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    Hallo?! Das Gewicht ist immer noch Privatsache, oder? Die Idee mit dem Jugendamt finde ich einer Freundin unwürdig! Solange nicht das Kind verwahrlost oder vernachlässigt wird, hat so etwas in einer Freundschaft nicht nur nichts zu suchen, sondern spricht statt von Fürsorge von Übergriffigkeit. Dass man sich wegen Übergewichts Sorgen macht, bietet dafür keinerlei Handhabe, sondern könnte und sollte allenfalls Gegenstand eines vertrauensvollen Gesprächs sein. Schlimm, was alles unter dem Deckmäntelchen von "Freundschaft und Hilfe" laufen kann!

    Hast du dir die Mühe gemacht, die anderen Beiträge richtig zu lesen?


    Ich habe mich ausdrücklich von dieser Idee distanziert, da ich dafür keinen Handlungsbedarf sehe - dem Mädchen geht es gut, es lebt in einem ordentlichem Haushalt und sollte mitnichten in eine Pflegefamilie oder dergleichen.


    Und klar ist das Gewicht Privatsache. Aber bei so einer enormen Zunahme in den letzten Jahren mache ich mir halt Sorgen um sie und ihre Gesundheit. Entschuldige bitte, dass mir das als Freundin wichtig ist, dass es ihr gut geht. Und solange ich nicht 100% davon überzeugt bin, dass es ihr gut geht und sie nicht krank ist, werde ich sie Morgen fragen was los ist.


    Du spielst dich hier meiner Meinung nach ein bisschen zu sehr auf, sorry.

    Ich glaube, das Ganze wurde missverstanden.


    Mir ist es egal ob sie 50 - 100 oder 250 Kg wiegt. Es geht mir nur um ihre Gesundheit und dass es ihr gut geht!


    Sollten schwerwiegende Gründe dahinter stecken, wie z.B. eine Krankheit, dass sie so dick geworden ist oder ihr Freund tatsächlich einer von diesen "Feedern" ist, so mache ich mir keine Gedanken mehr um das "Wieso".


    Wenn sie wirklich gerne so dick ist und sich wohlfühlt - dann ist das doch ihre Sache und das akzeptiere ich auch, jeder kann doch so leben wie er möchte!


    Es ist bei mir wirklich nur die Sorge um Gesundheit ganz vorne - jeder weiß doch, dass bei so einem enormen Gewicht die Organe geschädigt werden können etc.


    Wie gesagt, ich werde versuchen morgen mit ihr ein vernünftiges Gespräch zu führen und sie fragen, wie es dazu kam und ob sie sich wohlfühlt. Entweder sie sagt mir "Ja, das is alles okay so und mir geht es gut damit" oder "Nein, ich finde alles schrecklich". Sollte sie meine Hilfe ersuchen, bin ich natürlich für sie da - ansonsten belasse ich es dabei. Klar mache ich mir immernoch Sorgen um Gesundheit, werde sie aber dann nicht mehr darauf ansprechen.

    Alias,


    Ich denke die meisten hier haben dich schon richtig verstanden. Ich finde es gut, dass du dir als Freundin Sorgen machst und ihr gerne helfen würdest.

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    Wie gesagt, ich werde versuchen morgen mit ihr ein vernünftiges Gespräch zu führen und sie fragen, wie es dazu kam und ob sie sich wohlfühlt. Entweder sie sagt mir "Ja, das is alles okay so und mir geht es gut damit" oder "Nein, ich finde alles schrecklich". Sollte sie meine Hilfe ersuchen, bin ich natürlich für sie da - ansonsten belasse ich es dabei. Klar mache ich mir immernoch Sorgen um Gesundheit, werde sie aber dann nicht mehr darauf ansprechen.

    So von null auf hundert wird sie vielleicht nicht zugeben können, dass sie sich nicht wohlfühlt mit ihrem Gewicht. Für viele ist das einfach ein sehr beschämendes Thema. Du könntest vielleicht auch das Gewicht erst mal außen vor lassen und sie fragen wie es ihr sonst so geht, welche Pläne sie hat, ob sie wieder arbeiten gehen möchte etc.

    Ja, so hatte ich mir das auch gedacht. Nicht direkt mit der Tür ins Haus fallen, sondern so ein bisschen "durch die Blume" oder hinten rum. Wie gesagt vermute ich, dass sie weiß, dass ich mir Sorgen mache...

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    So von null auf hundert wird sie vielleicht nicht zugeben können, dass sie sich nicht wohlfühlt mit ihrem Gewicht. Für viele ist das einfach ein sehr beschämendes Thema. Du könntest vielleicht auch das Gewicht erst mal außen vor lassen und sie fragen wie es ihr sonst so geht, welche Pläne sie hat, ob sie wieder arbeiten gehen möchte etc.

    Ja ich denke, dass du dich rantasten musst.


    Vorallem da sie so betont locker damit umgeht, da kann ich persönlich einfach nie 100% glauben, dass es auch tatsächlich so ist ":/

    Woher weißt du denn ihre genauen Gewichtangaben? Wie hat sie dieses Gewicht ermittelt? Erzählt sie dir das so freimütig? Befürchtet sie nicht, dass du damit hausieren gehst?


    Diese Frau wiegt ihren Angaben nach auf dem Foto 168 Kilo, und sie ist noch dazu nicht gerade klein. Noch einmal fast 100 Kilo dazuaddiert, da kann man sich mit Sicherheit nicht mehr aus dem Bett bewegen.


    Ich kenne einen Mann, der zu seinen Höchstzeiten bei 187 cm 205 Kilo gewogen (und mittlerweile auf 165 Kilo abenommen) hat, der konnte damals nur noch ein paar Schritte gehen.

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    Woher weißt du denn ihre genauen Gewichtangaben? Wie hat sie dieses Gewicht ermittelt? Erzählt sie dir das so freimütig? Befürchtet sie nicht, dass du damit hausieren gehst?

    Von ihr selbst. Ich gehe davon aus, dass sie entsprechende Mittel hat. Ich hab das nicht hinterfragt, weil ich in dem Moment andere Gedanken hatte.


    Und ich denke, jeder Körper geht mit dem Übergewicht anders um. Ich habe in Dokumentationen auch schon Menschen gesehen, die mit 300+ Kilos noch umherlaufen konnten.

    Hallo da bin ich wieder.


    Ja, ich war ja heute bei meiner Freundin und muss sagen .... Uff erstmal sacken lassen.


    Sie war offen und ehrlich zu mir und ich bin glücklich, dass sie mit mir gesprochen hat.


    Als ich klingelte war ihr Freund mit der Kleinen schon weg und sie drückte mir die Tür auf. An der Tür machte sie wieder einen Spruch über ihr Gewicht und Behäbigkeit, aber ich erinnere mich nicht dran. Wir sind dann ins Wohnzimmer und ich hatte sie dann gefragt, wieso sie sich selbst mit so einem Spruch diskriminiert.


    Sie meinte dann, dass sie das nicht ernst meint und mich etwas zum Lachen bringen wollte. Direkt danach fragte sie aber "Du machst dir Sorgen oder?".


    Da habe ich ihr das halt erzählt, dass ich mir Sorgen um ihre Gesundheit mache und um ihren Zustand.


    Sie hat mir dann erklärt, dass sie gerne isst und ihr Freund auf sehr schwere Frauen steht.


    Er ist zwar kein Feeder, aber er unterstützt sie halt indem er einkauft und ihr das besorgt, was sie haben möchte. Mästen oder sowas machen sie nicht.


    Ich wusste erst nicht, wie ich reagieren sollte und habe sie erstmal erzählen lassen. Ich fragte sie nur, wie sie das gesundheitlich macht uns da gab sie zu, dass sie das noch nicht wisse da sie - wirklich - noch dicker werden möchte.


    Da habe ich nichts zu gesagt. Es ist für mich unverständlich dass jemand so schwer sein will - aber es ist ihre Sache.


    Im Moment fängt es wohl an, dass sich Wasser in den Beinen sammelt und diese dadurch weiter anschwellen.


    Ich sagte ihr auch, dass es für mich schwer nachvollziehbar ist, dass sie so schwer ist.


    Daraufhin bat sie mich, aus dem Kämmerchen die Waage zu holen. Es ist so eine Trittplatte mit einer Displayanzeige mit Kabel. Sie wiegt tatsächlich 257 Kg :(


    Sie erzählte auch, dass sie sich nicht mehr gerne bewegt. Das Gewicht zieht sie halt nach unten, sie jappst schnell nach Luft und nach einer kurzen Zeit im Stehen hat sie Schmerzen.


    Ich habe ihr ehrlich gesagt, dass ich das so alles nicht verstehen kann aber ich trotzdem ihre Freundin bin und sie besuchen komme und sie mich immer anrufen kann, sollte was sein. Und dass ich sie immer mal fragen werde wegen Gesundheit. Sie weiß Ja, dass ich mir Sorgen mache.


    Sie ludt mich dann zu Pizza vom Lieferservice ein. Aber ich werde nicht mehr bei ihr essen. Das war mir etwas unangenehm zu sehen, was sie alles verschlingen kann.


    Aber ich weiß jetzt, dass sie zu nichts gezwungen wird. Klar ist ihr Wunsch...anders. Aber es ist ihr Leben und reinreden werde ich ihr nicht. Sorgen bleiben, aber sie ist trotzdem noch eine liebe und nette Person. Daher werde ich nicht sie Freundschaft aufgeben oder so.

    Das liest sich traurig. Denn wenn die Freundin anstatt abzunehmen, nun noch mehr zunehmen will, wird sie wirklich nicht mehr lange leben. Das ist nunmal Fakt.


    Ok der Freund will eine schwere Freundin, aber da würden doch auch 120 Kilo reichen, oder? Das wäre auch schon extrem dick. Aber das die Freundin mehr und mehr und mehr zunehmen will, heißt für mich, dass es da wohl nach oben hin keine Grenze geben wird und das das Ganze doch von ihrem Freund gesteuert wird. Er will eine extrem dicke Frau und sie ißt deswegen. Er kauft auch extra dafür ein. Für mich ist er ein Feeder, ....sie nennen "das Kind" nur anders...

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    Sie hat mir dann erklärt, dass sie gerne isst und ihr Freund auf sehr schwere Frauen steht.


    Er ist zwar kein Feeder, aber er unterstützt sie halt indem er einkauft und ihr das besorgt, was sie haben möchte. Mästen oder sowas machen sie nicht.

    Wenn ich ehrlich bin ist das doch genau das gleiche. Er schiebt ihr das Essen möglicherweise nicht rein aber allein dadurch das er sie dazu ermuntert, einkauft und das alles gut findet läuft das unterm Strich aufs gleiche raus.


    Ich weiß nicht, in meinen Augen liegt heir schon eine Selbstgefährdung vor, ich weiß nicht ob das ein Psychologe oder ein Gericht nicht ähnlich sehen würde, es gibt nunmal einfach Menschen die eine Gefahr für sich selbst sind und vor sich selbst geschützt werden müssen.


    Tatsache ist: Mit dem Gewicht und der Ernährung wird sie keine 10 Jahre mehr leben.

    Nun, auch alle die rauchen, dürften unter

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    Menschen die eine Gefahr für sich selbst sind und vor sich selbst geschützt werden müssen

    fallen, deswegen darf man diese Menschen noch lange nicht zwangseinweisen lassen.


    Auch wenn man oftmals was anderes meinen könnte, wenn man im INet mal ein wenig quer liest - aber nein, man ist immer noch nicht gesetzlich verpflichtet, sein Leben gesund zu leben, man darf sich sein Körpergewicht frei aussuchen und man muß auch keinen gesteigerten Wert auf ein langes Leben legen.


    Ja, man darf sich Sorgen machen, helfen wenn es nötig ist, aber seine eigene Lebensmaxime anderen aufzudrängen - das ist lästig, übergriffig und unschön.

    Meinst du, du kannst dich ausreichend abgrenzen die kommenden Jahre? ... Nach dem was deine Freundin selbst dazu sagt, möchte sie so weitermachen. Obwohl sie jetzt schon körperlich stark eingeschränkt ist und riskiert, dass ihr Kind nicht viel von ihr als Mutter haben wird.


    Es gibt ein Recht auf selbstschädigung aber ähnlich wie bei einem Junkie muss man den Leuten nicht die Pfote halten, wenn sie so unbedingt in den Abgrund springen wollen. Und dieser Feeder-Kram ist hochgradig krank von beiden Seiten. Ich würde mir das nicht weiter mitansehen an deiner Stelle; deine Freundin hat sich und ihr Leben indirekt abgeschrieben.

    Gibt es tatsächlich Personenwaagen außerhalb von Spezialkliniken bzw. entsprechenden Arztpraxen, die 250+ kg anzeigen?


    Nordi84

    Zitat

    Wenn ich ehrlich bin ist das doch genau das gleiche. Er schiebt ihr das Essen möglicherweise nicht rein aber allein dadurch das er sie dazu ermuntert, einkauft und das alles gut findet läuft das unterm Strich aufs gleiche raus.

    Das nennt man einen "enabler" (to enable).

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    Sie hat mir dann erklärt, dass sie gerne isst und ihr Freund auf sehr schwere Frauen steht.


    Er ist zwar kein Feeder, aber er unterstützt sie halt indem er einkauft und ihr das besorgt, was sie haben möchte. Mästen oder sowas machen sie nicht.

    Ich fände das ok, wenn die beiden kein Kind hätten, dass durch den Egoismus seiner Eltern auf eine aktive Muttter verzichten muss. Macht Deine Freundin sich eigentlich überhaupt keine Gedanken, dass sie mit ihrer Tochter weder spazierengehen noch einen Spielplatz oder das Freibad etc. besuchen kann? Ist es ihr egal, dass sie möglicherweise früh stirbt und ihr Kind dadurch zum Halbwaise wird?


    Sie mag ja lieb und nett sein, aus meiner Sicht handelt sie grob verantwortungslos. Scheiß aufs Kind, hauptsache der Mann steht drauf...:-/

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    deswegen darf man diese Menschen noch lange nicht zwangseinweisen lassen.

    Naja, andersherum werden Menschen die vom Dach springen oder sich auf die Gleise legen wollen schon unter Beobachtung gestellt und in diese Kategorie sortiere ich die Freundin hier auch ein. Der Vergleich mit Rauchern, Leuten die mal Alkohol trinken oder zu schnell Auto fahren würde vielleicht passen wenn wir hier von 150kg reden würden, das ist zwar auch alles andere als gesund, diese Menschen können aber noch 70+ werden. Aber bei 250kg und steigend ?


    Und wie hier auch schon gesagt wurde, man kann leben wie man will solange niemand anders davon abhängt. In diesem Fall gibt es aber ein Kind das mit Sicherheit gerne noch ein bisschen länger ne Mutter hätte bzw. ne Mutter hätte die mal was mit ihm unternehmen würde. Muss ja nicht direkt Freibad sein, es würde sicher schon reichen wenn sie es mal in den Kindergarten bringen könnte. An dem Punkt könnte man halt ansetzen, ich befürchte aber das die "Abhängigkeit" zu diesem Kerl zu groß ist und sie ihn bis zur Selbstaufgabe behalten will.