Gesunder Weg aus der Essstörung?

    hallo ich habe einige fragen über meine situation und hoffe ihr könnt mir ein wenig helfen ;-)


    kurz zu mir:


    ich bin 17 jahre alt und war bis vor zwei tagen noch ziemlich im hungerstoffwechsel drinnen. ich habe strikt nur noch 600-700 kalorien zu mir genommen. letzendlich wiege ich bei einer größe von 178 cm , 56 kg .


    nun habe ich mich vor zwei tagen dazu entschieden meinem körper mehr zu bieten um mehr lebensqualität zu bekommen.


    am samstag ging es also mit 2000 kalorien los ( habe mir einige 'raus aus dem hungerstoffwechsel' geschichten angeschaut und dachte mir dass das auch mein weg sein könnte).


    Zunächst hatte ich unglaubliche bauchschmerzen und musste sehr oft geschäfte erledigen. zudem habe ich immernoch blähungen.. :( um die waage gehe ich einen großen bogen.


    ich habe mir vorgenommen einige wochen auf 2000 kalorien zu bleiben und betreibe dazu 3 mal die woche zumba und 2 mal die woche ausdauersportarten um muskeln aufzubauen. danach möchte ich die kalorienzufuhr langsam wieder auf 1500 senken um mein gewicht zu halten. aber ist das in ordnung so ? sind das nicht zu viele kalorien ( ich möchte nicht so viel zunehmen )


    ich weiß einfach nicht mehr welches maß des essens normal ist.


    ich esse kleinere mahlzeiten am tag jedoch nur bis zum mittag ( habe ich mir so angewöhnt) und danach nur noch flüssige nahrungsmittel ( soja/buttermilch). ansonsten esse ich vollkornprodukte, fisch, viel gemüse, haferflocken, milch/sojaprodukte.


    der süßigkeitentyp bin ich nicht ich esse jedoch liebend gerne und sehr viel an trockenpflaumen .


    würde mich sehr über ein paar hilfreiche tipps freuen auch bezüglich der essensverteilung .


    liebe grüße

  • 16 Antworten

    vor zwei jahren habe ich bei 178cm, 69 kg gewogen.


    vor einem jahr habe ich 86 kg auf die wage gebracht da ich zu viel cannabis geraucht habe..


    als das anfing mit den 600 kalorien war ich schon wieder bei 65 kg da ich bis dahin sehr gesund abgenommen habe ..

    5x die Woche Sport. Hälst du das für realistisch?


    Du solltest nicht mit 2000 Kalorien anfangen, dann passiert genau das was bei Diäten passiert: Jojo-Effekt.


    Fang an deinen Tagesplan neu zu strukturieren (mindestens 3 Mahlzeiten, ausgewogen, etc.) und steigere deine Essensmenge langsam.

    hallo....


    das Du Magenbeschwerden hast, wundert mich nicht. Bei ab mittags nur noch Sojamilch und Backpflaumen hätte ich das auch ;-)


    ich denke, Du brauchst längere zeit um deinen Stoffwechsel wieder hin zu kriegen, mit ein paar Tagen schaffst du das nicht.... da du Zumba und zusätzlichen Sport machst liegt dein Kalorienbedarf bestimmt über 2500 kcal / tag, das heißt mit 2000 liegst du noch drunter. Ich würde lieber über den tag verteilt 2200-2500 essen ( an Sporttagen ) und nicht soviel Milch trinken.. dein Normalgewicht liegt ja eigentlich bei 70-78 kg und du hast Untergewicht...essen musst du wieder lernen. es geht nicht darum, dir unbedingt die Kilos aufschwatzen zu wollen, aber ich würde an deiner Stelle auf jedem fall bis zu ca.68-70 kg zunehmen.


    Morgens z.B. Müsli mit Milch, vormittags Sandwich und Buttermilch, Mittags Nudeln o.ä. mit Gemüse und einer etwas " fetteren" Soße, nachmittags Obst mit Nüssen und Joghurt, abends dann Baguette mit Schinken und Käse überbacken...es gibt ein Portal, da kannst du deine Kalorien zählen , ich glaube es heißt fddb oder so ähnlich.

    Zitat

    dein Normalgewicht liegt ja eigentlich bei 70-78 kg und du hast Untergewicht...essen musst du wieder lernen. es geht nicht darum, dir unbedingt die Kilos aufschwatzen zu wollen, aber ich würde an deiner Stelle auf jedem fall bis zu ca.68-70 kg zunehmen.

    Das stimmt nicht. Ich bin 1,77 und wiege 58 kg und habe KEINE Essstörung.


    Ich würde dir nicht raten auf X kg zuzunehmen, sondern dich gesund und ausreichend zu ernähren und abwarten in welchem Bereich sich dein Gewicht einpendelt ! Wenn dein Gewicht bei 62 kg, 67 kg oder 73 kg bleibt, ist das völlig okay. Man muss da nicht mit aller Gewalt zunehmen, weil es angeblich "Normalgewicht" ist. @:)

    Aber wie soll sich jemand gesund ernähren, der vermutlich nicht mehr nach Hunger, sondern nur noch nach Kalorien isst? Das Problem ist dann letztlich, dass gesund ernähren eine dauerhaft zu geringe Kalorienzufuhr bedeutet.


    Und ein Gewicht ist nur dann "natürlich", wenn es ohne jegliche Ernährungsdogmen, Kalorienzählen und sonstige Kopfsachen so ist. Diese "Naivität" ist hier nicht mehr vorhanden, daher kann es durchaus Sinn machen, erstmal ein lt. BMI normales Gewicht anzusteuern (durch gesunde, ausreichende Ernährung). Und dann wieder spontaner essen und schauen, was passiert.


    Wenn jemand aber schon schreibt, dass er gar nicht mehr weiß, was normal ist – dann wird Ernährung nach Gefühl nicht viel weiterhelfen.

    Sie sagt selber das sie eine Essstörung hat und sie ist 1,78 groß...da sind 56 kg nicht viel. Natürlich fühlt sich jeder bei einem Gewicht von X anders als der andere aber sie will ja wieder zunehmen :)z ..zunehmen heißt ja nicht automatisch , dick werden.

    Aber wie soll sich jemand gesund ernähren, der vermutlich nicht mehr nach Hunger, sondern nur noch nach Kalorien isst? Das Problem ist dann letztlich, dass gesund ernähren eine dauerhaft zu geringe Kalorienzufuhr bedeutet.


    da hast du natürlich Recht, ich war noch bei den 600 kcal und dem Versuch, zu erhöhen...vielleicht ist es wirklich ratsam, nicht mehr zu zählen...wobei dann aber die Gefahr besteht, das man die Mahlzeit als zu "groß" einschätzt, sie trinkt ja ab mittags nur noch Sojamilch o.ä...

    Zitat

    Aber wie soll sich jemand gesund ernähren, der vermutlich nicht mehr nach Hunger, sondern nur noch nach Kalorien isst? Das Problem ist dann letztlich, dass gesund ernähren eine dauerhaft zu geringe Kalorienzufuhr bedeutet.


    Und ein Gewicht ist nur dann "natürlich", wenn es ohne jegliche Ernährungsdogmen, Kalorienzählen und sonstige Kopfsachen so ist. Diese "Naivität" ist hier nicht mehr vorhanden, daher kann es durchaus Sinn machen, erstmal ein lt. BMI normales Gewicht anzusteuern (durch gesunde, ausreichende Ernährung). Und dann wieder spontaner essen und schauen, was passiert.


    Wenn jemand aber schon schreibt, dass er gar nicht mehr weiß, was normal ist – dann wird Ernährung nach Gefühl nicht viel weiterhelfen.

    Was schlägst du dann vor? Natürlich soll sie eine gewisse Kalorienanzahl anstreben. Aber ich verstehen nicht, warum sie direkt bis auf 70 kg zunehmen soll. Das sind 14 kg. Das macht ihr doch nur Angst. Ab ca. 62 kg wäre sie auch im Normalbereich! Und dass sie nicht mehr nach ihrem Hungergefühl isst, wird sich doch nicht plötzlich ändern, nur weil die Waage dann 70 kg anzeigt – das meine ich damit.

    Zitat

    essen musst du wieder lernen

    Wieso das? Wenn sie die 600 Kalorien nur 2-3 Monate zu sich genommen hat, dann ist das nichts anderes als eine Diät.


    Ich rate zu einem durchdachten, ausgewogenen Tagesplan und langsame Steigerung der Essensmenge. Ob sie die 5x Sport pro Woche schafft, ist fraglich. Planen kann man viel, das langsfristig durchzuhalten eine andere. Alle Leute die zu Silvester gute Vorsätze fassen, können das bestätigen. ;-) Da würde ich auch erst mal mit weniger anfangen und langsam steigern.

    Ähhhmmmm...das mit den 70 kg Vorschlag war ich @:) ...und ich gebe dir Recht, das ist bei jemandem der eine Essstörung hat, vielleicht zuviel da sie ja eh Angst vorm zunehmen hat..deswegen ist eine Zunahme-Empfehlung auf eine bestimmte Zahl nicht hilfreich.


    ich komm nochmal rein :)z


    Wenn man viel Sport macht ( und Zumba braucht Kalorien ) muss man mehr essen als an tagen, an denen man nur auf dem Sofa liegt...da reicht Sojamilch ab mittags nicht sondern es sollten noch andere Dinge wie Kohlenhydrate dazu kommen.