Corona gefährlicher durch Untergewicht?

    Hey,


    Und zwar wollte ich wissen ob man durch Untergewicht stärker durch Corona bedroht ist?

    Also ich bin 19, untergewichtig, aber bin kerngesund, also das Untergewicht ist nicht krankheitsbedingt.


    Mit freundlichen Grüßen

  • 12 Antworten

    Mir geht’s ähnlich, ich war schon immer untergewichtig.

    Liegt bei uns in der Familie, mein Bruder ist mit Mitte 50 noch fast genauso schlaksig wie mit 20...

    Aber gerade für uns Untergewichtige ist regelmäßiges und ausgewogenes Essen sehr wichtig!

    Meistens haben ja Untergewichtige, aber gesunde Menschen ein recht gutes Immunsystem. Jedenfalls wenn sie sich nicht zu einseitig ernähren und auch sonst gesund leben...

    Deshalb glaube ich auch nicht, daß man als Untergewichtige schwerere Symptome bekommt als Normalgewichtige.

    Was aber ein Problem sein könnte:

    Mehrere Coronakranke und deren Angehörige hier im Forum berichten von totaler Appetitlosigkeit.

    Da sind natürlich Übergewichtige mal im Vorteil. Denen schadet es wohl nicht, wenn sie mal ein bis zwei Wochen kaum etwas essen können.

    Untergewichtige können sich das nicht leisten. Deshalb sollte man jetzt sehen, daß man sich ein paar leichte, bekömmliche Lebensmittel besorgt.

    Z.B. Hühner-oder Rinderbrühe sollte man jetzt vorsichtshalber im Haus haben. Brühe (nicht als Pulver, sondern Gläser, am besten noch mit Fleisch drin!) wird ja bei allen möglichen Infektionen empfohlen...

    Kompott, Marmelade oder Apfelmus würde ich auch sehr empfehlen. Das kann man immer essen, auch bei Fieber.

    Alles, was den Magen und Darm stärker belastet, z.B. Fettiges oder Blähgemüse, sollte man dagegen vermeiden...

    Okay danke!

    Das glaube ich auch.

    Nicht bei geringem Übergewicht. Aber Leute mit starkem Übergewicht sind ja auch schon kurzatmig wenn sie nicht krank sind.

    Wenn dann noch Corona oder eine andere Lungenkrankheit dazukommt, haben sie ein echtes Problem...

    peterroberlau schrieb:

    Und zwar wollte ich wissen ob man durch Untergewicht stärker durch Corona bedroht ist?

    Also ich bin 19, untergewichtig, aber bin kerngesund, also das Untergewicht ist nicht krankheitsbedingt.

    Ja. Und zwar in dem Fall wenn bei dir die Krankheitssymptome schlimmer werden. Ein Körper im Untergewicht hat keine ausreichenden Energiereserven und kommt bei einem schwereren Infekt schnell an die Grenzen seiner Kräfte. Statistisch gesehen haben deshalb auch Personen mit leichtem oder sogar mittlerem Übergewicht eine höhere Lebenserwartung als Menschen im Untergewicht oder unteren Bereich vom "Normalgewicht".


    Nahrungsaufnahme kostet den Körper ebenfalls Energie (drum kann man sich nach dem Essen beispielsweise nicht so gut konzentrieren, da der Körper seine Kräfte für die Verdaaung und Nahrungsaufnahme verwendet). Deshalb gehen schwerere Erkältungen/Infekte häufig mit Appetittlosigkeit und teils Magenbeschwerden einher.


    Bei COVID19 kommen dann noch die Atemprobleme hinzu, für deren Kompensation es eine starke Atemmuskulatur und eine anhaltende Energiequelle für den erhöhten Energiebedarf benötigt.


    Falls du Glück hast und dein Immunsystem gleich von Anfang an mit dem Virus klar kommt (alterstechnisch hast du da gute Karten), dürfte dein Gewicht kaum eine Rolle spieln. Aber wie gesagt eben für den Fall, dass bei dir die Symptome stärker werden.


    Was Übergewicht betrifft: Hier ist weniger das Gewicht ein Risikofaktor, sondern der eventuelle Bluthochdruck. Den man aber auch mit geringerem Gewicht haben kann.

    esgehtwieder,

    sind das eigene Denkansätze, logische Schlussfolgerungen oder wie kommst du darauf?


    Also ich habe in meinem Leben nie Probleme mit meinem Gewicht gehabt. Und ich bin im normalen bzw unteren Bereich mit meinem Gewicht. Kardiologen, Orthopäden, Hausärzte, Urologen. Es ist eher das Gegenteil der Fall.

    Bluthochdruck ist ein ganz kleiner Faktor bei Übergewicht

    kommt halt immer darauf an, wie stark untergewichtig. bei jedem ist das "idealgewicht" ja unterschiedlich, manche sind halt einfach dünner (oft, weil sie einfach einen schnelleren stoffwechsel haben) und trotzdem kerngesund, ich meine, damit dein immunsystem nicht mehr richtig arbeitet, müsstest du schon so stark untergewichtig sein, dass du gar keine fettreservern hast und nährstoffmangel, eigentlich ist das in unserer westlichen gesellschaft gar nicht möglich (außer krankhaft bei bulemie etc.). wenn dein körper sonst mit krankheiten wie grippe und erklältung gut wegstecken konnte, solltest du dir nicht allzuviele sorgen machen. eine gesunde ernährung mit viel obst, gemüse und ballaststoffen schadet natürlich nicht :)

    Ich halte es auch für einen Risikofaktor.


    In der Wissenschaft werden nur die Untergewichtigen immer vergessen weil es scheinbar nur eine unwichtige Minderheit ist. Es ist immer nur von übergewichtigen die Rede weil Gott und die Welt ja nur noch über Diäten spricht. Da wird das gegenteilige Problem halt schnell vergessen.


    Ich finde es sehr gefährlich. Bin schon immer untergewichtig und sehr sehr dünn. Wenn ich mal eine heftigere Krankheit habe, dann verliere ich gleich so viel Gewicht dass ich kachektisch bin und auch von anderen drauf angesprochen werde dass ich sehr krank aussehe und stark abgebaut habe. Wie jetzt kürzlich wieder.


    Dass das kein Risikofaktor sein soll, kann ich nicht glauben.


    Der Körper hat null Reserven.


    Ich war bei zwei Krankheiten in meinem Leben infolge derer kachektisch und sah nur noch aus wie ein Skelett. Und das waren (bzw. eine dauert noch an), Krankheiten, die nicht wirklich lebensbedrohlich sind.


    Hätte ich aber eine langwierige Krankheit wie Krebs, dann wäre ich vermutlich dem Tode geweiht. Von was sollte da der Körper zehren? Da bleibt es nicht bei Verlust von 10% des Körpergewichts.


    Da würde ich dann wahrscheinlich nicht mehr 45kg wiegen wie damals nach der schweren Influenza.


    Da geht es weiter bergab! Und da würde ich wahrscheinlich dann an Unterernährung sterben statt am Krebs.


    Obwohl ich MASSEN esse. Und zwar gesund und relativ ausgewogen.

    No risk - no fear schrieb:

    Obwohl ich MASSEN esse. Und zwar gesund und relativ ausgewogen.

    Massen essen reicht nicht. Entscheidend ist, wie viel Kalorien du täglich tatsächlich zu dir nimmst und wie viel du verbrauchst. Und ferner, ob dein Körper Probleme mit der Aufnahme von Nährstoffen hat.


    Die meisten Untergewichtigen überschätzen ihre Kalorienaufnahme und meine daher irrtümlich, dass sie nicht zunehmen könnten. Das ist der umgekehrte Irrtum, den viele Abnehmwillige haben.

    Shinnok schrieb:
    No risk - no fear schrieb:

    Obwohl ich MASSEN esse. Und zwar gesund und relativ ausgewogen.

    Massen essen reicht nicht. Entscheidend ist, wie viel Kalorien du täglich tatsächlich zu dir nimmst und wie viel du verbrauchst. Und ferner, ob dein Körper Probleme mit der Aufnahme von Nährstoffen hat.


    Die meisten Untergewichtigen überschätzen ihre Kalorienaufnahme und meine daher irrtümlich, dass sie nicht zunehmen könnten. Das ist der umgekehrte Irrtum, den viele Abnehmwillige haben.

    Da ich auch mit diesem Problem kämpfe muss ich auch etwas dazu schreiben. "No risk - no fear" spricht mir mir aus der Seele: ich esse auch Massen, jeder der schonmal mit mir etwas gegessen hat weiss das. Ich kenne auch niemanden, der soviel isst wie ich.


    Ich habe mal für mich eine Woche Fotos von jedem Essen gemacht und ausgerechnet wieviele Kalorien das sind. Da ich seit 2 Wochen immer gleich esse, ist das repräsentativ genug. Ich esse im Schnitt 2500 Kalorien (2000 - 3000 je nach Tag). Ich kann auch seit eingier Zeit quasi keinen Sport machen. Dennoch hänge ich jetzt seit Jahren an der Grenze des Untergewichts.


    Die einzige Theorie der ich zustimmen könnte, wäre "die Aufnahmefähigkeit von Nährstoffen", die Du angerissen hast. Aber leider bin ich da bisher nicht weitergekommen, weil die Schulmedizin der Meinung ist: Blutwerte gut, kein Blut im Stuhl -> Kerngesund.

    Mike578 schrieb:

    Ich esse im Schnitt 2500 Kalorien (2000 - 3000 je nach Tag)

    Wenn du damit offenbar dein Gewicht hälst, dann iss doch mal probeweise für 1-2 Monate täglich 3.000 kcal - 3.500 kcal. Natürlich ohne dein Bewegungspensum zu erhöhen.


    Wenn kein Problem mit der Nährstoffaufnahme vorliegt und du nicht mit der steigenden Kalorienzufuhr plötzlich ständig unter Hitzewallungen leidest, aka alles über die Körperwärme wieder verpufft, sollte das zum Zunehmen reichen.


    Ansonsten wären noch weitere Daten von dir interessant, aber in einem eigenen Thread. 2.500 kcal sind je nachdem nicht unbedingt ungewöhnlich zum Gewichthalten ohne Sport.