Warum ist Hungern die einzige Methode die bei mir funktioniert?

    Ich bin w, 173cm groß und habe eine Zeit lang 95kg gewogen. Jahrelange Versuche Sport zu treiben und mich gesund zu ernähren klappten nicht. Ich habe auch mal über 6 Monate jeden Tag harten Sport getrieben und mich extrem gesund ernährt, aber bis auf vielleicht 3kg tat sich überhaupt nichts.


    Dann habe ich angefangen ganz wenig zu essen (max. 500-700 kcal am Tag) und manchmal habe ich gefastet. Wenn ich mal mehr gegessen habe, hab ich es am nächsten Tag durch Fasten wieder ausgeglichen. Und seit einem Jahr bin ich im Normalgewicht (65kg) und fühle mich extrem wohl. Mein Gewicht kann ich halten und es gibt keinen Jojo-Effekt. Ich fühle mich toll und studiere erfolgreich ohne Konzentrationsstörungen.


    Diese Frage soll nicht kleine Mädchen dazu motivieren, mir nachzumachen, aber wieso ist diese (wie alle sagen: ungesunde) Methode anscheinend die einzige die bei mir funktioniert? Schilddrüse ist unauffällig.

  • 149 Antworten

    Ich verrat dir mal ein Geheimnis:


    Das ist seit jeher die einzige Methode, die überhaupt funktioniert. Das wollen viele (übergewichtige) Menschen aber nicht wahr haben.


    Und auch wenn 500-700 kcal/Tag tatsächlich übertrieben sind hättest du auch mehr essen können, wenn du zeitgleich Sport getrieben hättest. Funktioniert ebenso gut.


    Also alles ganz normal bei dir ;-)

    Was für eine Antwort kann man auf diese Warum Frage überhaupt geben? Gar keine.


    Es ist wohl eher so, dass es nicht als politisch korrekt gilt, zu hungern, weil es Leute "in die Magersucht treiben könnte". Also das sagen alle, aber genauso eifert wahrscheinlich ein Großteil hinterher und "hungert" heimlich, um schlanker zu sein, sich wohler zu fühlen (=seinen gesellschaftlichen Status und Marktwert auf dem Partnermarkt erhöhen, aber Schlankheit bedeutet bei uns auch höheren Status auf der Arbeit, in der Fußgängerzone).


    Du hast es offensichtlich auf gesunde Weise einfach effektiv gemacht, so wie es Sinn ergibt.


    Solange du nicht offensichtlich krank bist und dich fett findest und dich bis in die Knochen hinein abmagerst ist es doch vollkommen OK.


    Außerdem weißt du das erst, ob noch andere von "allen" Methoden zum Abnehmen funktionieren, wenn du auch alle Methoden ausprobiert hast. Hast du vermutlich aber nicht.


    Damit erweckt deine gestellte Frage ein falsches Bild (gerade das "Hungern" das einzige ist was hilft, und mMn ist es auch eine offensichtlich plausible Methode...)

    Und trotzdem fühlst Du Dich "extrem toll"?


    Okay, dann halte ich das definitiv für bedenklich. Wenn Du gesagt hättest, Dir reichen 700kcal zum Satt und Zufrieden sein, ok, aber seinen Körper absichtlich derart zu schädigen, ist einfach nur unverantwortlich.

    Es gibt tatsächlich Krankheiten wie eine Insulinresistenz die verhindern das man selbst mit Kaloriendefizit "normal" abnimmt. Zwar nicht häufig aber trotzdem eine Tatsache. Wenn sowas allerdings auszuschließen ist dann kann es sein das schlicht kein Kaloriendefizit vorlag, viele Menschen verschätzen sich gerne was die aufgenommenen Kalorien angeht.

    Prima... Funktioniert vielleicht nen moment lang aber ist von mir aus gesehen relativ ungesund... Nicht nur du brachst Energie aus Nahrung sondern auch deine Organe, dein Hirn und und und...


    Logisch bist du auf dem Normalgewicht damit, es gibt ja auch nix, womit man da zunehmen könnte... Aber solltest du dich einmal wieder normal ernähren wird das ins Gegenteil umschlagen weil den Körper nun auf Sparflamme getrimmt ist. Mein Stoffwechsel wäre mir da zu kostbar :)^

    Der Stoffwechsel stellt sich ja jederzeit auch um.


    Aber dass du jetzt noch schreibst, dass du permanent mit einem Gefühl des Hungerns lebst, das macht mich doch stutzig.


    Es muss doch möglich sein, also jetzt nicht unbedingt abzunehmen, aber sein Gewicht zu halten ohne krasses Hungern, sonst ist vermutlich irgendwas nicht in Ordnung?

    Ein Erklärungsmodell.


    Bei jedem Übergewicht spielt auch die Psyche mit, und folgereichtig ebenso beim Abnehmen. Du hast beim Hungern natürlich keine Angst vor dem Essen, also ein "reines Gewissen", und das verhindert- über Stressreduktion - die Cortisolproduktion. Cortisol ist das Fettspeicherhormon.


    Also schaltet Dein Körper aus zwei Gründen gar nicht erst in den Speichermodus, sondern ins Gegenteil: das erste wegen des ausbleibenden Cortisols, das zweite wegen der niedrigen Energiezufuhr.

    Geht jetzt vielleicht bissl zu weit aber kann man hier nicht schon von ner Essstörung reden?


    - Die TE weiss, dass sie bei normaler Ernährung zunimmt und will auch nicht mehr zunehmen


    - Sie weiss genau, dass sie auf "normalem" Weg nicht abnimmt


    - sie kasteit sich selber indem sie nur 500-700 Kalorien zu sich nimmt


    - Hält das offensichtlich vorhandene Hungergefühl aus und ignoriert es


    Wohl fühlen mit diesem Gewicht ist ja toll aber um welchen Preis? Mein Körper und meine Gesundheit zu riskieren wäre es mir nicht wert...

    Der Hunger kann auch Ausdruck psychischer Abhängigkeit sein. Wenn du vorher lange Zeit 95 kg gewogen hast, dann gewöhnt sich der Körper in deinem Fall einfach schneller an die Ernährungsumstellung als deine Psyche.


    Isst du eigentlich weiterhin dauerhaft 500-700kcal?

    Zitat

    Es muss doch möglich sein, also jetzt nicht unbedingt abzunehmen, aber sein Gewicht zu halten ohne krasses Hungern, sonst ist vermutlich irgendwas nicht in Ordnung?

    Ist es...sowohl abnehmen als auch Gewicht halten ist ohne Hungern möglich. Die Frage ist nur ab einem gewissen Punkt, ob die eigenen Idealvorstellungen mit dem übereinstimmen, was der eigene Körper als ideales Gewicht ansieht. Wenn man unter diesen Punkt möchte, geht das wahrscheinlich dann nur mit Hungern und viel Sport.