Deine Freundin ist süchtig. Und das sind viele Menschen, auch wenn sie es nicht wahrhaben möchten.


    Man kann auf viele Dinge süchtig werden. Und man kann mit einer Sucht durchaus alt werden.


    Ganz egal, ob es sich um Nikotin, Alkohohl, Naschen, Sport, Arbeiten usw. usw. handelt.


    Die Dosis macht das Gift. Und in diesem Punkt ist Deine Freundin eine potentielle Suzidiantin.


    Denn die Organe, vor allem das Herz, werden unweigerlich irgendwann den Dienst versagen.


    Da aber jeder Mensch das Recht hat, sein Leben und seinen Tod selbst zu bestimmen,


    würde ich mich nicht mehr einmischen. Ich würde nur darauf achten, dass das Kind keinen Schaden erleidet.

    Ja, das sehe ich auch so. Und je mehr man wohlmeinend rein zu grätschen versucht, desto mehr wird man auf Abwehr stoßen, erst recht, wenn es um Suchtverhalten geht. Wir können nun mal nicht immer beeinflussen, was Menschen tun, und es ist auch gar nicht unsere Sache. Jeder ist nun mal (und manchmal sicher leider) für sich selbst verantwortlich.

    Wow, das anzuhören und dann akzeptieren zu "wollen/müssen" ist hart.


    Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll. Es ist eigentilch nicht anders, wie ein Mädchen, dass einen Freund hat, der die dazu treibt immer dünner zu werden...nur eben andersherum.


    Sie ist doch jetzt schon so eingeschränkt und kämpft mit vielen Leiden, dass ich ihr keine 10 Jahre mehr gebe. Bei steigendem Gewicht schon zweimal nicht.


    Warum sieht das ihr Freund denn nicht?

    ich finde es gut, dass sie mit dir geredet hat. und schön, dass du weiterhin für sie da sein willst. ich sehe es aber wie ein andreer user hier, ohne kind wäre es ihre privatsache, aber mit kind ist es grob fahrlässig. ich würde ihr wünschen, dass sie eine therapie macht und lernt, sich von den wünschen ihres freundes zu lösen.

    Zitat

    Sie hat mir dann erklärt, dass sie gerne isst und ihr Freund auf sehr schwere Frauen steht.

    Damit ist doch alles gesagt. Sie isst gerne (das tun viele), aber vor allem will sie ihrem Freund gefallen, und wenn es sie das Leben kostet. Sie weiß, dass sie mit diesen Ausmaßen keinen anderen Mann findet, es sei denn, es geht wieder in diese Richtung. Schlimm. Ich vermute einfach mal, dass sie Defizite hat, vielleicht als Kind nicht genug geliebt wurde, und das auf diese Weise kompensiert und jetzt in der Falle sitzt. Ich nehme es auch dem Freund übel, denn es gibt genug Männer, die auch kräftige Frauen mögen, diese aber nicht dabei unterstützen, sich auf 250kg+ hochzufuttern.


    Ich weiß nicht, was ich tun würde, ich glaube, ich würde versuchen ihr klarzumachen, dass das seinerseits keine Liebe sein kann, denn Liebe will, dass es jemandem gutgeht und nicht, dass die Person nach drei Metern japst und mit 30 ins Gras beist. Er will es sich einfach nur schön (nach seinem Ermessen) machen, er benutzt sie wie ein Möbelstück für seine Zwecke, und ja, ich bin der Meinung, der hat ihr Wohl nicht ansatzweise im Blick, er hat wahrscheinlich selbst irgendein Problem, nur leider trägt er es auf ihrem Rücken aus.


    Natürlich ist sie für sich selbst verantwortlich, nur hat sie gegen zwei Gegner zu kämpfen: die Lust am Essen und die Angst, ihren Partner zu verlieren, wenn sie abnimmt.

    Ich halte das für ne recht verzwackte Situation und habe nicht genug Ahnung um beurteilen können, wie das psychisch bei ihr ist. Ich kann nur sagen, dass ich nach meiner Schwangerschaft für meine Körpergröße viel zu viel drauf hatte. Zwischendurch zwar immer mal wieder abgenommen, aber es kam doppelt wieder zurück. Was mich am meisten daran gestört hat, war, dass ich gerne aktiv was mit meinem Kind unternommen hätte, ohne z.B im Schwimmbad in der Rutsche stecken zu bleiben. Nachdem ich im Schwimmbad vor den Augen meines Sohnes, von ein paar Teenies, aufgrund meines Körpergewichtes ausgelacht wurde, gab das nun endlich den Aussschlag dauerhaft abzunehmen. Das ist mir auch gelungen, allerdings am Bauch ging es ziemlich langsam und ein Bäuchlein habe ich immer noch. Mein Freund ist z.B der Meinung das muss weg, weil ihm das nicht gefällt. Gut, mir auch nicht, aber ich kasteie mich da jetzt nicht wirklich. Hab ein Kind bekommen, hab schlechtes Bindegewebe, dann ist das halt so. Wenn man der Freudin nur klarmachen könnte, wie viel wohler sich mit ein paar Kilo weniger doch fühlen kann...aber ich glaube da muss professionell was gemacht werden.

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    Zitat

    ..aber ich glaube da muss professionell was gemacht werden.

    Wenn überhaupt muss sie selbst das ja einsehen, dass Hilfe von Nöten ist.


    Ich habe gesagt, dass ich ihr da nicht mehr reinreden werden und daran halte ich mich auch. Sorge bleibt trotzdem... naja.

    Zitat

    Das ist mir auch gelungen, allerdings am Bauch ging es ziemlich langsam und ein Bäuchlein habe ich immer noch. Mein Freund ist z.B der Meinung das muss weg, weil ihm das nicht gefällt. Gut, mir auch nicht, aber ich kasteie mich da jetzt nicht wirklich. Hab ein Kind bekommen, hab schlechtes Bindegewebe, dann ist das halt so. Wenn man der Freudin nur klarmachen könnte, wie viel wohler sich mit ein paar Kilo weniger doch fühlen kann...aber ich glaube da muss professionell was gemacht werden.

    Jeder Mensch speichert Fett unterschiedlich bzw vermehrt/langsamer an bestimmten Körperregionen. Bei der Gewichtsreduktion auf natürlichem Wege wird dadurch an bestimmten Körperregionen eher das Fettdepot abgebaut als an anderen Stellen. Bei mir setzt Fett schnell an den Extremitäten sowie Hüften an und eher langsamer am Torso. Dafür nehme ich bei Gewichtsreduktion am Torso schneller ab als an den Extremitäten und Hüften. Das ist einfach genetisch festgelegt.


    Wenn du zu recht sagst, ich mag mich nicht kasteien (und man wird ja dann auch recht unleidlich), aber dein Freund es als so wichtig ansieht, dass du am Bauch abnimmst, dann könnte er dir ja Cool Sculpting-Behandlungen schenken. ;-) @:)

    Hallo, ich wollte mich hier mal rückmelden.


    Meine Freundin ist mit einem leichten (kann man das so sagen?) Herzinfarkt ins Krankenhaus gekommen, letzte Woche. Ihr Freund hat mir das telefonisch mitgeteilt, besuchen konnte ich sie bisher nicht. Das werde ich aber auf jeden Fall nachholen.


    Als ich das letzte Mal bei ihr war, wog sie fast 270kilos, ich hoffe sie zieht jetzt etwas Lehre aus der Sache und merkt, dass ihre Gesundheit auf dem Spiel steht :(

    Manche werden "wach" durch so etwas und andere können trotzdem nicht abnehmen. Es ist aber auch wirklich nicht so einfach, wenn man SO schwer geworden ist: Ich meine, dann ist schon ein Suchtfaktor dabei. Und wir wissen vom Rauchen, dass allein die Einsicht der Gesundheitsgefährdung noch keine Suchtbefreiung bringt. Ich wünsche deiner Freundin alles Gute.