Das hat meine Mutter schon versucht. Sie hat schon öfter mal was hingebracht, was sie zu viel gekocht hatte. Das musste dann nochmal nachgebraten und gesalzen werden (z.B. Klopse mit Kartoffelstampf)

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    Kannst Du Dir vorstellen, Dich unter Schmerzen jeden Tag zu bewegen?

    Kann ich nicht, das weiß ich. Aber das ist ein Thema, was nicht in diesen Faden gehört.

    Das sehe ich ganz anders. Du willst ihnen helfen, dann musst Du das auch berücksichtigen. Oder geht es Dir gar nicht um sie sondern darum, Deine Meinung durchzudrücken.

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    sie wünschen sich Gemütlichkeit und ein restliches angenehmes Leben, wozu halt auch gutes Essen gehört.

    ja das verstehe ich auch vollkommen. Ich liebe auch gutes Essen.


    Nur kann man doch aber auch mal Fisch oder einen Salat mit Vollkornbrot essen. Das ist doch auch lecker.

    Du gehst immer nur von Dir aus. Nicht jeder mag Fisch. Ich mag Fisch. Aber andere nicht. Salat mag ich nicht so, der macht mich zu wenig satt. Kalt. Glitschig. Manchmal säuerlich. Vom Geschmack her einfach nicht ansprechend. Vollkornbrot ist auch nicht jedermanns Sache, und noch lange kein Garant für ein gesundes, langes Leben. Ganz Frankreich isst Baguette und helles Gebäck. Ich backe mit Sauerteig und Bio-VK-Mehl, aber nicht jeder hat Lust, Zeit oder Kraft für die Arbeit, die das macht.

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    Es muss doch nicht immer Schnitzel in Butter fritiert oder Schweinerouladen mit Unmengen Soße geben.

    Fett ist ein Geschmacksträger, und genetisch ist der Mensch seit Urzeiten auf Fett programmiert. Ich sehe das Problem auch eher bei Kohlenhydraten, aber das nur am Rande. Soße ist eine leckere Sache. Kurz, ich kann sie dahingehend schon gut verstehen. Essen ist für sie ein Genuß, wahrscheinlich haben sie nicht viele andere Genüsse mehr.

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    Dazu kommt noch, dass es mehr als genug versalzen ist. Aber es schmeckt ihnen halt so. Das ist es, was ich nicht nachvollziehen kann.

    Ja, man merkt das mangelnde Verständnis. Die Sache mit dem Salz ist die, dass schon viel zu viel davon in bestimmten Lebensmitteln stecken, Salz wird m.E. häufig als Ersatz für Geschmack genommen. Menschen gewöhnen sich an zu viel Salz. Aber die gute Nachricht ist, dass man sie auch wieder entwöhnen kann von dem Zuviel an Salz. Aber das geht nicht auf einen Schlag sondern nur nach und nach. Wenn ich übrigens Sauerteigbrote backe, mache ich die inzwischen ohne Salz. Dafür mit anderen Gewürzen, die den Geschmack dann bringen.


    Nochmal: Du wirst es nicht ändern können sondern musst es akzeptieren. Am Salz könnte man was drehen, aber das müsste allmählich passieren und natürlich nur, wenn sie es wollen. Da hilft z.B. gemeinsam kochen. Hast Du schon mal mit Deiner Oma zusammen gekocht?

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    Kannst Du Dir vorstellen, Dich unter Schmerzen jeden Tag zu bewegen?

    Kann ich nicht, das weiß ich. Aber das ist ein Thema, was nicht in diesen Faden gehört.

    Das sehe ich ganz anders. Du willst ihnen helfen, dann musst Du das auch berücksichtigen. Oder geht es Dir gar nicht um sie sondern darum, Deine Meinung durchzudrücken.

    Das war vielleicht missverständlich geschrieben. Ich weiß, wie es ist, sich unter Schmerzen zu bewegen. Ich weiß auch, dass es mit der Bewegung besser wird.

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    Hast Du schon mal mit Deiner Oma zusammen gekocht?

    Seit meiner Kindheit nicht mehr. Sie hat mir damals ein paar Dinge beigebracht, aber das ist inzwischen auch 20 Jahre her. Da muss ich sie fragen, ob sie das möchte. Nichtmal meine Tante darf da eigentlich in die Küche pfuschen.


    Zu den anderen Dingen, was Salz, Gewürze, Fette angeht: deshalb habe ich ja an so ein Buch gedacht. Sie liest halt auch gern. Wieso sollte dann ein Kochbuch, was neue Eindrücke bringt, so falsch sein?

    Kommt da nicht noch dazu das im Alter der Geschmackssinn nachlässt ? Mehr Salz oder mehr Fett (als Geschmacksträger) gleichen das dann vielleicht wieder etwas aus und für die Großeltern schmeckt es normal.

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    Wie überzeugt man sture Menschen, die seit 30 Jahren festgefahren sind?

    Gar nicht.


    Das geht nicht mehr. So wie es die 30 Jahre war, ist es ihr Leben, was sie auch weiterleben sollten. Ist noch die Frage, ob denen eine Umstellung auf gesunde Ernährung jetzt überhaupt noch bekommen würde, oder ob es da nicht besser ist, weiterzumachen wie bisher.


    Ich glaube, die Beiden würden kreuzunglücklich, wenn man jetzt ihre gewohnten Dinge auf den Kopf stellt. Sie würden vielleicht dadurch ehr sterben, als durch zu fettes Essen.

    Wenn du ihr ein Zeitschriften Abo Schenken möchtest, dann kann ich "Einfach hausgemacht" empfehlen.


    Ansonsten je älter meine eine Oma geworden war, desto schlechter wurde es. Aber du kannst da halt nichts sagen. Es ist halt so. Von einer Zeitschrift wird das Essen nicht weniger Salzig und Fettig. ^^

    Ich finde, dass jede Frau eine Frauenzeitschrift haben muss! Selbst wenn es an deren Inhalt einiges zu kritisieren gibt, führen sie die Frau doch aus einer gewissen Abhängikeit und Nachplappern von der Meinung Ihres Ehegatten.


    Und Leute, die Großeltern sind erst 70 - da ist schon noch was zu machen.

    Ich finde nun auch nicht, dass man über 70ig Jährige wie über 99jährige Greise sprechen muss. "Da ist alles schon seit 30 Jahren eingefahren"...also mal ehrlich. In wenigen Jahren werden wir so lange arbeiten, ich hoffe, dass wir dann nicht nur absolut uneinsichtige, kranke und vor Schmerzen bewegungsunfähige Altchen sind.


    Ich persönlich finde: Man kann einem Mitmenschen schon mal seine Sorge zum Ausdruck bringen. Man kann sogar auch einmal deutlich sagen: "Ich hätte dich halt noch gern in zehn Jahren um mich". Man hat - meiner Meinung nach - aber nicht das Recht, durch billige Tricks (Entschuldigung, der Geschmack ändert sich ja nicht durch das Lesen einer Kochzeitschrift) andere dazu bringen zu wollen, sich selbst neu zu erfinden.


    Sei ehrlich, oder lass es. Denk ich mal. Und wenn sie schon immer so rumhängen, dann wird sich das durch ein neues Kochbuch zu Weihnachten auch nicht ändern. Dann ist das kein Gewichtsproblem, sondern ihre Lebenseinstellung.

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    Hast Du schon mal mit Deiner Oma zusammen gekocht?

    Seit meiner Kindheit nicht mehr. Sie hat mir damals ein paar Dinge beigebracht, aber das ist inzwischen auch 20 Jahre her. Da muss ich sie fragen, ob sie das möchte. Nichtmal meine Tante darf da eigentlich in die Küche pfuschen.


    Zu den anderen Dingen, was Salz, Gewürze, Fette angeht: deshalb habe ich ja an so ein Buch gedacht. Sie liest halt auch gern. Wieso sollte dann ein Kochbuch, was neue Eindrücke bringt, so falsch sein?

    Weil persönliches zusammen Kochen sehr viel mehr Eindruck hinterlässt als jemandem ein Buch in die Hand zu drücken und damit quasi alleinzulassen. Wie Du Deine Oma beschreibst, ist sie nicht unbedingt mehr der aufgeschlossene Typ, der, kaum dass er einen kleinen Impuls bekommt, sofort was Neues ausprobiert. Das geht dann eher über das gemeinsame Machen und Erleben. Wenn ihr zusammen ein Rezept nachkocht und das Ganze dann auch noch schmeckt, ist mehr gewonnen, als ihr ein Rezept unter die Nase zu halten: Da, mach mal, ist mal was Gesundes.

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    onodisep


    21.11.16 14:02


    Ich finde, dass jede Frau eine Frauenzeitschrift haben muss! Selbst wenn es an deren Inhalt einiges zu kritisieren gibt, führen sie die Frau doch aus einer gewissen Abhängikeit und Nachplappern von der Meinung Ihres Ehegatten.

    Ich hoffe, das war ironisch gemeint? :-o


    Frauenzeitschriften ein Muß für jede Frau? Wo bitte lebst Du. Abhängigkeit von der Meinung des Ehegatten? Ist es also besser, anstelle dem Ehegatten was nachzuplappern als das nachzuplappern, was in einer Zeitschrift steht, die jeden Monat eine neue, ganz sichere Diät empfiehlt, wo man in 2 Stunden 5 Pfund abnimmt?


    Meine Güte.... :-X

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    Kommt da nicht noch dazu das im Alter der Geschmackssinn nachlässt ? Mehr Salz oder mehr Fett (als Geschmacksträger) gleichen das dann vielleicht wieder etwas aus und für die Großeltern schmeckt es normal.

    Schon, aber 70 ist noch arg früh für sowas. Bei meinem Großvater kam das erst mit über 80, fast 90. Da meinte er dann immer, dass die Sachen heute nicht mehr so schmecken wie früher. ;-D


    Mit 70 ist es überhaupt ziemlich traurig schon so bewegungseingeschränkt und festgefahren zu sein. In dem Alter sind andere noch rundum aktiv. Allerdings können nur sie selbst daran etwas ändern und wenn sie nicht wollen, dann war es das. Ein modernes Kochbuch mit gesunden Rezepten würde vermutlich ungenutzt in der Ecke verstauben. Man fängt ja auch nicht mit Yoga an, wenn man damit nie was am Hut hatte nur weil man plötzlich ein Buch geschenkt bekommt.


    Die einzige Chance sehe ich darin mit ihnen über deine Sorgen zu reden und vielleicht den Hausarzt miteinzubeziehen.

    ach da wird nix zu machen sein, essen können sie auch was sie wollen - ich möchte mit 70 auch nicht auf Essen umsteigen müssen dass mir nicht schmeckt. aber versuchen kannst dus ja, vl. steigt dir deine Oma drauf ein.


    was ihr aber absolut nicht tun solltet: einen Rollstuhl kaufen! tut mir leid aber das ist doch absoluter Schwachsinn, bräuchte dein Opa wirklich einen Rollstuhl zahlt den die Krankenkasse, also scheint er auch keinen zu brauchen.


    außerdem würde das höchstwahrscheinlich darin enden dass er gar nix mehr selbst macht - zuerst lässt er sich rumfahren von anderen, irgendwann muss man ihm auf der Toilette und beim Umziehen helfen usw.


    haltet ja die Füße still und die Hände in der Hosentasche! Angehörige ebnen oft den Weg in die vollständige Pflegebedürftigkeit.

    Also, wenn man es realistisch sieht, kann Dir niemand Deine Frage beantworten.


    Dabei ist das Essverhalten Deiner Großeltern definitiv ungesund. Es hat offensichtlich auch schon negative Auswirkungen auf ihre Gesundheit. Wenn sie nicht umsteuern, werden sie weitere ernährungsbedingte Krankheiten bekommen. Außerdem senkt ihr Essverhalten ihre Lebenserwartung.


    Ich kann gut nachvollziehen, wenn Du Dir deshalb Sorgen machst. Was Du machen könntest, um etwas daran zu ändern, weiß ich leider auch nicht.