• Jemand hier der "Fettlogik überwinden" gelesen hat? und abnimmt?

    Huhu, ich versuche seit einem halben Jahr meine Schwangerschaftspfunde loszuwerden. Mit Müh und Not und Sport habe ich bis Oktober mein Gewicht um 4 Kilo auf 79 reduzieren können. Nur hab ich seit ich arbeite mit 2 Kinder und Haushalt kaum noch Zeit zum sporteln. Seit Oktober mache ich eine Protein-Diät (Sportlerdiät) mit der ich mittlerweile auf 75…
  • 81 Antworten

    "Heiliger Krieg" ... ]:D da ist schon was dran. :=o


    Wieso wird auf diesem Gebiet bloß von so vielen mit soviel religiöser Inbrunst verteidigt, was sie selbst als richtig ansehen? :=o

    @ Audrey Tattoo

    Weil die Ernährung heutzutage die Ersatzreligion ist^^


    --


    Der Mensch ist heutzutage das einzige Lebewesen dem gesagt werden muss wie es sich zu ernähren hat.


    Ich habe mich damals entschieden, a den Zucker zu reduzieren und auf Fertiggerichte und Junkfood zu verzichten. Im Moment könnte man es auch beschreiben mit: Esse nichts was deine Urgroßmutter nicht erkannt hätte. Nebenbei entdeckt man seinen Geschmacksinn wieder, probiert neue Sachen aus (Hab demletzt Soßenfond aus Kalbsknochen gemacht.) und mache gerne Sachen einfach selber.


    Ich vertraue mittlerweile meinem Bauchgefühl :-) Und habe damit schon mehr als 10kg abgenommen seit letztem Jahr.


    (Nebenbei mach ich klar Sport: Bis zum Sommer bis zu 3 mal die Woche schwimmen, und im Moment 1x die Woche Klettern.)

    @ :)

    Ersatzreligion wird immer so ein bisschen als Lächerlich-Machen von Leuten verwendet, die sich mit Ernährung beschäftigen. Würde es reichen, auf das Bauchgefühl zu hören, wären hierzulande nicht 2/3 oder so aller Erwachsenen übergewichtig. Wir werden schon als Kinder mit Zucker und viel zu vielen Kohlenhydraten darauf trainiert, was wir gut finden und dass man sich mit Essen und vor allem Süßigkeiten belohnen kann. Wenn man nun diverse Theorien zum artgerechten Essen für Menschen glauben schenken will, dann gehören da weder Zucker noch Getreidekohlenhydrate in diesen Massen auf der Speiseplan, auch Milchprodukte nicht in diesen Mengen.


    Selbst modernes Obst ist eine hochgezüchtete Zuckerbombe und insofern eher als Süßigkeit zu sehen, weil die Urformen bei weitem nicht diesen Zucker- und Stärkegehalt enthalten. Wie man unter diesen Bedingungen lediglich mit Bauchgefühl zu einer wirklich gesunden Ernährung kommen will, ohne sich näher damit beschäftigt zu haben, ist mir ein Rätsel ":/


    (das klingt nun alles sehr bestimmt etc. - ich esse auch tw Obst und auch Süßigkeiten, habe aber auch kein Gewichtsproblem (mehr) und: es sind Ausnahmen, aber nicht die Regel)


    Soll jeder essen, wie er meint, aber es sollte halt für einen selbst kurz- und langfristig funktionieren und bei vielen tut es das offensichtlich nicht, sonst wären sie mit ihrer täglichen Ernährung nicht übergewichtig oder hätten sonstige Probleme. Und da finde ich es schwierig, wenn eben pauschal Menschen als Ernährungs-Religioten verunglimpft werden, da die Wahrscheinlichkeit (siehe Statistik zu Übergewicht), dass der solcherart Urteilende selbst da einige Themen hat, sehr hoch ist.

    Zitat

    Der Mensch ist heutzutage das einzige Lebewesen dem gesagt werden muss wie es sich zu ernähren hat.

    Der Mensch ist auch das einzige Lebewesen, das Antibiotika einsetzt, Hochhäuser baut, Kaiserschnitte macht und sich die Mandeln entfernen lässt, insofern halte ich das für kein geeignetes Kriterium, um über diese Tatsache zu urteilen ;-)

    Das stimmt nun doch auch wieder überhaupt nicht.


    Die Menschen glauben man müsste ihnen erklären wie sie sich zu ernähren haben. Das stimmt aber nicht, denn das weiß der Mensch schon ganz allein recht gut.


    Übergewichtig sind die Menschen nicht, weil sie nicht wissen was sie essen sollen, sondern weil sie zu sehr darauf Acht geben was sie essen wollen.


    Da dominiert ganz einfach der Genuss den Verstand.


    Wenn einer ständig beim Chicken-Wing-All-You-Can-Eat sitzt und danach Probleme mit Magen und Gewicht hat, kann der mir nicht erzählen, dass er es nicht besser wusste %-|


    Warum also Ersatzreligion? Weil die Menschen Ausreden suchen. Es kann ja nicht sein, dass sie selbst Schuld an ihrem Gewicht sind. Dass es eigentlich ihr selbstgewähltes Verhalten verantwortlich ist. Und dann fixiert man sich lieber auf diverse Theorien und sucht fieberhaft nach der "perfekten Methode", anstatt einfach mal diszipliniert abzunehmen.


    Die beliebten Abnehmtheorien haben nämlich immer gemeinsam, dass sie einfacher sind als tatsächlich effektive Abnehmstrategien. Es wird mit allen Mitteln versucht eine Rechtfertigung dafür zu finden, dass man auch bei der Abnahme möglichst viel essen kann und zeitgleich möglichst wenig Sport treiben muss.

    Das hat mit Disziplin mMn weniger zu tun, wer sich aktiv displizinieren muss beim Essen, um nicht zuzunehmen oder abzunehmen, muss das dauernd machen - weißt du, was das für eine Quälerei ist in einer Welt, wo man von Essen umgeben ist? Und wie gesagt - wenn man von Anfang an Süßzeug als Belohnung oder Trost bekommt, als Kind nicht viel anderes futtert als Kohlenhydrate und Fette (Nudeln, Reis, Brot bei den meisten Kindern, die ich kenne oder von denen ich so lese, als Grundlage, und dazu viel zu wenig Gemüse (Erbsen, Karotten, Mais - alles Zucker-/Kohlenhydratbomben) und mehr Obst (Zucker, man sehe sich beispielsweise den Traubenzuckergehalt von Bananen oder Trauben an), wie zum Henker soll man davon wegkommen, wenn es einem niemand erklärt? Viele Leute haben in jungen Jahren, so lange sie noch zu viel Sport kommen, vermutlich keine Probleme damit, die kommen dann später, wenn die Zeit nicht mehr für Sport reicht. Und das ist die Basis, auf der jemand wissen sollte, was gut für ihn ist - wie soll das gehen? ":/

    Zitat

    Das hat mit Disziplin mMn weniger zu tun, wer sich aktiv displizinieren muss beim Essen, um nicht zuzunehmen oder abzunehmen, muss das dauernd machen - weißt du, was das für eine Quälerei ist in einer Welt, wo man von Essen umgeben ist? Und wie gesagt - wenn man von Anfang an Süßzeug als Belohnung oder Trost bekommt, als Kind nicht viel anderes futtert als Kohlenhydrate und Fette (Nudeln, Reis, Brot bei den meisten Kindern, die ich kenne oder von denen ich so lese, als Grundlage, und dazu viel zu wenig Gemüse (Erbsen, Karotten, Mais - alles Zucker-/Kohlenhydratbomben) und mehr Obst (Zucker, man sehe sich beispielsweise den Traubenzuckergehalt von Bananen oder Trauben an), wie zum Henker soll man davon wegkommen, wenn es einem niemand erklärt? Viele Leute haben in jungen Jahren, so lange sie noch zu viel Sport kommen, vermutlich keine Probleme damit, die kommen dann später, wenn die Zeit nicht mehr für Sport reicht. Und das ist die Basis, auf der jemand wissen sollte, was gut für ihn ist - wie soll das gehen? ":/

    Keine Ahnung wo du so aufgewachsen bist, aber ich kenne niemanden, der nicht weiß, dass zu viel Zucker nicht gut für ihn ist.


    Und doch: Das hat ausschließlich etwas mit Disziplin zu tun. Und eine temporäre "Quälerei" gehört da auch zu. Glücklicherweise ist sie aber eben das: Temporär. Körper und Verstand gewöhnen sich an die neu gewählte Lebensweise. Die Umgebung und das Angebot beeinflussen einen irgendwann überhaupt nicht mehr. Und diese Umgewöhnung geht sogar ziemlich schnell von statten, vorausgesetzt man zieht es auch ein einziges mal richtig durch. Machen aber die Wenigsten.

    Ich war btw so ein Kind, das unter anderem emotionales Essen angezüchtet bekommen hat - ??Ergebnis war, dass ich meine erste Diät mit 12 oder so gemacht habe. Ich spreche also durchaus aus Erfahrung??


    ??Ich hab mehrmals super diszipliniert abgenommen - blöderweise habe ich es beim letzten Mal übertrieben, da waren es die hier auch diskutierten 500 ausgewogenen Kalorien und Kraftraining, und habe mir eine saubere Essstörung angezüchtet, von der ich erst nach 2 Jahren wieder los war??


    Heute bin ich seit vielen Jahren sehr schlank und halte mein Gewicht, ohne was dafür zu tun - indem ich einfach meine Ernährungsbasis umgestellt hab und Essen viel von seiner emotionalen Bedeutung verloren hat. Aber die ewige Disziplinierung würde auch heute nicht funktionieren.

    Zitat

    Keine Ahnung wo du so aufgewachsen bist, aber ich kenne niemanden, der nicht weiß, dass zu viel Zucker nicht gut für ihn ist.

    Ja, das weiß jeder. Dass Obst aber zu 90% Zuckerbomben sind, dass 60% Kohlenhydrate und Getreide als Ernährungsbasis nicht unbedingt das physiologischste sind, wer weiß das?

    Zitat

    Und doch: Das hat ausschließlich etwas mit Disziplin zu tun. Und eine temporäre "Quälerei" gehört da auch zu. Glücklicherweise ist sie aber eben das: Temporär.

    Für dich vielleicht. Für mich und viele andere ist es nicht so, siehe mein Beitrag. Und ich kann durchaus diszipliniert sein ??Muss ich für meinen Job zwischendurch auch??


    Ich war bis 20 dick / übergewichtig und nun bin ich seit langem schlank, fast ohne mich disziplinieren zu müssen (seit 4 Jahren ganz ohne, keine Ahnung wieso), ich kann also durchaus auf beiden Seiten mitreden.

    Essen sollte sowieso keine fundierte emotionale Bedeutung haben. Auch das hier ist wieder Fehlverhalten und keine Fehlinformation.


    Und du hast recht: Gewicht halten bedeutet nichtstun. Man gewöhnt sich ein normales Essverhalten an und behält es dann bei. Ganz einfach, so ganz ohne Buch :)^


    Der Gewöhnungsprozess erfordert Disziplin. Während des Prozesses schwindet das Sträuben gegen die Veränderung und somit schwindet auch die benötigte Disziplin. Irgendwann ist es dann "normal", kein Kampf mehr. Man tut nichts besonderes mehr.

    Zitat

    Und da finde ich es schwierig, wenn eben pauschal Menschen als Ernährungs-Religioten verunglimpft werden, da die Wahrscheinlichkeit (siehe Statistik zu Übergewicht), dass der solcherart Urteilende selbst da einige Themen hat, sehr hoch ist.

    Woah, "verunglimpft"!? Nein, ich denke gar nicht, dass ich verunglimpfe (schade manchmal, dass man nur liest und keinen Augenschein nehmen kann), Eher schaue ich mir das staunend an, was da stattfindet.


    Im übrigen bin ich zu dem was du schreibst, ganz mit dir auf einer Linie. Wir können nicht all der Werbung unterliegen, alles essen, was uns angepriesen wird und trotzdem schlank sein!!! Es rennt sich sehr leicht in die Kohlenhydratfalle: Lecker, überall zu kriegen, an jeder Ecke angepriesen und billig. Wer sich hier nicht den eigenen Kopf macht und auch danach handelt, ist gewichtsmäßig verloren!

    @ audrey tattoo

    Ich erlebe das meistens so, dass es leicht bis stark belächelnd und lächerlich-machend gemeint ist. Nicht notwendigerweise bei dir, da fehlt, wie du schon schriebst, der Kontext und auch das Nicht-Schriftliche.

    :-)


    Da ihr euch offenbar an meinen beiden Aussagen aufreißt mag ich gerne da nochmal genauer eingehen. Grad weil ich mich viel damit beschäftigt habe.

    @Der Mensch ist das einzige Lebewesen dem man sagen muss was er essen soll:

    Tatsache ist doch, das wir alle einig sind, dass: Junk Food, Zuckerkram, gesüßte Getränke im Übermaß nicht gesund sind.


    Die Frage ist doch was richtig ist. Eigentlich müssten wir das ja wissen, was wir essen müssten. Zumindest in dem Moment wo man das erste Mal das Licht der Welt erblickt. Später kommt klar die Prägung der Ernährungsgewohnheiten durch die Eltern. (Und wenn man eh immer Ungesund gegessen hat, ist es schwieriger seine Ernährung umzustellen).


    Was ist jetzt aber richtig? Low Carb, High Carb, Paleo, Low Fat, Schlank im Schlaf, die eine Studie sagt dies, die andere jenes. Es ist keine exakte Wissenschaft, da vieles Beobachtung ist, und wer Statistik hatte weiß wie man eine Studie so auslegt, dass man die gewünschte Aussage hat. Was ebenso interessant ist, wer diese Studien finanziert oder welche der Wissenschaftler nebenbei bei Firmen angestellt ist. Das gabs früher nicht (gut anderen Fortschritt gabs auch noch nicht...) Aber man hat sich viel mehr mit dem Essen auseinandergesetzt als heute. Man musste selber kochen. Und wie ich das sehe, nimmt die Industrie und andere viel des eigenen Denkens ab.

    @ Ernährung als Ersatzreligion

    Ich meine das nicht als Ausrede. Es ist mehr eine Beobachtung. Wenn man durch das Netz surft, ist jeder davon überzeugt das seine Methode abzunehmen die richtige ist. Man wird auch zu jeder Meinung sicher eine Studie finden, die die Aussage belegt. Dies wird sehr oft mit einer fast "fanatischen" Überzeugung geschrieben, dass es mich wirklich an Religion erinnert. Welche Religion die beste ist.


    Ich meine man könnte die Ring Parabel aus Nathan der Weise genauso auf die Ernährung ummünzen, statt wie ursprünglich auf die 3 damaligen Hauptreligionen.

    @ Ist meine Umgebung schuld daran ob ich dick bin?

    Das wollte ich noch anschneiden. Jeder ist für sich selbst verantwortlich, und trifft die Entscheidungen in seinem Leben, auch mit den Konsequenzen. Manche Dinge fallen einen schwieriger, auf Grund von der eigenen Vorgeschichte. Wenn man als Kind von den Eltern geprägt wurde mit einer Ernährungsgewohnheit wie z.b. Viel Süßes, oder Junk Food, wird das jemanden viel schwerer fallen, als jemand der nie daran gewöhnt war so etwas zu essen. Oder jemand mit Schilddrüsenprobleme wird schwieriger abnehmen (oder eben nur durch die richtige Einstellung der Medikamente) als jemand Gesundes. Aber es ist machbar.


    Das man also nicht abnimmt deswegen halte ich als Ausrede.


    Was Disziplin angeht: Wenn man nur durch Disziplin abnimmt, dann hat man sich die falsche Ernährungsumstellung ausgesucht. Jeder braucht eine gesunde Ernährung die zu einem passt (Da hilft das Bauchgefühl). Denn dann lässt sie sich leicht in den Alltag reinbauen. Eine Ernährungssumstellung ist ja nichts als das ersetzen einer alten Gewohnheit mit einer neuen.

    @Bauchgefühl

    Man darf übrigens das Bauchgefühl nicht mit Lust verwechseln. Es liegt nicht am Bauchgefühl wenn jemand gerne viel vom Falschen ist. Sondern weil man darauf Lust hat, und der Geschmacksinn sich daran gewöhnt hat. Das Bauchgefühl wie auch sonst im Leben ist ja das eigene Unterbewusstsein. Wenn man also anfängt sich mehr mit der Ernährung zu beschäftigen, wird man merken was einem gut tut und was nicht. Und das Bauchgefühl wird uns zu dem leiten, was uns gut tut. (Gut das klingt esoterisch. Ich habe auch keine explizite Quelle dazu. Es ist eine Mischung aus eigener Beobachtung, und angelesenen Wissen über die Psyche und das ändern von Gewohnheiten.).


    Meine 50ct zum Thema. @:)

    Zitat

    Da ihr euch offenbar an meinen beiden Aussagen aufreißt

    Ja? - Nö. ;-D

    Zitat

    Ich meine das nicht als Ausrede. Es ist mehr eine Beobachtung. Wenn man durch das Netz surft, ist jeder davon überzeugt das seine Methode abzunehmen die richtige ist. Man wird auch zu jeder Meinung sicher eine Studie finden, die die Aussage belegt. Dies wird sehr oft mit einer fast "fanatischen" Überzeugung geschrieben, dass es mich wirklich an Religion erinnert. Welche Religion die beste ist.


    Ich meine man könnte die Ring Parabel aus Nathan der Weise genauso auf die Ernährung ummünzen, statt wie ursprünglich auf die 3 damaligen Hauptreligionen.


    Zu deiner Aussage mit dem Bauchgefühl: Ich nenne das emotionales Essen. Und dafür gibts Gründe, soviele wie es Esser gibt.

    :)z Ich stimme dir hier zu.