seit wann hast du denn den verminderten harnfluss moonpie?


    meinst das kommt bei dir durch die damals enge vorhaut?


    war dein frenulum auch zu kurz und wurde es bei der beschneidung mit entfernt?


    bei mir wurde das viel zu kurze frenulum ja nur teilweise durchtrennt, vllt würde das was bringen?


    hab halt bissl angst vor so einer spiegelung, da selbst ein dünner dilator schon schmerzt bei mir :-(


    aber wahrscheinlich kann man nur dadurch feststellen ob es bei mir an einer verengung im eichel- oder prostatabereich liegt...


    grund für letzteres gäbe es ja!

    @ patient0815

    also die Vereengung in der Eichel hatte ich eigentlich schon immer, ist über die Jahre halt immer schlimmer geworden.


    Nein, mein Frenulum ist ok und wurde auch nicht entfernt. Bei mir ist das im vorderen Bereich einfach so, dass die Harnröhre einmal verengt ist und auch nicht weit genug reicht. Sprich wenn ich nicht alle 1-2 Jahre das bougiere, würde es sich komplett verschließen (was auch schon mal passiert ist). Es wächst bei mir praktisch Haut über den Harnröhrenausgang.


    Die einfache Harnröhrenspiegelung fand ich nicht weiter schlimm (mag sein, dass ich da aber auch abgehärteter bin) - eine Blasenspiegelung (geht auch durch die Prostata) ist glaube ich weitaus schmerzhafter und langwieriger.


    Die Harnröhrenspiegelung war bei mir in 10 Minuten erledigt. War halt schon unangenehm, aber durchaus auszuhalten. :)^

    @ StraightFlush86

    Ich hatte den Flow Mitte Dezember im UKE machen lassen, der Flow max. lag bei 4,1 ml/s., die Miktionsdauer 67 sek. und das Miktionsvol. 161 ml. - Also liegt der Durchschnittsflow ja bei nur 2,4 ml/s., oder?


    Ist natürlich nicht schön, aber ich lebe da schon ein paar Jahre mit.


    War auch das erste mal, dass ich den Flow gemessen habe. Hat mir mein Urologe noch nie angeboten, glaube der hat auch kein Messgerät dafür.

    Richtig mittlerer Flow = ml/sec!


    Viele Urologen haben kein Uroflow, weil die für die Untersuchung 0,00€ erhalten. Hat mir mein Arzt mal gesagt.


    Ich hatte schon nach einer Woche mit 3 ml/sec tierische Angst vor einem Verschluss. Jahre würde ich das nicht aushalten.

    @ moonpie

    wie war denn das bei dir mit dem verschluss, wie fühlte sich das an?


    kanns mir nicht so recht vorstellen, hab aber auch angst davor...


    interessant, dass bei dir der harnröhrenausgang zuzuwachsen scheint,


    bei mir ists nämlich seit paar jahren auch so, dass sich da so eine art hautfalte über dem öffnungsbereich bildet...


    wär mal interessant das zu vergleichen, hab ich nämlich noch nie so gehört!


    könnten ja mal ein bild tauschen oder auch hier posten, würde mich interessieren was andere dazu meinen...

    naja, das ich einen kompletten Verschluss hatte ist schon 2-3 Jahre her, habe damals mit einer desinfizierten Nadel die Haut aufgestochen - da hatte ich aber auch noch gut Druck auf der Harnröhre, da ich die hintere Verengung zu dem Zeitpunkt noch nicht hatte.


    Eigentlich hatte ich dem schleichenden Zuwachsen ja mit dem dem regelmäßigen bougieren entgegenwirken wollen. Allerdings ist das auf Dauer auch nicht gut. Einmal wegen der Gefahr, das die Harnröhre noch weiter verletzt wird und dann noch die Gefahr das man sich Bakterien durch das Bougieren einfängt. Ist bei mir leider beides passiert, jedenfalls hatte ich letztes Jahr eine ziemlich starke Nebenhodenentzündung, waren die schlimmsten Schmerzen die ich in meinem Leben hatte. Leider half auch kein Antibiotikum bzw. hat sich noch eine Spermatozele im Hoden gebildet. Letztendlich musste ich ins KH und mir wurde der Nebenhoden samt, Spermatozele entfernt. Das hat mich jetzt auch schlussendlich dazu gebracht endlich diese Harnröhrenplastik zu machen. Irgendwann hat man es einfach satt. ;-)

    Hallo zusammen,


    zum Mut-machen: mein Statusbericht ca. 6 Monate nach der OP:


    - Strahl ging bis ca. 1 Monat nach der OP kontinuierlich zurück, seither aber gleich geblieben. Uroflow werte dazu habe ich nicht, bin aber recht zufrieden.


    - die taube Unterlippe kribbelte immer wieder bis ich eines Tages aufwachte und wieder leichtes Gefühl hatte (ca. 3 Monate nach der OP, dauerte also ziemlich lange). Jetzt fühle ich wieder so ziemlich alles, auch leichte Berührungen, etwas fremd fühlt sich das ganze aber noch an.


    - Vernarbung am Damm sind so gut wie verschwunden


    - Keine Schmerzen oä., nur der Hodensack ist etwas empfindlicher als zuvor


    Wünsche allen künftigen Patienten alles Gute!


    Liebe Grüße


    auch_einer

    @ auch_einer

    hört sich gut an. Wo warst du noch gleich? Hamburg oder Hof?


    Ich "darf" in 1 1/2 Wochen nach Hamburg, zu Frau Prof. Dr. Fisch. Hoffe es geht alles gut und ich kann dann endlich mit dem Thema abschließen.


    Wie sieht es eigentlich mit dem Thema "Fahrrad" aus? Hatte mir letztes Jahr noch ein neues MTB geholt, in Hamburg meinten sie nur, dass Radfahren nicht ideal wäre und auch das Sitzen auf harten Unterflächen vermieden werden sollte. Man könnte zwar einen speziellen Sattel, der den Dammbereich schützt nehmen, aber ich bin mir jetzt doch ziemlich unsicher. Der Doc aus der Urologie meinte halt, dass der Bereich der Harnröhrenplastik im bulbäre Bereich immer so ein bisschen ein Schwachpunkt wäre. Natürlich muss das nicht heißen, das es wieder vernarbt, aber ich denke man sollte natürlich alles vermeiden, was dann doch dazu führen könnte.


    Was meint ihr? Habt ihr da Erfahrungen machen könnnen?

    Hallo,


    kann ich auch ohne Überweisung bei Frau Prof. Dr. Fisch Hoffe in Hamburg einen Termin bekommen? Also mit Voruntersuchungen usw. oder muss die Überweisung von meinen Urologen kommen?


    Vielen Dank für die Informationen

    Also einen Termin zur Voruntersuchung wirst du glaube ich ehh nicht direkt bei Frau Prof. Dr. Fisch bekommen, da sie glaube ich nur operiert. Sprich die Voruntersuchung wird jemand anderes in UKE übernehmen. Du brauchst aber ohnehin eine Überweisung vom Urologen - was auch ratsam ist.

    Hi Moonpie,


    danke für die Info und viel Glück bei der OP. Berichte mal wie es genau gelaufen ist weil darüber würde ich mich sehr freuen.


    Bezüglich dem Sattel schau doch mal bei SQLaps nach die sollen ganz passen Sattel im Programm haben.


    Viele Grüße


    Marcus

    Kurzer Statusbericht von mir.


    Ich musste die OP leider um vier Wochen verschieben, da ich krank (Grippe) geworden bin.


    Inzwischen bin ich aber in HH und würde vor zwei Tagen erfolgreich von Frau Professor Dr. Fisch operiert.


    Die OP verlief planmäßig, im bulbären Bereich wurden mir 3 cm Mundschleimhaut eingesetzt und im penilen Bereich wurde die der Ausgang geschlitzt und mit der vorhandenen Harnröhre vernäht.


    Kämpfe jetzt natürlich noch mit den Nachwirkungen der OP, sprich ich kann mich nicht so recht mit dem Bauchdeckenkatether anfreunden und frage mich, wie ich damit 3 Wochen verbringen soll. Stuhlgang hatte ich auch noch nicht, habe irgendwie Angst, dass ich dabei Urin in die operierte Harnröhre bekomme.

    Update:


    Konnte die Klinik nach 6 Tagen mit Harnröhren- und Bauchdeckenkatheter verlassen.


    Dank Beinbeutel ist der Bauchdeckenkatheter jetzt auch ganz erträglich geworden. Am meisten stört jetzt noch der Katheter in der Harnröhre, dieser kommt leider erst nächste Woche beim Urologen raus. In zwei Wochen geht es dann nochmal nach HH zur Prüfung ob alles dicht ist und dann kommt auch der Bauchdeckenkatheter wieder raus.


    Bis jetzt bin ich also mit dem Ablauf sehr zufrieden und möchte schon mal ein großes Kompliment an die urologische Abteilung des UKE in Hamburg richten!


    Ich melde mich dann in ca. zwei Wochen nochmal.

    Hallo zusammen,


    mit Interesse habe ich den Operationsablauf von Moonpie im UKE Hamburg gelesen. Die Operationsabläufe im der SANA Klinikum in Hof und Hamburg unterscheiden sich. Daher hier eine kurze Beschreibung des OP-Ablaufes in Hof. Ich bin nach einer Voroperation im Februar Anfang März im SANA Klinikum Hof operiert worden. Es wurden 7 cm Mundschleimhaut verpflanzt.


    1. Ca. 4 Wochen vor der MSH-Verpflanzung wird eine Schlitzung der Harnröhre durchgeführt; dabei wird die Striktur vermessen und eine Inspektion der Blase usw. vorgenommen (3 - 4 Tage Klinikaufenthalt).


    2. Am Tag vor der Operation wird eine vollständige Darmentleerung vorgenommen. Nach der Operation musste ich 7 Tage strenge Bettruhe einhalten. Die ersten 3 Tage nach der Operation erfolgt Ernährung über Infusionen. Der 7. Tag nach der Operation ist der sogenannte "Befreiungstag", d.h. der Verband wird entfernt und man darf aufstehen. Am 10. Tag nach der Operation werden die Klammern entfernt. Einen Tag später am 11. Tag nach der OP wurde ich mit einem Harnröhrenkatheder entlassen.


    3. Zwischen dem 19. und 22. Tag nach der Operation erfolgt eine Wiederaufname ins Krankenhaus in der Regel für 2 Tage. Der Katheder wird dann gezogen; es erfolgt eine Röntgenaufnahme und Spiegelung der Harnröhre. Wenn alles in Ordnung ist wird man am 2. Tag wieder ohne Katheder entlassen.


    Tragen von Beinbeuteln ist wegen der Verkeimungsgefahr nicht vorgesehen.


    :-)


    Mit der OP bin ich bisher zufrieden. Taubheitsgefühle im Mund habe ich nicht.

    Hallo,


    zur Frage von StraightFlush86: Einen Bauchdeckenkatheder habe ich bei der Operation nicht gesetzt bekommen. Auch der Mitpatient im Zimmer, dem auch MSH verpflanzt wurde, hatte - wie ich - 20 Tage nur einen Harnröhrenkatheder.

    Für alle, die es interessiert: Morgen am Dienstag, 21. April, um 20.15 Uhr wird im Gesundheitsmagazin Visite auf NDR 3 folgender Beitrag zur Verpflanzung von Mundschleimhaut in die Harnröhre gezeigt:


    Operation Leben - Nichts läuft mehr


    Nach einem Unfall in seiner Kindheit - Tobias S. war mit voller Wucht auf die Fahrradstange geknallt - ist die Harnröhre an einer Stelle mehr und mehr vernarbt. Er benötigt einen Bauchkatheter, da der Urin die entstandene Verengung inzwischen nicht mehr passieren kann. Jetzt soll Tobias S. im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf operiert werden. Die Ärzte wollen ein Stück Mundschleimhaut aus seiner Wange in die Harnröhre transplantieren, um die verengte Stelle wieder zu erweitern.

    War gestern zum Flow, immer noch alles Super. Kann HH und Doc Dahlem nur Empfehlen.


    Ein neues Lebensgefühl, wie selbstverständlich es doch nun ist schnell Wasser zulassen. Habe hier viel über die OP den Aufenthalt etc. geschrieben. Bei mir ist es im Juni 1 Jahr her. Melde mich in 6.Monaten wieder wenn der nächste Flow gemacht wurde.


    Viel Glück allen anderen

    Beigefügt der Link zum Beitrag im Gesundheitsmagazin Visite "Verpflanzung von Mundschleimhaut in die Harnröhre am UKE Hamburg" am 21.04.2015:


    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/Operation-Leben-Nichts-laeuft-mehr,visite10696.html