• Wie kann einer Frustesserin geholfen werden?

    Hallo! In den letzten Wochen hatte ich immer wieder Probleme mit meinen Klamotten: die Jeans passten nicht mehr bzw. ich habe sie nur mit Müh und not noch zu bekommen, die T-Shirts und Kleider wurden zu eng, der Bauch schaute zu sehr raus usw. Ich habe deshalb vor kurzem eine Diät gestartet um ca. 10 Kilos abzunehmen - dann hätte ich endlich mein…
  • 75 Antworten

    Ein kleines Update: Ich mache noch immer Diät und im großen und ganzen funktioniert es - es gab die letzten Tage zwar die ein oder andere kleine Abweichung vom Diätplan (habe heute z.B. ne halbe Pizza gegessen) aber ich denke man sollte auch nicht soooo streng sein. Außerdem macht ich seit gestern auch wieder Sport. Habe mir vorgenommen mind. 2-3 mal die Woche für 1 Stunde ins Fitnesscenter zu gehen und dort ein bisschen Cardio zu machen und meine Bauchmuskeln zu trainieren (will nämlich mein kleines Bäuchlein unbedingt loswerden).


    Die Idee mit der Belohnung um die Diät durchzuhalten finde ich super! Ich habe eine schwarze Stollhose der Größe 36 im Schrank die mir leider nicht mehr passt. Ich habe sie gerade anprobiert und an den Hüften sitzt sie schon ganz gut (habe da wohl schon ein bisschen reduzieren können *g*), aber am Bauch kriege ich sie gerade nur mit Müh und Not zu und die Hose "schneidet" da schon regelrecht ins Fleisch. Deshalb: Wenn mir die Hose wieder optimal passt und ich sie locker oben wieder zubekomme, dann werde ich mir mal wieder einen schönen Relax-Tag gönnen. Das sieht dann folgendermaßen aus: gemütliches Frühstück, Shopping in meinem Lieblingseinkaufszentrum, danach eine Massage und dann abschließend abends ins Kino und einen schönen Film anschauen oder eine DVD ausleihen :-)


    Bis dahin gibt es kein Shopping (die Klamotten würden mir nach der Diät wohl eh nicht mehr passen) und keine Massage. Muss ehrlich zugeben dass mich die Aussicht auf so einen schönen Tag schon motiviert. Zusätzlich motivert natürlich noch, dass ich bereits "erste ERfolge" sehe und sich mein Hüftumfang schon ein bisschen reduziert hat. Auch wenn es vielleicht bisher bloß Wassereinlagerungen waren.

    Ich muss noch weiter nachlesen, aber als erste Hilfe, wenn Du "oral" gewöhnt bist ]:D – wie wäre es mit Tee, Tee, Tee?


    Es gibt doch so viele Sorten, und Grüntee mit Vanille ist z. B. jetzt bei der Wärme ideal, auch kalt. Ansonsten Roibosch in allen Variationen, tagsüber halt auch Schwarztee, den kannst Du Dir sogar mit Sahne gönnen, ohne dass es dem Gewicht etwas ausmacht – ist jedenfalls meine Erfahrung.


    So, und jetzt lese ich weiter, was Ihr geschrieben habt. :-X

    @ Sunniva:

    Grünen Tee mag ich sowieso sehr gerne- den trinke ich nun auch fleißig. Er ist ja nicht nur gut während der Diät sondern ist auch so noch sehr gesund :-)

    Ja, Franziska, und er stoppt ganz gut auch Heißhunger, finde ich. Also, ich machs so: Ich trinke zuerst immer meinen Tee (oder auch Wasser oder Kaffee) bei so einem Anfall, und dann entscheide ich wieder neu, ob ich jetzt wirklich aus Hunger essen will oder um Gefühle zu kompensieren.


    Meist bin ich dann drüber weg. :)^

    Und ich führe mir neu mein Ziel vor Augen, das hilft zusätzlich. Ich habe auch so einen Kram nie im Haus, falls ich dem Frustessen nachgeben will, muss ich es mir erst holen … ;-)

    Franziska, das klingt doch gut!


    Wenn Du bei der Hitze Lust auf Limo hast, kannst Du z.B. etwas Zitronensaft in Wasser pressen. Evtl. mit Stevia suessen.


    Stevia ist Geschmackssache (in Kaffee baeh), aber z.B. in Pfefferminztee schmeckt es ganz gut, finde ich!

    Die 2. Diät-Woche ist angebrochen und ich fühle mich top! Irgendwie schon fitter und...schlanker ;-) Ob ich tatsächlich schon was abgenommen habe oder nur Wasser "verloren" habe kann ich aber gar nicht sagen - habe nämlich gar keine Waage zu Hause. Mahe deshalb so lange Diät bis mir die Hose von vor 4 Jahren wieder optimal passt- das müsste dann bei einem Gewicht von ca. 55 kg sein *g*


    Aber mal eine Frage an erfahrene Diät-Leute: die erste Woche war streckenweise hart und ich hatte manchmal schon mit Heißhunger und/oder Magenknurren zu kämpfen. Irgendwie hat mein Körper die Süßigkeiten und Chips total vermisst... Trotzdem habe ich die kalorienbewusste Ernährung durchgehalten.


    Seit gestern ist es aber total komisch: ich habe gar keinen Hunger mehr! Habe z.B. gestern morgen nur ein bisschen Obst (2 Äpfel, 2 Kiwis) gefrühstückt. Wegen der vielen Arbeit und weil Termine einzuhalten waren habe ich das mittagessen ausfallen lassen müssen. Gegen 17 Uhr hatte ich Feierabend und erst um 19:30 Uhr habe ich zu Abend gegessen (1 WW-Gericht, 2 Scheiben Toast, eine halbe Gurke), aber so richtig Hunger hatte ich eigentlich gar nicht. Hätte auch locker komplett ohne Essen den Tag überstanden. Und heute schon wieder: ich habe keinen Hunger. Ist das eigentlich normal? Woran liegt das denn? Ich will ja nun wirklich keine "Nulldiät" machen und irgendwie finde ich es bedenklich dass man nach einem ganzen Tag nichts essen außer ein bisschen Obst am morgen so gar keinen Hunger hat... Was meint ihr denn?


    Heißhungerattacken auf Süßes und Chips habe ich die letzten Tage auch nicht mehr. Als ich gestern im Supermarkt war um meinen Tee- und Wasservorrat aufzustocken habe ich erst an der Kasse gedaht "oh, ist ja ein Laden wo ich sonst immer mind. 2 PAckungen Süßes/Snacks im Einkaufswagen hatte".

    Zitat

    Ich sags mal deutlich: Wer sagt, wenn ich Frust (oder Stress) habe, MUSS ich essen, der WILL es auch … :)z ;-)

    Halte ich für ein Gerücht.

    @ Kleio:

    Das halte ich auch für ein Gerücht. Es heißt ja nicht umsonst, dass z.B. Schokolade glücklich macht und einem Trost spenden kann. Und wenn jemand frustriert ist, dann kann man schon Trost in Süßigkeiten usw. finden. Geht zumindest mir so - unmittelbar nach meinem Frustessen fühle ich mich weniger "elend" als vorher.


    Gut ist dieses Frustessen aber insgesamt natürlich nicht. Ist schon richtig dass man sich auch ein paar andere "Ventile" sucht um mit dem Frust fertig zu werden.

    Ich weiß, dass das provokant klingt. Ist aber auch meine eigene Erfahrung: Frustessen hat eben psychische Hintergründe, und ich KANN mich ggf. auch dagegen entscheiden, schon ähnlich wie derjenige, der aus Frust zum Alkohol greift. Niemand führt uns schließlich die Hand mit dem Lffel oder dem Glas zum Mund, das macht unsere Hand auch nicht automatisch, sondern wir entscheiden uns dafür. Mir hat diese Erkenntnis geholfen: Ich kann somit selbst bestimmen, ob ich dem Bedürfnis nachgebe oder nicht; es gibt keinen inneren Zwang dazu.


    Franziska, der fehlende Hunger kann mit der Ausschüttung von Insulin zu tun haben. Jedes Mal, wenn Du etwas isst, schüttet die Bauchspeicheldrüse Insulin aus, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Dann sinkt der Blutzucker ab, und es entsteht eventuell wieder "Hunger". Wer selten ist, hält diese Insulin-/Blutzuckerreaktion praktisch "flach" – laienhaft erklärt. Ich reagiere auch so: Je seltener ich esse, desto weniger Hunger habe ich.

    Man sollte so eine Situation ohne Hunger aber niemals ausnutzen. Ganz ehrlich, ich hätte es auch nie gedacht, aber die Magersucht klopft schneller an die Tür als man gucken kann. 3 geregelte Mahlzeiten mit min. 5 Stunden Abstand müssen Pflicht sein. Und damit sollte man pro Tag 1500-2000 kcal zu sich nehmen. Ich könnte auch locker von einer halben Schnitte am Tag leben. Aber diesem Drang nix zu essen zu widerstehen, das ist überlebenswichtig. Wenn man es aber z.B. nur 2,3 Monate durchzieht so wenig zu essen, dann reagiert der Körper dann auf mehr Nahrungszufuhr mit wahnsinns Bauchweh und Erbrechen. Dann fängt man an sich einzureden das man garnicht mehr essen kann, weil einem Sonst ja so verdammt schlecht wird. Die psychischen Folgen von dauerhafter Unterernährung darf man auch nicht ausschließen.

    @ Sunniva:

    Ja, wir können natürlich selbst entschein OB und WANN und WIEVIEL wir essen. Nur das Brechen von "Gewohnheiten" ist viel leichter gesagt als getan. Leider. Da hilft nur ein gutes Durchhaltevermögen um seine Gewohnheit zu ändern.


    Ich habe z.B. bis vor 2 Wochen noch TÄGLICH Chips und Süßes gegessen - teilweise waren das sogar die einzigen Nahrungsmittel am Tag (schon ein Wunder dass ich da dann "nur" 65 kg wiege)! Ich habe locker 2 Türen Gummibärchen und 1 große Tüte Chips verdrückt. Teilweise gabs dann abends auch noch ne Tiefkühlpizza... Ich habe dann von einem Tag auf den anderen erst einmal alle Süßigkeiten und Snacks auf 0 reduziert und habe das bisher auch - bis auf die ein oder andere kleine Ausnahme wie z.B. mal ein Keks zwischendurch - super durchgehalten. Aber die erste Woche war schon ein ziemlicher Kampf. Nicht wegen Heißhunger oder so (dagegen hilft ein Glas Cola light sehr gut), sondern einfach weil ich es gewohnt bin täglich Süßes und Snacks zu essen. Ich merke aber schon, dass sich mein Körper nun langsam umgewöhnt. Gestern im Supermarkt habe ich während des einkaufens nicht mal an Süßes und Chips gedacht :-)

    @ Happy Banana:

    Ja, das "Ausnutzen" von dem mangelnden Hungergefühl ist mehr schädlich als förderlich für die Gesundheit. Ich hatte gestern abend zwar keinen Hunger aber trotzdem habe ich zu Abend gegessen - natürlich habe ich meine Nahrung reduziert bzw. umgestellt (was anderes ist eine Diät ja nicht) aber ins Extreme will ich das auch nicht ziehen. Auf seine Gesundheit soltle man achten - wenn die mal ruiniert ist, gibt es keinen Ersatz.


    Lieber warte ich 1 Monat länger auf meine Traumfigur als meiner Gesundheit zu schaden...