• Wie sagt man einer Freundin, dass sie abnehmen sollte?

    Hallo Forianer, bedingt durch meine Krankheit und momentane Lage habe ich mehr Kontakt zu einer langjährigen und lieben Freundin also vorher. Es geht um ihr Übergewicht und das Eßverhalten. Dadurch, dass sie immer für einige Tage bei mir war, habe ich einen Einblick in ihr Eßverhalten bekommen, was eben vorher nicht der Fall war. Sie hat ungefähr 40…
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    mnef schrieb:

    Hm, ich will jetzt nicht alles zusammenkopieren, aber die meisten fanden es nicht viel, inkl. mir. Zu viel für sie zum Abnehmen, ja. Aber nicht "Boah!"-viel;-D:_D

    Das stimmt wohl, demnach bin ich wohl wirklich zu streng.

    garudych schrieb:

    Auch das ist falsch. Übermäßige Kalorienzufuhr macht dick.

    So ganz falsch ist es nicht. Man nimmt Chips i.d.R. zusätzlich zu den regulären Mahlzeiten zu sich, z.B. mal so nebenbei vor dem Fernseher. Die Kalorien, die eine Packung liefert, können locker mit einer Hauptmahlzeit mithalten.


    Aber darum geht es hier doch gar nicht. Der Konflikt unter den Freundinnen hat ganz andere Gründe.

    Monsti schrieb:
    garudych schrieb:

    Auch das ist falsch. Übermäßige Kalorienzufuhr macht dick.

    So ganz falsch ist es nicht. Man nimmt Chips i.d.R. zusätzlich zu den regulären Mahlzeiten zu sich, z.B. mal so nebenbei vor dem Fernseher. Die Kalorien, die eine Packung liefert, können locker mit einer Hauptmahlzeit mithalten.

    Doch, es ist falsch. Und wer bestimmt, dass man eine ganze Packung zu essen hat? Genau, niemand. Das stellt man sich halt so vor, was die Dicken alle so in sich reinstopfen, denn alle dicke Menschen sind ja grundsätzlich exakt gleich. Fressen halt bis zum geht nicht mehr.


    Ich esse Eis, Chips, Popcorn, younameit, zusätzlich zu normalen Mahlzeiten und nehme ab! Potzblitz.


    Es ist diese Ignoranz, die mich wütend macht.


    Chips per se machen nicht dick. Wenn ich ich statt 2.000 regelmäßig 3.000 kcal esse, das macht dick. Und da muss ich nicht Mal eine Chipstüte für aufgemacht haben.

    Du solltest mal etwas differenzieren zwischen der Aussagen (Chips machen dick) und dem, was es dann bei Dir anscheinend triggert. Den Zusammenhang stellst Du her, niemand sonst.


    Kein Lebensmittel "macht dick". Dick macht es erst, wenn man es isst, in zu großen Mengen. Das ist trivial. Von daher muss man eine Aussage wie "Schweinebraten macht dick" streng genommen ergänzen um "Schweinebraten macht dick, wenn man ihn so verwendet (= isst, in normal üblichen Mengen) wie es normalerweise üblich ist im Kontext der Ernährung". Dann ist die Aussage tatsächlich erst so formuliert wie sie gemeint ist.


    Wenn man das mit Chips macht - Chips, so verwendet wie die meisten Menschen es normalerweise tun, machen dick - dann trifft sie zu. Zumal die Kombi aus Fett und Salz auch den Heisshunger massiv ankurbeln und die meisten nicht mehr aufhören können bis die Chipstüte leer ist.

    garudych schrieb:

    Das stellt man sich halt so vor, was die Dicken alle so in sich reinstopfen, denn alle dicke Menschen sind ja grundsätzlich exakt gleich. Fressen halt bis zum geht nicht mehr.

    Davon steht hier echt nirgends was.


    Natürlich kann man auch abnehmen wenn man auf Kaloriendefizit achtet, sogar dann, wen man sich die Kalorien ausschließlich mit Chips zuführt. Aber "im Normalfall" is das viel einfacher, wenn man Dinge wie Chips und Schokolade einfach ganz weglässt.

    Ich schrieb auch gar nicht, dass das hier so steht. ":/


    Und ich schrieb doch genau das, was du auch geschrieben hast. Kein Lebensmittel macht per se dick. "Chips machen dick" ist falsch. Es wird einfach angenommen, dass "Chips essen" gleichbedeutend ist, dass man sich die ganze Packung reinpfeift. Und das ist es nicht. Auch die eventuelle sportliche Betätigung wird komplett ignoriert.


    Es muss mehr differenziert werden. Es ist egal, ob "fast alle" sich die ganze Packung reinpfeifen, der Einzelne ist nicht "fast alle". Einfach per se zu unterstellen, dass man die ganze Packung isst, nur weil man dick ist, oder "weil das alle so machen", ist respektlos.


    Und ich finde es falsch, "den Dicken" eintrichtern zu wollen, sie müssten totalen Verzicht üben, anders könne man nicht abnehmen. Oder es wäre so viel einfacher. Als Klarstellung: ich rede von starkem Übergewicht. Nicht von "Ich möchte 2 kg zur perfekten Bikinifigur abnehmen". Würde man mehr differenzieren, gäbe es diesen "Ratschlag" nicht.


    Eine übermäßige Kalorienzufuhr macht dick. Warum man da mit "Ja aber die meisten Menschen/Dicken essen doch ne ganze Chipstüte nebenbei vor dem Fernseher, zusätzlich zu ihren Hauptmahlzeiten, also machen Chips sehr wohl dick" antworten muss, verstehe ich nicht. Sorry. Es hat keine Relevanz. (Und das ist die Essenz aus Monstis Beitrag?)

    garudych schrieb:

    Und ich finde es falsch, "den Dicken" eintrichtern zu wollen, sie müssten totalen Verzicht üben, anders könne man nicht abnehmen. Oder es wäre so viel einfacher.

    Disclaimer: damit meine ich nicht explizit dich. Sondern dass dies ein millionenfacher Universalratschlag ist, ohne auf das Individuum einzugehen. Isst sie Süßes gerne? Da wird totaler Verzicht schwer und könnte nur dazu führen, dass das Projekt Abnehmen komplett scheitert. Sind Süßigkeiten ein Trostspender? Selbes Spiel. Das Symptom wird abgestellt, die Ursache ignoriert. Etc. pp. Ich hoffe, ich konnte mich verständlich machen.

    Na.


    Die These "wenn man abnehmen will, ist es einfacher, wenn man komplett auf Chips verzichtet", kann man durchaus so aufstellen.

    Und was den theoretischen Unterbau angeht, kann man immer gerne argumentieren, dass Schubladen und Pauschalisierungen ungerecht sind und man die Dinge differenziert betrachten muss - was an sich auch stimmt, aber wiederum auch nicht, weil die Welt so komplex ist, dass man ohne Kategorisierungen komplett handlungsunfähig wird. Man kann nicht jedes Molekül einzeln würdigen.


    Von daher ist es wie gesagt durchaus ok, zu sagen, Chips und Schoki stören beim Abnehmen (und machen, im Umkehrschluss, dick).

    garudych schrieb:

    Disclaimer: damit meine ich nicht explizit dich. Sondern dass dies ein millionenfacher Universalratschlag ist, ohne auf das Individuum einzugehen. Isst sie Süßes gerne? Da wird totaler Verzicht schwer und könnte nur dazu führen, dass das Projekt Abnehmen komplett scheitert. Sind Süßigkeiten ein Trostspender? Selbes Spiel. Das Symptom wird abgestellt, die Ursache ignoriert. Etc. pp. Ich hoffe, ich konnte mich verständlich machen.

    oh oh .... du gehst ja ab, wie eine Rakete , bist du zufällig übergewichtig ":/


    Das wasdu alles schreibst ist doch alles klar, hat doch keiner das Gegenteil behauptet. Und wenn ein dicker Mensch übergewichtig ist und nicht ehrlich zusich ist, wird er nie abnehmen.


    Die Frage der TE war , wie sie das der Freundin sagen soll.


    Das ist sicher schwierig, die Freundin wird es nicht hören wollen.

    wintersonne 01 schrieb:

    oh oh .... du gehst ja ab, wie eine Rakete , bist du zufällig übergewichtig ":/

    Das hat er ungefähr schon drölfzig mal geschrieben %-|

    Jemanden zu sagen, dass sie zu dünn sind, kann auch Sorge sein. Meine Freunde und Kinder haben mir gesagt, dass ich wie eine Skelett aussehe, als ich richtig dünn war (BMI 16). Sie wollten nur bewirken, dass ich zunehme (konnte nicht - lag an Medikamenten)

    Ich war früher ca. 7 Jahre lang übergewichtig und gehe obwohl seit Jahren normalgewichtig, bei Aussagen wie "für einen dicken Menschen sind zwei tüchtig belegte Brötchen viel zu viel" auch steil.


    Ich kenne nämlich die Reaktionen auf öffentliches Essen bzw. Essen in Gesellschaft sowohl als normalgewichtiger als auch als übergewichtiger Mensch. Und deswegen frage ich mich:

    Warum ist es eigentlich normal, dass man bei dicken Menschen jeden gottverdammten Bissen zählt und bewertet (haben 2 Brötchen mit je zwei Scheiben Belag nicht viel zu viele Kalorien für einen Dicken?) , während ich als normalgewichtiger Mensch mir 4 Brötchen mit doppelt und dreifach Belag reinkloppen darf und das von denselben Menschen, die Dicke für ihre Essensmengen kritisieren, entweder gar nicht wahrgenommen oder gar bewundernd zur Kenntnis genommen wird (Wahnsinn, Du hast ja einen gesegneten Appetit, wo lässt du das bloß)

    Auf Feiern habe ich als übergewichtiger Mensch auch nicht mehr gegessen als andere, normalgewichtige. Ich hab genauso zwei Stücke Kuchen gegessen, aber zu mir wurde gesagt: Meinst du wirklich, dass du noch ein zweites Stück Kuchen essen solltest??!!! während meiner normalgewichtigen Schwester das dritte Kuchenstück aufgenötigt wurde.

    Ich habe ja jetzt auch schon mehrfach geschrieben, dass ich wohl zu streng bin, was ihr Eßverhalten angeht. Darüber kann man wirklich streiten, was viel oder wenig ist und was sein muss. Sie entscheidet ganz alleine, was sie isst.

    Es bleibt aber Fakt, dass sie oft Fleisch essen und sehr kalorienhaltig.

    Ihre Blutwerte scheinen in Ordnung zu sein und abgesehen von Diabetes scheint sie gesund zu sein. Sie ist viel unterwegs, hat also genügend Bewegung usw.

    Wenn das nicht wäre, sähe es wohl anders aus. Das habe ich ihr auch schon oft gesagt, dass ich es gut finde, dass sie viel läuft und auch auf den Aufzug zB verzichtet.

    wintersonne 01 schrieb:

    Die Frage der TE war , wie sie das der Freundin sagen soll.

    Und die Antwort war: Gar nicht. Es gibt nichts zu sagen, was sie nicht wüsste. Eventuell einige Detailfragen, aber die stehen eh erst an, wenn sie einen Entschluss gefasst hat.
    Sie wurde aber schon drauf angesprochen. Unter anderem vom Arzt.

    Das wäre jetzt in etwa so, wie einem Kettenraucher stecken, dass Rauchen echt nicht sooo gesund ist. No Shit Sherlock?! ;-)