Symptome nach Bulimie (Rachenentzündung)

    Hallo zusammen


    Mittlerweile ist es einfacher geworden, offen über das Thema zu sprechen/schreiben.


    Da ich schon einige Male beim HNO deswegen war, aber nichts verbesserndes unternommen werden konnte, stelle ich die Frage hier in das Forum.


    Die Geschichte


    Die Bulimie hielt bei mir zum Glück nicht lange an. War aber umso heftiger. Vom Sommer 2006 bis ca. April 2007 erbrach ich in der Schlussphase manchmal bis zu 4x am Tag. Tagsüber eher kleinere Mengen (je nach Fressattacke), Abends das volle Programm. Ich brauchte mittlerweile nicht mal mehr den Finger (war eigentlich auch nie gross in Gebrauch), sondern konnte meinen Magen selbst mit einem Reflex (etwa gleich, wie wenn man gewollt rülpst) entleeren.


    Mittlerweile habe ich seit dieser Zeit, ca. 3x erbrochen. 1x gewollt, 2x nach zu viel Alkohol. :(v Sehe mich allerdings, zumindest was die Bulimie anbelangt, geheilt. Mittlerweile habe ich auch meine Weltanschauung geändert. Das war das schlimmste, was ich meinem Körper jemals angetan habe. Und ich denke oft darüber nach, ob ich mir damit mein Leben nicht eigenhändig verkürzt habe. :°(


    Symptome während


    Während der Bulimie-Phase traten, nebst enormen muskulären Verspannungen am Mund, am Hals, an der Brust und seitlich an der Brust, immer öfters gewaltige Schmerzen in der Brustgegend auf. Vermutlich eine Infektion. Mittlerweile hatte ich das nur noch ca. 2x seit dieser Zeit. Aber auch nach etlichen Untersuchungen konnte nichts festgestellt werden.


    Symptome danach


    Nebst psychischen Problemen, welche mehrheitlich durch Angstzustände hervorgerufen werden, sind diverse Verspannungen im Nackenbereich und besonders am Hals noch vorhanden. Während und auch etwas nach der Bulimie-Phase hatte ich eine ziemlich grosse Verspannung rechts neben der Gurgel. Heute ist sie zwar noch da, beeinträchtigt allerdings nicht mehr so enorm.


    Was störender ist, dass ist eine ständige Schleimbildung innerhalb gleich neben der Gurgel. Dieses Symptom trat allerdings erst nach einer kleineren Erkältung auf. Zuvor war nichts derartiges vorhanden. Erst, nachdem ich eine kurze Zeit etwas erklältet war - und bekanntlich bildet sich bei einer Entzündung des Rachen schleim bilden - blieb dieser Schleim bestehen. Mein Rachen ist also immer so, als wäre da eine Entzündung. Schmerzen habe ich nur selten. Aber die Bildung von Schleim jede Minute.


    Ultraschall- und HNO-Besuche waren bisher erfolglos.


    Frage


    Nach einem zugegeben langen Text, nun noch zur eigentlichen Frage. Kennt sich jemand mit einem solchen Symptom - also der ständigen Schleimbildung (muss nicht mal nach einer Bulimie sein) im Rachen - aus?


    Und: Könnte man dies mit einer Eigenbluttherapie bekämpfen?


    Mir ist klar, dass keine klare Diagnose von dieser Ferne gestellt werden kann. Nur: ich hab schon mit vielen Ärzten geredet und wie das halt vielmals so ist, wird man halt einfach als psychisch "krank" - besonders nach einer Bulimie - eingestuft. So fühlt es sich vielmals einfach an. Mir geht es daher einfach um Erfahrungswerte, damit ich zumindest einen Ansatz suchen kann, wie ich dieses Symptom bekämpfen kann.


    Das war jetzt alles doch nicht so einfach zu schreiben, wie ich das Anfangs gedacht hatte...


    Danke fürs zulesen.


    Grüsse


    Painful

  • 7 Antworten

    Wo genau bildet sich der Schleim - ist es eine "Schleimstrasse", die den Rachen runterläuft?


    Wurden Allergien ausgeschlossen? Nebenhöhlenentzündung vermutlich schon, wenn du beim HNO warst, oder?

    Danke für Deine Antwort Silber.


    Soweit ich das beurteilen kann, bildet sich der Schleim an einem bestimmten Ort. Ich kriege ihn allerdings nicht hoch, sodass ich räuspern und ihn runterschlucken muss. Die beiden Male als ich beim HNO war, hat er mir ohne Instrumente in den Rachen geschaut und gemeint, es sei alles in Ordnung. Beide Male hat er mir danach eine Physio-Therapie verschrieben, die zwar gegen die Verspannungen im Nacken geholfen haben, aber am Hals nichts geändert haben. Ich spiele natürlich mit dem Gedanken, nochmals den HNO aufzusuchen und mir mit Instrumenten in den Rachen schauen zu lassen. Es kann doch nicht sein, dass man nichts sieht? Einbilden kann nicht sein, weil ich beim Reden offensichtlich ins straucheln gerate, da der Schleim das Reden erschwert bzw. manchmal sogar behindert.


    Doch bevor ich den HNO zum dritten Mal aufsuche und er mir zwar rein schaut aber dann meint, "Da ist nichts.", wollte ich vorher wissen, ob jemand gleichartiges durchgemacht hat.

    Habe ja viele Deiner Fragen noch nicht beantwortet.


    Allergien: noch kein Test gemacht. Kann das davon kommen? Warum sagt einem das keiner?


    Nebenhöhlenentzündung: beim abtasten der Lymphknoten wurde mir schon des öfteren gesagt, dass sie angeschwollen seien. Ich meine, dass auch zu bemerken, vor allem wenn ich nach rechts und links schaue.


    Eventuell mal einen anderen HNO aufsuchen?

    Zitat

    Eventuell mal einen anderen HNO aufsuchen?

    ja, das wäre eine gute Idee. Die Nebenhöhlen kann man sich via Nase anschauen oder aber notfalls mit Röntgen.

    Zitat

    Allergien: noch kein Test gemacht. Kann das davon kommen?

    Ist möglich. Muss aber natürlich nicht (oder anders gesagt: Wer eine Allergie hat, hat nicht zwangsläufig Schleim im Hals, und wer Schleim im Hals hat ist nicht zwangsläufig allergisch) - aber es ist mal ein Anhaltspunkt.

    Hallo painful!


    Ich habe auch diese komische Schleimbildung, und zwar seit einer Sinusitis im Winter 2005. Seitdem ist sie nie ganz weggegangen, ist aber unterschiedlich stark spürbar. Ich hatte keine Bulimie, sondern Magersucht, aber der Schleim war auch vorher schon da, insofern hat das nichts miteinander zu tun.


    Ich habe meinen alten Hausarzt danach gefragt und seine Antwort war, ich solle mir keine Symptome einreden. Ich habe ihn auch gewechselt, aber noch nicht wieder darüber gesprochen, da mich das nun seit vier Jahren nun fast nicht mehr stört, es sei denn, es wird wieder schlimmer...


    Eigenbluttherapie? Ich wüsste nicht, was das damit zu tun hätte... ich habe einmal eine gemacht, weil ich ständig krank war - da wurde mir dann ein Stoff, ich meine, es war Selenium, mit meinem Blut gespritzt. Sollte das Immunsystem stärken, hat aber nur 2 Monate gehalten.


    Ich kann dir nur empfehlen, den Arzt zu wechseln! Außerdem habe ich gehört, dass so etwas sich "Globusgefühl" nennt und auch durch Muskelverspannungen bedingt sein kannInfos hier


    Alles Gute weiterhin!!!

    *:)


    Warst du schon beim Gastroenterologen? Du hast berichtet, dass du während der Bulimieerkrankung "reflexartig" erbrechen konntest. Evtl liegt bei dir soetwa wie eine Refluxerkrankung vor?


    Nicht Thema dieses Threads, aber die Tatsache, dass du männlich bist und an Bulimie gelitten hast, hat mein Interesse geweckt: Darf ich dich fragen, was damals die Ursache deiner Bulimie war?

    Erst einmal, vielen Dank für eure Antworten. Ich kann mich ja selten kurz fassen. Dass hat man beim Eingangspost gesehen. Und sieht man gleich wieder. ;-D

    @ Silber**

    Eine Untersuchung der Nasengänge hatte ich. Zwar in einem anderen Zusammenhang, und zwar, weil ich auf dem linken Ohr ein ständiges Druckgefühl habe. Wie, als sitze man im Flugzeug. Kann also auch meine Nase zuhalten und und durch pressen den Druck rauslassen. Ich kann durch die linke Nase auch schlechter Atmen. Gemäss HNO liegt das daran, dass meine linke Ohrmuschel nie/nicht richtig schliesst, sodass immer Luft durchkommt. Aber sonst war anscheinend alles i.O. Er hat auch keinen Zusammenhang zwischen dem Ohr und der Schleimbildung gesehen.


    Danke für den Tipp mit den Allergien. Ich werde mich am besten für einen Test anmelden.

    @ Petia**

    Natürlich wurde ich bereits schon auf das "Globusgefühl" angesprochen. Deshalb hat mir der HNO auch 2x eine Physiotherapie verschrieben. Nur, auch nach der Physiotherapie war der Schleim nicht weg. Aber ich muss sagen, meiner Nackenverspannung hat das sehr gut getan. Muss mich glaube ich öfters massieren lassen. ;-D


    Für mich ist die Tatsache, dass ich beim Sprechen deutlich durch den schleim gestört werde (als ob man sich an einem Glas Wasser verschluckt) Grund genug zu glauben, dass ich es mir nicht einbilde oder es nur durch äusserliche Eigenschaften ausgelöst wird. Zumal ich diese Probleme während der Bulimie-Phase nicht hatte.


    Ausserdem habe ich - zwar nicht ständig, aber doch öfters - schmerzen auf dieser Seite. Ein ziehen und brennen, eben wie, als wäre ich erkältet. Ausserdem ist der Punkt auch empfindlicher, z.B. gegenüber scharfem Essen.


    Zudem sind meine Lymphknoten öfters geschwollen. Ich bin dann zwar nicht erkältet, spüre aber - besonders beim nach links und nach rechts schauen - wie sie angeschwollen sind. Vielleicht kennt ihr das.


    Ich will nicht ausschliessen, dass es auch ein psychisches Problem ist. Ich mache mir natürlich schon ein Sorgen.


    Die Eigenbluttherapie hat mir eine Ärztin als eine Möglichkeit vorgeschlagen. Sie hat zwei mögliche Ursachen und entsprechend zwei mögliche Therapiemöglichkeiten angesprochen. Banal gesagt: entweder eine eitrige Wunde, dann Operation nötig. Oder eine Schleimbildung aufgrund einer kleinen Infektion, dann durch Eigenbluttherapie behebbar.

    @ L'Evita**

    Eine Refluxerkrankung wurde auch angesprochen. Ich bekam ein Medikament, welches die Bildung von Magensäure hemmen soll. Ich habe zwar auch schon Sodbrennen gehabt, aber sicher nicht täglich. Meist nach dem Verzehr von gewissen Speisen. Ich weiss allerdings meistens vorher, ob eine Speise bei mir Sodbrennen verursacht.


    Ich habe mal "Refluxerkrankung" gegoogelt. Ich habe zum Glück keine anhaltenden Schmerzen. Nur ab und an ein gewisses Brennen. Aber folgende Passage trifft schon in etwa zu:


    "In manchen Fällen können Beschwerden von Seiten der Atemwege (Husten, Atemnot, Asthmaanfall) und des Kehlkopfes (Heiserkeit) auftreten."


    Ich höre mich öfters heiser an. Haben mir auch schon Personen gesagt.


    Zu meiner Bulimie Geschichte: Angefangen hat alles beim Joggen. Vor ca. 5-6 Jahren fing ich an, mich intensiver mit meinem Körper zu beschäftigen. Vorher habe nicht gross auf mein Körpergewicht geschaut. Habe zwar viel Sport gemacht, aber auch viel gegessen. :p>


    Während meiner obligatorische Zeit bei der Armee habe ich mich zum ersten Mal damit beschäftigt, wie viel ich esse. Wenige Wochen nach dem Ende meiner Armeezeit ist meine damalige Freundin, mit der ich 3 Jahre zusammen war, für einen Sprachaufenthalt nach Australien. Der geplante Aufenthalt von 6 Monaten wurde auf 12 Monate verlängert. Danach erfuhr ich durch Freunde, dass sie einen anderen hatte. Ok, dass hab ich verhältnissmässig gut verdaut bzw. wahrscheinlich dann einfach so kompensiert, dass ich mein Körpebewusstsein nochmals verstärkt habe. Zeitweise habe ich wochenlang nur Salat und Obst gegessen. Das ging etwa 3 Jahre. Dann - um wieder beim Anfang anzuknüpfen - viel mir eines Abends beim Joggen ein, dass gewisse Leute, um ihr Gewicht zu halten oder um abzunehmen, erbrechen. Und so schnell war man mittendrin. Manchmal brauchts gar nicht so viel.


    Meine nächsten Schritte


    1. Hausarzt aufsuchen, HNO-Termin vereinbaren: Spiegelung


    1.1 Wenn ein Befund vorhanden: logischerweise versuchen zu therapieren


    2. Wenn kein Befund nach der Spiegelung, Allergie-Test


    2.1 Wenn Allergie-Test positiv: Therapie-Versuch


    3. Wenn kein Befund nach dem Allergie-Test: noch offen