Essstörung

    Hallo,

    Ich weiß nicht ob ich hier richtig bin, aber ich hätte mal eine Frage zum Thema essstörung.


    Meine Psychologin geht davon aus, dass ich a-typische Bulimie habe. Irgendwie glaube ich das aber nicht.


    Was denkt ihr?


    Also zu mir.

    Ich bin 1.71 und wiege 56kg. Also kein Untergewicht. Ich nehme täglich so ca. 200g ab, esse nicht mehr wie 700 kcal, mache Sport mindestens aber spazieren gehen jeden Tag, erbreche mich ganz selten und nehme Anführtabletten und entwässerungstabletten.


    Ich persönlich sehe das nicht als so dramatisch zumal ich ja kein Untergewicht habe und nicht extrem hungere....


    Über Antworten würde ich mich sehr freuen. Danke schon mal.

  • 44 Antworten

    Aaaalso, wenn du täglich 200 Gramm abnimmst, sind das an 5 Tagen ein Kg. Du nimmst Abführ- und Entwässerungstabletten. Dadurch, und durch das Hungern verlierst du lebenswichtige Vitamine und Mineralien.

    Du kannst dir ungefähr ausrechnen, wie lange es dauert, bis du tot bist.

    Untergewicht, nein noch nicht. Knapp. In 2 Wochen schon.


    Und wie stellst du dir vor dass irgendwas lebensnotwendiges im Körper bleibt bei mickrigen 700kcal Zufuhr die dann nicht mal normal verdaut werden dürfen Dank Entwässerung und Abführmittel?

    Danke für eure Antworten. Ihr seht das quasi schon kritischer.

    I mein i hab ja ned vor mich in den Tod zu hungern, aber mein Ziel wären jetzt mal 53kg später dann vielleicht 49kg wenn es iwie möglich ist.


    Mir geht es ja auch an sich ned schlecht. I bin ab und zu müde, aber des bin i mit meine drei Kids eigentlich immer. Und ansonsten könnte ich ned sagen das sich was verändert hat. Zumal ich ja auch esse....

    49 kg auf 1,71 cm entspricht einen BMI von 16,8, das ist starkes Untergewicht. Lohnt sich aber wohl gar nicht, das hier genauer auszuführen, denn ich habe keine Ahnung, ob Du das hier wirklich ernst meinen kannst. Dass Abführmittel und Entwässerungstabletten grundlos oder gar zum Abnehmen eingenommen sehr gefährlich sind, sollte eigentlich jeder wissen.

    Und ich weiß schon, wovon ich spreche, denn ich hatte vor Jahren auch mit einer ziemlich schlimmen Essstörung zu kämpfen. Ich kann Dir nur raten, SOFORT mit diesem Lebensstil aufzuhören, ehe es zu spät ist, zumal dann, wenn Du auch noch drei Kinder hast. Es ist ja schon fast fahrlässig, denen so etwas vorzuleben.

    Oh glaube mir i meine das sehr ernst. Ich habe eine essstörung seit ich 16 bin nur dieser Schub is extrem. I will endlich jedem beweisen das auch ich abnehmen kann. Ich bin immer das schwarze Schaf der Familie. Das pummelchen. Also bei meinen Eltern und geschwistern. Das wurde mir auch erzählt.

    Naja meine Kids kriegen das nicht so mit. Ich essen ja wenn sie essen, nur eben andere Sachen aber das mach ich schon seit sie auf der Welt sind,da mein Mann eher deftig isst und ich das nicht sehr gut vertrage.

    Und ich würde 16.8 noch nicht zu starkem Untergewicht zählen....

    Ich weiß nicht recht, ob es entscheidend ist, was DU als Untergewicht sehen würdest, die WHO ordnet alles unter 17,5 als Magersucht ein. Abgesehen davon, dass Du bei den 49 kg ja nicht aufhören, sondern garantiert weitermachen würdest.

    Pummelig kannst Du mit Deinem jetzigen Gewicht de facto nicht sein. Aber ich weiß schon, dass man einer Essgestörten sagen kann, was man will, sie wird es immer anders sehen.

    Ich sage das echt selten, weil ich nicht immer der Meinung bin, dass es die Lösung ist, aber in Deinem Fall wäre professionelle Hilfe wirklich angebracht.

    Vielleicht findest Du auch hier noch jemand anderen, der Dir bessere Ratschläge erteilen kann, mich selbst triggert das leider zu sehr, ich möchte dazu nichts mehr sagen.

    Danke trotzdem für deine Antwort.


    Ich bin in professioneller Hilfe seit Januar. Unter anderem auch wegen Depressionen. Aber aktuell suche ich nach einer anderen, da mir meine Psychologin nicht mehr direkt weiterhelfen kann 🙈


    Naja mir wurde von jung an eingetrichtert das ich nix essen darf weil des fett macht und i eh schon zu dick bin. Meine Mutter hat teilweise speziell für mich kalorienarm gekocht usw. Mittlerweile spricht sie das Thema nicht mehr an darauf und findet mich undankbar....

    Auf den Punkt gebracht würde ich anhand deiner Vorgeschichte sagen, du versuchst deiner Familie zu beweisen, dass du DOCH etwas wert bist, dass du liebenswert bist, dass du etwas schaffen kannst, dass du von ihnen akzeptiert und geliebt werden kannst - bzw. genau das wünschst du dir. Verständlich, nach dem was du erlebt hast! Und genau das sind die Punkte, an die du ran musst, mit professioneller Unterstützung. Dein Selbstwert ist im Keller und du hast mit der Essstörung etwas gefunden, wodurch du die Anerkennung deiner Familie gewinnen möchtest und die Liebe deiner Mutter! Doch... die wirst du wohl leider nie bekommen, egal wie sehr du dich auf den Kopf stellst und wieviel du noch abnimmst.

    Jetzt bist du selbst Mutter.. deine Kinder brauchen dich - gesund und fit! Möchtest du, dass deine Kinder irgendwann ähnlich "enden", wie du? Möchtest du, dass deine Kinder ebenfalls eine Essstörung entwickeln? Du sagst, du ißt wenn sie essen und lebst es ihnen nicht vor. Ich glaube, die Kids bekommen viel mehr mit, als man denkt.

    Du bist ständig müde, dein Körper ist unterversorgt! Die Kids wünschen sich eine aktive Mama, mit der sie etwas unternehmen können! Möchtest du ihnen das nicht bieten? Möchtest du ihnen nicht die Liebe und Aufmerksamkeit geben, die dir so fehlt? Meinst du, du könntest daraus nicht auch ganz viel für dich mitnehmen, durch die Liebe deiner Kinder für dich?

    Mach nicht einen ähnlichen Fehler wie deine Mutter. Wenn deine jetzige Psychologin dir nicht helfen kann, such dir jemand der auf Essstörungen spezialisiert ist, oder geh für einige Wochen in eine Klinik wenn das organisatorisch irgendwie machbar ist. Lass dir helfen! Dir selbst, deinem Mann und deinen Kindern zu liebe!

    Und mach dir selbst nichts vor.. auch bei 49 kg wirst du nicht aufhören können. Dann wird es neue Ziele geben und.. irgendwann wird dein Körper aufgeben! Du kannst etwas ganz Wunderbares schaffen! Nämlich die Liebe deiner Familie erhalten und fördern! Versuche mit der Vergangenheit abzuschliessen (dafür benötigst du Hilfe und das geht nicht von jetzt auf gleich) und mach dir bewusst, was du alles schaffen kannst und wie wertvoll du für deine Familie bist!

    Ich stelle mir gerade zwei Kinder und einen Ehemann vor, die bitterlich weinend am Grab ihrer sich selbst ausgehungerten Mutter stehen und bekomme Gänsehaut! Und ich schreibe diesen krassen, aber nicht unrealistischen Gedanken dennoch hier auf in der Hoffnung, dich wach rütteln zu können! Stell es dir mal vor.. dieses Bild.. Willst du das? Sie lieben dich und du sie!

    Ich fürchte das du den Nagel ziemlich auf den Kopf getroffen hast. Hierzu kommt eine sehr dominante Schwiegermutter direkt neben uns.

    Das Problem allgemein ist einfach riesig. Ständig werde ich von beiden Seiten belehrt wie ich was besser machen kann und das ich ja nichts allein hin bekomme und das bei uns so dreckig und unordentlich ist.....


    Ich mache viele Unternehmungen mit meinen Kinder, sehr zum Leidwesen meiner Schwiegermutter (de es dann an mir auslässt), wir fahren in Freizeitparks, baden, zu Freunden etc. Sind mindestens 3x die Woche on Tour.


    Müdigkeit hab ich seit ich Kinder habe. Die schlafen alle nicht sonderlich gut :-S


    Leider hast du fürchte ich Recht das ich es meiner Ma nie recht machen kann. Das schmerzt am allermeisten. Da wird man nicht gelobt. Da heißt es höchstens mal du hast das besser hinbekommen als ich dachte.


    Momentan gehe ich eigentlich schon noch davon aus, dass ich bei 49kg einfach aufhöre und normal weiter mache, allerdings mit gesunder Ernährung. Wie gesagt derzeit bin ich auf der Suche nach einer neuen Psychologin. Leider ist das Angebot bei uns hier sehr beschränkt und die Wartelisten lang.


    Klinik geht gar nicht. Ich schaffe es ja nicht mal zwei Nächte ohne meine Kids.

    Wishes1 schrieb:

    Das Problem allgemein ist einfach riesig. Ständig werde ich von beiden Seiten belehrt wie ich was besser machen kann und das ich ja nichts allein hin bekomme und das bei uns so dreckig und unordentlich ist.....

    Was sagt dein Mann dazu? Stärkt er dir da den Rücken?
    Bekommst du eigentlich Medikamente gegen deine Depressionen?

    Wishes1 schrieb:

    Ich mache viele Unternehmungen mit meinen Kinder, sehr zum Leidwesen meiner Schwiegermutter (de es dann an mir auslässt), wir fahren in Freizeitparks, baden, zu Freunden etc. Sind mindestens 3x die Woche on Tour.

    Das ist natürlich klasse für die Kids und finde ich toll, dass du das machst! Die Kinder geben dir sicher auch viel zurück an Liebe, oder? Auch wenn es manchmal sicher stressig ist.
    Und auch hier nochmal die Frage.. wenn deine Schwiegermutter wieder was zu meckern hat, was sagt dein Mann dazu? Es wäre sicher schön, wenn er mal mit seiner Mutter reden könnte und ihr erklären könnte, dass das absolut kontraproduktiv ist was sie da macht und du krank bist und eigentlich Unterstützung benötigen würdest! Es tut mir sehr leid für dich, dass auch deine Schwiegermama so schwieirig zu sein scheint. Ich habe keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter, aus gutem Grund. Aber meine Schwiegermama ist klasse und ich sage auch "Mama" zu ihr. Das ist schon echt viel wert.

    Wishes1 schrieb:

    Müdigkeit hab ich seit ich Kinder habe. Die schlafen alle nicht sonderlich gut :-S

    Ok, das ist natürlich ein Grund ;-)Da wäre ich auch müde.

    Wishes1 schrieb:

    Leider hast du fürchte ich Recht das ich es meiner Ma nie recht machen kann. Das schmerzt am allermeisten. Da wird man nicht gelobt. Da heißt es höchstens mal du hast das besser hinbekommen als ich dachte.

    Diese Abnehmerei ist etwas, was du kontrollieren kannst, was du hinbekommst. Das gibt dir ein Stück weit ein gutes Gefühl. Die Emotionen und das Verhältnis zu deiner Mutter kannst du nicht kontrollieren und verbessern. Da wird irgendwo der Hase im Pfeffer liegen... Aber du schadest dir nur selbst damit und das Verhältnis wirst du so nicht verbessern. Du wirst deine Mutter leider nie ändern können, aber du kannst deine Einstellung und deine Denkmuster positiv verändern mit Unterstützung. Kann es sein, dass deine Mutter vielleicht psychisch krank ist? Das sie evtl. narzisstische Züge hat oder sowas?
    Ich habe in der Therapie herausgefunden, dass meine Mutter psychisch krank ist. Bzw. es war mir schon vorher klar, aber die Therapie hat es bestätigt. Es hat mir schon sehr, sehr geholfen zu verstehen und zu akzeptieren, dass sie einfach krank ist und nicht böse - und das sie mir all die Verletzungen (psychischer Natur) nicht aus Boshaftigkeit angetan hat, sondern weil sie eben einfach wirklich krank ist. Das macht es irgendwie leichter für mich das Ganze zu verarbeiten.

    Wishes1 schrieb:

    Momentan gehe ich eigentlich schon noch davon aus, dass ich bei 49kg einfach aufhöre und normal weiter mache, allerdings mit gesunder Ernährung.

    Ich hoffe wirklich sehr, dass du es schaffst, aufzuhören. Aber 49 kg sind schon verdammt wenig, damit wärst du definitiv im starken Untergewicht. Ich glaube ehrlich gesagt so rein gar nicht daran, dass du von allein bei diesem Gewicht aufhören wirst. Und selbst wenn... 10 kg mehr wären definitiv gesünder!

    Wishes1 schrieb:

    Klinik geht gar nicht. Ich schaffe es ja nicht mal zwei Nächte ohne meine Kids.

    Das kann ich gut verstehen. Ist auch schwierig mit Kids.. Vielleicht könnt ihr wenigstens mal eine Mutter-Kind-Kur machen? Einfach mal gemeinsam erholen, dem Alltagsstress entkommen, die belastende Situation mal hinter sich lassen? Und evtl. wäre eine Tagesklinik eine Idee?

    Mein Mann steht schon mehr hinter mir, will aber keinen Stress mit seiner Ma. Und er sagt auch er will ned mit ihr reden, weil sie macht das ja nie vor ihm und wenn a sie drauf anredet streitet sie das ab und sagt i erzähle Mist und das glaubt er dann.

    Er versteht auch mich überhaupt nicht, zumal für ihn essen sehr wichtig ist.


    Ich weiß nicht, den Kontakt abbrechen kann ich nicht. Wir wohnen im gleichen Dorf und iwie reden wir ja so schon viel. Ich kann a endlos mit meiner SchwiMu über belangloses reden. Da versteh ma uns gut, nur zu privat darf es ned werden, weil das gibt Streit.


    Ich hab keine Ahnung ob meine Ma krank is oder selbst eine Essstörung hat oder was auch immer. Des wüsste sie dann aber sicher selbst auch nicht. In unserer Familie gibt es nämlich keine psychisch Kranken. Das sagte sie zu meinem Bruder als er burn out hatte. Es gibt nur starke und schwache undankbare.


    Ja ich bekomme Medikamente dagegen, aber die helfen mir auch nicht so wahnsinnig toll. I merk es schon wenn ich sie vergesse, aber sie bringen mich jetzt nicht in Hochform.


    Auf Mutter-Kind-Kur war ich jetzt im April. Die war sehr schön und ich würde sofort wieder fahren.. Ich hab geheult als ich heim musste :-S Aber zu Hause waren die ganzen Probleme wieder da und somit auch alles andere.

    Puh, das ist natürlich eine schwierige Situation wenn SchwieMu das nur macht, wenn dein Mann nicht dabei ist. Ganz schön link, wie ich finde :-(
    Und das er keinen Stress mit seiner Mutter will.. *seufz* Ich weiß nicht was ich dazu sagen soll. Klar will man ungern einen Streit vom Zaun brechen, aber darum geht es ja letztendlich nicht. Es geht darum, dir zu helfen und ihr freundlich und ruhig zu erklären, wie es dir geht, was mit dir los ist und das du ihre Unterstützung gut gebrauchen könntest und das Gemecker völlig kontraproduktiv für dich ist.
    Nunja, letztendlich kannst du aber auch da wieder nur an dir selbst arbeiten und lernen, damit umzugehen.


    Bist du denn bei einem Psychiater? Oder hast du das Medikament vom Hausarzt? Ich könnte mir vorstellen, dass es noch nicht das Richtige für dich ist und du etwas Anderes, oder etwas Zusätzliches benötigst. Ich hatte auch erst ein ganz leichtes Medikament in geringer Dosierung. Das hat ein bisschen was gebracht und ich merke auch, wenn ich es nicht nehme, aber so richtig den Durchbruch hat es auch nicht gebracht.
    Inzwischen bin ich bei einer guten Psychiaterin gelandet und habe zusätzlich für den Tag ein anderes Medikament bekommen, welches ich zwar auch nur in kleiner Dosierung vertrage, welches mir aber sehr gut hilft. Ich bekomme mein Leben so langsam wieder in den Griff und taste mich an immer mehr Situationen langsam heran, die vorher undenkbar für mich waren.
    Nach dieser Erfahrung könnte ich mir eben vorstellen, dass dich ein anderes Medikament deutlich besser unterstützen könnte. Aber dafür braucht es einen Facharzt.


    Sind dein Mann und du darauf angewiesen, wohnen zu bleiben wo ihr jetzt wohnt? Vielleicht würde etwas mehr Abstand zur Schwiegermutter auch ganz gut tun? Das löst letztendlich deine Probleme nicht, aber schafft vielleicht etwas Erleichterung.