Ach und ich denke nicht, dass du etwas groß machen kannst. Ich würde sie halt mal fragen, wie sie sich das vorstellt, wenn ein Notfall passiert und sie ins Krankenhaus muss. Also wenn die Feuerwehr anrücken muss, und ein Krankenwaagen der für Lastentransport ausgelegt ist.


    Was das Jugendamt angeht, würde ich mal andeuten, dass die Gefahr besteht.


    Weil wenn sie es nicht ändern will, kannst du sie nicht zwingen es zu ändern. K

    @ Nordi

    Aber meinst du nicht, dass man als Freund/Freundin es merken würde, dass man sich etwas vormacht, oder sich selbst weiß macht, dass es okay ist?


    Für mich klingt es nach einer Frau mit gerade viel Selbstbewusstsein. Sonst würde sie nicht so offen damit umgehen.

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    2. Niemand kann auf 250kg gemäßtet werden ohne das er es will.

    Es gibt Menschen die sich von anderen so einfach manipulieren lassen und Dinge tun (vorallem ist Essen auch nicht unbedingt etwas wozu sich viele überwinden müssen...), die sie nicht tun würden oder wo man irgendwann sagen würde "Stopp!".


    Aber wenn er sie umgarnt, ihr immer sagt wie toll er sie findet und dies und jenes und wie gern er ihr beim Essen zu sieht usw. dann kommt sie da möglicherweise nicht alleine wieder raus.

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    Außerdem: Wenn die beiden sich echt lieben, und deine Freundin wäre unglücklich, hätte er es denke ich nicht weiter gemacht.

    Feeding gilt als Sucht und die meisten haben da keine Kontrolle drüber.

    Hallo! Ja, sie schwebt in akuter Lebensgefahr und wird langfristig keinesfalls alt. Sollte sie Hilfe benötigen gibt es keinen Sanitäter, der sie tragen kann und keinen Krankenwagen, der sie transportieren kann, sondern es muss wirklich ein Feuerwehrkran und ein Krankenschwertransporter angefordert werden. Bei dem vielen Fettgewebe gibt auch das Ultraschall, die enge CT-Röhre und sogar das Skalpell auf.


    Das ist tragisch und sie tut auch mir leid! Ich will trotzdem gar nicht soweit gehen, von feeding zu sprechen (was ich aber als gute Idee ansehe). Du hast geschrieben, dass auch ihr Freund arbeitslos ist. Das nahegelegenste, was man sich dann fragen muss, ist, wo sie dann ihr Haushaltgeld herkriegen, und die damit verbundene Vermutung, dass es finanziell schlecht um sie gestellt ist. Extreme Adipositas ist nun häufig ein Zeichen von finanzieller Not, so widersprüchlich das auch zunächst klingt. Im Fernsehen gibt es zahlreiche Sendungen, wo die Dicken immer auch ein Sozialfall sind. Es ist dann ein Kummerfressen!


    Egal, ohne professionelle Hilfe kann Deine Bekannte jedenfalls nicht nennenswert Gewicht verlieren. Diese Hilfe - falls sie irgendwer bezahlt - wird den Aufenthalt in einer Diätklinik oder Suchtklinik erfordern der automatisch eine langfristige Trennung von ihrem Partner mit sich bringt, ob er sie nun "füttert" oder nicht. Bei 250 kg sind anschließend auch noch Operationen erforderlich, um überschüssige Hautfalten zu entfernen.


    Als inzwischen "entfernter"Bekannter bist Du da raus. Trotzdem gib Dir bitte jetzt alle Mühe, einfühlsam Deine Bekannte eines besseren zu belehren. Mit rein vegetarischer Kost (mehr Gemüse als Obst) könnte sie schon etwas für den Anfang bewegen. Man kann m.E. schon sagen, dass sie eine Gefahr für sich selbst darstellt, womit die Voraussetzung für eine Unterbringung auch gegen ihren Willen vorliegen würde. Genaueres kannst Du vielleicht bei Deinem Arzt, oder einem für Dich zuständigen "Sozialen Dienst" oder Deiner Krankenkasse erfragen. Bite rette sie!

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    Du hast geschrieben, dass auch ihr Freund arbeitslos ist.

    Vorsicht: Er geht nicht mehr arbeiten um sich Zuhause um alles zu kümmern, jedenfalls hab ich das so verstanden. Und ich gehe einfach mal ganz stark davon aus das, sollte der Freund sie tatsächlich mästen, sie damit auch Geld verdienen.

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    Ja doch. Einmal haben wir abends beim Lieferdienst bestellt und da konnte man erkennen, dass sie viel und gerne isst. Eine große Pizza und ein Pasta-Gericht mit Sahne und Pizzabrötchen konnte sie ohne probleme vertilgen.

    Ich wiege immerhin 118kg bei 1.64cm Größe, sieht GsD etwas weniger aus, aber solche eine Menge wäre ich außerstande zu essen. Nach einer halben normalen Pizza bin ich satt. Bei mir ist es eher der Süßkram zwischendurch und zu wenig Bewegung. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass, wenn man so schwer ist, gar nicht so viel essen kann, weil der Magen sich nicht so ausdehnen kann wie bei Dünnen. Bei diesen widerlichen Fresswettbewerben in Ami-Land sind es jedenfalls eher die Dürren, die dort gewinnen.


    Wenn sie die Fetischnummer durchziehen, gibt es andere Möglichkeiten, hochkalorisches zu sich zu nehmen, wie ich mal gelesen habe. Erscheckend. 250kg kann man sich doch in so recht kurzer Zeit nicht durch klassisches Essen anfressen, oder?

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    Sogar keine Reste hat sie noch lachend mit dem Kommentar " Jaja, ich weiß. Fette Sau schaufelt alles auf" gegessen.

    Ich finde das einfach nur seltsam. Kann man so wenig von sich halten? Oder ist das ein Abwehrmechanismus, das lieber selbst zu sagen bevor es jemand anderes tut? Spass machen kann das doch nicht.


    Für das Kind ist es sicherlich auch eher schädlich. Mama kann doch nicht mehr mit ihr spielen oder irgendwo hin verreisen, mit so einem Gewicht ist man doch regelrecht körperbehindert.


    Jugendamt wäre natürlich ein heftiger Schlag, die Freundschaft kannst Du dann wohl knicken, höchstens dem Mädchen helfen, obwohl ich da schwarz sehe, denn wenn sie da herausgenommen wird, richtet das ebenfalls Schaden an.


    Daher würde ich eher an ihr Gewissen appellieren, von wegen, ein früher Tod und ihr Mädchen dann schnell Halbwaise, ob es ihr bei dem Gedanken nicht das Herz zerreisst?

    Huhu, da bin ich wieder!


    Ich habe sie schonmal durch die Blume gefragt, wie sie das denn mit Arztbesuchen usw. macht aber da kam keine Antwort. Als ich dann meinte, dass man sie dann ja nur noch mit einem Kran aus der Wohnung bekommen würde, meinte sie, so schlimm sei es nicht.


    Also verleugnet sie mit Absicht ihr massives Gewicht und die damit zusammenhängenden Komplikationen? Ich weiß nicht, ob sie z.B. Diabetes hat.


    Ich war auch vor einem Monat das letzte Mal bei ihr - sie hat ja nicht mehr wirklich Freunde und ich habe jedes Mal den Eindruck, dass sie zugenommen hat, wenn ich da bin.


    Eigtl ist sie eine liebevolle Mutter, nur spielt sie halt kaum mit der Kleinen - wie denn auch, sie kann sich ja kaum bewegen.


    Und die 250kg hat sie mir vor einem Monat genannt....will gar nicht wissen, ob sie mittlerweile nicht noch mehr wiegt :(


    Mir tut das so sehr leid, weil ich sie schon so lange kenne. Sie war immer aktiv, fröhlich und irgendwie ist das in diesen Fettmassen (anderer Ausdruck fällt mir nicht ein :( ) verschwunden. Glaube sie sieht nur noch TV und isst.


    Ich werde mir eure Worte und Ratschläge zu Herzen nehmen und sie nächstes Wochenende wenn ich sie besuche direkt darauf ansprechen. Am Samstag besucht ihr Freund die Großeltern, da sind wir alleine und evtl redet sie dann mit nir offen.

    Ich hätte noch 2 Dinge: es gibt das ganze auch als Krankheit: 1. Elephantiasis, 2. Wassersucht, 3. gutartige Wucherungen der Fettzellen. Die ersten beiden sollen Erkrankungen des Lymphsystems sein.


    Zweitens: es ist mir unklar, wieso die Ärzte sie nicht schon bei der Geburt für Monate stationär genommen haben, denn es war schon mit ihrem damaligen Gewicht eine absolute Risikogeburt. Auch eine Hebamme hätte sie abweisen müssen. Sie muss eigentlich unterschrieben haben: "gegen ärztlichen Rat auf eigenes Risiko...", das wäre dann wissentlich.


    Habs mir nochmal überlegt: wenn sie nicht schon in ärztlicher Behandlung ist, wäre ihr jetziges Gewicht ein Fall von unterlassener Hilfeleistung ihres Partners. Feeding wäre natürlich erst Recht strafbar. besser man macht ihrem Partner mal Dampf unterm Hintern, als wenn man ernsthaft ans Jugendamt denkt, denn niemand will ihr ernsthaft ihr Kind wegnehmen. Hat sie noch erreichbare Eltern, mit denen Du Kontakt aufnehmen könntest? Wäre vielleicht besser, als wenn Du als ihr Ex etwas unternehmen würdest.


    Ja Nordi, man will ihr nur helfen, weiß aber nicht wie.

    Zitat

    Wäre vielleicht besser, als wenn Du als ihr Ex etwas unternehmen würdest.

    Ich habe nirgendwo erwähnt, dass ich ihr Ex-Freund bin.


    Ich bin eine langjährige Freundin von ihr.


    Und wie ich bereits schrieb, berichtete sie mir, dass sich Wasser in ihren Beinen langsam sammelt.


    Ich bin keine Ärztin, aber denke mal, dass es sich da wegen Bewegungsmangel so verhält.


    Ob sie Thrombose-Spritzen hat, weiß ich nicht und auch nicht ob andere Begleiterkrankungen.

    Ich glaub er hat uns da irgendwo verwechselt. ;-)


    Normale körperliche Krankheiten würde ich übrigens fast ausschließen, wenn die als Ursache in Frage kämen würde sie das wohl sagen und nicht noch Sprüche wie "jaja, ich weiß. Fette Sau schaufelt alles auf" bringen. Ich denke auch das das ne Art Abwehrmechanismus ist im Sinne von "wenn ich das über mich sag kann es kein anderer sagen".


    So oder so, hilft ja alles nix wenn der Partner da wirklich die Ursache sein sollte. Ist natürlich nur eine Vermutung aber in dem Fall liegt das halt schon nah.

    @ onodisep

    Schreib doch nicht so einen Unfug hier. Das Übergewicht, auch wenn es extrem ist, ist kein ausreichender Grund die Frau gegen ihren Willen irgendwo unterzubringen. Genausowenig ist es unterlassene Hilfeleistung, wenn sie sich nicht akut in einer medizinischen Notlage befindet und nicht selbst Hilfe holen kann. "Feeding" (falls das hier überhaupt vorliegt) ist nur dann strafbar, wenn er sie gegen ihren Willen zum Essen zwingt. Alleine ihr viel Essen kaufen ist kein Verbrechen.


    Was das Jugendamt hier tun soll ist mir auch nicht klar. Die Wohnung ist laut TE in ordentlichem Zustand und der Freund kümmert sich um das Kind. Dass sie selbst nicht viel mit dem Kind spielt ist kaum ein Grund zum Eingreifen.


    Eigentlich bleibt nicht viel anderes übrig als weiterhin als Freundin für sie da zu sein und mit ihr zu reden und herausfinden, ob da irgendwas ist. Eine Depression oder tatsächlich eine ungute Beziehungsdynamik. Aber ändern kann nur sie selbst etwas, wenn sie möchte.

    Ach herrje, 250kg ist ja wirklich jenseits von Gut und Böse.


    Ich würde ihr auch einen Brief schreiben und meine Sorge um sie zum Ausdruck bringen. Mehr kann man wohl nicht tun. Vielleicht mit ihrer Einverständnis einen Psychologen zu ihr mitnehmen, der sie mal spricht.

    @ clariet

    Danke. Ich bin mir nämlich auch sicher, dass ein Gang zum Jugendamt das allerletzte Mittel sein sollte.


    Wie gesagt, verwahrlost ist die Kleine nicht - nur fehlt meine Freundin halt als "richtige" Mutter.


    Wobei ihre Tochter sie ja nicht anders kennt als dass ihre Mutter auf dem Sofa sitzt.


    Der Freund hat auf mich immer einen freundlichen Eindruck gemacht - nichts Klischee-Asihaftes wie man bei RTL sehen kann.


    Er muss sich auch gut um meine Freundin kümmern, denn sie riecht nicht streng etc. Hat auch ordentliche Kleidung an - die muss ja auch irgendwo bestellt werden.


    Und wenn ich mir das Bad bei ihnen ansehe und den Körperumfang meiner Freundin, glaube ich nicht, dass sie noch in die Duschkabine passt ":/


    Und ich möchte sie auf gar keinen Fall hängen lassen, denn sie ist immer noch eine sehr liebe und nette Person. Mache mir halt nur Sorgen um ihre Gesundheit und ihre Psyche.


    Und dass ihr Gewicht von einer Krankheit kommt, Zweifel ich auch. Ich meinte auch eher, dass ich von " Begleiterkrankungen" nichts weiß. So schwere Menschen haben ja meist Diabetes oder Bluthochdruck etc.

    liebe alias, ich schlage vor, dass du ihr einen brief schreibst und ihr deine sorgen klar mitteilst. dann hat sie zeit, darüber nachzudenken, und wehrt nicht gleich ab.


    ich würde an der sache mit dem kind ansetzen, wie schlimm es wäre, die mutter früh zu verlieren.