Ist das wirklich Magersucht?

    Hallo, ich befinde mich schon länger wegen Depression in therapeutischer Behandlung, gerade erst eine Reha hinter mir. Dort wurde mir ein rückfall in die Magersucht diagnostiziert (atypische Anorexie, da kein bedrohliches Untergewicht mit BMI 18). Es stimmt ich habe bewusst abgenommen einige Kilos, aber ich mache das auf eine gesunde Weise (Kaloriendefizit, das aber nicht allzu groß ist). Jeder der mich Essen sieht, würde da nie auf Magersucht tippen da ich echt recht viel essen kann und trotzdem abnehme (außerdem stille ich auch noch). Gedanken um essen, Figur etc mache ich mir ständig, aber da die Depression gerade besser ist fühlt sich das nicht so schlimm an, ich mache das abnehmen eher "nebenbei". Habe mein Zielgewicht allerdings schon oft nach unten korrigiert, da ich mich nicht als zu dünn empfinde. Meine eigentliche Frage ist, ob es vielleicht irgendjemand gibt, dem es auch so ging? Oder belüge ich mich selbst und bin eigentlich dabei wieder abzurutschen? Wenn ich mich doch aber bemühe genügend Nährstoffe aufzunehmen?

  • 3 Antworten

    Das interessante Merkmal ist nicht in erster Linie dein Gewicht, bei einer atypischen Magersucht sondern die zwanghaft um das Thema kreisenden Gedanken. Das ist das typische Merkmal einer Sucht, ein Drogenabhängiger der seinen Stoff bekommt hat ja auch keinen akuten Leidensdruck, aber wäre dennoch süchtig und damit krank.

    Vor über 10 Jahren hatte ich auch mit atypischer Magersucht zu kämpfen. Vorher hab ich gegessen wie ein Scheunendrescher.


    Ich hatte ziemlich große Probleme mit meinem Exfreund und somit kein Hungergefühl mehr. Innerhalb von 1,5 Jahren hatte ich über 10 kg abgenommen und war sowieso schon sehr schlank. Ich kann dir nur den Rat geben zu essen. Du kannst es noch. Ich hatte eine Zeit, da wurde mir beim Anblick schon schlecht. Der Magen verkleinert sich und es war wirklich sehr mühsam 15 kg zuzunehmen.