150kg, Raucher, Hashimoto - Ich möchte abnehmen!

    Hallo zusammen,


    ich bin 21 Jahre alt. Ich bin seit meinem 10. Lebensjahr übergewichtig und kam damit immer irgendwie durchs Leben. Ich habe dann vor ca. 6 Jahren schwere Depressionen gehabt und hatte den bisherigen Tiefpunkt meines Lebens erreicht:


    150kg, Keine Ausbildung nach der Schule, nur zuhause gewesen und am Wochenende Komasaufen in Clubs mit den Freunden. Das ganze zog sich von ~2012-2014. Ich habe damals gedacht dass ich niemals wieder glücklich werde und mit mir selbst eigentlich schon abgeschlossen.


    Mittlerweile trinke ich seit 2,5 Jahren nicht mehr. Tatsächlich hat mir Gras dabei geholfen meine sozialen Ängste und Trinkgewohnheiten abzugewöhnen. (Ich möchte hier niemanden dazu ermutigen und es nicht verherrlichen! Es gibt genug Leute bei denen es genau das Gegenteil bewirken kann und alles verschlimmert, bei mir hat es das allerdings nicht.)


    Durch Glück hatte ich die Chance ein Praktikum / Job in meiner Traumbranche anzufangen und konnte mich vor 2 Jahren auch dazu ringen eine Ausbildung anzufangen, die ich hoffentlich nächstes Jahr abschließe. So weit so gut.


    Hin und wieder gibt es immer noch Tage an denen es mir mehr als schlecht geht, aber solche Stimmungsschwankungen hatte ich schon immer.


    Jetzt möchte ich noch mein anderes Problem in den Griff bekommen, das massive Übergewicht:


    Seit meiner Kindheit ernähre ich mich SEHR schlecht. Ich wiege um die 150kg und möchte jetzt endlich anfangen abzunehmen. Mittlerweile habe ich angefangen mehr Gemüse zu essen und seit ein paar Jahren trinke ich auch fast ausschließlich Wasser. Natürlich hat sich das alleine nicht auf mein Gewicht ausgewirkt. Wie gehe Ich das jetzt am besten an? Ich habe Hashimoto bzw eine Schilddrüsenunterfunktion und rauche täglich 4-5 Zigaretten, am Wochenende hin und wieder Gras. Muss ich damit aufhören, wenn ich abnehmen möchte? Sollte ich erst einmal mit meinem Arzt sprechen? Ich habe schon gehört, dass ich nicht einfach anfangen kann zu joggen, da es sehr gefährlich ist für meine Gelenke. (Mich überhaupt dazu zu ringen endlich mit Sport anzufangen wird schon schwer genug :D)


    Vielen Dank an alle, die sich den Shit bis hier durchgelesen haben und ich hoffe auf ein paar Ratschläge, wie Ich das ganze am besten angehe.

  • 3 Antworten

    Ich kann Dich gut verstehen, mir ging es vor über einem Jahrzehnt auch so, dass ich eine Grenze erreicht hatte, wo ich sagte, so geht es nicht weiter! Ich bin ca. 1,69 m groß und damals war mein Gewicht bei 92 kg! Dann habe ich angefangen, viel bewusster und auch weniger zu essen, nach 18 Uhr nichts mehr! Morgens meistens nur Knäcke und zu Mittag Trennkost, zwischendurch einen Jogurt oder Obst! Alle zuckerhaltige Getränke habe ich weggelassen und auch keinen Alkohol mehr, den ich sowieso nicht mehr trinke! Da ich nicht ins Fitnessstudio gehe oder jogge, kaufte ich mir einen Heimtrainer und bin fast täglich 2-3 Stunden Rad gefahren! Nach ungefähr 3 Monaten hatte ich 25 kg abgenommen und wog noch 67 kg! Das war für mich ein großer Erfolg! Mein Laster sind die Zigaretten, aber auch das ist sehr wenig geworden, im Verhältnis zu früheren Zeiten! Gras hatte ich damals auch eine Zeitlang geraucht, doch irgendwann von heute auf morgen damit aufgehört, es war auch nicht regelmäßig, nur um abzuschalten, da ich meinen Kopf nicht frei bekam! Das ist bei mir nun schon lange Geschichte! Sollte es alleine mit dem Abnehmen nicht klappen, dann spreche es mit dem Arzt/der Ärztin Deines Vertrauens ab und lass' Dir helfen! Viel Erfolg!

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    Wende dich an einen Ernährungsmediziner. Da wird mit Hilfe von Oecotrophologen ein Konzept entwickelt, wieviel mit was Du abnehmen kannst - und wirst.


    Die Ernährungsberatung wird von der Krankenkasse bezuschußt. Dir muß aber klar sein, dass man bei mindestens 50 Kilo Gewichtsabnahme sehr lange an solchen erarbeiteten Konzepten festhalten muß, eventuell lebenslang. Mal so 3 - 6 Wochen wird es nichts bringen.


    Aber dort wirst du professionell unterstützt und bei entsprechenden Fortschritten wird dich das auch motivieren, weiter zu machen.


    Man wird für dich festlegen, wieviel Fett und Eiweiß du essen darfst, damit es auch keine Hungergefühle gibt.


    Aber eine Ernährungsumstellung wird es trotzdem sein. Drastisch vermutlich.