Zwergspitz zu verwöhnt

    Hallo ihr lieben,


    dies ist mein 1 Eintrag und ich wollte mal ein paar Erfahrungen austauschen / einholen.


    Wie der Titel schon sagt geht es um meinen Zwergspitz-Rüden der jetzt 8 Monate alt ist :)_


    Ich hab folgendes Problem und hoffe das ich ein paar wertvolle Ratschläge bekomme (beleidigungen oder das was in der Erziehung falsch gemacht wurde, brauche ich nicht. Ich weiß es schon.) Ich bin jetzt seit wir den Hund geholt haben (mit 8 wochen) zu hause, da ich eine schwere Kieferoperation hatte. Er ist super zufrieden ausgelastet, wir gehen spazieren oder spielen und da ist er der liebste Hund den es gibt...


    Sobald wir bei uns im Hausflur sind (3 Parteien) dreht er völlig ab, wenn uns jemand begegnet im Hausflur (obwohl er die Personen seit kleinauf kennt) bellt er und lässt sich überhaupt nicht beruhigen. Erst wenn die Personen weg sind. Wenn der Postbote etwas bringt das gleiche, ich schicke ihn auf seinen Platz aber dann sitzt er da und bellt. Gut, dass schlimmste ist aber - ich muss auch wieder arbeiten. Ich arbeite zwar freiberuflich aber muss auch schonmal 5 stunden weg und hab leider keine oma, opa oder andere leute die zeit hätten auf ihn aufzupassen. Letztens hab ich das mal getestet und war einkaufen OHNE ihn (sonst hab ich ihn immer überall mit hingenommen) und hab die kamera vom laptop angemacht mit der Richtung zur Haustür, und der hat gejault wie ein Wolf... :( Das tat mir in der Seele weh. Nach etwa 5 minuten war schluss, aber sowas will ich meinen Nachbarn auch nicht antun. Oder am schlimmsten die würden sich beschweren über ihn. Auch wenn wir in der Wohnung sind und jemand im Treppenhaus die Tür aufschließt ist sofort wieder Alarm..


    Ich weiß das ich in der Erziehung fehler gemacht habe, er kann zwar sitz, platz, bleib, geht an der leine vernünftig.. Aber irgendwie fehlt ihm glaub ich die Disziplin.. oder mir? :=o


    Vllt habt ihr ein paar tips für mich wie ich es einifermaßen in den griff kriege bzw ich will nicht das ER sich stresst.

  • 4 Antworten

    Ich bin keine Hundekennerin, aber ich mag Hunde. Mir ist aufgefallen, dass die Rasse "Spitzer" SEHR zum Dauerkläffen neigt und vermute, dass die das im Erbgut haben. Du kannst vielleicht gar nicht viel dagegen unternehmen - ausser gut Wetter machen bei den Nachbarn.

    Dieses überall mithinnehmen sein lassen. Du gewöhnt ihn daran und wenn es mal nicht geht, ist grosses Theater.


    Nimm ihn weniger mit, Dann gewöhnt er sich daran.


    Was machst du denn, wenn er bellt und du zu hause bist?


    Ermahnt du ihn?


    Hört er dann auf?

    Alleinebleiben muss kleinschrittig aufgebaut werden und das kann lange dauern, gerade wenn du es die letzten 8 wichtigen Monate nicht geübt hast.


    Rennt er dir auch in der Wohnung hinterher?


    Da hilft wohl nur das übliche Spiel: rausgehen, anziehen, Schlüssel nehmen, aus der Tür raus. Jeden einzelnen Schritt machst erstmal du so oft, bis er ruhig bleibt (ohne aus der Tür zu gehen). Dann den nächsten Schritt. Wenn das geschafft ist, minutenweise zur Tür raus und immer nur so kurz weg bleiben, dass du da bist, bevor der Hund meckert.


    In der Wohnung verfolgen ist absolut tabu, schließe auch mal die Tür hinter dir. Übe, dass er zuverlässig auf Kommando in sein Körbchen geht. Schicke ihn mehrmals am Tag rinfach so in sein Körbchen.


    Spitze neigen zum Kläffen, ja. Allerdings kriegt man auch das erzogen, Hunde bestehen doch nicht nur aus ihren Instinkten. Bringt ihm bei, auf Kommando zu kläffen. Und dann auf Kommando auch aufzuhören. Das muss zuverlässig sitzen und erfordert viel Zeit. Wenn er das wirklich verinnerlicht hat, kannst du beim Bellen ausschließlich das Abbruchkommando geben.


    Im Flur bei Begegnungen bellt er wahrscheinlich, weil der Reiz zu stark ist. Das kann man auf verschiedene Arten trainieren, je nachdem, ob der Hund gestresst, reizüberflutet ist, den Kontrolleur spielen will oder anderes.


    Ich würde da ebenfalls mit Abbruchkommando üben und ihm eine neue Aufgabe geben, zB mich anzusehen. Das Angucken muss ebenso wie das Abbruchkommando sitzen, bevor man in die Stresssituation rein geht. Also zuhause zB das Kommando "Schau" geben, der Hund guckt dich an, Leckerlie. Dann werden nach und nach die Abstände länger und er muss sich länger auf dich konzentrieren. Anstatt zu bellen, schaut er dich also an.


    Das klingt alles so lapidar und einfach. Das wird das nächste halbe Jahr mindestens dauern, bis du überhaupt in die Situationen rein gehen kannst. Zusätzlich wird dein kleiner Hund nun mit Macht erwachsen und kommt in die Pubertät. Da muss man stark bleiben und einen langen Atem besitzen.

    Wenn der nur 5 Minuten kläfft, wenn er allein ist und danach Ruhe gibt - dann ist doch alles super! Das musst du (!!) aushalten können. Mit den Nachbarn würde ich reden - ggf. können sie dir dann auch Auskuft geben, ob und wielange dein Hund während deiner Abwesenheit kläfft.


    Allerdings würde ich ein Ritual einführen - beim Weggehen und beim Wiederkommen. Und natürlich - konsequent bleiben.