• Wie sagt man einer Freundin, dass sie abnehmen sollte?

    Hallo Forianer, bedingt durch meine Krankheit und momentane Lage habe ich mehr Kontakt zu einer langjährigen und lieben Freundin also vorher. Es geht um ihr Übergewicht und das Eßverhalten. Dadurch, dass sie immer für einige Tage bei mir war, habe ich einen Einblick in ihr Eßverhalten bekommen, was eben vorher nicht der Fall war. Sie hat ungefähr 40…
  • 137 Antworten
    Tsunami_168 schrieb:

    Aus meiner Sicht gibt es KEINEN guten Grund, "jemandem zu sagen, dass er abnehmen sollte". Man kann über viele Aspekte der Fettleibigkeit, Ernährung, Gesundheit, Ästhetik sprechen, aber das war es dann auch schon. Ob jemand, wenn es denn überhaupt in seiner Kontrolle liegt, sich anders ernährt, bewegt, etc., liegt ausschließlich in der Entscheidung der jeweiligen Person. Alles andere macht aus meiner Sicht keinen Sinn, bzw. ist vergebens.

    Das brauche ich ihr normalerweise auch nicht sagen, da sie das selbst weiß, wie sie schon einmal erwähnt hat. Irgendwie habe ich den Titel total falsch gewählt.

    Alias 975102 schrieb:

    Das bedeutet aber eben für mich nicht, dass man alles an einer Person mögen oder gut finden muss.

    Natürlich nicht. Sie wird ja auch nicht ausnahmslos alles an dir gut finden. Eine gewisse Toleranz gehört schon dazu, das Geläster eben auch. Das kennst du ja sicher schon von ihr. Und sie könnte ja auch sagen: "Ich habe der TE geholfen und trotzdem lästert sie im Forum jetzt über mich, wie undankbar" - das Reden über Leute schließt Dankbarkeit aber eben gar nicht aus.

    rr2017 schrieb:
    mnef schrieb:

    Denkst du die TE wäre vollkommen doof und merkbefreit und hätte in 15 Jahren nicht längst gemerkt, wenn es so wäre? Sodass erst die Med1-Userschaft sie nach wenigen Beiträgen erhellt, welchen Charakter ihre Freundin wirklich hat? uff.

    "doof" nicht, aber Kennzeichen sozialer Beziehungen, die derart geprägt sind, ist ja nunmal, dass das "Opfer" davon nichts merkt bzw die schuld immer bei sich sucht, wenn was nicht gut läuft, und in der Tat erst nach vielen Jahren, oft auch durch med1-Hilfe, erkennt, was wirklich Sache ist. Solche Fäden wie dieser passieren ja oft im Kontext eines "ersten Aufbegehrens".

    Oh man. Nicht immer, wenn es in irgendeiner Form kracht, ist einer "Täter" und der andere "Opfer". Dieses Pathologisieren ist auch nicht gerade normal.

    Alias 975102 schrieb:

    Ich werde nie vergessen und immer dankbar dafür sein, wie sehr sie mir in den letzten Wochen geholfen hat. Ohne sie hätte ich das wohl nicht überstanden, die OP und all das andere und es ist ja noch nicht vorbei.

    und wie bringst Du das damit, dass sie ggü dritten schlecht über Dich redet, in Einklang?


    Helfen, speziell intensives helfen bei Leuten in Notlage, ist eine der wirksamsten Manipulationsmethoden überhaupt. Frag Dich auch mal ob ihre Rolle da wirklich so unabdingbar ist, wie Du schreibst, oder das auch ein bisschen Gehirnwäsche von ihr ist.


    Und, natürlich, alles was hier geschrieben wird basiert auf den infos, die man hier so hat, und kann daher niemals den Anspruch auf objektive Wahrheit haben. Aber das ist so klar und selbstverständlich, dass man es eigentlich nicht extra erwähnen muss.

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    PS:

    rr2017 schrieb:
    mnef schrieb:

    Denkst du die TE wäre vollkommen doof und merkbefreit und hätte in 15 Jahren nicht längst gemerkt, wenn es so wäre? Sodass erst die Med1-Userschaft sie nach wenigen Beiträgen erhellt, welchen Charakter ihre Freundin wirklich hat? uff.

    "doof" nicht, aber Kennzeichen sozialer Beziehungen, die derart geprägt sind, ist ja nunmal, dass das "Opfer" davon nichts merkt bzw die schuld immer bei sich sucht, wenn was nicht gut läuft, und in der Tat erst nach vielen Jahren, oft auch durch med1-Hilfe, erkennt, was wirklich Sache ist. Solche Fäden wie dieser passieren ja oft im Kontext eines "ersten Aufbegehrens".

    Liest du auch, was die TE schreibt, oder antwortest du nach Baukastenprinzip? Die TE sucht keine Schuld immer bei sich, das trifft hier doch alles gar nicht zu.

    Alias 975102 schrieb:

    Guten Morgen,


    ich finde es tatsächlich etwas üppig für ein Frühstück, aber das war auch eher die Ausnahme. Ansonsten hat sie morgens ganz normal bei mir gegessen.

    Man misst ja auch das 'Eßverhalten irgendwie am Gewicht und bei ca 40 Kilo Übergewicht und Diabetes würde ich mir einen Essensplan wahrscheinlich einfach anders vorstellen. Seid ihr denn auch übergewichtig oder steckt ihr solche Mengen einfach weg? Deshalb wollte ich mal einen Blick von außen erhaschen, weil ich vielleicht einfach zu streng bin. 8-(

    ich esse zum Teil das dreifache dieser Frühstücksmenge und auch beim Grillen, und bin schlank(auf der Seite zum Untergewicht), mache aktuell nur 1x wöchentlich Sport weil durch Corona alle Gruppen eingestellt wurden


    das ist das Gemeine, manche können essen was sie wollen, andere werden von normalen Mengen zu dick, die Portionen deiner Freundin sind jedenfalls völlig normal

    Ich sehe hier: Eine Freundin, die zu dick ist und nicht hinbekommt abzunehmen. Das ist erstmal allein ihr Bier. Die zudem lästert und dabei auch eine gewisse Doppelmoral walten lässt. Das nervt und natürlich darf es einen auch so stark nerven, dass man sich aus der Beziehung zurückzieht. Das ist ein normaler Prozess der weltweit sicherlich ständig und millionenfach passiert.

    Daraus muss man dann nun wirklich kein "Aufbegehren" nach "jahrelanger Selbstschuldzuweisung" machen, gegen die "manipulative" und "selbstherrliche" Person, die die TE "für ihren Egotrip missbraucht". Frag DU mal dich, wieso du so gerne Leuten, die hier nichtmal ihre Sichtweise darstellen können, derart niedere und böse Beweggründe attestierst.


    Wie kann man ein "Mich nerven zu viele Dinge, wir sind wohl doch nicht so gute Freunde, wie sprech ich das an?" nur derart aufbauschen?


    Was versprichst du dir denn davon, die TE in die Opferrolle zu schreiben?

    Sie ist kein Opfer und sie muss sich nicht groß freischlagen.

    Sie nerven zunehmendst Dinge an ihrer Freundin und die gilt es evtl. nochmal anzusprechen. Nicht weniger aber auch nicht mehr.

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    mnef schrieb:

    Natürlich nicht. Sie wird ja auch nicht ausnahmslos alles an dir gut finden. Eine gewisse Toleranz gehört schon dazu, das Geläster eben auch. Das kennst du ja sicher schon von ihr. Und sie könnte ja auch sagen: "Ich habe der TE geholfen und trotzdem lästert sie im Forum jetzt über mich, wie undankbar" - das Reden über Leute schließt Dankbarkeit aber eben gar nicht aus.

    :)^

    Ich weiß es nicht, da ich vorher noch nie in einer derartigen Situation gewesen bin, dass ich auf Hilfe angewiesen war.

    Aber sie geht schon in dieser Eigenschaft der Helferin (auch finanziell) völlig auf und schimpft auf der anderen Seite, wenn sie ihrem verliehenen Geld nachrennen muss, weil die Leute nicht vertrauenswürdig oder zuverlässig sind. Ist scheinbar so ein Muster bei ihr (was sich auch am Umgang mit Männern bemerkbar macht), welches sie nicht durchbrechen kann. Sie hat es halt einfach total gerne, wenn sie helfen kann und ihr die Leute total dankbar sind. Das genießt sie.

    Ich bin in keiner Opferrolle, keineswegs. Aber ich habe mit ihr, was das Ansprechen von Dingen angeht, schlechte Erfahrungen gemacht. Sie war sauer auf mich und wir hatten ein Jahr keinen Kontakt. Dann haben wir aber dieses Jahr wieder zueinander gefunden und dann ging alles ganz schnell. Meine Diagnose, OP und jetzt stehe ich erst mal an einem Wendepunkt in meinem Leben. Ich war bisher noch nie ernsthaft krank und das verändert einen. Das wusste ich vorher auch nicht. Bin ich vielleicht zu dünnhäutig?


    Zu meinem Eßverhalten: Ich esse nicht wirklich wenig, nur ist es mit dem zunehmen sehr schwer bei mir. Habe wohl nicht die Veranlagung dafür. Meine Mittagsportion heute war schon ziemlich üppig und ich bin froh, dass ich endlich wieder richtigen Appetit habe. Morgens und mittags esse ich gut, abends eher wenig.

    Sie dachte ja auch immer, ich würde zu wenig essen, aber in den gemeinsamen Tagen hat sie gesehen, dass ich schon ziemlich reinhauen kann und dennoch nicht zunehme. Das versteht sie auch nicht. 8-(

    Naja, Krisen führen generell zu Eskalationen und treiben Dinge ins Extreme, wenn schon Spannungen unter der Oberfläche waren. Gerade ja anhand Corona auch überall gut zu beobachten.


    Ich finde, was Du über sie schreibst, ergibt schon ein eindeutiges Bild (ausdrücklich ohne den Anspruch, hier zwingend die Wahrheit zu schreiben - es sind ja nur einige Infos/Eindrücke). Jemand mit sehr wenig Selbstwertgefühl, der sich gerne energietechnisch auf Kosten anderer bereichert.


    Die Frage ist aber auch, was Du überhaupt erreichen willst. Du wirst sicherlich weder an ihrer Psyche noch an ihrem Essverhalten oder Gewicht irgendwas ändern können. Wenn alles gut ist wie es ist, dann lass es halt so laufen. Wenn Du merkst, an der Freundschaft stimmt doch irgendwas nicht, dann kannst Du sie beenden. Ich würde zumindest dazu raten, klare Grenzen zu ziehen und z.B. nicht tolerieren, dass sie bei Dir auf gute Freundin macht und dann hinter Deinem Rücken schlecht redet.


    Sofern tatsächlich eine gewisse Krankhaftigkeit ihrer Persönlichkeit vorliegt, steigert und offenbart sich das in der Regel sowieso so schnell und auch so eindeutig, wenn man selber anfängt, solchen Personen Grenzen zu ziehen.

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    Alias 975102 schrieb:

    Sie hat es halt einfach total gerne, wenn sie helfen kann und ihr die Leute total dankbar sind. Das genießt sie.

    Das ist grundsätzlich auch normal. Die Ausprägung kann natürlich überzogen unangenehm sein. Aber generell ist das nicht abnormal oder gar krankhaft. Die meisten Menschen in z.B. sozialen Berufen ziehen ihren Gewinn nicht gerade aus dem Gehalt, sondern eben dem guten Gefühl, geholfen zu haben und auch Dankbarkeit dafür zurückzubekommen. Gibt auch die Theorie, dass es Uneigennützigkeit schlichtweg gar nicht gibt und der Faktor "eigener Gewinn" immer mit dabei ist.
    Ich weiß was du meinst, nervt wenn einer ständig betont, wie nett und hilfsbereit er ist. Aber dass sie es genießt, dass Leute sich über ihre Hilfe freuen, ist ansich doch okay. Man muss die Hilfe ja nicht annehmen, wenn einem das Drumherum nicht schmeckt.


    Man kann ihr auch hoch anrechnen, dass sie trotz eures Streits und Kontaktlosigkeit sofort wieder da war, als es dringend war. Sie hätte auch sagen können, dass du dir eben ne andere Hilfe suchen musst und jetzt auch nicht mehr "angekrochen" kommen sollst. Du musst ihr dafür nun nicht die Füße küssen; aber sie hat dir trotz allem Hilfe geboten und du hast sie angenommen. Gewinn für euch beide. Finde nicht, das es irgendwas nutzt, da jetzt Haare in der Suppe zu suchen.


    Dieses Helferkomplex-Ding kann man ansonsten in so ziemlich jeden Menschen reininterpretieren, wenn man unbedingt niedere Motive sehen will. Aber ich glaub, daran manifestiert sich gerade nur das andere an ihr, was dich viel mehr stört. Deshalb würde ich auch eher den Kern ansprechen als die Figur.

    Alias 975102 schrieb:

    Zu meinem Eßverhalten: Ich esse nicht wirklich wenig, nur ist es mit dem zunehmen sehr schwer bei mir. Habe wohl nicht die Veranlagung dafür.

    Behalt' vielleicht trotzdem im Hinterkopf, dass eben auch jeder einen etwas anderen Stoffwechsel hat. Ich habe keine Gewichtsprobleme und empfinde die Beispiele zu ihrem Essverhalten nicht abnormal viel.

    mnef schrieb:

    Behalt' vielleicht trotzdem im Hinterkopf, dass eben auch jeder einen etwas anderen Stoffwechsel hat. Ich habe keine Gewichtsprobleme und empfinde die Beispiele zu ihrem Essverhalten nicht abnormal viel.

    Dazu sind ja hier auch verschiedene Meinungen gekommen. Der eine empfindet es schon als üppig und für den anderen ist es völlig normal. Hängt auch einfach von jedem selbst ab, denke ich.

    Ach so und es geht mir nicht um ihre Figur, sondern um diese anderen Dinge.

    Und die Kontaktlosigkeit entstand ja nur, weil ich damals endlich mal gesagt habe, was mich stört. Darüber war sie sauer und ich habe letztes Jahr schon den ersten Kontaktversuch unternommen. Aber nicht weil ich Hilfe brauchte oder dergleichen, sondern weil ich sie vermisst hatte. Und dieses Jahr kam es dann mehr oder weniger von uns beiden. Da wusste ich noch nichts vom Krebs.

    Hm, ich will jetzt nicht alles zusammenkopieren, aber die meisten fanden es nicht viel, inkl. mir. Zu viel für sie zum Abnehmen, ja. Aber nicht "Boah!"-viel;-D:_D

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    MarieCurie schrieb:

    Finde ich auch nicht,.. Ich esse mindestens das doppelte, gelegentlich auch das dreifache. Von einem Brötchen wäre ich überhaupt nicht satt.


    Eine Packung Chips? Locker.

    das hilft der TE doch nicht weiter, wenn sie nicht weiß, ob du normalgewichtig bist oder eher auch etwas zu viel auf den Rippen hast.


    Klar sind 2 Brötchen dick belegt schon zu viel, für jemanden der Übergewichtig ist.

    Und wieso werden Schinken und Käse zusammen auf eine Hälfte gelegt...klar schmeckt vielleicht, aber das ist doch sone neumodische Entwicklung - früher gab es eine Scheibe Belag.


    Und das Chips dick machen weiß man doch.

    Zitat

    Klar sind 2 Brötchen dick belegt schon zu viel, für jemanden der Übergewichtig ist.

    Und wieso werden Schinken und Käse zusammen auf eine Hälfte gelegt...klar schmeckt vielleicht, aber das ist doch sone neumodische Entwicklung - früher gab es eine Scheibe Belag.

    Wer bestimmt sowas?

    Sicher nur der, der isst.

    Mehreres auf einem Brötchen ist und war - für mich - nichts außergewöhnliches.

    wintersonne 01 schrieb:

    Klar sind 2 Brötchen dick belegt schon zu viel, für jemanden der Übergewichtig ist.

    Nein. Was soll eine übergewichtige Person essen dürfen, eine Scheibe trocken Brot?


    Zitat

    Und das Chips dick machen weiß man doch.

    Auch das ist falsch. Übermäßige Kalorienzufuhr macht dick.

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