Erstmal sollte dein Opa eine Darmentzündung habe wäre mein erster Gedanke, dass er kein Gluten verträgt und da wäre Vollkorn absolut schädlich 😉 Ansonsten bin ich wieder Mehrheit der Meinung auch wenn du die Enkelin bist es geht dich nichts an was sie essen. Du darfst essen was du magst und das selbe gilt für deine Großeltern.

    Ich lese aus allen deinen Beiträgen eigentlich nicht heraus, dass du dir Sorgen um geliebte Menschen machst, sondern eher, dass da viele kleine Baustellen sind, was dich an deinen Großeltern stört. Außerdem scheint es ja noch die Generation dazwischen zu geben, also die Kinder deiner Großeltern. Ich frage mich, warum du dich als Enkelin da überhaupt in der Pflicht fühlst, dich in die Lebensweise deiner noch relativ jungen Großeltern einzumischen? Das ist nicht deine Aufgabe, darum hat dich niemand gebeten und das steht dir auch nicht zu, konzentrier dich auf dein Leben und schon hast du eine Sorge weniger.

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    Ich lese aus allen deinen Beiträgen eigentlich nicht heraus, dass du dir Sorgen um geliebte Menschen machst, sondern eher, dass da viele kleine Baustellen sind, was dich an deinen Großeltern stört.

    Das kann gut sein. Sie sind mir ehrlich gesagt peinlich. Sie können eben nichts außer essen. Aber will man einen Menschen, der einem eigentlich lieb sein sollte, so verenden sehen? Ich hatte ein wenig Hoffnung, dass ich mit euren Ratschlägen sie doch noch zu etwas begeistern kann (wenn halt Essen, dann wenigstens mal da etwas neuen Schwung reinbringen). Gerade für meine kleinen Cousins, die noch zu Oma und Opa aufschauen.


    Eigentlich sollte man sein (Groß-)Elternteil ja als Vorbild sehen. Hier ist es scheinbar negativ. Wenn das der Sinn sein soll -gut. Dann können wir es hierbei belassen.


    Die Generation zwischen uns, hat übrigens genauso aufgegeben, wie ihr mir hier predigt.

    Aber mal ehrlich: Denkst du wirklich, du kannst die (so scheint es) grundsätzlich phlegmatische Haltung deiner Großeltern durch ein paar gesündere Gerichte verändern? Da steckt doch viel mehr im Argen, wie sich das anhört.


    Und wenn es lediglich Menschen sind, die dir nur "eigentlich lieb sein sollten", dann wird es auch wirklich schwierig, was anderes auszuprobieren. Sonst hätte ich nämlich vorgeschlagen, dass du mal hinfährst und was mit ihnen unternimmst. Immer wieder, erst mal was spielen, dann vielleicht mal Spazierengehen, je nach dem eben.

    Ich formuliere die Fragen neu: Willst du, dass sie sich verändern, damit es DIR besser geht, oder damit es IHNEN besser geht? Hättest du sie lieber, wenn sie weniger wiegen würden und regelmäßig Radtouren mit ihren Enkeln machten? Geht es dir um ihre Gesundheit, oder geht es dir um die Tatsache, dass mit ihnen nicht viel anzufangen zu sein scheint?

    Ich möchte, dass es ihnen besser geht, damit meine Cousins mal sagen können "ich habe eine(n) tolle(n) Oma/Opa". Das kann ich nicht von mir behaupten (und auch für meine Mama waren sie keine guten Eltern) und das finde ich so schade. Ja wahrscheinlich ist die Ernährung nur eine Sache von vielen, aber da spielt dann auch Bewegung mit rein und eins führt zum anderen. Ich war der Meinung, dass man vielleicht an einem Punkt ansetzt, da sie sich eh für kaum etwas interessieren. Da wir uns so selten sehen, dachte ich, dass Weihnachten ein guter Ausgangspunkt ist, das mal anzusprechen bzw. darauf hinzudeuten, dass es so wie es ist, Mist ist.

    Sie haben auf diese Art immerhin schon ein ordentliches Alter erreicht, meinst Du nicht?


    Es gibt längst eine Gegenrichtung zum Jahrzehnte langen Credo "fettarm", nämlich die, dass Fett an sich durchaus nicht so schlecht sein muss wie sein Ruf. Und in Kriegszeiten haben die Menschen auch ohne nennenswerte Vitamine überlebt. Also: keep cooö, hab sie lieb und lass sie ihr - bestimmt leckeres, kein grasiges Grünfutter - Essen genießen und wünsche Ihnen weiterhin ein langess, genussvolles Leben. ;-)


    Mir persönlich tut es weh, wenn ich die ganzen Fertiggerichte in den Einkaufkörben der Mitmenschen sehe, Pizzen, Kekse, Limos, Zuckerkram zuhauf. Trotzdem mach ich keinen Hechtsprung, werf mich darüber und schreie: "Bitte NICHT KAUFEN!", das tue ich nicht mal, wenn es sich um meine Kinder handelt.


    Eine der schwersten Erkenntnisse: Wir können nicht bestimmen, was andere Erwachsene und gar noch die Großeltern tun.

    Regenbogen

    Liebe Regenbogen. Ich verstehe deinen Wunsch nur zu gut. Aber betrachte es mal von der anderen Seite: Auch wenn sie aktiver wären, wären sie keine netteren Menschen. Bzw. nur, weil jemand nicht-aktiv ist, ist er noch kein schlechter Großvater/keine schlechte Großmutter. Es gibt durchaus Eltern, die so krank sind, dass sie sich kaum bewegen können und das macht sie ja aber bei weitem nicht gleichzeitig zu desinteressierten, lustlosen Eltern.


    Ich befürchte, du wirst die Dinge trennen müssen: Den gesundheitlichen Aspekt und den der "guten Großeltern". Möglicherweise werden sie nie so sein, wie du sie dir - oder für deine Nichten/Neffen - wünschst. Vielleicht aber kann man sie wenigstens davon überzeugen, dass sie sich gesundheitlich in Gefahr bringen (immerhin, 70! das ist echt kein Alter).

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    Es ist unschön Leuten etwas zu schenken, was sich sich nicht gewünscht haben und sich nicht drüber freuen, nur weil man selbst meint, dass es gut für sie wäre.

    Man kann ja auch was geschenkt bekommen, was man sich nicht wünscht und es gefällt einem trotzdem.


    Die nächste VHS ist leider zu weit von dem Ort meiner Oma entfernt, da kommt sie schlecht mit den Öffentlichen hin. Ansonsten wäre das gar keine schlechte Idee.

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    x:) Liebe ist ... etwas nicht gut zu finden und es trotzdem für die Lieben zu tolerieren. ;-)

    Möglicherweise, aber lieben tu ich sie nicht.


    Hikleines hat Recht, ich muss das trennen.