Ja, ich finde, das tendiert schon in Richtung Essstörung. Denn es läuft über starke Kontrolle und die ist selten auf Dauer durchzuhalten. Sobald das Muster durchbrochen wird, kommt alles zurück: die Angst und das Gewicht. Das ist alles andere als gelassener Umgang mit Nahrung, so wie es eigentlich natürlich wäre.

    @ BeautifulDay89

    Narf... bitte mal sachlich bleiben. Das ist quatsch.


    Wenn man mehr Kalorien zu sich nimmt als man verbraucht dann nimmt man zu. Wenn man weniger Kalorien zu sich nimmt als man verbraucht dann nimmt man ab. Das ist der normale Lauf der Dinge und daran ist überhaupt nichts Krankhaft. Auch eine Hungerperiode zwischendurch ( Manche Menschen machen das regelmäßig unter dem Begriff "Fasten" bzw. Ramadan ) ist für unseren Körper nicht schädlich, ganz im Gegenteil.


    Allerdings ist das ständige zustopfen von "Appetit" (nicht Hunger) mit sehr kalorienreicher Nahrung ungesund und auf Dauer schädigend für den Körper. Hungerperioden sind absolut normal und unser Körper ist sogar darauf ausgelegt gewisse Durststrecken auszuhalten. Daran ist nichts unnormal oder Krankhaft.

    Nur 500 Kalorien hat meiner Meinung nach nichts mehr mit gesund sein zu tun. Wie gesagt, es ist nicht nur der Mensch der Energie braucht, es ist auch der Körper der auf Energie aus Nahrung angewiesen ist. Und mit 500 Kalorien am Tag sind noch nicht mal die Grundfunktionen gedeckt. Ich habe das selber hinter mir und würde es nicht so schreiben wenn ich es nicht selber erlebt hätte und das ist Raubbau am Körper. Mag sich vielleicht nicht gleich sofort oder nach 2-3 Jahren zeigen aber die Quittung dafür wird kommen...


    Intermittierendes Fasten sehe ich auch nicht als sehr problematisch (und unter normalen Voraussetzungen auch ok) an aber wenn sonst schon kaum was reinkommt? Naja...

    Dauerhaftes Überessen ist genauso schadhaft wie dauerhaftes Hungern, ja.


    Hunger und eine Zeit lang hungern sind nicht schadhaft, aber auf Dauer ausgelegtes Hungern imho sehr wohl. Man gibt dem Körper somit nicht, was er zum gesunden und reibungslosen Funktionieren benötigen würde.

    Zitat

    Warum ist Hungern die einzige Methode die bei mir funktioniert?

    Kurze Antwort: Weil Menschen unterschiedlich sind.


    Manche Menschen können so viel essen, bis sie satt sind, und bleiben dabei im Normalgewicht. Andere Menschen essen ebenfalls so viel bis sie satt sind und bekommen davon Übergewicht.


    Die zweite Gruppe muss hungern, wenn sie schlank sein möchte.

    @ Paul_Revere

    Zitat

    Das ist seit jeher die einzige Methode, die überhaupt funktioniert. Das wollen viele (übergewichtige) Menschen aber nicht wahr haben.

    Hungern ist die einzige Methode um abzunehmen. So weit stimme ich Dir zu.


    Aber es gibt auch viele Menschen, die richtig schön schlank sind, ohne dabei zu hungern.

    Da kommt es wohl darauf an wie man den Begriff "hunger" definiert. Für mich ist es z.b. kein Problem mal einen Tag lang nichts bzw. wenig zu essen d.h. morgens einen Kaffee und ein Hörnchen und das war es. Ich fühle mich dadurch aber nicht hungrig weil ich weiß was hunger ist wenn man Tagelang(!) nichts gegessen hat. Das was die Menschen im Allgemeinen als Hunger bezeichnen ist nichts weiter als Appetit.

    Zitat

    Das was die Menschen im Allgemeinen als Hunger bezeichnen ist nichts weiter als Appetit.

    Jepp, so sehe ich das auch. Das werde ich auch versuchen, so meinen Kindern zu erklären. Wir werden hier in Europa - solange kein Krieg ausbricht - niemals Hunger leiden.


    Zum Thema: Ich finde es auch etwas bedenklich, dass 500-700 Kalorien angeblich "ausreichen". Stimmt die Zahl wirklich?


    Hast du wirklich Hunger/Appetit körperlich gesehen oder ist das wirklich, wie hier schon gemutmaßt wird, vllt nur die Psyche, die sich noch umstellt?

    Soll bedeuten: Für die einen ist hunger etwas anderes als für andere. Ich fühle mich nicht hungrig obwohl ich heute nichts außer ein Brötchen gegessen habe. Andere bekommen direkt die Krise wenn sie 2 Std. lang mal nichts zu sich genommen haben und meinen dadurch sofort umzukommen. Ich will nicht behaupten dass meine Ernährungsweise die bessere ist oder für jeden geeignet ist aber es ist (ob man möchte oder nicht) nicht unnormal sondern natürlich.


    Für die andere Art ist der menschliche Körper nicht gemacht was man auch an zahlreichen Dingen wie Übergewicht, bluthochdruck, herzkrankheiten und gelenk bzw. knochenschäden sieht. Dazu sieht es noch furchtbar aus und ist bei Frauen der Attraktivitätskiller Nr.1. Darüber sollte man sich im klaren sein und sich nicht mit "das ist doch total natürlich und fasten ist mord am eigenen Körper" rausreden.

    Also ich erkläre das mal anhand eines Beispiels: Gestern zum Beispiel habe ich außer Wasser und literweise Früchtetee nichts zu mir genommen. Der Hunger war schon da. Eben bin ich vom Einkaufen zurückgekommen und habe jetzt meine erste Mahlzeit: Einen gemischten Salat mit bisschen Thunfisch und Joghurtdressing. Später werfe ich eine Schale Minitomaten, paar Karotten und eine Paprika in einen Topf und mache mir so ne Art Gemüseeintopf. Gut gewürzt schmeckt mir das richtig gut. Das alles macht so um die 600 kcal, wie ich eben abgewogen und durchgerechnet habe und ich bin hinterher satt und mein Magen gibt Ruhe.


    Ich esse aber nicht immer so wenig Kohlenhydrate. Manchmal gönne ich mir morgens auf dem Weg zur Uni eine Brezel oder ein Brörchen, aber die Kalorien habe ich immer im Blick.


    [...]


    Da hier manche schon das Wort Hunger in Anführungszeichen gesetzt haben, möchte ich sagen dass ich mit "Hunger" nicht den Appetit meine, sondern richtig physischen Hunger, den ich aber soweit im Griff habe.


    Und mit "toll fühlen" meine ich, dass ich jetzt sogar ab und zu von Männern angesprochen werde, tolle Dates und ein viel besseres Sexualleben habe. Außerdem ist es ein tolles Gefühl in jeden x-beliebigen Laden zu gehen, irgendein x-beliebiges Kleid anzuprobieren und es sieht einfach toll aus ohne zu spannen und zu kneifen. Der Blick in den Spiegel macht mir einfach bessere Laune als früher.

    Zitat

    Ich verrat dir mal ein Geheimnis:


    Das ist seit jeher die einzige Methode, die überhaupt funktioniert. Das wollen viele (übergewichtige) Menschen aber nicht wahr haben.


    Und auch wenn 500-700 kcal/Tag tatsächlich übertrieben sind hättest du auch mehr essen können, wenn du zeitgleich Sport getrieben hättest. Funktioniert ebenso gut.

    Ich schließe mich Paul Revere an! Nur so funktioniert es und hat auch bei mir wunderbar und nachhaltig nach der Schwangerschaft geklappt.


    Diese Form von Diät sicher ist entbehrungsreich, dafür erfolgversprechend! Im übrigen muss man, um schlank zu bleiben, später nicht mehr so hart, wie ihn dieser Phase, mit sich sein. Das ist keinesfalls ein Dauerzustand - das wäre sicher krankhaft und ungesund. Ich bin schlank und halte mein Gewicht auch mit einer genussvollen und ausgewogenen Ernährung.

    Dauerhaft 500-700kcal halte allerdings sogar ich für übertrieben. Ich hatte das so verstanden, dass du während der Abnehmphase so wenig gegessen hast.


    Es gibt extreme Stoffwechseltypen, aber wohl keinen, der bei mehr als 700kcal pro Tag sofort wieder zunehmen würde.

    Naja, 1-3 mal im Monat habe ich schon meine Ausrutscher und gönne mir mal ne Pizza oder Schokolade. Da werden es auch mal 2000 kcal, aber durch das strenge Fasten danach gleicht sich alles wieder aus.


    Aber es stimmt, die meiste Zeit komme ich mit 500-700 kcal aus.

    Okay, wenn Du damit klar kommst ":/. Wobei mir ehrlich gesagt immer noch nicht deutlich geworden ist, ob Du einfach mit den 700kcal gut auskommst, also keinen Hunger hast und zufrieden bist oder ob Du wirklich hungerst und entbehrst und Dir Nahrung vorenthältst.


    Ich bin auch ein Riesenfan davon, nur zu essen, wenn man Hunger hat (eben körperlichen Hunger), nicht aus reinem Appetit oder aus psychischen Gründen und ich weiß, dass zeitweiliges Fasten durchaus auch positive gesundheitliche Auswirkungen haben kann. Entscheidend ist aber, dass man sich bei Hunger dann satt isst und genauso, wie man nicht isst, wenn man keinen Hunger hat, sollte man nicht absichtlich nichts essen, wenn man welchen hat. Imho schadet man sich damit langfristig. Man kann sich sein Hungergefühl übrigens auch abtrainieren....indem man es einfach ständig ignoriert.


    Zeitweilig die Kalorien so zu reduzieren, um schnell Gewicht zu verlieren, mag ja okay sein, aber als dauerhafte Ernährungsform?