Vielen lieben Dank für die netten Nachrichten1 :-):)^

    Zitat

    Mir geht da ein anderer Aspekt durch den Kopf: Was würdest Du selber gerne tun wollen?!


    Sich nicht wohl zu fühlen im Körper: Ist nachvollziehbar, aber wir redenvon einem normalen Alltag mit normalen Menschen. Und nicht einem Model-Casting.

    Was ich tun möchte?


    Naja das was andere Leute auch tun natürlich. Viele gönnen sich nach dem Training eine Saunasession. Ich würd mich auch gern reinsetzen. Ich würd mich nach dem Training auch gerne mal dort duschen und nicht verschwitzt mit Alltagskleidung nach Hause fahren.


    Ja das sind schon normale Menschen, das stimmt. Aber man vergleicht sich ja ständig mit anderen Leuten, das passiert bewusst aber auch oft unbewusst. Mir kommt vor, als ob jeder dort fast makellos ist und eigentlich nur daran arbeiten noch perfekter auszusehen.


    Und dann komme ich daher, mit 30kg Übergewicht, Schwangerschaftsstreifen, Mini-Brüste etc.


    Unter der Kleidung kann ich ja vieles noch halbwegs verstecken und kaschieren, daher habe ich ja kein Problem dort zu trainieren. Aber sobald ich die Kleidung ablege, krieg ich die Krise. Eigentlich krieg ich nur die Krise, wenn ich Oberkörperfrei bin. Ich habe komischerweise kein Problem in Unterhosen herumzurennen und meinen fetten Knackarsch herzuzeigen. ;-D Ich weiß, das klingt total bescheuert.

    Vielleicht ein kleiner Trost, du bist nicht allein mit der Scham.


    Seit ich mich erinnern kann, schämte ich mich meiner Nacktheit anderen gegenüber, das richtete sich auch gegen Eltern und Geschwister. Es war mir immer unangenehm, wenn ich nicht allein unbekleidet war, allerdings hatte ich niemals mit dem Spiegelbild Probleme.


    Das änderte sich leicht, nachdem ich mein "erstes Mal" hatte, seitdem habe ich auch keine Probleme mehr, der jeweiligen intimen Freundin bzw. heutigen Frau meinen Körper zu zeigen. Selbst deren Kinder sind mir komischerweise egal, obwohl es nicht die eigenen sind, aber sie gehören schon lange Zeit zu unserer Partnerschaft, also so gut wie eigene. Aber sonst mag ich keinem den kleinen afri zeigen, Ärzte mal ausgenommen.


    Ich habe kein Problem, mich im Büro umzuziehen, wenn ich mit dem Krad hinfahre. Dann nämlich möchte ich die Lederhose gegen eine Bürohose tauschen und wenn dann jemand meine Unterböchsen sieht, dann sei es so, das finde ich nicht schlimm.


    Der vielen Worte Sinn: du kannst nicht viel dagegen tun, ausser "machen". Wenn du mal in die öffentliche Sauna gehen würdest (was ich übrigens nicht tun würde), könntest du erfahren, dass niemand von deinen angeblichen Minibrüsten Notiz nimmt oder dich überhaupt besonders beachtet. Das könnte helfen, aber ich fürchte, das es das dennoch nicht tut. Gegen lange gefühlte Aversionen kommt man schlecht an.


    Die Frage ist, was daran so schlimm ist. Mich sieht keiner nackt, der oder die es nicht soll. Ich lebe gut damit. Wenn du jedoch gerne mal oberkörperfreie Aktionen machen willst, müsstest du dich schon überwinden. Sonst bleibt dir nur wie mir die Vermeidungsstrategie. Was ist dir wichtiger? Frisch geduscht nach hause oder lieber ungestört dort duschen? Diese Frage solltest du dir beantworten.

    afri

    Zitat

    Was ist dir wichtiger? Frisch geduscht nach hause oder lieber ungestört dort duschen? Diese Frage solltest du dir beantworten.

    Ja gestern war es wieder so weit, wo ich mir permanent diese Frage gestellt habe. Am Abend war es echt eiskalt und ich dachte mir, ich kann nicht schon wieder verschwitzt mit Alltagskleidung nach Hause fahren, gerade bei dem Wetter nicht. Also hab ich mich zusammengerissen und mich dort geduscht. Die Duschen sind kaum ausgelastet, die meiste Zeit ist niemand dort, höchstens 1-2 Typen hier und da. Da hab ich mir gedacht, besser gehts nicht, also ziehs durch.


    BENAOH hat mal hier im Faden erwähnt

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    Hey, wer nicht hinschauen will, soll weggucken.

    Das bleibt jetzt meine ultimative Strategie. ]:D Ich gaffe ja auch niemanden an, also sollen mich die "Peverslinge" in Ruhe lassen. ;-D

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    Mein Rat wäre: Wenn Du noch ein Foto von Deinem Körper hast, bevor Du angefangen hast, zu trainieren und abzunehmen, das mitnehmen. Wenn einer schaut: So hab ich vorher ausgesehen! ;-)

    ;-D ;-D Ich habe erst kürzlich mit dem Training angefangen, da ist noch nicht viel passiert. Aber wie stellst du dir eigentlich die Konversation vor? Dass ich auf einen nackten Typen zugehe und zu ihm sage: "Bevor du mich weiter angaffst, komm mal mit. Ich zeige dir Bilder auf denen ich selber auch (fast) nackt bin" ?? ]:D ]:D

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    Total enttäuscht von mir selbst. An schlechten Tagen auch ziemlich angewidert.


    Ich weiß nicht, ob ich je locker und gelassen sein kann. Und egal wie oft ich mir einrede, dass es jeden scheißegal ist und mich dort eh niemand kennt und andere auch ihre Problemzonen haben, bin ich dennoch extremst verkrampft und schäme mich unglaublich dafür.

    Hey, du machst das richtigste, was in deiner Situation möglich ist: Du gehst ins Fitnessstudio. Dafür ist Scham echt nicht angemessen, sondern Respekt! :)^

    Du machst dir zu viele Gedanken. Stell dich vor den Spiegel und schau dich an. Dann sagst du zu dir selbst"...Klasse der Kerl. Toller Typ...." oder so. Steh aufrecht. Schultern nach hinten. Kopf hoch und ein fester Stand. Das Selbstbewusstsein kommt dann von alleine. Und dann klappt es auch mit dem Abnehmen.


    Ich wiege 124kg bei 175cm. Das muss natürlich auch wieder weniger werden. Ok immer Sport gemacht und das ist alles nicht wabbelig. Aber hatte noch nie Problem einen nette Frau kenne zu lernen.

    Ich bin weiblich und habe den selben BMI wie du... Ich weiß, dass man sich so nicht sonderlich wohl fühlt in seiner Haut. Aber ich weiß auch, dass man manche Dinge einfach machen sollte ;-D Ich gehe schwimmen und würde, wenn ich es vertragen würde, auch in die Sauna gehen. Mitlerweile trage ich auch wieder Kleider, was ich lange Jahre aufgrund meiner "Fußballerwaden" nicht gewagt habe. Und ich bekomme Komplimente ;-D


    Ich hab's einfach irgendwann getan und.. es war gar nicht schlimm. Im Gegenteil :-D


    Ich weiß aber auch wie es sich anfühlt, schlanker zu sein. Vor ein paar Jahren hatte ich aufgrund einer Erkrankung innerhalb kürzester Zeit 20 kg abgenommen. Huiuiui, DAS hat sich toll angefühlt! Das Selbstvertrauen kommt dann von ganz alleine wieder! ;-)


    Hab inzwischen leider alles wieder zugenommen, aber das ist ok. Ich bin lieber so wie ich jetzt bin, als nochmal so krank. Aber natürlich warte ich trotzdem auf die Motivation, wenigstens 10 kg wieder loszuwerden.


    Du tust, was du tun kannst und dem gebührt Respekt. Lieber etwas pummeliger im Fitnesstudio schwitzen und etwas gegen die Pfunde tun, als zu Hause auf der Couch sitzen und Chips futtern ;-) Du kannst stolz darauf sein, was du bis jetzt erreicht hast und ich bin sicher, einige Kilos weiter wirst du die Scham langsam ablegen können.


    Aber übertreib es nicht - also nicht in's andere Extrem des Untergewichts abrutschen ;-) Das findet Frau dann erst Recht nicht mehr attraktiv ;-)

    Ich gratuliere dir zu deinem bisherigen Erfolg. Toll das du abnimmst - für dich selber. :)z


    Wahre Schönheit hat für mich persönlich nicht's mit dem Äußeren zu tun, die kommt von innen. Sind wir mit uns selber zufrieden und im Reinen dann strahlen wir das auch aus.


    Deine Scham kommt vielleicht daher das du mit dir selber unzufrieden bist. Du denkst du entsprichst nicht der " Norm " .


    Was aber ist die Norm ? Wer legt die fest oder hat die festgelegt ?


    Denkst du wenn du dieser Norm entsprichst fühlst du dich gut und alles ist ok? Ich denke eher nicht.


    Das du dort jetzt duschen warst finde ich großartig. :)_


    Es ist nicht wichtig was andere über dich denken. Wichtig ist nur was du über dich selber denkst. :)z.

    Danke Leute, für die lieben Nachrichten, ihr seids echt toll :)^ @:)

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    yessesneee


    Du machst dir zu viele Gedanken. [...] Das Selbstbewusstsein kommt dann von alleine. Und dann klappt es auch mit dem Abnehmen.

    Ich mache mir immer zu viele Gedanken. Overthinking ist quasi mein Zweitname. Es dauert bei mir einfach länger, bis ich lockerer werde und mir nicht mehr so viele Gedanken mache. Diesen ersten Schritt zu gehen ist einfach die Hölle.


    Mit dem Abnehmen komme ich super klar. Bis Februar/März 2017 möchte ich unter 100kg kommen. Und dann werd ich mal super happy sein, das ist der erste Meilenstein.

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    sweeny 72


    Wahre Schönheit hat für mich persönlich nicht's mit dem Äußeren zu tun, die kommt von innen. Sind wir mit uns selber zufrieden und im Reinen dann strahlen wir das auch aus.

    Ich finde die Persönlichkeit eines Menschen natürlich auch wichtig, immerhin ist der Charakter das was eine guten oder schlechten Menschen ausmacht und in weiterer Folge eine gute oder schlechte Beziehung.


    Aber seien wir ehrlich. Ein Mensch ist ein total visuelles Wesen. Egal ob ich jemanden in der Arbeit/Party/Cafe/Online treffe, der erste Eindruck ist nun mal das äußere Erscheinungsbild. Erst dann kann ich meine Persönlichkeit spielen lassen.

    Zitat

    Deine Scham kommt vielleicht daher das du mit dir selber unzufrieden bist. Du denkst du entsprichst nicht der " Norm " .

    Ja natürlich bin ich mit mir selbst unzufrieden. Sonst hätt ich auch nicht das Bedürfnis mich verändern zu wollen. Beim Abnehmen geht es mir um zwei Aspekte, die für mich so ziemlich gleich wichtig sind: Gesundheit und Ästhetik. Ich habe mich gesundheitlich schon ziemlich mies gefühlt. Als ich dann noch mehr zugenommen habe und mein Höchstgewicht von 120 kg erreicht habe, war ich dann auch noch mit meinem äußeren Erscheinungsbild total unzufrieden.


    Ich war richtig demotiviert und hatte überhaupt keinen Antrieb dagegen etwas zu unternehmen. Ich war einfach down, Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen sind flöten gegangen. Anfang September diesen Jahres habe ich endlich diesen Teufelskreis durchbrochen und freue mich total, dass es wieder bergauf geht.


    Ich will nicht der Norm entsprechen (was man auch immer als Norm definiert), sondern ich will dass es mir gesundheitlich wieder gut geht und ich einen Körper erlange, wo ich sagen kann "ich finde mich schön". Dann wäre ich zufrieden, denn derzeit bin ich das nicht.


    Denkst du, dass ich zu negativ über mich denke? Ja möglich, aber das ist die Wahrheit.

    Ich geniere mich meines Körpers seit meiner Teenager-Zeit, und ich weiß noch genau, wann und in welcher Situation es das erstemal aufgetreten ist: Jemand stellte mich in dieser überaus empfindsamen Zeit bloß, so fühlte ich es.


    Dazu muss man nicht dick sein, ich war es nicht - es genügt, sich irgendwie vorgeführt zu fühlen und zu schämen.


    Ich bin das vor allem Unbekannten gegenüber nie wieder losgeworden, konnte nie mit anderen in einem Raum duschen oder mich vor anderen komplett ausziehen - außer mit Liebespartnern, da war es seltsamerweise etwas anderes. ":/

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    sondern ich will dass es mir gesundheitlich wieder gut geht und ich einen Körper erlange, wo ich sagen kann "ich finde mich schön".

    Das finde ich auch richtig und gut so. :)z :)^

    Zitat

    Anfang September diesen Jahres habe ich endlich diesen Teufelskreis durchbrochen und freue mich total, dass es wieder bergauf geht.

    Manchmal hängt man in Situationen fest das kenne ich auch. Ich freue mich mit dir das es bei dir jetzt bergauf geht :)_

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    Aber seien wir ehrlich. Ein Mensch ist ein total visuelles Wesen. Egal ob ich jemanden in der Arbeit/Party/Cafe/Online treffe, der erste Eindruck ist nun mal das äußere Erscheinungsbild. Erst dann kann ich meine Persönlichkeit spielen lassen.

    Das stimmt. Aber nicht alle Frauen stehen auf total durchtrainiert. Ich z. B. mag sehr wenn am Mann was dran ist. :)z :)^


    Stehen ja auch nicht alle Männer auf sehr schlanke Frauen oder Silikonbrüste usw.


    Geschmäcker sind verschieden und das ist auch gut so. Wichtig ist sich in seiner Haut wohl zu fühlen. Du fühlst dich momentan noch nicht wohl und arbeitest daran und das finde ich Klasse. :)z :)=

    Ihr Lieben,


    letzte Woche ist mir etwas "merkwürdiges" passiert. Ich bin seit September am Abnehmen und habe mit heutigem Tag 15 kg abgenommen 120->105kg. Ich habe noch viel Arbeit vor mir. Aber jetzt kommts: Ich konnte zum ersten Mal in den Spiegel schauen und habe meinen Körper richtig gemocht (das leider erst nach 28 Jahren). Ja ich habe noch Mini-Brüste, viel Bauch und Hüftrollen. Aber es hat mich nicht mehr gestört. Ich konnte zum ersten Mal meinen Körper lieben, genauso wie er jetzt ist. Ich kannte dieses Gefühl nicht. Ich habe jahrelang meinen Körper verabscheut, ihn gehasst. Und jetzt beim Abnehmen hab ich beschlossen mich mit meinem Körper nicht anzufeinden, sondern mit ihm Freundschaft zu schließen. Er ist mein bester Freund und ich möchte alles erdenklich tun, dass es ihm gut geht. Diese Einstellung hat auch dazu geführt, dass meine Ernährungsumstellung noch einfacher wurde. Trainieren gehen ist keine Überwindung mehr, sondern Selbstverständlichkeit. Ich koche viel mehr und extremst gerne. Ich kann nicht ganz nachvollziehen wieso diese Gedankenwechsel erst jetzt kommt. Mit Anfang 20 hatte ich schon mal sehr abgenommen, da war ich um die 95kg, aber noch immer extremst unzufrieden und ablehnend und habe wieder verstärkt zugenommen. Jedenfalls bin ich froh, dass ich nach so langer Zeit endlich verstanden habe, worauf es endlich ankommt: Innere Einstellung, Selbstliebe, Kein sinnloses Streben nach Perfektion, kein permanenter Vergleich mit anderen Leuten. Du musst mit dir im Reinen sein, der Rest kommt von alleine.