Tieren ist das leider möglich und hat vor... hm, zwei Jahren (?) mal einen ziemlichen Ärger in einem Hundeforum ausgelöst, in dem ich angemeldet war. Da haben haufenweise Mitglieder die Kündigung bekommen, als die Hunde 8 wurden.


    Ich persönlich würde mir lieber jeden Monat das Geld privat beiseite legen und sparen.


    Wie es mit dem Vermerkt aussieht weiß ich nicht - mich schreckt aber das ganze Konzept ab. Vielleicht kommen hier ja noch Gegenbeispiele, aber mir reichte die Fülle der Forenmitglieder, die nach jahrelanger Einzahlung rausgeworfen wurden, bevor die "alten" Hunde vermehrt Kosten aufwerfen könnten.

    Ja, es gab eine Versicherung, die das so gehandhabt hat. Die gibt es inzwischen nicht mehr.


    Diese Klausel war vermerkt in den AGBs. Auch die Barmenia, die es seit diesem Jahr auf dem Markt gibt,hat für Klausel drin.


    Die Versicherung, zu der ich möchte, darf das nicht tun. Sie darf nach einem Schadensfall kündigen, ich ebenso.


    Von mir aus können die mich gern in 2 Jahren rauswerfen. Sollte es tatsächlich zu einer OP kommen, gehe ich da nicht unter 1200-1500Euro weg. Erst danach dürften die kündigen und da hätte ich im Leben noch nicht mal die Hälfte eingezahlt.


    Mein Problem ist, dass ich aktuell das Geld nicht zur Verfügung hätte und ich durch einige Vorfälle an mein Erspartes musste. Ich kann ja nicht 2 Jahre warten, bis ich das Geld für eine OP zusammengespart habe. Wenn es meinem Hund schlecht geht bzw es Arthrose ist, die immer schlimmer wird, muss sofort operiert werden. Da bringt es mir erstmal nix, wenn ich 50Euro monatlich zur Seite lege.


    Die Versicherung ist gut. Eine Freundin von mir hat einen Rotti mit beidseitig kaputten Hüften, Komplikationen usw. Der Hund hat die Versicherung 14000Euro gekostet und sie wurden nicht gekündigt.


    Ein anderer Bekannter hatte bei seinem Hund beidseitig Kreuzbänder kaputt, die wurden bei 10.000Euro gekündigt (und wenn mein Hund so viel kosten sollte, kann ich das verstehen).


    Mein Entschluss steht fest, ich möchte meinen Hund OP versichern, sofern es möglich ist.


    Mir geht es ausschließlich um den Vermerk und die Unsicherheit, ob das nun eine Vorerkrankung ist oder nicht.

    Hallo, ich möchte kurz berichten. Nachdem ich mit der Versicherung telefoniert habe, die in ihrer Aussage ebenso unklar war, ging ich nochmal zum Tierarzt.


    Bei der Versicherung hatte ich den Verdacht, dass die sagen, alles kein Problem, man kann ruhig die Versicherung abschließen - und wenn es dann so weit wäre, würden die doch damit kommen, dass man von einer eventuellen Vorerkrankung wüsste usw. Die Dame von der Hotline betonte, dass sie nur schriftlich Dinge garantieren können und ansonsten jeder Einzelfall geprüft werden müsste, ob die Versicherung die Op bei Vorerkrankung übernimmt oder nicht.


    Beim Tierarzt gab es ein großes Checkup des Hundes. Einmal alles angeschaut, Gelenke kontrolliert, Blutbild gemacht. Es stellte sich heraus, dass der Hund aktuell gesund ist. Alles in Ordnung, auch der Schubladentest war negativ. Wieso dann da in der Akte stand, dass der Hund eine Verdachtsdiagnose hat, konnte mir allerdings auch nicht schlüssig beantwortet werden. Irgendwoher muss die Diagnose ja kommen, aber naja.


    Das Gesundheitszeugnis kriege ich jetzt schriftlich und kann somit der Versicherung glaubhaft bestätigen, dass der Hund zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses tatsächlich gesund war, unabhängig davon, was in der Patientenakte steht.


    Der Weg ist also frei :)^