Westi seit 4 Jahren krank - wer kennt diese Symptome?

    (Urspr. Titel: "BITTE um Hilfe !!!")




    :°( Hallo Leute,


    ich schreibe hier diesen Beitrag für meine Freundin und ihren Westie, weil wir mittlerweile ziemlich ratlos sind !


    Hier ihr Anliegen:


    Wer kann mir und meinem Hund Hilfe geben ? Hallo liebe Hunde- und Tierfreunde, ich habe einen 10 Jahre alten Westie, der seit 4 Jahren krank ist. Er hat ständig teilweise akute Hautprobleme,die sich wie folgt äußern : Er bekommt Krustenförmige Ausschläge (ohne Juckreiz !) und wenn ich diese Krusten und Schuppen vorsichtig heraus kämme, ist die Haut darunter ganz wund und blutet auch manchmal. Ich desinfiziere dann die Stellen mit Mekosil und gebe dann Prurivet S darauf, was auch meistens zum Erfolg führt. Ich habe schon sämtliche Allergie-, Urin-, Bluttest (Nebennierenrinde) machen lassen, auch eine Pilzkultur wurde angelegt, alles negativ. Keine Tierklinik und kein Tierarzt kann mir sagen woher dies kommt. Wer hat leider auch solche Probleme mit der Haut seines Hundes und kann mir vielleicht sagen, was dies für eine Krankheit ist und woher sie kommt. Für jede Hilfe und Tipps wäre ich, aber vor allem mein Hund sehr, sehr dankbar !!!


    LG Jutta und Sunny


    Also zusätzlich zum schon beschriebenen kann ich noch sagen, dass er schon über 4 Jahre immer wiederkehrende "Anfälle" hat und zwar im Rythmus von wenigen Tagen bis zu 1-2 Wochen etwa. Es kommen kleine mit Flüssigkeit gefüllten Pusteln, die bei betasten sehr leicht nachgeben und dann größer werden, bis sie aufbrechen und nässen. Behandelt mit Mekosil und Prurivet S gehen diese etwa am nächsten Tag wieder zurück und verschwinden. Das was zur Zeit am besten hilft ! Ansonsten bekommt er auch je nach der schwere noch eine Silbercreme damit sie länger hilft oder hält. Täglich ständig mit lauwarmen Wasser ausbrausen, ohne Shampoo usw., hilft ihm auch sehr.


    Futter bekommt er ein spezielles Diät Futter, speziell auch für die Nieren, kein Trockenfutter und keine Naschereien, obwohl er dahin gehend keine Probleme hat, oder noch nicht. Alle Bluttests bleiben immer negativ und die Werte bleiben Gott sei Dank immer in der Norm ! Er hat täglich 2-3 mal Auslauf von etwa einer Stunde, keinen Stress oder sonstigen Ausregungen. Er lebt im Haus und beim laufen hat er sogar Regenschutz wenn notwendig.


    Das einzige das von den Ärtzten immer wieder mal aufkommt, ist die Tatsache das Sunny ein Problem mit Staphylokokken hat. Selbst an den Hoden hatten die sich schon festgesetzt. Aber bei jedem TA/Hautspezialist und jeder Blutkultur sind keine größeren Anzeichen zu finden ! Zu anfangs hatte er auch alle Cremes und Tinkturen bekommen, aber leider half nichts davon oder machte es noch schlimmer (Atopika). Was er nun bekommt ist das Ergebnis von Hundehaltern und Recherche aus dem Netz oder eigene Erfahrung !


    Langsam ist das ein Martyrium für den kleinen und er will auch nicht mehr einen einzigen TA sehen. Alles was die Westies so vorrangig bekommen wurde schon ausgeschlossen, aber ein wirklich hilfreiches Ergebnis oder Mittel haben wir noch nicht bekommen. Alleine die arbeit die du über den Tag mit cremen und waschen, usw. hast ist eine Lebensaufgabe. Die größte Angst ist aber, das er irgendwann auch noch Juckreiz bekommt. Das wäre vermutlich aber dann sein Ende, denn mit solchen Symtomen müsste er dann wahrscheinlich eingeschläfert werden. Er ist da auch ziemlich empfindlich !


    Was eine sehr große Verbesserung gebracht hat, ist das auskämmen mit einem Flohkamm, also einem engmaschigen Kamm, hilft für die kleinen Verkrustungen.


    Wir hoffen nun auf Leidensgenossen, die sowas auch haben, oder aber etwas wissen was uns weiter hilft. Egal ob ein Spezialist, Medikament, Hausmittel, Informationseite im Netz oder dergleichen.


    Es gibt bei den bekannten Krankheiten für Westies ein, zwei Möglichkeiten die ziemlich rankommen, aber bei den Tests sind sie alle Ausgeschieden worden, oder es passen nicht alle Symtome rein laut TA's


    Wisst ihr weiter oder Rat ?


    LG Erwin


    Noch eine letzte und ganz wichtige Frage !!!


    Wer weiss was mit dem Hund von "claremuc" geworden ist, oder was bei ihr half ? Ich habe sie zwar vor einigen Tagen versucht zu kontaktieren, aber bis jetzt habe ich noch keine Antwort bekommen. Vielleicht ist sie auch nicht mehr hier, oder will einfach nicht. Als ich ihren Beitrag gelesen habe, kamen mir sofort die Symtome sehr bekannt vor und bis auf den Juckreiz treffen so ziemlich alle Symtome genauso zu !


    Hier der Beitragslink von claremuc für dieses Forum !


    http:www.med1.de/Forum/Tiermedizin/192232/#p2644348//


    Ich BITTE euch Alle ganz dringend um HILFE, wenn jemand helfen kann oder weiss was wir noch machen können. Werde jeden Tip, den wir noch nicht versucht haben ausprobieren !

  • 4 Antworten

    Allergietests sind leider nicht dauerhaft aussagekräftig. Allergien können sich von jetzt auf gleich entwickeln. Bei der Vielzahl der möglichen Auslöser ist es fast unmöglich, auf alles zuverlässig zu testen.


    Ich würde zuerst beim Futter noch mal ansetzen.

    Zitat

    Futter bekommt er ein spezielles Diät Futter, speziell auch für die Nieren, kein Trockenfutter und keine Naschereien

    Ich würde nicht vorbeugend Nierendiätfutter geben, wenn ein Test sagt, die Nieren sind okay.


    Ich kann nur empfehlen - falls noch nicht geschehen - selbst für den Hund zu kochen (oder auf Rohfleischfütterung umzustellen).


    Wurde bereits eine Ausschlußdiät durchgeführt? Über mind. 10 Wochen jeweils nur eine Proteinquelle sowie eine Kohlehydratquelle (z.B. Pferd mit Kartoffel). Ganz penibel und ohne irgendwelche anderen Zugaben.


    Allergietests werden (leider) nicht immer ordnungsgemäß durchgeführt und wenn sie schon eine Weile her sind, haben sie keine Aussagekraft mehr. Allergien können sich von jetzt auf gleich entwickeln.


    Wenn die Fütterung über diese 10 Wochen gut funktionieren sollte, nach und nach Öl sowie Mineralstoffe hinzufügen. Hier auch jeweils wieder nur eine neue Zutat über die Zeit von 10 Wochen. Penibel dabei Buch führen über den Zustand des Hundes. Auch Medikamente/Wurmkuren/etc. können das Ergebnis beeinflussen und dürfen nicht außer acht gelassen werden.


    Lachsöl ist gut für die Haut, sollte jedoch im Wechsel mit einem hochwertigen Pflanzenöl gefüttert werden. Später kann der Hautstoffwechsel gut unterstützt werden mit Produkten wie Bierhefe oder einer extra Biotingabe. Hier sehr auf die Mengenangaben achten. Viel hilft nicht immer viel und führt eher zu einem Ungleichgewicht an anderen Stellen.


    Das ständige Abbrausen der Haut bringt sicher im ersten Moment Linderung, dürfte jedoch auf Dauer den Säureschutzmantel der Haut so weit runterfahren, dass keinerlei von der Natur eingerichtete Barriere mehr gegen Keime von außen existiert. Dann kann es passieren, dass die eigentlichen Auslöser nicht mehr existent sind, dafür jedoch neue eine Eintrittspforte bekommen (Bakterien, Hefen, Pilze ...).


    Daher würde ich schauen, dass ich das Baden (auch ohne Shampoo) so weit wie möglich reduziere.


    Checkliste für weitere mögliche Auslöser, die mir so einfallen:


    - Kammzinken aus bestimmten Materialien, auf die der Hund reagiert (ob zu Hause oder beim Hundefriseur, beides bedenken) --> ev. auf Titan umstellen


    - ebenso Metallgegenstände (Leine, Halsband, Geschirr, Anhänger etc.), die in direkten Kontakt mit dem Hund kommen


    - Hausstaubmilben (Reaktion nach Einatmen des Milbenstaubes/-kotes)


    - Waschmittel + Weichspüler, mit denen Körbchen, Kissen und Regenmäntel etc. gewaschen werden (ev. auch der Regenmantel selbst?)


    - Kontaktallergene in der Umgebung (Farben, Lacke, Ausdünstungen aus Plastik, Couchbezug etc.)


    - Kontaktallergene im Außenbereich (können auch bestimmte Pflanzen sein)


    - andere Tiere im Umfeld, wo das Tier nach Kontakt reagiert?


    Es gibt sicher noch viele mehr (Flöhe, Milben, Pilze etc. habt ihr ja sicher schon alles getestet) und es ist die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen, hier den konkreten Auslöser zu finden. Meine Liste ist auch ganz sicher nicht vollständig. Aber vielleicht ist ja noch ein Punkt dabei, den ihr bisher nicht im Blick hattet.


    Alles Gute!

    @ Chance007

    Hallo und Danke für deine schnelle und vorallem so ausführlichen Beitrag !!!


    Wenn wir auch schon das meiste ausprobiert haben und auch vieles nicht funktioniert, oder aber es verschlechtert,


    so sind doch noch 3-4 Denkanstöße dabei.


    Vorallem der Allergietest ist nun schon fast 2 Jahre alt. Das Baden haben wir schon auf ein Minimum zurück gefahren


    und die werden auch nur noch am Behang und bei wirklicher Verschmutzung eingesetzt. Auch hat er nur noch ein


    ganz leichtes Stoffgeschirr !


    Ausschlußdiät haben wir auch schon hinter uns, zwei vom TA eingeleitete Diäten und eine von uns selbst mit Pferdefleisch


    und Kartoffeln. Erst haben wir uns Dosen gekauft und dann sogar selber gekocht ! Schließlich weiss man ja nie und was alles wirklich mal drinnen ist. Von daher auch keine Besserung, oder Gott sei Dank keine verschlechterung ! Aber dennoch sind wir von uns selber bei einem sehr guten und sensitiven Futter geblieben, was er gutr verträgt und wenn wir mal was ändern müssen, sei es wegen neuer Marke (nicht mehr verfügbar) oder damit er einen anderen Geschmack bekommt, lassen wir es einschleichen und immer nur 1 neuer Zusatz (Fleisch, Kartoffel, Reis usw.).


    Auch haben wir zurück überlegt was wir damals, als es vor 4 Jahren begann, alles andert gemacht haben oder auch neu dazu gekommen sein könnte. Leider war da nichts, ausser das es ihm damals auf einmal richtig schlecht ging ( seine Hoden waren damals fast offen und bluteten, das selbst wir ihn nicht anfassen durften ) und er daraufhin mit Atopika behandelt wurde und er damals auch fast starb auf das Zeug. Wenn der TA es auch nicht zugibt, aber dieses Atopika hat den Stoffwechsel des kleinen komplett zerstört und es dauerte fast eineinhalb Jahre, bis wir ihn wieder im Gleichgewicht hatten ! Das einzige womit unser kleiner die ganze Zeit immer wieder ein Problem hat sind Staphylokkogen, wobei bei ständigen Untersuchungen nichts mehr negativ auffällt ! Die haben wir ja alle mehr oder weniger !


    Was mich immer wieder stutzig macht, ist die Tatsache das alles was ich schon darüber gelesen habe immer nur zu einem gewissen Teil stimmt und andere Faktoren wieder gerade das gegenteil behaupten. Sicherlich kann ein Problem nicht genauso


    auftreten wie im Lehrbuch, aber davon ausgehend müsste dann unser Kleiner fast alles haben, oder schon totkrank seiin.


    Was ich aber ziemlich toll finde ist der Punkt mit dem Tagebuch ! Warum bin ich da nicht selber drauf gekommen ?


    Wobei ich ja selber bis vor einem viertel Jahr über 32 Jahre Schäferhunde hatte. Man vergisst ja doch einiges wenn man erregt ist, oder beim TA. Vorallem aber kann man danach ziemlich genau über die Zeitlinie einen sehr guten Vergleich starten und einordnen !


    Nochmals ein ganz, ganz großes DANKESCHÖN !!!

    hallo Erwin . . . ! mach dich mal bitte schlau über "Schüssler-Salze" ! deiner Beschreibung nach, würde ich sagen , deinem Hundi-Wuff fehlt ein Mineral + deswegen zeigt er dir diese Hautreizungen . . . ! + bevor ich da "irgendwelche" Chemie nehmen würde , würde ich Teebaumöl darauf träufeln ! Schwedenkräuter sind zwar wesentlich besser brennen aber wie Hölle !


    gute Besserung ! :)D