Erektile Disfunktion durch Medikament

    Hallo, mein Problem ist folgendes. Ich bin 47 Jahre alt, männlich, schlank, gesund, Nichtraucher, Alkohol sehr wenig, noch nie im Leben Erektionsprobleme gehabt oder irgendetwas im Genitalbereich. Seit zwei Jahren habe ich das Problem, dass ich zweimal pro Nacht auf die Toilette muss zum pinkeln. War beim Urologen deswegen, der hat eine leicht vergrößerte Prostata festgestellt. Daraufhin hat er mir ein Medikament mit dem Inhaltsstoff Tamsulosin verschrieben. Ich habe das Medikament 3 Tage eingenommen und überhaupt nicht vertragen. Schmerzen im Genitalbereich Hoden, Bauchschmerzen, extreme Müdigkeit usw. Mann muss das Medikament eigentlich lebenslang einnehmen, aber ich habe es dann abgesetzt, weil unverträglich. Nach den 3 Tagen stelle ich fest. Es ist keine Libido mehr vorhanden, ich werde von einem attraktiven Körper nicht mehr erregt, errektile Disfunktion. Morgendliche Erektionen so gut wie gar nicht. Morgenerektion dauert ca. 30 Sekunden und fällt dann wieder zusammen. Ich kann keine Erektion mehr halten. Mein Penis hängt runter wie ein nasser Waschlappen. Da ist alles tot unten. Seit dem absetzen der Medikamente sind 5 Monate vergangen. Alle 7 bis 8 Tage habe ich leichte Schmerzen in Hoden, Penis, die nach zwei Tagen wieder vergehen. Der Orgasmus und der Samenerguss ist normal.

    Urologe hat Testosteron kontrolliert und auf Harnwegsinfekt sowie Prostataentzündung. Alles in Ordnung. Resturin passt.

    Verlust der Libido von heute auf morgen.

    Das kuriose ist, wenn ich mit einer Frau flirte und die ganze Sache nur über den Kopf abläuft (ich stelle mir während des Gesprächs vor wie ich sie verführe z. B.), dann funktioniert alles einwandfrei und ich werde erregt und hab auch eine normale Errektion. Ich werde aber nicht mehr vom ordinären Körper erregt, was früher eigentlich das erste wahr. Sprich, man sieht eine attraktive Frau und es regt sich was. Das kommt nicht mehr vor. Ich denke es ist eine rein körperliche Ursache, aber was könnte es sein?

  • 14 Antworten
    russ1973 schrieb:

    Das kuriose ist, wenn ich mit einer Frau flirte und die ganze Sache nur über den Kopf abläuft (ich stelle mir während des Gesprächs vor wie ich sie verführe z. B.), dann funktioniert alles einwandfrei und ich werde erregt und hab auch eine normale Errektion. Ich werde aber nicht mehr vom ordinären Körper erregt, was früher eigentlich das erste wahr. Sprich, man sieht eine attraktive Frau und es regt sich was. Das kommt nicht mehr vor. Ich denke es ist eine rein körperliche Ursache, aber was könnte es sein?

    Genau das klingt aber nach einer reinen Kopfsache. Wenn Gedanken zu einer Errektion führen, weißt Du ja, dass es grundsätzlich körperlich klappt.

    Vorher hat es keine Gedanken gebraucht. Ich hab mir darüber auch niemals Gedanken gemacht, weil es von selber funktioniert hat. Ich habe eine attraktive Frau angesehen und wurde erregt. Da musste ich mir keine Gedanken machen, weil es einfach natürlich passierte, und ich sogar gar nichts dagegen tun konnte, sprich die Errektion zu unterdrücken. Das passiert jetzt nicht mehr.

    Woher dann die immer wiederkommenden Schmerzen im Genitalbereich? Wieso dauert meine Morgenerrektion nicht mehr wie früher 15 Minuten, sondern 1 Minute?

    Ich kann verstehen dass das sehr belastend sein muss, somal das trotz Absetzen des Medikaments nicht wieder besser wird.

    Dein Urologe ist da völlig ratlos? Bringt auch er es mit dem Medikament in Zusammenhang?

    ich hatte auch tamsulosin aber mangels wirkung abgesetzt. wir sind auf alfusozin umgestiegen, damit bin ich zufrieden.


    ich leide hier und da an einer chronischen prostataentzündung. es ist eigentlich immer das selbe, schmerzen in den hoden, eichel, fremdkörpergefühl am hintern, brennen, etc.


    vielleicht hast du auch was verschleppt, würde in gewisser maßen deine disfunktion erklären.


    aber ich bin kein facharzt, du solltest einen neuen aufsuchen, der auch pflanzlichen heilmethoden gegenüber offen ist.


    wie steht es um deine Psyche allgemein? nimmst du noch andere medikamente?

    Ich habe 3 Studien zu dem Medikament gelesen. Dort wird einmal berichtet von 2 - 5 % und 3 - 7 % der Getesteten hatten Libidoverlust und erektile Disfunktion. Also relativ wenig. Den Urologen habe ich damit konfrontiert. Der hat gesagt, dass ist es nicht. Er hat behauptet ich sei schon krank gekommen und hat dann gesagt mein Testosteronwert sei zu niedrig. Dieser wurde nochmal getestet und hat gepasst. Sein Kollege hat gemeint ich somatisiere. Dann müsste ich jetzt seit einem halben Jahr somatisieren. Ich bin psychisch stabil und hab auch keine Probleme. Ich bin dann nicht mehr hingegangen.Nehme keine Medikamente.

    russ1973 schrieb:

    Er hat behauptet ich sei schon krank gekommen und hat dann gesagt mein Testosteronwert sei zu niedrig. Dieser wurde nochmal getestet und hat gepasst. Sein Kollege hat gemeint ich somatisiere. Dann müsste ich jetzt seit einem halben Jahr somatisieren. Ich bin psychisch stabil und hab auch keine Probleme. Ich bin dann nicht mehr hingegangen.Nehme keine Medikamente.

    Ein Arzt wird ungern zugeben dass seine Medikation schuld ist. Daher wundert mich diese Aussage wenig. "Psychosomatisch" ist auch immer ein super Argument, wenn man nicht weiter weiß. Damit machen es sich Ärzte leider sehr einfach.

    Ich denke mal dass es keine Prostataentzündung ist, da ich hinten gar nix spüre, kein brennen.

    Ich nehm überhaupt kein Medikament mehr, da geh ich lieber 2 Mal nachts aufs Klo.

    Man sollte bitte bzgl. der Nebenwirkungen trennen. Hier werden Aussagen zu Nebenwirkungen UNTER der Einnahme von einem Medikament in einen Topf geworfen mit anhaltenden Nebenwirkungen naach 3 Tagen Einnahme. Jeder Wirkstoff baut sich auch wieder ab und dann gibt es keine Nebenwirkungen mehr.

    Sunflower_73 schrieb:

    Man sollte bitte bzgl. der Nebenwirkungen trennen. Hier werden Aussagen zu Nebenwirkungen UNTER der Einnahme von einem Medikament in einen Topf geworfen mit anhaltenden Nebenwirkungen naach 3 Tagen Einnahme. Jeder Wirkstoff baut sich auch wieder ab und dann gibt es keine Nebenwirkungen mehr.

    Dann sind es eben Folgeschäden.

    Sunflower_73 schrieb:

    Irreversible Folgeschäden von DREI Tagen Einnahme eines etablierten, insgesamt harmlosen Medikaments?

    Ehrlich gesagt nicht sehr wahrscheinlich. Eventuell hat das Medikament auch nur etwas "in Gang gebracht".

    Das kann ich mir gut vorstellen, dass etwas "in Gang gebracht" wurde. Hab ich mir auch schon öfters gedacht. Die Frage ist nur was es sein könnte. Ich hab auch keinen Druck mehr auf der Blase, da muss ich irgendwie anders pressen jetzt, so wie beim Stuhlgang. Manchmal wenn ich draussen bin beim Wandern und es etwas kühler ist, fühlt sich die Penisspitze richtig kalt an. Das hatte ich früher nur wenn es extrem eisig kalt war.

    Hallo russ1973, die Nebenwirkungen, die bei dir nach der Einnahme von Tamsulosin aufgetreten sind, sind für dieses Medikament typisch. Ich habe vor Jahren auch für eine gewisse Zeit Tamsulosin eingenommen weil sich bei mir wegen gutartig vergrößerter Prostata die Blase nicht vollkommen leerte. Ich habe mich dann an der Prostata operieren lassen, damit ich das Tamsulosin mit seinen unangenehmen Nebenwirkungen wieder los wurde. Ich war allerdings damals schon 78 Jahre alt. Die Absetzung des Tamsulosin empfand ich damals wie eine Erlösung.

    Hallo, ja wie vorher schon geschrieben wurde, glaube ich nicht, dass dies noch Nebenwirkungen sind, sondern dass durch das Medikament "etwas in Gang" gebracht wurde. Im Grunde genommen ist es ja nicht so schlimm, ist ja keine tödliche Krankheit . Andererseits wenn man nicht weiss wie lange es anhält, denkt man schon schon immer wieder dran. Es ist eher die Ungewissheit, dauert es 1 Jahr, 5 Jahre oder bis zum Lebensende.