Blase wird nicht richtig leer...?!

    Hallo,


    mein Freund (34) war gestern beim Urologen und dort wurde beim Ultraschall festgestellt, dass seine Blase nicht richtig leer wird. Der Arzt hat einen kostenpflichtigen Bluttest gemacht um Krebs auszuschließen und das macht mir voll angst. Mein Freund muss auch öfter hintereinander Wasser lassen. Ich weiß nicht was ich jetzt denken soll. Er hat auch Penecilin bekommen die er eine Woche nehmen muss um Bakterien auszuschließen. In einer Woche muss er nochmal hin und dann bekommt er das Blutergbnis und muss irgendwo drauf wasser lassen was dann auch untersucht wird.


    Hat irgendjemand eine Idee was das sein kann? :-(

  • 6 Antworten

    Hallo,


    es kann evtl. ein Problem mit der Prostata vorliegen. Wenn sie sich vergrößert, drückt sie auf die Harnröhre, was zu Entleerungsschwierigkeiten der Blase führen kann. Es gibt gutartige Vergrößerungen (häufig), leider aber auch bösartige. Beides ist in so jungen Jahren aber sehr selten. Vielleicht liegt auch wirklich nur eine Infektion vor, z.B. Prostatitis...Gibt es dafür sonstige Hinweise?


    Viele Größe,

    Prostataproblem ist in dem Alter sehr unwahrscheinlich. Mein Tipp (und es hört sich bei den Symptomen ganz danach an) ist: Harnröhrenstriktur. Hat der Urologe denn keinen Uroflow (Harnstrahlmessung) gemacht? Völlig schmerzlos (er muss nur in eine spezielle Vorrichtung pinkeln) und man sieht sofort ob in der Harnröhre eine Blockade vorliegt. Denn genau die Symptome (Blase wird nicht richtig leer und öfters Wasser lassen) sind Symptome eine Striktur.


    Aber falls der Urologe einen Uroflow gemacht hat und der ok aussah, wird es wohl doch was anderes sein.

    Wie gesagt, hört sich für mich nach einer Harnröhrenstriktur an. Frag ihn doch mal, wie lange er für einmal normales Wasserlassen braucht. Wenn das nicht viel länger als 20 Sekunden dauert, bei halbwegs voller Blase, dann ist es was anderes. Aber wenn er länger (also 30 Sekunden oder mitunter deutlich mehr) braucht und zudem der Strahl dünn ist sowie evtl. unterbrochen, hat er mit großer Sicherheit eine Harnöhrenstriktur. Ist beim erstmaligen Auftreten nicht schlimm. Wird mit OP endoskopisch geschlitzt, 3-4 Tag KH Aufenthalt.


    Ansonsten gibt es da wohl noch die Möglichkeit von diversen Entleerungsstörungen, Schließmuskel'fehlern' etc. Finde es übrigens vom Urologen nicht gut, dass er einfach mal so Antibiotika gegeben hat, obwohl gar kein konkreter Anlaß bestand für eine Entzündung.


    Aber Sicherheit bzw. eine erste anständige Diagnos bringt die Uroflowmessung.