• Wie bringt man Großeltern zu gesunder Ernährung?

    Hallo ihr lieben. Mir ist es mal wieder aufgefallen, dass meine Großeltern stark übergewichtig sind. Mein Opa ist schon nach 50m aus der Puste und wünscht sich zu Weihnachten einen Rollstuhl :-o Ich glaube, er hat noch nie in seinem Leben einen Salat gegessen. Meine Oma kocht natürlich das ganze fettige Essen und dann auch in solchen wahnsinnigen Mengen,…
  • 68 Antworten

    Ich würde dem opa einfsch zu Weihnachten einen rollator schenken.


    Klingt vielleicht einerseits gemein...aber er redet ja selbst davon.


    Vielleicht bewegt er sich dann auch wieder mehr als 50m weil er päuschen machen kann.


    Mehr bewegung wäre gut damit die gelenke geölt bleiben...


    Und dann eben gemeinsame spaziergänge machen.


    Ich denke eine ernährungsumstellung bei so alten menschen ist sehr schwierig...


    Aber zu bewegung kann man als familie appellieren und helfen.

    Zitat

    Nun habe ich mir überlegt, ob man ihr zu Weihnachten vielleicht ein Kochbuch mìt gesunden Rezepten schenken könnte? Ich weiß, dass sie seit gefühlten 100 Jahren keins mehr benutzt hat.


    Was würdet ihr in der Situation tun? Wie überzeugt man sture Menschen, die seit 30 Jahren festgefahren sind?

    Gar nichts kannst Du da machen. Sie leben ja schon viele Jahrzehnte so, was willst Du da ändern? Die haben ihr ganzes Leben so gelebt und auch gegessen, ich weiß ja nicht, wie alt sie jetzt sind. Eine Altenpflegerin hat mir mal gesagt, Essen ist der Sex der alten Leute. Sprich, es ist wahrscheinlich eines der wenigen Vergnügen, die sie noch haben.


    Ein Kochbuch zu schenken, das nützt nichts. Was vielleich noch eine Idee wäre, ein paar leckere Rezepte selbst zusammenstellen und handschriftlich zu einem kleinen persönlichen Geschenk machen, und vielleicht sogar mit ihnen zusammenzukochen, so ab und zu. Vielleicht auch gelegentlich ein paar Spaziergänge mit ihnen zu machen.


    Und ganz ehrlich, wenn nichts zu ändern ist, dann eben mit dem Rollstuhl helfen. Willst Du Recht haben oder dazu beitragen, dass der Opa ohne Schmerzen mobil ist? ;-)

    Ehrlichkeit ist der Schlüssel zum Erfolg.


    "Hallo Oma, hallo Opa, ich mache mir Sorgen um euch und deswegen habe ich mir Gedanken gemacht wie man euch helfen kann, damit es euch wieder besser geht, dann habe ich dieses Buch gefunden (sowas zum Beispiel https://www.amazon.de/Das-Kochbuch-100-J%C3%A4hrigen-Rezepte-langes/dp/3771646634 ) und dachte mir, vielleicht hilft euch das."


    Können sie dann Annehmen oder nicht, auf jedenfall werden sie es dir nicht böse nehmen.

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    Mein Opa sollte auf Grund von einer Entzündung im Darm seine Ernährung umstellen. Nicht mal das hilft, damit meine Oma anders kocht. Es gibt jetzt öfters mal eine Gemüsesuppe, aber das wars auch schon ;-)

    Ich finde, gesundes Essen wird überbewertet.


    70 Jahre ist nun wirklich noch kein Alter und allein das Essen ist vermutlich kaum der Grund, weshalb Dein Opa einen Rollstuhl will. Über seine / ihre Krankheiten schreibst Du nichts. War er noch vor 5 Jahren mit 65 berufstätig oder schon damals krank? Beide dürften mit 70 Jahren schon halbwegs die moderne Ernährungswelle mitgekriegt haben, dass man heute anders kocht, wie vor 100 Jahren, aber vor 100 jahren haben sie ja noch gar nicht gelebt, um die Hausmannskost miterlebt zu haben.


    Aber Du hast vollkommen Recht, Information ist alles und das halbe Leben. Abonnier doch für Deine Oma eine Frauenzeitschrift. Da stehen Unmengen von Rezepten, Diäten aber auch mehr oder weniger brauchbare Gesundheitstipps drin. Und viel Unterhaltung. Du würdest Dich damit jede Woche in Erinnerung bringen. Ich würde dabei ein mittleres Niveau wählen, weder Klatsch und Tratsch, noch Edelmode.

    Ich denke es wird sehr schwer sein, deine Großeltern davon zu überzeugen. Wenn man es schon seit 30 Jahren das macht, wird man es bestimmt nicht so schnell ändern, außer es passiert irgendein Ereignis, dass sie zum Nachdenken bringt.

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    Was gesundes Essen ist, darüber streiten sich die Geister. In unserem Pflegeheim wird deutsche Alltagsküche serviert, häufig fett und viel, das was die Leute gewöhnt sind. Sie sind über 80 und 90 ja sogar über 100 damit geworden. Sie essen aber von ganz allein weniger, wenn die Verdauung nicht mehr so mitmacht.


    Was aber echt wichtig ist, wäre tatsächlich Bewegung, Gymnastik etc. Im möglichen Rahmen. Es ist nachweisbar, dass die Sturzgefahr sich verringert. Und die Gelenkfunktionen werden verbessert. Aber gegen Schmerzen "bewegen" ist nicht einfach.

    Danke an alle, die hier wirklich konstruktive Kritik abgeben. Mit den Vorwürfen, dass ich vor habe meine Großeltern zu erziehen, hilft man weder ihnen, noch mir weiter.


    Das große und ganze Problem ist wohl einfach, dass sie unwahrscheinlich faul und desinteressiert gegenüber allem sind. Es ist auch nicht so, dass das Essen meiner Oma nicht schmeckt - es ist nur einfach viel und sehr fettig. Ich habe das schon mehr als genug geäußert, dass es so ist. Wenn wir mit der Familie zu Besuch sind, gibt es oft einen Verdauungsspaziergang. Nur die beiden kommen nie mit. Da kann man noch so sehr bitten. Meine Cousins, die 5 Jahre alt sind, fordern viel Bewegung, doch bei meinen Großeltern werden sie nur vor den Fernseher gesetzt. :(v


    Ich bin jetzt fast 30 und der gesamten Zeit höre ich meinen Opa nur über Krankheiten reden. Er arbeitet auch genauso lange schon nicht mehr. Er hatte schon eine Knie und Hüft- OP als er Mitte 50 war und bildet sich auch etliche Dinge ein. Sein Herz wurde schon so oft untersucht und nie etwas gefunden. Auch meine Oma hat schon ein neues Knie bekommen.


    Natürlich kann ich in dem Alter keine großen Gewichtsreduzierungen erwarten. Ich möchte nur gern, dass sie mal wieder Schwung reinbekommen. Ich hatte gehofft, dass mein Cousins das schaffen, aber für die interessieren sie sich auch nicht.


    Vielleicht ist das mit der Zeitschrift eine gute Idee. Dazu schenke ich einfach einen Korb mit Obst und Gemüse, sowie Ölen und Nüsse oder etwas in dieser Art.


    An Physiotherapie habe ich auch gedacht, aber in dem Ort gibt es keine Praxis. Da müsste man auch mit dem Arzt sprechen, welche Therapie da am besten geeignet ist. So viel Einblick habe ich da nicht.

    Zitat

    außer es passiert irgendein Ereignis, dass sie zum Nachdenken bringt.

    Manchmal habe ich den Eindruck, sie sind gern im Krankenhaus. ":/

    Alte Leute sind manchmal sturer als jeder Bock...


    (Nicht böse gemeint)irgendwann muss man sich aber damit abfinden.


    Meine Oma hockt seit 1 1/2 Jahren in ihrer Wohnung, weil sie im 2. Stock wohnt und die Treppe nicht mehr schafft nach ihrem letzten Krankenhausaufenthalt. Sie kriegt schon das ganze Jahr über Physiotherapie um das Treppensteigen zu üben...aber statt besser wird es immer wieder nur schlechter.


    Aber sie möchte partout nicht in ein Altersheim...wo sie andre Leute zum reden hätte...einen Aufzug damit sie ins Grüne kann und und und...


    "NE da geh ich nicht hin"


    Sie sitzt also seit 1 1/2 Jahren in ihrer Wohnung und starrt die Wand an...liest vielleicht einmal im Monat nen Buch...oder guckt jeden Abend nachrichten...aber weder strickt sie wie früher noch sonst irgendwas...


    Uns als Familie tut das sehr weh dabei zuzusehen, aber ich wohne 600km weit weg und meine Eltern kommen zwar 2 Mal die Woche vorbei und machen ihren Haushalt und Wäsche mit...aber sie arbeiten beide Vollzeit.


    Wir sind schon froh, dass sie inzwischen selbst einsieht, dass sie nen Pflegedienst brauch... Aber immer wenn die Frau von der Pflegeversicherung kommt, meint sie magisch alles wieder allein zu können sodass sie keine Pflegestufe bekommt.


    Die Situation, so frustrierend sie ist, haben wir inzwischen so akzeptiert... Sie will nichts ändern, es kann sie niemand dazu zwingen.


    Und meine andren Großeltern sind genauso.... Meine andre Oma liegt seit 3 Wochen im Bett...nur unterbrochen von 1 Woche Krankenhaus im Bett. Sie hat Rücken...sie macht auch Physiotherapie (Die Physiotherapeutin kommt zu ihnen nach Hause, das ist also möglich!) aber sobald die Physiotherapeutin weg ist, liegt sie wieder nurnoch... Selbstständig macht sie keine Übungen.


    Auch den Haushalt übernehmen inzwischen meine Eltern zum Großteil mit (Mein Opa ist ein sturer Bock... der macht garnix.)


    Ich glaube...manche möchten es einfach nicht wahrhaben, dass sie auch was tun können gegen die Alterswehwehchen...sie sehen es als gegeben.

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    Das hört sich auch echt nicht toll an Xirain. Ich finde es einfach unglaublich, dass sie nichts haben, was sie antreibt. Was ihnen Spaß macht bzw. woran sie sich erfreuen. :|N

    Das ist keine Sturheit. Das ist nichts anderes als wir alle auch machen, Selbstbestimmung, die im Alter langsam zum Problem wird. Und wie viele Junge gibt es, die sich gegen ärztlichen und sonstigen Rat nicht bewegen? Und Alterswehwechen sind keine Wehwehchen, sondern echte Leiden. %-|

    Monika, es war nicht böse gemeint, wirklicht.


    Wir versuchen ja ihnen ihre Wünsche soweit es geht zu erfüllen...


    Aber ich sehe meine Eltern immer mehr an ihre Grenzen kommen.


    Und ich würde mir für meine Oma einfach wünschen, dass sie mal wieder wie früher in einer Frauenrunde tratschen kann. Dass sie mal wieder mit Rollator an die frische Luft kann. Oder jemanden zum Mau Mau spielen hat. Wir kriegen sie aber nicht aus der Wohnung. Mein Vater hat Knie schon ne Abschabung gehabt, meine Mutter hat Halswirbelsäule fusioniert bekommen.


    Ich denke auch, dass Altersschermzen Ursachen haben ja, aber es gibt einfach so Stories die passiert sind...


    Mein Opa bekam seinen gr. Star operiert...ihm wurde gesagt er soll sich nicht überanstrengen, ja...was macht er? Liegt 3 Wochen nur auf dem Sofa, unterbrochen von aufs Klo gehen...sonst garnichts...


    Schwuppdiwupp Krankenhaus Thrombose Lungenembolie. Und dann kennt er nicht mal seine eigenen Medikamente, oder nimmt sie wie er will...


    Solche Sachen sind sehr anstrengend, denn wir lieben sie und wollen nur dass es so gut geht, wie möglich. Das ist zum Teil auch keine Selbstbestimmung mehr, sondern Selbstgefährdung, wenn man immer bewusst die Diabetes Tests manipuliert indem man eine Woche vorher seine Ernährung komplett umstellt nur damit der Wert stimmt.

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    Zitat

    Danke an alle, die hier wirklich konstruktive Kritik abgeben. Mit den Vorwürfen, dass ich vor habe meine Großeltern zu erziehen, hilft man weder ihnen, noch mir weiter.

    So ist das sicherlich von niemandem gemeint, aber die Frage: Was kann ich tun, damit die ihren Hintern hochbekommen? klingt nun mal doch etwas nach dem Wunsch, die beiden zurechtzurücken. ;-)

    Zitat

    Das große und ganze Problem ist wohl einfach, dass sie unwahrscheinlich faul und desinteressiert gegenüber allem sind. Es ist auch nicht so, dass das Essen meiner Oma nicht schmeckt - es ist nur einfach viel und sehr fettig. Ich habe das schon mehr als genug geäußert, dass es so ist. Wenn wir mit der Familie zu Besuch sind, gibt es oft einen Verdauungsspaziergang. Nur die beiden kommen nie mit.

    Ich weiß nicht, was die beiden auf die Waage bringen, aber sie haben auf jeden Fall alte Knochen. Sie vermeiden Bewegung, weil sie Schmerzen haben. Kannst Du Dir vorstellen, Dich unter Schmerzen jeden Tag zu bewegen? Ganz zu schweigen von der Atemnot Deines Opas. Klar, das hat was mit dem Gewicht zu tun, dazu kommt noch das Alter. Es ist also doppelt anstrengend für sie. Dazu kommt, dass die meisten Alten sich mit dem Alter und dem Trend, wohin es geht, arrangiert haben und keine dollen Dinge mehr erwarten, aber sie wünschen sich Gemütlichkeit und ein restliches angenehmes Leben, wozu halt auch gutes Essen gehört.


    Ab einem bestimmten Alter wäre ich "barmherzig" und würde das tun, was für sie die letzten Jahre angenehm macht und nicht das, was sie quält und ihnen vielleicht 1 Monat länger zu leben bringt, auch hier würde ich sagen: Qualität vor Quantität.

    Zitat

    Kannst Du Dir vorstellen, Dich unter Schmerzen jeden Tag zu bewegen?

    Kann ich nicht, das weiß ich. Aber das ist ein Thema, was nicht in diesen Faden gehört.

    Zitat

    sie wünschen sich Gemütlichkeit und ein restliches angenehmes Leben, wozu halt auch gutes Essen gehört.

    ja das verstehe ich auch vollkommen. Ich liebe auch gutes Essen.


    Nur kann man doch aber auch mal Fisch oder einen Salat mit Vollkornbrot essen. Das ist doch auch lecker. Es muss doch nicht immer Schnitzel in Butter fritiert oder Schweinerouladen mit Unmengen Soße geben. Dazu kommt noch, dass es mehr als genug versalzen ist. Aber es schmeckt ihnen halt so. Das ist es, was ich nicht nachvollziehen kann.

    Dir schmeckt das...ihnen nicht.


    Du könntest eher noch daran rühren etwas mit nur der hälfte an butter zuzubereiten als ihre komplette ernährung in Zweifel zu stellen.

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