• Wie sagt man einer Freundin, dass sie abnehmen sollte?

    Hallo Forianer, bedingt durch meine Krankheit und momentane Lage habe ich mehr Kontakt zu einer langjährigen und lieben Freundin also vorher. Es geht um ihr Übergewicht und das Eßverhalten. Dadurch, dass sie immer für einige Tage bei mir war, habe ich einen Einblick in ihr Eßverhalten bekommen, was eben vorher nicht der Fall war. Sie hat ungefähr 40…
  • 137 Antworten

    Ich stand einmal kurz davor eine Freundin anzusprechen, aber nicht weil mich ihr Übergewicht gestört hat, sondern weil sie damals in einer sehr sehr bescheidenen Lebensphase war und sie binnen kürzester Zeit mind 10 Kilo zusätzlich drauf hatte und kaum mehr in ihre Kleidung passte. Was mich da 'störte' war nicht ihr Körper, sondern dass man ihr ihr Leid ansah dass sie versuchte zu kompensieren. Das tat mir weh. Aber schlussendlich habe ich mich auch darauf fokussiert: Was können wir tun damit es dir besser geht. Mit Sport und besserer Ernährung fing sie dann nach einer Weile von selbst an.

    Ansonsten bin ich absolut gegen Freunde mit Gewicht nerven. Ich hatte auch schon 20 Kilo mehr auf den Rippen und meine Freundinnen haben mich sein (und essen!!!) lassen wie ich will. Abgenommen hab ich dann wenn ich wollte. Jetzt halte ich 52kg und ja, ich kann ein Familypack Chips essen und beim Grillen locker drei bis vier Steaks :D Ich tus nur nicht oft, aber in mich passen Portionen für 100kg Männer.

    Doch, das weiß sie natürlich. Hat ja auch schon etwas in dieser Richtung unternommen vor einiger Zeit. Wir hatten auch eine Zeit lang keinen Kontakt, weil ich ihr gegenüber zu ehrlich war damals. Vielleicht hält mich diese Erfahrung auch von manchem ab.

    Monsti schrieb:

    Deine Figur hat Deine Freundin nicht zu interessieren. Bringt sie das Thema immer wieder zur Sprache, würde ich sicher auch mal einen passenden Spruch ablassen, so etwas wie "Glaubst du ernsthaft, dass Deine Figur schöner ist?" Da muss das Wort "Übergewicht" doch gar nicht fallen.

    Stimmt, den Gedanken hatte ich auch schon, das so auszudrücken.


    Monsti schrieb:

    Grundsätzlich ist es ja allein ihre Sache, ob und wie viel Übergewicht sie mit sich rumschleppt. Sie isst halt gerne und offensichtlich auch nicht gerade gesund. Sicher hat sie nicht ohne Grund Diabetes Typ II. Aber das ist doch nicht Dein Thema, Du hast eigene Themen.

    Vielleicht will ich auch vor meinen eigenen Themen ein wenig flüchten und merke das nur nicht. Ich muss zugeben, ich habe manchmal komische Gedankengänge.


    Monsti schrieb:

    Erst kürzlich war ich im Krankenhaus zusammen mit einer schwer übergewichtigen Frau im Zimmer (164 cm groß und 160 kg). Sie war wegen der Einstellung ihres Diabetes stationär. Irgendwann sprach sie mich wegen meines Untergewichts an (165 cm und zu diesem Zeitpunkt krankheitsbedingt nur noch 42 kg), meinte, dass ich sooo knochig doch garantiert keinem einzigen Mann gefalle. Ich wurde sauer und sagte, ihre Attraktivität sei aufgrund ihrer Masse ganz bestimmt nicht weniger dezimiert. Da war es mir total egal, was sie darüber denkt - sie war allerdings auch nicht meine Freundin ...

    Das ist genau das, was ich meine. Genau das verstehe ich nicht. Ich war immer sehr schlank, aber eben nie im Untergewicht. Und es sprechen mich ausschließlich übergewichtige Leute auf meine Figur an. Schlanke Menschen haben wohl einen anderen Blickwinkel. Aber ich bin in der Beziehung wohl momentan einfach überempfindlich.

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    Alias 975102 schrieb:

    Aber ich bin in der Beziehung wohl momentan einfach überempfindlich.

    Das verstehe ich. Mir geht es nicht anders. Ich denke aber, das alles hat vor allem mit mir selbst zu tun. Wäre ich gesund und normal schlank wie früher, käme ich gar nicht auf den Gedanken, mich mit der Ernährung eines übergewichtigen Menschen zu beschäftigen. Allerdings müsste ich mir dann vermutlich auch keine verletzenden Sprüche von voluminösen Personen anhören. Und wenn, würden sie mir bestimmt sonstwo vorbeigehen. Gerade jetzt, wo ich immer noch im massiven Untergewicht hänge, bin ich einfach empfindlicher. Das ist menschlich.


    Sehr übergewichtige Menschen leiden sehr oft erheblich darunter, auch wenn sie es nicht zugeben. Immerhin haben sie aufgrund ihres Übergewichts oft auch noch andere gesundheitliche Probleme (z.B. Diabetes, Bluthochdruck und/oder Probleme mit den Gelenken). Sie beneiden schlanke Menschen. Sieh es doch mal so.

    Ich glaube nicht, dass deutlich Übergewichtig deutlich Untergewichtig beneidet.
    Ich glaube auch nicht, dass deutlich Untergewichtig deutlich Übergewichtige beneidet.

    Eher denken sich beide von der groben Richtung, der andere hätte es einfach(er), aber mache nur nichts draus. Das klingt hier ja auch durch. Von wegen "Die Dicke muss ja nur abnehmen". Die wiederum denkt sich "Die Dünne muss ja nur mal mehr essen".

    Im Endeffekt haben somit beide dasselbe Problem - das Naheliegende eben doch nicht so easy hinbekommen. Es musst nicht gehackt werden, in keine Richtung. Beides Überkompensation.

    Ich habe jetzt nur das Eingangsposting gelesen, weil ich meine, das das für eine entschiedene Antwort komplett ausreicht:

    Also...diese Person, die Du Freundin nennst, wäre bei mir ein ungebetener Gast. Mit so einer würde ich nichts zu tun haben wollen. Die wirst Du auch nicht "bekehren" können, so selbstverliebt, selbstgerecht und uneinsichtig, wie die ist.

    Trenn Dich von dieser Person, wäre mein Ratschlag.

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    garudych schrieb:

    Es geht dich nichts an. Und so, wie du darauf pochst, dass sie Unmengen frisst und das doch viel zu viel sei, nehme ich dir die Besorgnis um ihre Gesundheit nicht ab. Dein Fokus liegt nur darauf, wie viel sie frisst, nicht, was du aktiv tun könntest.

    Ein Mensch ist sie aber schon noch, und bei denen nennt man sowas essen anstatt fressen.

    mnef schrieb:

    Im Endeffekt haben somit beide dasselbe Problem - das Naheliegende eben doch nicht so easy hinbekommen. Es musst nicht gehackt werden, in keine Richtung.

    Hatte ich etwas anderes geschrieben, nur mit anderen Worten?

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    (aber doch, du hast etwas anderes geschrieben, als ich. Du sagst, es ist Neid, ich sage, keiner beneidet den anderen so wirklich)

    Ihr Ess erhalten beim Frühstück und Grillen ist völlig normal.

    Beim Frühstück eher wenig. Ich esse 2 Brötchen und tendiere zu Untergewicht. Bei mir ist eine Scheibe Schinken und 2 Käse eher zu wenig.


    Es klingt als wäre dein Essverhalten nicht ganz normal, wenn du das viel findest.

    Wenn die Freundin weiß das die andere krank ist ich es ziemlich frech von ihr zu sagen sie wäre zu dünn.

    Ich komme überhaupt nicht auf die Idee anderen irgendwas zu sagen, ob dick oder dünn.

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    Kalinkana schrieb:

    Also...diese Person, die Du Freundin nennst, wäre bei mir ein ungebetener Gast. Mit so einer würde ich nichts zu tun haben wollen. Die wirst Du auch nicht "bekehren" können, so selbstverliebt, selbstgerecht und uneinsichtig, wie die ist.

    Trenn Dich von dieser Person, wäre mein Ratschlag.

    sehe ich auch so.

    Kalinkana schrieb:
    garudych schrieb:

    Es geht dich nichts an. Und so, wie du darauf pochst, dass sie Unmengen frisst und das doch viel zu viel sei, nehme ich dir die Besorgnis um ihre Gesundheit nicht ab. Dein Fokus liegt nur darauf, wie viel sie frisst, nicht, was du aktiv tun könntest.

    Ein Mensch ist sie aber schon noch, und bei denen nennt man sowas essen anstatt fressen.

    Das war Absicht. Ich stimme dir zu. :)

    Also ich finde es schon viel, was sie so isst. Man muss dabei aber auch bedenken:


    Wie groß ist sie? Wie viel bewegt sie sich?


    Ich bin durchschnittlich groß und bewege mich eher wenig; bei den Mengen würde ich zunehmen.


    Ich gehe dabei davon aus, dass sie mindestens 3 x am Tag so isst. Man kann natürlich auch bei einer Mahlzeit am Tag reinhauen, wenn man vielleicht eh nur 2 x am Tag isst oder sonst wenig isst.


    Was mich etwas stört: Ich höre bei dir wenig Sorge um ihre Gesundheit heraus, sondern mehr Frust darüber, dass sie zu dir so ungerecht ist. Frust ist kein guter Ratgeber für Kritik.


    Du sagst ja, dass die Freundschaft zu ihr dich zufrieden macht. Mich würde es nicht zufrieden machen, mit jemandem befreundet zu sein, der bei anderen schlecht über mich redet und unnötig fies ist. Du weißt ja selbst, dass du abgenommen hast, und kannst nichts dafür.


    Ich würde an deiner Stelle mal in mich gehen und überlegen, ob du ihr mit der Kritik wirklich etwas Gutes tun willst - also ggf. auch Vorschläge machen wie zusammen zu kochen oder zusammen Sport zu machen, um ihr zu helfen - oder auch einfach ihr auch einfach nur mal zuhören, wie es ihr mit dem Gewicht ging und wie es dazu kam. Oder ob du dich eigentlich nur wehren willst, was zwar auch verständlich ist, aber so nicht unbedingt der richtige Weg ist. Für mich klingt diese Beziehung schon irgendwo toxisch. Würde eine Freundin so über mich reden, würde ich die Freundschaft ganz sicher überdenken.

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