• Freundin wird immer dicker - kann man ihr helfen?

    Hallo Liebe Forumsleser! Ich habe mich entschieden, dieses Thema anonym zu eröffnen, da es um eine gute Freundin von mir geht - und nicht um mich. Ich hoffe, ihr könnt das verstehen. Ich kenne Sie seit der achten Schulklasse, da ist sie zu uns in die Stadt gezogen. Wir waren sofort ein Herz & eine Seele. In der Pubertät wurden wir dann beide ein…
  • 71 Antworten
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    Der Freund hat auf mich immer einen freundlichen Eindruck gemacht - nichts Klischee-Asihaftes wie man bei RTL sehen kann.


    Er muss sich auch gut um meine Freundin kümmern, denn sie riecht nicht streng etc. Hat auch ordentliche Kleidung an - die muss ja auch irgendwo bestellt werden.

    Das ist eben das, was mich irgendwie stutzig macht. Selbst wenn er kein Feeder ist, vielleicht ist er jemand, der sich einen "Pflegefall" für zu Hause fabriziert. Es gibt Menschen, die haben ein Helfersyndrom und ziehen ihre Lebensenergie daraus, aber Extremfälle gibt es sicherlich auch, wo sozusagen nachgeholfen wird, ohne dass da jetzt unbedingt ein Fetisch dahinterstecken muss.

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    Und wenn ich mir das Bad bei ihnen ansehe und den Körperumfang meiner Freundin, glaube ich nicht, dass sie noch in die Duschkabine passt ":/

    So gut ich Deine Gedanken nachvollziehen kann.... hier wird es mir irgendwie doch etwas zu intim. Ich hoffe, Du verstehst mich nicht falsch, ich glaube Dir wirklich, dass Du Dir Gedanken und Sorgen machst. Aber schon die Äußerung, dass sie nicht "streng rieche" fand ich etwas.... entwürdigend, und Deine Gedankengänge in Sachen Duschkabine auch. Vielleicht wäre es gut, hier nicht zu sehr ins Detail zu gehen. Stell Dir vor, die Freundin würde hier mitlesen - kämst Du damit zurecht?

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    Ich hoffe, Du verstehst mich nicht falsch, ich glaube Dir wirklich, dass Du Dir Gedanken und Sorgen machst. Aber schon die Äußerung, dass sie nicht "streng rieche" fand ich etwas.... entwürdigend, und Deine Gedankengänge in Sachen Duschkabine auch. Vielleicht wäre es gut, hier nicht zu sehr ins Detail zu gehen. Stell Dir vor, die Freundin würde hier mitlesen - kämst Du damit zurecht?

    Tchja, das sind halt die Probleme die bei so einem Körpervolumen auftauchen. Was soll man da noch schönreden oder muss man dann alles totschweigen?

    Eigentlich sollte man ja erwarten, dass man als Mutter genug Verstand hat um sein Gewicht so weit unter Kontrolle zu bekommen, dass man seinen Pflichten als Mutter nachgehen kann. Das ist bei 250kg aus meiner Sicht nicht mehr gegeben.


    Wenn sie nicht mal ihre mütterlichen Instinkte dazu bewegen abzunehmen dann wirst du aus meiner Sicht auch nichts mehr ändern können.


    Ich würde mal Kontakt mit so einer "Feeder-Aussteigergruppe" oder so aufnehmen oder den sozialpsychiatrischen Dienst anrufen.

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    Tchja, das sind halt die Probleme die bei so einem Körpervolumen auftauchen. Was soll man da noch schönreden oder muss man dann alles totschweigen?

    Es geht nicht ums Schönreden sondern ums Breittreten. Ich denke jeder weiß, dass man sich mit 250kg kaum noch bewegen kann. Da muß man nicht noch ins Detail gehen, damit die Fantasien anderer Leute angekurbelt werden und sie sich gleich ein bißchen toller finden, nur weil sie weniger wiegen als die beschriebene Frau, wozu ja nun wirklich nicht viel gehört. Über den Körpergeruch zu spekulieren finde ich übergriffig, auch wenn die Person nicht anwesend ist. Man stelle sich vor, man würde umgekehrt darüber räsonieren, ob Bulimiker ob der ganzen Kotzerei nicht aus dem Mund riechen weil auf Dauer alles inklusive der Zähne angegriffen wird etc pp. Man kann sich manches denken, aber ich finde breitgetreten gehört es nicht. Die Frau braucht Hilfe und keine Lästereien (die TE hat noch recht zurückhaltend geschrieben, aber es bietet natürlich Nährboden für alle möglichen Spekulationen, wie sie nun dieses oder jenes bewerkstelligt etc pp).

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    Über den Körpergeruch zu spekulieren finde ich übergriffig, auch wenn die Person nicht anwesend ist.

    In dem Fall ging es darum, ob und wie sich der Freund um sie kümmert.


    Und da gehört der Geruch nunmal dazu und das Problem, dass sie vermutlich nicht mehr ins Badezimmer passt auch. Das bedeutet, dass er sie also offensichtlich wäscht.


    Für mich hat das nix mit breittreten zu tun. Es geht darum, inwiefern der Freund sie in ihrem Problem "unterstützt", dass sie das auch noch weiterführen kann.

    Es ist doch offensichtlich, dass er sie unterstützt, das habe ich auch geschrieben und noch die Vermutung geäußert, dass sie sein Projekt sein könnte, mit oder ohne Fetisch.

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    Und da gehört der Geruch nunmal dazu und das Problem, dass sie vermutlich nicht mehr ins Badezimmer passt auch. Das bedeutet, dass er sie also offensichtlich wäscht.

    Nur weil man nicht in eine Duschkabine passt kommt man doch noch ins Bad, wo man sich waschen kann, oder willst Du noch vermuten, dass er ihr auch noch Bettpfannen oder Nachttöpfe bringt? Oh Mann. Too much information würde ich sagen.

    Ansonsten ist es doch völlig egal, was genau er tut, sie tut, sie tun. Es geht darum, dass sie ganz offensichtlich Hilfe braucht - und über ihren Tagesablauf zu spekulieren und wie sie sich pflegt und ob sie es noch kann oder nicht, das hilft doch nicht wirklich, wenn man eine Lösung anstrebt.

    Erstmal: Eine Frau mit 250 kg muss nicht zwangsläufig gemästet werden, um dieses Gewicht zu erreichen. Warum hier gleich eine Feeder-Beziehung vermutet wird, ist mir schleierhaft.


    Auch das Thema Jugendamt hat hier meines Erachtens nach nichts zu suchen ???


    Bei wenig Bewegung, mittlerem Alter (30) und durchschnittlicher Körpergröße (165 cm) hat die Freundin einen Leistungsumsatz von 3.500 kcal am Tag. Das ist mit entsprechenden Vorlieben für kalorienreiche Nahrungsmittel vom Volumen durchaus schaffbar. Die Grenze erreicht man schon mit einem ordentlichen Frühstück, wie z.B. einer großen Schale zuckerhaltiges Müsli mit Vollmilch, einer großen Portion Pasta mit Sahnesoße zum Mittag und abends nochmal eine Pizza mit schön viel Käse im Rand. Zwischendurch noch 2-3 Snickers (die Großen natürlich) und schon sind die 3.500 kcal sogar überschritten und man nimmt langsam aber stetig zu.


    Mit der Zeit gewöhnt sich der Körper an die Ernährung und man verliert auch das Gefühl für Hunger und Sattheit. Es ist ein Teufelskreis. Es muss dabei auch nicht mal emotionales Essen dahinter stecken. Manchmal ist es einfach Unwissenheit. Man unterschätzt das Gegessene einfach.


    Ich würde bei nächster Gelegenheit bei der Freundin nochmal nachhaken, ob sie mit der Situation tatsächlich glücklich ist. Wenn sie das weiterhin behauptet, kannst du nicht viel machen. Deine Freundin muss selbst etwas an ihrer Situation ändern wollen.


    Wenn sie einräumt, dass das Gewicht doch Probleme bereitet, kannst du ihr deine Hilfe anbieten. Es gibt gute Bücher zu dem Thema, die einem Basiswissen zum Thema Abnehmen vermitteln (so z.B. Fettlogik) oder sich mit emotionalem Essen auseinander setzen (Essen als Ersatz).


    Erst dann würde ich auch mit ihrem Partner sprechen und dies auch vorher mit ihr besprechen.

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    Wenn sie einräumt, dass das Gewicht doch Probleme bereitet, kannst du ihr deine Hilfe anbieten. Es gibt gute Bücher zu dem Thema, die einem Basiswissen zum Thema Abnehmen vermitteln (so z.B. Fettlogik) oder sich mit emotionalem Essen auseinander setzen (Essen als Ersatz).

    Ganz ehrlich? Bei dem Gewicht würde ich alleine gar nichts dran drehen, dieses Gewicht ist hochgradig gefährlich. Da gehört ein Arzt dran, der eine Abnahme überwacht.


    Ich gebe Dir aber Recht, dass man sich mit 30 nicht damit abfinden soll, nein: darf. Auch nicht, wenn man älter ist, aber mit 30 verpasst sie doch eine wunderschöne Zeit im Leben. Dazu kommt, dass die Probleme durch Übergewicht im Alter zunehmen, das stelle ich bei mir fest. Mein Maximalgewicht lag mal bei 135kg. Da war ich aber Ende 30. Jetzt mit Mitte 40, ich wiege inzwischen etwas unter 120kg, fühle ich mich genauso eingeschränkt wie damals mit 135kg. Daher kann man einem nur nahelegen, das Übergewicht im Alter um so stärker zu bekämpfen. Wenn sie jetzt noch laufen kann, kann sie das mit demselben Gewicht in 10 Jahren wahrscheinlich nicht mehr.


    Was ich absolut wichtig finde: Man muß praktisch und nüchtern an die Sache rangehen. Solange das Thema Übergewicht mit so viel Scham besetzt ist wie heutzutage (forciert auch dadurch, dass man mit praktisch normalem Gewicht schon als üppig bezeichnet wird), ist es auch enorm schwierig, Menschen dazuzubringen, sich damit auseinanderzusetzen, Scham, Demütigung, der permanente Druck sich rechtfertigen zu müssen etc pp führen dazu, dass sich bei den Betroffenen Abwehrmechanismen bilden. Würde man über sein Gewicht genauso offen reden können wie über Haar- oder Augenfarbe, könnte man sich auch besser damit befassen und Strategien entwickeln, wie man damit am besten zurechtkommt.

    Hallo und Danke für eure Antworten!


    Ich wollte keinesfalls, dass hier die Körperhygiene etc. breitgetreten wird. Das war nicht meine Absicht aber durch das ständige Erwähnen und darauf pochieren durch Louisiana ist es dann doch passiert.


    Es ging mir wirklich nur darum, dass es ihr in dieser Hinsicht offensichtlich an nichts mangelt und sich um sie gekümmert wird. Das ist ein ganz, ganz minimaler Trost für mich - lieber so, anstatt sie irgendwo vor sich hinvegetiert.


    Morgen sehe ich sie ja und werde versuchen, manche Punkte mal direkt anzusprechen. Ich lasse mich dann auch nicht abwimmeln. Sie kann sich bestimmt denken, dass ich mir ernsthafte Sorgen mache.

    Liebe Alias, du kannst (und solltest) deiner Freundin mitteilen, dass du dir große Sorgen machst, und ihr Unterstützung anbieten, aber mehr Möglichkeiten hast du nicht. Wenn sie keine Hilfe will, ist es ihr gutes Recht, so zu leben und zu essen, wie sie will. Hinweise auf eine geschlossene Unterbringung, Strafbarkeit des Partners und Jugendamt sind völlig neben der Sache!! Das Kind ist gut versorgt und nicht vernachlässigt - klar, die Kleine hat nicht die aktive Mutter, die sie haben könnte, und wird früh Halbwaise, wenn das so weiter geht. Aber mit einer Heimunterbringung hätte sie sofort gar keine Mutter mehr. Solange der Vater da ist und sich kümmert, gibt es keinerlei Grund fürs Jugendamt.


    Übrigens, ein hilfreicher Hinweis, damit sie wieder rausgehen kann: sie soll sich einen Rollstuhl besorgen.


    Letztendlich muss man sich klar machen, dass nur die Person selbst Einfluss auf ihr Leben hat. Als Außenstehender kann man nichts machen. Wenn man das nicht aushält, bleibt nur, den Kontakt abzubrechen.

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    Die Grenze erreicht man schon mit einem ordentlichen Frühstück, wie z.B. einer großen Schale zuckerhaltiges Müsli mit Vollmilch, einer großen Portion Pasta mit Sahnesoße zum Mittag und abends nochmal eine Pizza mit schön viel Käse im Rand.

    Ist bei den meisten Student das ganz normale Essen. ;-D Und die brauchen keine 2 Sitze im Hörsaal. Davon abgesehen: Wenn man schwanger ist bzw. Kinder hat sollte man etwas mehr auf seine Ernährung achten und seinen Kindern nicht mittags Pasta und Abends Pizza vorsetzen.

    Hallo?! Das Gewicht ist immer noch Privatsache, oder? Die Idee mit dem Jugendamt finde ich einer Freundin unwürdig! Solange nicht das Kind verwahrlost oder vernachlässigt wird, hat so etwas in einer Freundschaft nicht nur nichts zu suchen, sondern spricht statt von Fürsorge von Übergriffigkeit. Dass man sich wegen Übergewichts Sorgen macht, bietet dafür keinerlei Handhabe, sondern könnte und sollte allenfalls Gegenstand eines vertrauensvollen Gesprächs sein. Schlimm, was alles unter dem Deckmäntelchen von "Freundschaft und Hilfe" laufen kann!

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    und vom ästhetischen Gesichtspunkt mal abgesehen (das ist auch optisch nicht schön)


    Pfefferminzbonbon

    Nun, zum Glück darf jeder immer noch ästhetisch ansprechend und optisch schön finden, was man möchte... %-|

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    Normalerweise wäre es einem peinlich oder zumindest unangenehm, soviel zugelegt zu haben. Man wäre - zumindest unter Freundinnen - ehrlich und würde zugeben, dass es einen eher unglücklich macht, man schon alle möglichen Diäten probiert hat etc pp.


    Louisiana

    Woher weißt du, daß es ihr peinlich ist? Vielleicht ist sie wirklich nicht unglücklich? Weiß man nicht, und nur, weil man es sich selbst nicht vorstellen kann, das dann auch anderen abzusprechen ist auch schon leicht übergriffig.

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    Natürlich kann niemand gegen seinen Willen gemästet werden, wenn das Selbstbewusstsein aber entsprechend schwach ausgeprägt ist kann die Bestätigung und die Ermutigung aber schon nen großen Teil dazu beitragen das man sich selbst hinten anstellt. Denn ich glaube sehr wohl das das schlechte Gewissen durch sowas unterdrückt bzw. ausgeschaltet werden kann und man sich irgendwann tatsächlich einredet mit 250kg glücklich zu sein weil der Partner es ist. Ist dann vielleicht so ne Art Stockholm Syndrom, mir fällt gerade kein besserer Begriff ein.


    Nordi84

    Liest sich so, als ob der Freund hier der alleinige Schuldige und die arme Freundin das Opfer ist, welches am Stockholmsyndrom leidet und demzufolge geistig gar nicht rafft, daß es fett ist? Warum? Damit ihr die Verantwortung abgenommen wird? Sorry, damit macht man es sich schon ein wenig zu einfach...

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    Man kann m.E. schon sagen, dass sie eine Gefahr für sich selbst darstellt, womit die Voraussetzung für eine Unterbringung auch gegen ihren Willen vorliegen würde. Genaueres kannst Du vielleicht bei Deinem Arzt, oder einem für Dich zuständigen "Sozialen Dienst" oder Deiner Krankenkasse erfragen. Bite rette sie!


    onodisep

    Dass fett sein zu wollen jetzt nicht unbedingt die klügste Entscheidung ist, die man fürs Leben treffen kann sei dahingestellt, sie aber ihr jetzt in die Psychiatrie zwangseinweisen lassen ist schon etwas hart. Um nicht zu sagen, vollkommen daneben. Davon abgesehen, daß auch kein Arzt sie deswegen zwangseinweisend lassen wird.


    Seit wann ist man den gesetzlich verpflichtet, schlank, gesund und fit zu sein? Warum darf man sich nicht 250kg Fett anfressen, wenn man möchte? Wen geht das etwas an? Wenn sie Probleme anspricht, ok, dann sollte man für sie da sein, aber sie nicht mit den eigenen Befindlichkeiten penetrieren.