Trauernder Hund frisst nicht mehr

    Unsere geliebte Hündin (10) war todkrank ... vor zwei Wochen blieb uns nichts anderes mehr übrig, als sie erlösen zu lassen ... Sie starb in meinen Armen... :°(:-( ... - Nun haben wir ein neues Sorgenkind: Der Rüde (4,5), der mit ihr aufgewachsen ist, mag nun, nachdem er bereits die letzten Tage wenig fraß, gar nicht mehr fressen. Er tigert nun ständig zu den Plätzen, an denen sie früher lag und scheint sie zu suchen ... . Uns ist natürlich klar, dass es auch für ihn Zeit braucht, sich neu zu orientieren, er war ja bisher nie allein. Wir beschäftigen uns schon sehr viel mit ihm, aber er muss ja trotzdem etwas fressen!


    Wir haben auch schon einiges versucht,so habe ich z.B. davon gehört, dass Brühe über dem Futter manchen Hund durch intensiveren Geschmack zum fressen bewegen soll - es hat ihn gar nicht interessiert. Genauso sieht es mit seinen Lieblingsleckerchen aus.


    Da er ohnehin sehr zierlich ist, gehen wir auf jeden Fall nächste Woche mit ihm zum Arzt!


    Trotzdem würde ich mich freuen, wenn hier Jemand schreibt, der vielleicht so eine Situation mit seinem eigenen Tier schon einmal erlebt hat und berichten würde, wie er seinem Tier durch diese Zeit geholfen und es vielleicht zum fressen motiviert hat.


    Lg

  • 7 Antworten

    Vielleicht klappt es mit bisschen Leberwurst, in heißes Wasser eingerührt.


    Man kann so pauschalisiert wahrscheinlich nicht sagen, dass der Hund aus lauter Trauer nix frißt. Er fühlt sich jetzt vielleicht extrem unsicher ohne das ranghöhere Tier und braucht jetzt wieder die Sicherheit eines Rudels.


    Das mußt Du nun versuchen ihm zu vermitteln, dass Du alles im Griff hast. Deshalb mußt Du auch darauf achten, dass Du ihn jetzt nicht zu sehr verhätschelst, denn das kann zusätzlich verunsichern.


    Wie ist es draussen mit Futter als Belohnung für ausgeführte Befehle, nimmt er das an?


    Dann kannst Du ihm so viel über Handfütterung geben und gleichzeitig lernt er dabei. Das müßte eigentlich funktionieren. @:)

    @Tattoo-Lady... ja die situation kenne ich ziemlich genau. viel kann man da nicht machen,denn auch die tiere trauern.


    wir sind hingegangen und haben wieder einen zweiten hund geholt,aber ich weiss ja nicht ob das bei euch geht.


    bei uns ist es so ,das meine mutter und ich jeweils einen hund haben , die aber tagsüber zusammen sind. dadurch das tiere ja nicht zeitgleich sterben habe ich das prob in den jahren schon 3mal gehabt. vor allem mein kater hat da gelitten.


    wie gesagt durch den neuen hund , ist auch eine neue aufgabe da und es geht dann meisst wieder nach wenigen tagen alles seinen gewohnten gang.


    ansonnsten den hund viel beschäftigen,so hat er weniger zeit zum trauern. hilft bei uns auch.


    mfg

    Hallo Tatoo-Lady,


    da könnte Tine schon recht haben.


    Zitat von Tine:Er fühlt sich jetzt vielleicht extrem unsicher ohne das ranghöhere Tier und braucht jetzt wieder die Sicherheit eines Rudels.


    Hier mal ein etwas ,,ungewöhnlicher'' Tipp. Knie dich mal selbst vor den Napf und tu so, als würdest du rausfressen. Mach auch ruhig ein paar Schmtzgeräusche...Imitier einfach mal nen Hund, beim fressen. Ich weiß, hört sich jetzt verrückt an, aber versuchs einfach mal. Ich trau mich wetten, das dein Hund dann zu dir und dem Napf kommt und auch ,,mitfressen'' will.


    Sowas, sollte man sowieso ab und an praktizieren, um dem Hund zu zeigen, wer der Rudelführer ist. Denn der Rudelführer, darf immer an das Futter. Ich mach das auch immer wieder mal mit meinem 3 jährigen DSH...Während er frisst, nehm ich ihm den Napf weg und tu so, als würde ich daraus fressen...Danach, bekommt er seinen Napf wieder und er frißt seelenruhig weiter. Durch diese Maßnahme, kann ich ihm auch jederzeit seinen Lieblingsknochen abnehmen und er schaut mich nur verduzt an.


    Aber sorry...Hab jetzt zu weit ausgeholt und der letzte Teil, hat natürlich nix mit deinem Problem zu tun.

    Lieben Dank für eure Antworten und Ratschläge!:)*


    Cita, bei deinem Beitrag musste ich grad schmunzeln, denn genau das, was du beschreibst, haben wir vorgestern auch ausprobiert.


    Leider ohne Erfolg was das fressen des Hundes angeht, aber es hätte sicher gut ausgesehen, wenn uns Jemand beobachtet hätte ;-) ...


    Tine, du hast natürlich recht, dass man es so pauschal nicht auf die Trauer schieben kann.


    Inzwischen waren wir auch schon beim Arzt, körperlich geht es ihm soweit wohl gut, es scheint also tatsächlich die Situation zu sein, die ihm zu schaffen macht und ihn sicher auch verunsichert. Er war ja nie allein.


    Unser TÄ war allerdings auch zuversichtlich, dass er sich damit arrangiert, wenn er wieder die Sicherheit (s)eines Rudels spürt und wieder mehr zur Ruhe kommt.


    8 Tage nach unserer Hündin gab es noch einen Todesfall in der Familie, wir bemühen uns zwar, ihn viel zu beschäftigen und ansonsten alles so normal wie möglich weiter laufen zu lassen, aber ich denke, er spürt unsere Anspannung trotzdem.


    Es wäre sicher leichter, wenn wir wieder einen Hund dazu holen würden, wie Das Carmelion schon schrieb, aber dies lässt unsere Situation derzeit leider nicht zu.


    Er hat heute morgen ein wenig gefressen und bekommt seit gestern noch Calo Pet Paste.


    Nun bleibt uns nur zu hoffen, dass sich sein (Fress-)verhalten bald wieder weiter normalisiert.


    Danke nochmal für eure Antworten! Lg

    @ Tattoo-Lady

    Zitat

    Cita, bei deinem Beitrag musste ich grad schmunzeln, denn genau das, was du beschreibst, haben wir vorgestern auch ausprobiert.


    Leider ohne Erfolg was das fressen des Hundes angeht, aber es hätte sicher gut ausgesehen, wenn uns Jemand beobachtet hätte ...

    Hat er denn gar keine Ambitionen gezeigt, mit dir gemeinsam fressen zu wollen ???

    @Tattoo-Lady... wenn das mit dem zweithund nicht geht. müsst ihr so durch diese zeit. am bsten etwas mehr den hund beschäftigen,so hat er weniger zeit zu trauern,wenn das geht...


    ich hatte das prob damals auch so das mein hundi nichtmal mehr lust auf einen spaziergang hatte :-( man sah ihr die unlust an! vieleicht habt ihr in der nähe jemand wohnen ,der n hundi hat und mit dem ihr raus gehen könnt.


    mfg

    Nein Cita, er hat gar nichts gefressen. Er kam nur schauen, was es im Napf so schönes gibt, dass wir uns da so mit beschäftigen, gefressen hat er aber nichts davon und war auch recht schnell wieder weg, um unmotiviert auf seinem Platz zu liegen. Keine Chance.


    Das Carmelion, genau das hat die TÄ uns auch geraten ... ihn viel zu beschäftigen ... das tun wir natürlich auch.


    Ich habe auch bemerkt, dass er sichtlich die Gesellschaft anderer Hunde auf Spaziergängensehr genießt (offen war er da schon immer, aber man merkt es jetzt schon verstärkt) .. und habe zum Glück eine Bekannte, die einen Hund hat, mit dem er sich auch gut versteht und wir so bereits weitere gemeinsame Spaziergänge geplant haben, die sicher auch nicht nur meinem Stinker dann gut tun werden :-) ...


    Gestern Morgen hat er nichts angerüht, aber gestern Abend, seinen Napf fast leer gemacht ... Es wird sicher noch einige Zeit dauern, aber ich denke, es pendelt sich mit der Zeit schon wieder ein.


    Danke nochmal für deine Ratschläge, ich denke, damit werden wir unserem wohl auch ein wenig durch diese Zeit helfen können.