120kg, schwerbehindert, eingeschränkt, Medikamente. Tipps?

    Hallo Leute,


    ich bräuchte Tipps, wenn überhaupt einer welche für mich hat.


    Ich bin 32 Jahre alt, weiblich, im Moment bei ~120kg auf 1,75m Größe und aufgrund einer Zwangsstörung 80% schwerbehindert. Diese schränkt mich im Alltag sehr ein, so dass ich große Probleme mit meinem Gewicht habe - aus Mangel an Bewegung, Kochmöglichkeiten und wegen der Psychopharmaka.


    Der Reihe nach:


    Bis knapp über zwanzig hatte ich Normalgewicht, um die 70 Kilo. An Sport habe ich Kieser-Training gemacht, allerdings nichts weiteres. Ich hasse Sport.


    Dann bin ich so massiv krank geworden und war ein Jahr auf der Psychiatrie. Dort kam ich wegen der Medikamente auf 100 Kilo. Ich habe während des Klinikaufenthaltes versucht, mit Sport dagegenzuwirken, habe aber ganz massive Zwänge auf dem dort vorhandenen Stepper und Ergometer entwickelt; das ging gar nicht und die wurden dann von ärztlicher Seite vor mir weggeschlossen.


    Als ich entlassen wurde war ich zwei Jahre in meiner ersten eigenen Wohnung. Ich nahm in der Zeit auf 80kg ab, aber das nicht auf gesunde Weise; wegen meiner extremen Zwänge bin ich nur alle 4-6 Wochen einkaufen gegangen und hatte nach zwei Wochen dementsprechend nur Fertigsuppen im Haus. Also alles unschön.


    Bin dann wieder in die Psychiatrie gegangen, für ein weiteres Jahr. Kein Sport, wegen der bekannten Probleme, und Entlassung mit 115kg.


    Jetzt lebe ich seit fast vier Jahren wieder in meiner Wohnung auf dem Klinikgelände der Psychiatrie. Die Situation sieht folgendermaßen aus:


    - Ich nehme weiter Psychopharmaka: Atosil und Ergenyl. Bin auf der kleinstmöglichen Dosis, mit der ich klarkomme. Medikamentenwechsel geht nicht; die beiden Mittel sind schon 'Notlösungen', da ich die Medikamente, die eigentlich für Zwangsstörungen sind, nicht vertrage.


    - Aufgrund meiner massiven Zwänge holen meine Eltern mich einmal pro Woche zum Einkaufen. Ich selbst kann nicht alleine vor die Tür. Das heißt, ich habe akuten Bewegungsmangel. Ich bräuchte etwas, die man daheim machen kann und bei der man nichts zählen kann/muss; also keine Schritte, Minuten, Umdrehungen von Fahrradpedalen, Wiederholungen... das ist alles ganz schlecht für mich. Kennt sich da einer aus? Natürlich sollte es auch etwas sein, wo man nicht viel kaputtmachen kann, wenn man keinen professionellen Trainer hat, der schaut, ob man irgendwelche Bewegungsabläufe auch richtig macht. Ich hatte schonmal versucht, meine Krankheit mit einem dieser Mini-Pedaltrainer zu überlisten, die man unter den Tisch stellt und benutzt, während man irgendwas anderes macht und so versucht, mich abzulenken, aber das hat auch nicht geklappt.


    - Meine Ernährung ist scheiße. Ich sag das jetzt einfach mal so drastisch. Das liegt zum einen daran, dass ich der pingeligste Esser der Welt bin und mir fast gar nichts schmeckt, aber auch an dem Mangel an Möglichkeiten.


    Einen Ofen habe ich in meiner Wohnung wegen Platzmangel nicht, könnte ich aber wegen meiner Zwänge eh nicht verwenden. Das gilt auch für den Herd, den ich zwar habe, aber wegen der Erkrankung nicht nutzen kann. Das heißt, zum Kochen bleibt mir eine Mikrowelle, ein Heißwasserkocher und meine beiden Hände. Da ich massive Zwänge auch beim Spülen habe benutze ich auch so wenig Geschirr wie möglich, trinke z.B. nur aus der Flasche und schneide alles mit der Gabel, um kein Messer zusätzlich nutzen zu müssen.


    Damit fallen leider ganz viele Sachen, die ich gerne mag, weg. Ich sehe im Supermarkt so oft Dinge, die ich gerne mag oder probieren würde - von ganz simplen Dingen wie Pfeffersaucen und Semmelknödeln zu Gerichten, die ich online sehe und gerne ausprobieren möchte. :-( Ich würde schon vor Freude heulen, wenn ich nach Jahren mal wieder nur eine einfache Portion Reis mit einer Sauce von Knorr essen könnte, ohne irgendwas dabei, aber keine dieser ganzen Saucen kann man ohne Herd machen. :°(


    Meine Pingeligkeit beim Essen ist teils gut, teils furchtbar. Ich mag z.B. keine Kohlensäure, keinen Alkohol und keine warmen Getränke und Säfte sind zwar okay, aber kein Muss, so dass bei mir keine Cola oder sonstwas im Kühlschrank steht. Außerdem mag ich nur Geflügelfleisch, was ja oft als gesünder als anderes Fleisch bezeichnet wird. Chips sind auch nicht mein Ding und reine Schokolade schon gar nicht.


    Mein Laster sind die Milchprodukte. Ich könnte ganz locker am Tag zwei Kilo Quark essen. Pudding auch, wobei ich Quark bevorzuge. Wenn ich keinen Quark im Haus habe trinke ich viel zu viel Milch (locker einen Liter oder mehr am Tag). Davon wegzukommen schaffe ich irgendwie nicht; als ich zwei Wochen wegen eines Zahnimplantates keine Milchprodukte essen konnte habe ich gelitten wie ein Hund und es wurde nur schlimmer statt besser.


    Dazu gibt es seit über einem Jahr(!) jeden Tag das gleiche ungesunde Fertiggericht aus der Mikrowelle - weil ich einfach kein anderes finde, was mir schmeckt; sobald irgendwo nur "Zwiebel" draufsteht schiebe ich es weit, weit weg - und ab und zu ein bisschen Couscous. Ich liebe Couscous und den kann man mit dem Wasserkocher prima machen, aber langsam kann ich den auch nicht mehr sehen, weil ich leider die ganzen tollen Gerichte online wie Couscous-Chili nicht machen kann, da die wieder für den Herd sind. Habe schon alle möglichen Gewürze im Couscous ausprobiert, aber warmes Wasser und Curry machen noch keine Curry-Sauce. Und Brot ist generell nicht meins. Ich habe mal eine zeitlang dünnes Knackebrot mit Schmierkäse gegessen, weil ich normales Brot einfach nur doof finde - und wenn, dann mag ich "natürlich" nur helles Graubrot; mit Schwarzbrot konnte ich noch nie etwas anfangen, das ist einfach nur bäh. Aber super geschmeckt hat mir das auch nicht.


    Und Obst und Gemüse... mag ich schlichtweg nicht. Es schmeckt mir generell nicht gut; gekocht schonmal gar nicht und als Rohkost esse ich es nur mit langen Zähnen und sobald ich irgendwo einen Katscher im Apfel entdecke ekel ich mich so, dass ich das Ding nicht runterbekomme. Die letzten zwei Male, als ich mir mit gutem Vorsatz Äpfel geholt habe, sind sie dann irgendwann im Kühlschrank vergammelt, weil ich mich nicht überwinden konnte, sie zu essen. %-|


    Hier bräuchte ich also vor allem Tipps, wie ich mit meinen begrenzten Möglichkeiten mehr Vielfalt ins Essen bekomme. Kennt einer gute Couscousrezepte, für die man keinen Herd braucht? Weiß jemand, ob man irgendwie Dinge wie Saucen, die man normalerweise auf dem Herd machen muss, auch in der Mikrowelle machen kann? Hat jemand schonmal Knödel in der Mikrowelle oder mit dem Heißwasserkocher gemacht? Ich bin Fan von scharfen Saucen (Pfeffer, Curry, Paprika) und eigentlich supergroßer Freund der asiatischen Küche - auch wenn ich im Restaurant immer das Gemüse komplett zurückgehen lasse und nur Reis, Fleisch und Sauce esse :=o - was ja eigentlich nicht schlecht ist. Wenn irgendwer Vorschläge hat, dann bin ich total offen.


    Und naja, abschließend sollte ich wahrscheinlich das Offensichtliche trotzdem noch erwähnen: Da ich sechs Tage die Woche nur in der Wohnung bin und in der Freizeit, die die Zwänge mir lassen, am PC sitze, ist wahrscheinlich bei mir auch viel Essen aus Langeweile dabei. Will ich auch nicht abstreiten. Ein wirklicher Extrem-Wille, die Ernährung radikal umzustellen, ist auch absolut null vorhanden; einfach weil ich schlichtweg nichts von dem "gesunden Zeug" mag - ich denke noch immer, dass ich lieber zehn Jahre kürzer lebe, weil ich dick bin, anstatt den Rest meines Lebens Dinge in mich reinzuwürgen, bei denen ich am liebsten kotzen möchte... :-( So war ich schon immer, auch, als ich noch normalgewichtig war - da hat aber daheim meine Mutter noch gekocht und eben mehr sowas wie frisches Hähnchen mit Reis anstatt meine jetzt tägliche Bratkartoffelpfanne aus der Mikrowelle. :-/


    Ich suche also keine Tipps für Ernährungsumstellung - da habe ich schon genug gehört und gelesen - sondern eher Kniffe von Kochprofis, die wissen, was man auch ohne Herd und Ofen machen kann, obwohl Herd und/oder Ofen auf der Packung als Zubereitungsmöglichkeiten stehen. Ich habe halt die Hoffnung, dass ich z.B. auf die ungesunden Großmengen der Milchprodukte verzichten kann, wenn ich für mich mehr Alternativen finde, was ich stattdessen essen möchte, denn das ist ja etwas, was ich wirklich will.


    So, das war jetzt lang. Mal schauen, ob das überhaupt jemand liest. Danke an die, die sich durchgewühlt haben! @:)

  • 117 Antworten

    Auch wenn ich dafür sicher wieder Haue kriege, muss ich dir sagen das du deine Probleme nicht lösen kannst indem du um all deine Zwänge und alles was nicht geht herum "vegetierst".


    Sorry, aber wenn ich mir deine Ernährung (wobei das mehr nach Füllstoff als nach Nahrung klingt) und deinen Bewegungsmangel ansehe, ist dein Gewicht völlig nachvollziehbar.


    Ich will das sicher nicht klein reden, aber welche Zwangsstörung hindert dich z.B. daran einen Herd zu verwenden?


    Das Problem hier ist wohl das du durch psychische Probleme nun als Folge auch physische Probleme bekommst.


    Du weißt das du dich zu wenig bewegst. Du weißt das du dich... scheiße ernährst. Du schreibst ja sogar voller Sehnsucht was du gerne alles essen willst. Was hindert dich daran?


    Ich glaube hier ist ein großer Teil Angst vor der Angst. Du glaubst das du irgendwas nicht kannst und versuchst es nicht mal...


    Ich will mal nicht so sein. Du sprachst z.B. von Reis? Bitte sehr: http://www.unclebens.de/uncle-…ationen/express-reis.html. Zwei Minuten Mikrowelle, fertig.

    Wie wäre es, dir einen nachgemachten Thermomix anzuschaffen? Die gibt es gebraucht für weit unter 100€ , und darin kannst du wirklich waaaaahnsinnig viel kochen. Z.B. https://www.google.de/search?q=one+pot+thermomix&oq=one+pot+t&aqs=chrome.1.69i57j0l5.11961j0j8&sourceid=chrome&ie=UTF-8 alles im Thermomix, ganz gut übertragbar auf den Klon von Lidl und Co. One Pot Rezepte, bzw. AllinOne-Rezepte , ohne Herd und Ofen.


    Grundsätzlich fände ich es aber besser, die Ängste anzugehen ;-) !

    Bulgur geht mit ein Wasserkocher. Da kann man Paprikamark und Tomatenmark danach darunter mischen.


    Bacon geht gut - zwischen 2 Blätter Kuchenpapier liegen und ca. 2 - 2 1/2 Minuten in der Mikrowelle - wir machen es immer so, Fett läuft in dem Papier und der Bacon wird knusprig. In die Pfanne ist es sehr fettig.


    Rührei geht auch in eine Mikrowelle.


    Knödeln gehen in der Mikrowelle - Knödeln machen, in eine tiefer Schüssel mit Wasser drin tun. In der Mikrowelle kochen und fertig. Saucen kann man auch so machen. Muss du einfach immer wieder rausnehmen und etwas rühren.


    Frische Kartoffeln oder Reis im Wasser tun und ab in die Mikrowelle. Geht auch. Sogar Milchreis geht. Man braucht halt dafür etwas Geduld.


    Curry - Sauce und Kokosmilch mischen, Fleisch rein - Mikrowelle. Reis mit kochendes Wasser aufquellen lassen und danach in der Mikrowelle kochen.


    Eigenlich kann man alles in der Mikrowelle kochen. Hol dir ggf. eins mit eingebauten Grill. Dann kannst du auch Fleisch gut machen.


    Meine Kinder sind faul und stecken alles mögliche in der Mikrowelle. Daher habe ich einiges gesehen. Auch hat die Mutter eine Freundin von mir immer die Gemüse in der Mikrowelle gekocht...


    Einzige was nicht geht sind rohes Ei noch in die Schale - sie explodieren.

    Nein, auf dem Klinikgelände wird sowas nicht angeboten, aber mein Hausarzt bzw. seine Praxis macht solche Sachen. Da habe ich mich nach meiner Entlassung auch informiert gehabt, aber als ich ihm von meinen ganzen Einschränkungen erzählt habe meinte er nur, dass da nicht wirklich was machbar ist - dadurch, dass ich ohnehin so wenig zubereiten kann, bliebe halt "nur", dass man die Dinge, die ich im Moment esse, durch andere ersetzt und wenn mir die so schlecht schmecken, dass ich sie nicht essen kann/will, ist das ziemlich hoffnungslos.


    Der Arzt hat übrigens da schon so einiges für mich versucht - so absurd das klingt, so gibt es z.B. Tabletten gegen Halschmerzen (Isla Moos), die mir so super schmecken, dass ich durchaus anstelle eines Puddings mit 180 Kalorien auch mal zwei der Tabletten (mit 6 Kalorien pro Stück) lutschen kann. Nur zahlt die Kasse diese Tabletten nicht, da freiverkäuflich in der Apotheke erhältlich und als Sozialhilfeempfänger sind die Dinger auch in der Onlineapotheke noch in größeren Mengen zu teuer. Da hat mein Arzt sich wirklich drangesetzt und versucht, ob es eine Möglichkeit gibt, die wegen meiner "besonderen Situation" abrechnungstechnisch von der Kasse erstattet zu bekommen. X- Superlieb von ihm, aber da war echt nichts zu machen. Es sind also schon die verrücktesten Dinge versucht worden.


    Da ich mich aufgrund dieser Erfahrungen und meiner Pingeligkeit von wirklichen Ernährungsumstellungen ziemlich verabschiedet habe, bin ich zuerst also mal auf der Suche nach Leuten, die vielleicht wissen, wie man Nicht-Mikrowellen-Dinge in der Mikrowelle zubereiten kann. Wenn ich mehr Auswahl habe lohnt es sich aber sicherlich noch einmal, dem Arzt das zu berichten und zu überlegen, ob eine Ernährungsberatung Sinn macht. :)z


    Ich hätte das hier auch fast im Ernährungsbereich gepostet, aber da ich halt auch immer noch auf einen Wundertipp für Sport hoffe, der mit meinen Zwängen möglich ist, habe ich es jetzt mal in "Übergewicht" gesteckt. Auch, wenn der Hauptaugenmerk sicherlich auf den Essmöglichkeiten liegt, da von ärztlicher und meiner Seite Sport schon ziemlich komplett ausprobiert worden ist und meine Zwänge mir da bisher überall dazwischengefunkt haben.

    @ ElafRemich0815

    Zitat

    Ich will das sicher nicht klein reden, aber welche Zwangsstörung hindert dich z.B. daran einen Herd zu verwenden?

    Zwangsstörungen haben ganz oft die Thematik der "Kontrolle", also tausendmal schauen, ob der Ofen aus ist, die Tür abgeschlossen usw. Die Mikrowelle schaltet sich selbst aus, da schafft mein Hirn das einigermaßen (wobei ich auch da jeden Tag ein paar Zwänge habe), aber etwas, was ich selbst ausschalten muss, geht schlichtweg nicht.


    Und ja, Reis in der Mikrowelle geht immer. Den mache ich mir auch. Mir gehts aber vor allem darum, auch mal eine Sauce dazu zu haben.

    @ Turbulentia

    Da werde ich mich mal schlaumachen! Wenn ich einen finde, der sich selbstständig ausschaltet und keine Digitalanzeige hat, dann ist das definitiv etwas, was ich super finde und wo ich auch drauf sparen würde! @:) Danke für den Tipp!

    Zitat

    Es gibt auch Dampfgarer für die Mikrowelle, Reiskocher .... Tupperware hat da eine Riesenauswahl.

    Ich habe keine Ahnung, was ein Dampfgarer ist, aber das finde ich raus! Alles, was in die Mikrowelle kann, ist super für mich!

    @ Luci32

    :-o Du rettest mich hier gerade!


    Mir wurde immer gesagt, dass all diese Dinge nicht in der Mikrowelle gehen; auch online, wo ich schonmal in anderen Foren nachgefragt habe. Immer wieder umrühren ist ja kein Problem.


    Gibts da irgendwelche Tipps für Gradzahlen und Dauer? Ich habe ehrlich gesagt keine Idee, ob man da eher mit hoher Wattzahl und kurz oder mit wenig Watt und langsam kochen soll.


    Bulgur ist nicht so meins, aber vielleicht klappt das Paprikamark ja auch beim Couscous. Da werde ich mich mal schlaumachen; bisher habe ich online nur Couscous-Gerichte mit Tomatenmark gesehen, wo der Couscous nach dem aufquellen dann nochmal auf den Herd musste und da erst das Tomatenmark dazukam.


    Auf jeden Fall ganz vielen Dank, das sind auf jeden Fall gute Nachrichten! @:)

    Zitat

    Das heißt, ich habe akuten Bewegungsmangel. Ich bräuchte etwas, die man daheim machen kann und bei der man nichts zählen kann/muss; also keine Schritte, Minuten, Umdrehungen von Fahrradpedalen, Wiederholungen... das ist alles ganz schlecht für mich. Kennt sich da einer aus? Natürlich sollte es auch etwas sein, wo man nicht viel kaputtmachen kann, wenn man keinen professionellen Trainer hat, der schaut, ob man irgendwelche Bewegungsabläufe auch richtig macht.

    Vielleicht Zumba zu einem Youtube-Video? Da musst du keine Schritte, Umdrehungen oder Minuten zählen, sondern dich einfach zur Musik bewegen, in deinem Tempo, nach deinen Möglichkeiten. Soweit ich weiß ist auch der Takt zu vernachlässigen und die Bewegungen mehr frei Schnauze. Im Fokus liegt der Spaß dran.

    Ganz vergessen zu sagen, für alle, die meinen, dass ich erstmal die Ängste/Zwänge therapieren sollte: Ich gelte als austherapiert und als so schwerer Fall, dass ich für eine (immer noch recht experimentelle) Gehirn-OP zugelassen wäre. Diese möchte ich aber aufgrund der schweren Nebenwirkungen, die oft vorkommen, zumindest im Moment nicht machen. Ich komme im Moment mit den Zwängen ja so klar - vor der Psychiatrie hatte ich oft nichtmal Zeit zum schlafen und 20+ Stunden Zwänge am Tag, so "eingeschränkt", wie ich jetzt lebe, habe ich je nach Tag 3-7 Stunden, das ist okay. Am Gehirn lässt man sich ja nicht einfach so rumfummeln.


    Eine Behandlung meiner Erkrankung möchte ich daher hier nicht thematisieren; die wird seit über 10 Jahren behandelt und dass ich überhaupt so leben kann wie jetzt ist schon ein großer Erfolg für mich.

    @ Chomsky

    Zitat

    Vielleicht Zumba zu einem Youtube-Video? Da musst du keine Schritte, Umdrehungen oder Minuten zählen, sondern dich einfach zur Musik bewegen, in deinem Tempo, nach deinen Möglichkeiten. Soweit ich weiß ist auch der Takt zu vernachlässigen und die Bewegungen mehr frei Schnauze. Im Fokus liegt der Spaß dran.

    :-o Davon habe ich noch nie gehört, das werde ich mir definitiv mal ansehen! Das klingt super-interessant und auch wenn ich so gar nicht tanzen kann, kann ich ja die Vorhänge zumachen, damit mich keiner von außen sieht. ;-D


    Das ist ein Supertipp, vielen Dank! @:)

    Ich glaube, ein Thermomix.Klon ohne Display wird es schwierig. Die werden wohl alle haben, aber auch einen Stecker zum rausziehen, im Gegensatz zu einem Herd halt.


    Der Dampfgarer nennt sich Micro Gourmet, da kann man echt einiges mit machen. Gibt es bestimmt auch in günstig, nachgemacht. Ich hatte den originalen, Dampfgare aber nun im Thermomix-Klon.


    Zumba hört sich toll an! Ich hätte noch an schwimmen gedacht, statt auf Runden, auf Zeit. Ginge das? Allgemein Sport auf Zeit statt mitzählen? Mit einer Stoppuhr?

    Zitat

    Das klingt super-interessant und auch wenn ich so gar nicht tanzen kann, kann ich ja die Vorhänge zumachen, damit mich keiner von außen sieht. ;-D

    Du, das machen sogar schon die Kleinen im Kindergarten. Da gibt's keine definierten Tanzschritte und auch die Choreografien müssen nicht unbedingt exakt nachgemacht werden. Klar kann man sich am "Vortänzer" orientieren, aber die Philosophie ist wohl, dass man sich einfach von der Musik anstecken lässt und mitbewegt.


    Einen Versuch ist es bestimmt wert, du kannst es zu Hause ohne großen Aufwand ausprobieren und vielleicht macht es sogar Spaß! Konditionell wirst du anfangs wahrscheinlich nicht allzu lange durchhalten, aber das macht nichts. Wenn du dran bleibst, wirst du schnell merken, wie sich das bessert.

    Zitat

    Zumba hört sich toll an! Ich hätte noch an schwimmen gedacht, statt auf Runden, auf Zeit. Ginge das? Allgemein Sport auf Zeit statt mitzählen? Mit einer Stoppuhr?

    Schwimmen ist daheim schlecht; ich habe an dem einen Tag der Woche, wo ich einkaufen gehe, auch meist noch Arzttermine usw; das passt nicht mehr rein.


    Stoppuhr ist leider doof. Alles mit Zahlen ist doof; sobald etwas nicht akkurat genug gezählt ist bekomme ich meistens Panik und muss von vorne anfangen und dann, von da an, eben zweimal. Also wenn ich irgendwas drei Minuten machen muss, aber die Stoppuhr am Ende 3:02 anzeigt, dann mache ich es nochmal und von da an eben zweimal... und wenns dann wieder nicht klappt mache ich bald Stunden nichts anderes. Das habe ich leider durch. :-(


    Und das Zumba klingt echt gut; ich habe auch eine Isomatte hier, damit sich die Dame von unter mir dann hoffentlich nicht über irgendwelches Rumgestampfe beschwert. ;-D Das werde ich auf jeden Fall ausprobieren, einen MP3-Player habe ich irgendwo auch noch und ein paar Kopfhörer sowieso. Dann muss ich auch keine teuren Investitionen tätigen.