• Wie kann einer Frustesserin geholfen werden?

    Hallo! In den letzten Wochen hatte ich immer wieder Probleme mit meinen Klamotten: die Jeans passten nicht mehr bzw. ich habe sie nur mit Müh und not noch zu bekommen, die T-Shirts und Kleider wurden zu eng, der Bauch schaute zu sehr raus usw. Ich habe deshalb vor kurzem eine Diät gestartet um ca. 10 Kilos abzunehmen - dann hätte ich endlich mein…
  • 75 Antworten

    @ Kleio:

    Danke für den Link! Das mit dem "je mehr Stress/Konflikte desto mehr esse ich" kann ich voll nachvollziehen - so in etwa ist es bei mir auch.


    Die Frage ist nur: Wie kann ich den Stress anders lösen? Sport, Shoppen usw. funktioniert nicht - Sport mache ich auch so schon mehrmals die Woche und Shoppen gehen acht mich nicht gerade glücklich. Das mit dem entspannten Bad werde ich mal probieren - da ich so oder so sehr gerne bade kann ich mir vorstellen dass ich das als "Alternative" zum Essen nehme. Aber kann das wirklich die einzige Alternative sein?


    Wenn ich während meiner Diät Heißhungerattacken kriege und ans das ganze leckere, ungesunde Zeug denke, dann rufe ich mir immer ins Gedächtnis, dass es sich lohnt auf das Zeug zu verzichten. Dass ich so schlanker werde, mir die Klamotten wieder passen und ich insgesamt mich wohler und vor allem attraktiver fühle. Im vergangenen Jahr war ich auf einer Fortbildung wo wir u.a. was präsentieren mussten und dabei mit der Kamera aufgenommen wurden. Als ich mich dann selbst gesehen habe, bin ich richtig erschrocken: ich fand mich unglaublich dick und "stämmig"! Das hat mich da richtig getroffen! Das alles versuche ich mir ins Gedächtnis zu rufen, wenn ich wieder in "Versuchung" komme und es funktioniert bisher ganz gut. Nur habe ich Angst dass ich wieder einen enormen "Rückfall" kriege wenn ich z.B. wieder Stress mit der Kollegin habe und mir dann kurzzeitig denke "sch*** drauf! mir geht total mies - was soll ich denn da auch noch auf leckere Sachen verzichten?!". Das Problem: Stress mit der Kollegin oder allgemein bei der Arbeit habe ich leider regelmäßig - deshalb habe ich wohl auch so viel zugenommen ;-(

    Zitat

    Du hast da vollkommen recht. Ich bin nun aber wild entschlossen diese Diät durchzuziehen und mein Wunschgewicht endlich wieder zu erreichen. Ich hoffe die Motivation bleibt die nächsten Wochen/Monate auch :-/

    Für meine Begriffe schließen sich "wild entschlossen, die Diät durchzuziehen" und "ich hoffe die Motivation bleibt" aus. Das klingt, als würdest du sehr mit dir selbst hadern. Engel rechts, Teufel links und du in der Mitte gefangen. So als müsstest du dir irgendwas beweisen, aber gleichzeitig sabotierst du dich selbst, weil du denkst, dass du das eh nicht schaffst. Und in 2 Monaten stehst du wieder am Punkt wie jetzt, weil das Essen ein Symptom einer ganz anderen Problematik ist.


    Hast du mal versucht aufzudröseln, was genau das Frustfressen auslöst? Wo genau das Problem liegt? Ist es konkret diese eine Kollegin, oder kannst du generell nicht gut mit Konflikten umgehen? Bist du zu nett, kannst du keine Grenzen setzen, nicht auch mal auf den Tisch hauen und für dich einstehen?

    Ich wuerde Dir ein Belohnungssystem empfehlen. Darf natuerlich nichts mit Essen zu tun haben. Wenn Du x Tage ohne Suesses durchgehalten hast, kaufst Du Dir ein Buch oder ein Kleidungsstueck oder so.


    Mit Disziplin kann man so einiges erreichen. Wenn nicht, dann ist der Leidensdruck nicht gross genug (ich spreche hier nicht von Heroin- oder Nikotinsucht, sondern NUR vom Essen!). Ich verzichte seit Anfang des Jahres (aus gesundheitlichen Gruenden) komplett auf Zucker (und Milchprodukte, und rotes Fleisch, und Weizen, und Gluten). Das ist schon hart, aber meine Gesundheit ist mir eben wichtiger. Da mein Freund nach wie vor "normal" isst, haben wir natuerlich jede Menge Sachen da, die ich nicht essen kann. Ich backe auch fuer ihn oder mache fuer ihn Eis.


    Heisshungerattacken (denen ich nie nachgegeben habe!) kamen nur in den ersten zehn Tagen. Gut sind Ersatzdrogen, ich esse z.B. jeden Tag ein paar Blaubeeren, die sind auch schoen suess, oder mit Stevia gesuesste Lakritz, oder goenne mir hin und wieder mal Sushi.


    Viel Erfolg!

    Zitat

    Mit Disziplin kann man so einiges erreichen. Wenn nicht, dann ist der Leidensdruck nicht gross genug

    Ergaenzung: Es sei denn, es liegt eine EssSTOERUNG vor. Das hoert sich aber bei der TE nicht danach an?

    Hallo Franziska,


    Mein Tipp ist auch zu lernen mit dem Stress anders umzugehen. Am besten natürlich genau zu erforschen warum es mit der Kollegin Ärger gibt und warum du danach unzufrieden aus der Situation heraus gehst. Kannst du nicht an Ort und Stelle den Streit bereinigen, auch sagen das es dich belastet und wie du dich fühlst? Könnte dir vielleicht eine Kampfsportart helfen? Also nicht für die Kollegin ]:D Sondern um den Stress abzubauen und deine Wut und Frust heraus zu lassen.


    Meine Schwester hatte auch ein Essproblem, es war aber noch schlimmer bei ihr. Sie hatte mit den Over Eaters angefangen. Das ist eine Selbsthilfegruppe. Kennst du vielleicht. Das ist jedoch keine Garantie dass es besser wird. Nur ein Versuch, bei manchen macht es "Klick", manche brauchen etwas anderes.


    Nur wie hier schon geschrieben, eine langjährige Angewohnheit kannst du nicht in Tagen stoppen, oder nur sehr schwer. Schritt für Schritt und mit Geduld und hasse dich nicht selbst wegen Rückfällen. Auch das Umkreisen dieses Problems macht es nur größer. Dein Leben besteht aus mehr als diesem Essproblem, das weißt du bestimmt.

    @ Rani80:

    Den Konflikt kann ich leider nicht bereinigen, das habe ich leider schon oft genug versucht. Sie scheint irgendwas persönliches gegen mich zu haben, provoziert gerne, macht so Sticheleien und bringt mich auf die Palme. Habe schon mehr als einmal bemerkt dass sie versucht hat mich in der ein oder anderen Situation ins offene Messer laufen zu lassen - könnt ihr euch vorstellen wie nervenaufreibend es ist wenn man immer aufpassen muss was man tut oder sagt weil jede Kleinigkeit sofort gegen einen verwendet wird?! Aber das Problem soll hier jetzt eigentlich nicht so sehr thematisiert werden.


    Den gestrigen Tag habe ich sehr gut durchgehalten. Nur als ich abends im Bett lag habe ich vor lauter Hunger nicht einschlafen können. Ich habe dann 5 kleine Kekse gegessen (hatte leider nichts anderes mehr da %-| ) und dann ging es. Werde mir das für die Zukunft merken: vor dem schlafen gehen noch irgendeine (optimalerweise kalorienarme) Kleinigkeit essen. Und wenn es auch nur ein Apfel oder sowas ist ;-)


    Zum thema Motivation: die ist bei mir heute wieder ganz besoners groß! Warum? Als ich heute morgen meine Jeans angezogen habe habe ich sie 1. kaum zu bekommen und 2. sah man deutlich meine Fettpölsterchen |-o Bleibt mir doch eigentlich nichts anderes übrig als abzunehmen wenn ich mal wieder im Bikibi am Strand liegen möchte und kein Geld habe um meine komplette Garderobe zu erneuern ;-D

    Franziska_B

    Zitat

    Den Konflikt kann ich leider nicht bereinigen, das habe ich leider schon oft genug versucht. Sie scheint irgendwas persönliches gegen mich zu haben, provoziert gerne, macht so Sticheleien und bringt mich auf die Palme...........


    Aber das Problem soll hier jetzt eigentlich nicht so sehr thematisiert werden.

    Doch, den kannst nur Du bereinigen. Ich habe jetzt schon einige Seminare zum Thema Konfliktmanagement gemacht und wenn das nicht reichen sollte und es jemand nicht alleine schafft, dann muss eben ein Coach her oder auch eine Therapie gemacht werden. Das hat sich bei einigen der Teilnehmen während des Seminars gezeigt. Du scheinst ja dieses Problem schon länger zu haben und auch schon einiges probiert zu haben. Wenn das nicht funktioniert, dann gibt es ja Fachleute. Sprich, das ist die Ursache bzw. vielleicht gibt es auch noch andere Ursachen. Hast Du den anderen Faden ganz gelesen?

    Zitat

    Den gestrigen Tag habe ich sehr gut durchgehalten. Nur als ich abends im Bett lag habe ich vor lauter Hunger nicht einschlafen können. Ich habe dann 5 kleine Kekse gegessen (hatte leider nichts anderes mehr da %-| ) und dann ging es. Werde mir das für die Zukunft merken: vor dem schlafen gehen noch irgendeine (optimalerweise kalorienarme) Kleinigkeit essen. Und wenn es auch nur ein Apfel oder sowas ist ;-)

    Meiner Meinung nach ist das nur Symptombekämpfung. Natürlich kannst Du Deine Essstörung so bekämpfen, aber so geht es nicht an die Ursache und umso schwieriger ist es dann, sich ein neues und gesundes Essverhalten anzueignen und es beizubehalten.

    Zitat

    Zum thema Motivation: die ist bei mir heute wieder ganz besoners groß! Warum? Als ich heute morgen meine Jeans angezogen habe habe ich sie 1. kaum zu bekommen und 2. sah man deutlich meine Fettpölsterchen |-o Bleibt mir doch eigentlich nichts anderes übrig als abzunehmen wenn ich mal wieder im Bikibi am Strand liegen möchte und kein Geld habe um meine komplette Garderobe zu erneuern ;-D

    Das ist natürlich auch alles wichtig, bis die nächste Stresssituation kommt, mit der Du in bewährter Weise fertig wirst - also mit Frustessen. Es geht letztlich um Dein Selbstbewusstsein, Gefühle zuzulassen, keine negativen Gefühle zu erzeugen, sich selbst nicht zu stressen und daran kannst nur Du etwas ändern. Sicher sind Oberflächlichkeiten, wie Gewicht ein Wert, aber welchen Wert Du dem beimisst, liegt wieder an Dir. Wenn jemand mit sich im Reinen ist, seelisch ausgeglichen, dann hat er schon von sich aus den Impuls nicht, dieses Manko mit Essen zuzustopfen. Deswegen machen Diäten meiner Meinung nach auch keinen Sinn, denn das ist nur Disziplin (was durchaus eben wichtig ist), aber wenn man sich spürt sich stresst, dann hilft sie nicht und man schlägt zu.

    @ Kleio:

    Ich mache seit 4 Tagen eine Diät und schon wird mir eine Essstörung attestiert? :-o Ich glaube dieser Begriff wird wohl viel zu häufig und leider oft auch falsch verwendet - nicht jede Diät bei der man auf Kalorien achtet ist sofort eine Essstörung. Ich habe z.B. weder ständige Fressatacken nach denen ich mich wieder übergebe noch weigere ich mich überhaupt etwas zu essen und will mein ganzes Leben nur noch abnehmen. Außerdem achte ich durchaus darauf dass ich ausreichend Vitamine und Mineralien zu mir nehme.


    Und ist gelegentliches "Frustessen" bei Stress gleich eine dauerhafte Essstörung? Wenn ja, dann okay: ich habe eine Essstörung.


    Was den Konflikt angeht: dessen hat sich schon vor einigen Wochen jemand anderes angenommen (Chef und Mediator). Trotzdem hat sich nichts geändert, weil die Kollegin alle Lösungsversuche sowohl von meiner Seite als auch von anderer Seite abblockt.


    Ich bin grundsätzlich schon in der Lage Konflikte zu lösen (muss mich aufgrund meines Jobs recht häufig mit Leuten aus anderen Abteilungen auseindersetzen) aber bei diesem Konflikt fühle ich mich machtlos da ich noch nicht mal richtig weiß weshalb die Kollegin so zu mir ist und mich so behandelt (anderen gegenüber ist sie nett, aber mit denen muss sie auch nicht zusammenarbeiten). Reden hat nicht geholfen, Chef hat es auch versucht, Mediator hat es versucht...tja, was genau soll ich da noch machen? Habe übrigens in den vergangenen Jahr auch an mehreren Konfliktlösungsseminaren und Rhetorikseminaren teilgenommen, aber die Kollegin blockt jeden Lösungsversuch konsequent ab.


    Deshalb überlasse ich es jetzt meinem Chef sich eine Lösung auszudenken und ich versuche eine Möglichkeit zu finden bei Frust nicht Trost im Essen zu suchen sondern mehr bei was anderem. Fragt sich nur was....

    Franziska_B

    Zitat

    Ich mache seit 4 Tagen eine Diät und schon wird mir eine Essstörung attestiert?

    Nein, das ist kein Attest, dafür sind Fachleute zuständig. Das ist nur meine Meinung, wenn jemand schreibt: Wie gesagt: ich bin eine totale Frustesserin! Das wurde schon der ein oder anderen Diät zum Verhängnis und das OBWOHL ich vorher gut durchgehalten habe mit diesem Titel. Ich kann mich nur daran halten, was da steht.

    Zitat

    Was den Konflikt angeht: dessen hat sich schon vor einigen Wochen jemand anderes angenommen (Chef und Mediator). Trotzdem hat sich nichts geändert, weil die Kollegin alle Lösungsversuche sowohl von meiner Seite als auch von anderer Seite abblockt.

    Dann hast Du keinen Stress und Frust mehr?

    Zitat

    Ich bin grundsätzlich schon in der Lage Konflikte zu lösen (muss mich aufgrund meines Jobs recht häufig mit Leuten aus anderen Abteilungen auseindersetzen) aber bei diesem Konflikt fühle ich mich machtlos da ich noch nicht mal richtig weiß weshalb die Kollegin so zu mir ist und mich so behandelt (anderen gegenüber ist sie nett, aber mit denen muss sie auch nicht zusammenarbeiten).

    Zur Konfliktlösung gehört vor allem die Arbeit mit sich, also gar keinen Konflikt entstehen zu lassen im Sinne von sich stressen und frusten und das kannst nur Du. Du wertest, etc. Hast Du Dich mit dem Thema Konflikt auseinandergesetzt? Wieso Du bei einem Konflikt gefrustet bist?

    Zitat

    Was den Konflikt angeht: dessen hat sich schon vor einigen Wochen jemand anderes angenommen (Chef und Mediator). Trotzdem hat sich nichts geändert, weil die Kollegin alle Lösungsversuche sowohl von meiner Seite als auch von anderer Seite abblockt.

    Nur ist es so, dass ein Konflikt nur dann entsteht, wenn Du es als solches für Dich definierst und das aufgrund Deiner subjektiven negativen Wertung. Dadurch entsteht Wut, Stress, etc. Das kannst nur Du ändern und kein Chef oder Mediator. Du wirst immer Menschen begegnen, die nicht an einer Lösung interessiert sind und damit bleibt der Konflikt bei Dir, weil nur Du ihn hast und nur Du den Stresst, die Wut, etc. hast.

    Zitat

    Habe übrigens in den vergangenen Jahr auch an mehreren Konfliktlösungsseminaren und Rhetorikseminaren teilgenommen, aber die Kollegin blockt jeden Lösungsversuch konsequent ab.

    Ja, und? Das ist die Analyse der Situation. Bedeutet noch keinen Stress oder Frust. Dann produzierst Du Deinen Stress gar nicht aus dieser Situation oder in anderen Situationen?

    Zitat

    Deshalb überlasse ich es jetzt meinem Chef sich eine Lösung auszudenken und ich versuche eine Möglichkeit zu finden bei Frust nicht Trost im Essen zu suchen sondern mehr bei was anderem. Fragt sich nur was....

    Der Frust ist somit immer noch da und das ist die Ursache. Kein Frust – kein Frustessen.

    @ Kleio:

    ALso um mal konkret zu werden: ich kann in meinem Job keine Konflikte "vermeiden". DAs geht einfach nicht, da mein Job u.a. darin besteht Arbeitsabläufe in anderen Abteilungen zu optimieren und wirtschaftlicher zu gestalten. Manchmal sind die Leute da offen und kooperativ und manchmal blocken die schon jegliche Vorschläge ab bevor man sie überhaupt ausgesprochen hat. Es gibt auch Leute bei denen ich mich richtig durchsetzen muss, die partout keine Veränderung wollen und wenn sie auch noch so positiv für sie und den Betrieb wären. Mein Job besteht also aus "Konflikten".


    Mit diesen Konflikten habe ich in der Regel auch kein Problem - was mich bei der Arbeit frustet ist, wenn es total viel zu tun gibt und die Kollegin sich mal wieder abgesetzt hat und ich dann alles alleine machen muss (wobei der Chef das auch noch hinnimmt dass die Kollegen sich mit allem nur nicht ihrer Arbeit beschäftigt und ich somit nichts dagegen machen kann). Was mich frustet ist, dass meine Kollegin immer wieder anfängt zu sticheln, intirigert und versucht mich vor anderen auflaufen zu lassen und bloßzustellen. Daran haben auch keine Gespräche mit Chef und Mediator geändert. Es ist auch nicht so, dass ich da konkret irgendwas gemacht haben muss oder so... Wir sietzen z.B. uns beide am Schreibtisch gegenüber und arbeiten still vor uns hin und plötzlich kriege ich eine Mail von ihr in der sie sich darüber beschwert was für einen Bockmist ist doch jeden Tag bei der Arbeit veranstalte. CC wurde die Mail an den Chef geschickt. Die Dinge die in der Mail standen sind weder korrekt noch haben die Kollegin und ich jemals darüber gesprochen.

    Hm, es liegt auch nicht jedem jeder Job. Fuer mich waere das nichts, wenn mein Job nur aus Konflikten bestuende. Ich bin nicht konfliktscheu, aber habe durchaus ein ueberdurchschnittliches Harmoniebeduerfnis. Bei Arbeitskonflikten kann ich zwar mittlerweile mit dem Schliessen der Buerotuer abschalten, aber vor 10 Jahren konnte ich das noch nicht.


    Die naechste Sache ist, wie geht man mit Stress um. Manche essen aus Frust (kenne ich durchaus auch, waehrend meiner Dissertation war keine Tuete Haribo vor mir sicher), andere reagieren mit Schlafstoerungen, alles nicht schoen. M.E. solltest Du gleichzeitig an der Ursache, also den Konflikten, und an der Reaktion, bei Dir das Frustessen, arbeiten. Ich kann Dir nur meine Strategien gegen Frustessen verraten: Keine Suessigkeiten zu Hause haben, Frustessen durchaus erlauben, aber auf gesuendere Alternativen zurueckgreifen (bei mir waren/sind es Nuesse und Beeren, ich habe mir aber in den schlimmsten Zeiten auch mal nachts um drei 200 g rohen Lachs mit Sojasauce und Wasabi reingezogen *huestel*). Und mir persoenlich faellt es leichter, auf etwas ganz zu verzichten, als es sich hin und wieder zu erlauben. Das ist bei jedem anders, aber wenn ich mir "ein bisschen Suesses" erlauben wuerde, dann waere diese Definition sehr dehnbar und wuerde sich vermutlich auch waehrend des Essens noch aendern ("wenn ich jetzt noch eins esse, dann schadet das doch auch nicht"). Belohnungssystem hatte ich ja schon angesprochen.


    Falls Du nicht abnehmen "kannst": Schilddruese schonmal gecheckt?

    Ich glaube bei so offensichtlichen Feindseligkeiten hilft auf Dauer nur konsequentes Ignorieren. Wäre es eine Möglichkeit, dass du (oder sie) räumlich den Arbeitsplatz verlegst, so dass ihr euch nicht mehr den ganzen Tag gegenüber sitzt?


    Weiters könntest du dem Chef (und deiner Kollegin) kurz und knapp mitteilen, dass du ab jetzt jegliche Spitzen und Provokationen gegen deine Person ignorieren wirst und darauf keine Reaktion von dir mehr erfolgt. Der Konflikt stiehlt dir Zeit und du möchtest nicht, dass die Qualität deiner Arbeit darunter leidet. Punkt. Also nicht großartig rechtfertigen und bereden, sondern ein Statement abgeben und das dann auch konsequent durchziehen. Das hilft dir eventuell weiter, dich ab jetzt besser abzugrenzen und dir auf Dauer ein dickeres Fell zuzulegen.


    Um mal wieder auf das Essen zurückzukommen: kochst du eigentlich gerne? Hast du Spaß am Essen? Was mir nämlich noch als Idee gekommen ist, um die Schokolade und Chips durch gesündere Alternativen zu ersetzen:


    Du könntest dir ein oder auch mehrere ausgewogene (also nicht unbedingt Currywurst Pommes ;-) ) Gerichte raussuchen, die du richtig gerne magst, die Wohlbefinden in dir auslösen und alle deine Geschmackssinne reizen, so dass du dich nach dem Essen so richtig wohlig und befriedigt fühlst. Von diesen Gerichten hast du wenn möglich immer alle Zutaten im Haus, so dass du einfach nur nach Hause kommen und mit Kochen starten musst, wenn du einen Scheißtag hattest. Dann hast du nicht noch zusätzlich die Überwindung, dass du erst alle Zutaten einkaufen musst und dann aus Faulheit doch lieber zu Naschereien greifst.


    Wie ich darauf komme: Ich koche unheimlich gerne. Mich entspannt das und wenn ich am Ende noch was auf dem Tisch habe, was mir gut schmeckt und dazu gesund ist, dann freue ich mich einfach darüber und es geht mir gut. Das funktioniert bei mir auch an stressigen Tagen sehr gut. Quasi: Der Tag heute war zwar kacke, aber jetzt tu ich mir selbst was Gutes. Das ist, wenn man so will, auch "Frust"essen, aber dadurch dass ich viel Wert auf gute Lebensmittel und ausgewogene Gerichte lege kein Problem. Im Gegenteil. :-)

    Zitat

    Du könntest dir ein oder auch mehrere ausgewogene (also nicht unbedingt Currywurst Pommes ;-) ) Gerichte raussuchen, die du richtig gerne magst, die Wohlbefinden in dir auslösen und alle deine Geschmackssinne reizen, so dass du dich nach dem Essen so richtig wohlig und befriedigt fühlst. Von diesen Gerichten hast du wenn möglich immer alle Zutaten im Haus, so dass du einfach nur nach Hause kommen und mit Kochen starten musst, wenn du einen Scheißtag hattest. Dann hast du nicht noch zusätzlich die Überwindung, dass du erst alle Zutaten einkaufen musst und dann aus Faulheit doch lieber zu Naschereien greifst.


    Wie ich darauf komme: Ich koche unheimlich gerne. Mich entspannt das und wenn ich am Ende noch was auf dem Tisch habe, was mir gut schmeckt und dazu gesund ist, dann freue ich mich einfach darüber und es geht mir gut. Das funktioniert bei mir auch an stressigen Tagen sehr gut. Quasi: Der Tag heute war zwar kacke, aber jetzt tu ich mir selbst was Gutes. Das ist, wenn man so will, auch "Frust"essen, aber dadurch dass ich viel Wert auf gute Lebensmittel und ausgewogene Gerichte lege kein Problem. Im Gegenteil.

    :)^ (geht mir auch so! Kochen ist herrlich :-) )