Keine Sorge das bissel Urin macht da nix aus.


    Das einzige was ich kenne sind Divertikel (ausstülpungen) und vergessene Stellen. Aber Ablösungen nicht. Ich meine die Mundschleimhaut wird ja auch eingenäht. Wer hat dir das in HH erzählt? Und wer war dein chirug?

    Leichter gesagt als getan :-)


    Ich habe eben keine Lust das die am 29.März die Abschlussuntersuchung machen und feststellen das dieses Stück sich gelöst hat obwohl ich ehrlich gesagt auch nicht weiß wie das gehen soll. Oder das durch das bisschen Urin was da vorbeigeflossen ist sich irgendwas davon da dran gesetzt hat


    Verstehst du ?

    Ach ja was ich noch vergessen habe zu erwähnen : Bei mir wurde die Harnröhre bei der OP nicht freigelegt sondern es wurden die 4cm ( 2 mal 2 cm ) mit einem Dammschnitt von hinten ersetzt.


    Ist somit die Wunde sicherer wenn sie weiter hinten liegt ?

    Die Harnröhre wurde schon freigelegt allerdings über einen Dammschnitt. Das ist der häufigste Zugang bei diesen Operationen. Von der Sicherheit tut sich da nichts. Allerdings beschreiben viele Studien, das Bulbäre Strikturen eine bessere Heilungschance haben als penile Strikturen.

    Hallo nochmal,


    zu deiner Frage straigtflush86, ich wurde in Berlin operiert. Sie führen so in etwa 2 Mundschleimhautplastik-OPs pro Woche.


    Nun, wie auch dich nickolas88 hat mich ein Infekt aus der Bahn geworfen, so dass ich die vergangenen 7 Tage im KH verbringen musste, da ich angeblich einen Ecoli 3MRGN (Multiresistenten Keim) bekommen habe. Dieser war vor der OP definitiv nicht vorhanden, sonst hätten sie mich nicht operiert.


    Das Ende vom Lied ist, dass ich eine Woche länger den SPK tragen muss.


    Bei der MCU Untersuchung haben sie zusätzlich noch ein Paravasat festgestellt, so dass der Entschluss (Aufgrund der Infektion und des Paravasats) den SPK Katheter noch eine Woche drin zu lassen.


    Alles etwas unglücklich verlaufen, aber ich hoffe, dass es damit gut ist.


    Ich konnte das Ergebnis meiner Mundschleimhautplastik aber doch noch prüfen. Es scheint gut funktioniert zu haben.

    @ nickolas88:

    schone dich unbedingt, da das Gewebe sich erholen muss! Es könnte sein, dass du etwas Blut im Urin hast, klar durch den Reiz der Harnröhre bzw. Blase durch den Katheter, aber auch durch den Infekt!!!


    Für mich persönlich ist diese ganze Geschichte sehr anstrengend gewesen. Aber wie man sagt: was muss, das muss %:|

    Auch wenn ich jetzt Gefahr laufe ein bisschen zu nerven aber :


    Falls und ich hoffe wirklich das es nicht passiert. Aber wenn das eingenähte Gewebe sich ablöse sollte


    dann ist man doch auf dem Stand wie nach einer Schlitzung und muss den Eingriff der Mundschleimhautplastik erst wieder 1 - 2 Jahre später wiederholen oder was meint ihr ?


    Wie gesagt ich hoffe ich mache mich lächerlich und es ist am 29.März alles in Ordnung

    Ich versuche das jetzt mal anhand des OP Ablaufes zu erklären. Die Harnröhre wird über die Länge der Striktur längs eröffnet. Danach wird die Mundschleimhaut eingenäht und verbindet die zwei offenen Stellen. Dadurch wird die Harnröhre weiter. Wenn die Mundschleimhaut sich ablösen sollte ist die Harnröhre offen und das geht nicht. Aber wie gesagt noch nie über so einen Fall etwas gelesen.

    @ StraightFlush86

    Ich glaube dir das ja :-)


    . Ich denke genauso und habe auch noch nie gelesen oder gehört das soetwas passiert ist. Nur haben die mir in der Ambulanz irgendwas davon gesagt das bei einer Infektion das neue Gewebe angegriffen werden könnte. Und sich das neue Gewebe dann eventuell ablösen oder auflösen könnte.


    Ich kann mir auch nicht vorstellen das so etwas einfach so gehen soll. Du etwa ?

    Ganz klare Antwort Nein. Und wenn dir das nicht der Dahlem oder die Fisch erzählt hat würde ich es auch nicht glauben. Bringt jetzt auch nichts dich verrückt zu machen. Immer positiv denken vorallem bei dieser scheiss Krankheit! :)^

    Positiv denken ist auch eigentlich immer meine Devise gerade wenn es um Krankheiten geht.


    Der Dahlem war kurz nach der OP eigentlich relativ locker und gut drauf gab ja auch keine Komplikationen bei dem Eingriff und so lange ich im Krankenhaus war .


    Nur haben die mir in der Ambulanz eben so einen blöden Flo ins Ohr gesetzt. Und ich habe dann natürlich Panik bekommen auch weil eben manchmal ein bisschen Urin neben raus gelaufen ist während des Infekts. Und ich dann natürlich auch Panik habe das sich da was festsetzen könnte am neuen Gewebe. Aber selbst wenn es so sein sollte könnte es sich nicht ab oder auflösen oder das Gewebe zerstören . So denke ich jedenfalls oder liege ich da jetzt komplett falsch. Sorry das ich damit auf den Wecker falle nur habe ich eben auf dem Gebiet nicht so die Erfahrung und entsprechend leicht bin ich da zu verunsichern.

    Gar kein Problem kann das gut verstehen! Ich würde viel Geld darauf verwetten das eine Ablösung nicht möglich ist. Und eine Infektion nach so einer langen Zeit mit Katheter ist absolut normal. Jeder Tag mit Kafheter erhöht die Chance auf eine Infektion um 8%. Zudem hatte die Mundschleimhaut ja fast 3 Wochen Zeit um einzuheilen. Ich kenne zudem auch Leute die in den drei Wochen was anderes als Urin abgegangen ist und bei denen ist gar nichts passiert. Also freu dich auf deine Untersuchung und das erste Mal pinkeln ohne Druck! ;-)

    @ StraigtFlush86

    Im Auguste-Viktoria-Krankenhaus in Berlin wurde ich operiert und nicht mit MucoCell, das war leider in der gesätzlichen KV nicht dabei. Aber meine Ärzte haben wir erstmal davon abgeraten, da diese Methode nicht ausreichend geprüft wurde. Im Endeffekt spart es einem die Wunde im Kund. Vor allem bei kleineren Strikturen it es m.M.n. nicht so wichtig, eher bei großflächigen Eingriffen. So stelle ich mir das zumindest vor.


    Bei mir wird auch morgen, den 29. März hoffentlich der Katheter gezogen. Dabei wird noch einmal Urinkultur gemacht um zu sehen, ob der Infekt noch da ist.


    Insgesamt habe ich jetzt vier Wochen den SDPK Katheter getragen. zwei Wochen den DK.


    Ich bin gespannt auf das Ergebnis.


    Ich drücke allen die Daumen, die sowas vor sich haben. Es ist alles andere als "angenehm". Ohne dabei pessimistisch zu sein. Ich gehöre auch zu denjenigen, die immer positiv auf etwas schauen. Aber das ganze hat sich für mich als eine Geduldsprobe gezeigt, die ich manchmal nicht so ganz gut meistern konnte.

    Hallo,


    da jetzt erstmal alles überstanden ist, will ich hier mein Erfahrungsbericht zu meiner Mundschleimhaut OP loswerden.


    Zur Vorgeschichte, Alter 34 und seit gut 3 Jahren hatte ich einen dünnen Strahl beim Wasserlassen, nach langem hin und her wurde beim örtlichen Urologen mittels Röntgen festgestellt dass ich eine Harnröhrenverengung bulbär habe. Nach Empfehlung meines Urologen habe ich mich im November 2015 (erfolglos) durch ihn schlitzen lassen , d.h. er ist nicht komplett durchgekommen und hatte wohl Angst den Schliessmuskel zu verletzen. Also umsonst.


    Nach Recherchen und viel Lesen sowie Austausch mit anderen Betroffenen (danke insbesondere Straightflush hier und allen anderen auch) hab ich mich für die Sana Klinik in Hof entschieden.


    1. Termin im Dezember 2015 in Hof: Vorabuntersuchungen, Röntgen usw. ---> nichts schlimmes. Ergebnis Uroflow 4 ml/sec und Restharn bei 80 ml. Nicht berauschend.


    2. Termin im Januar 2016 in Hof: Schlitzung als vorbereitender Eingriff zur Mundschleimhaut OP zur genauen Feststellung der Lage und Länge der Harnröhrenverengung, erfolgreich. OP durchgeführt von Dr. Radu. Die Harnröhrenenge lag bei 6 cm und 0,5 cm vorm Sphinkter.


    Aufenthalt in Hof insgesamt 3 Tage bzw. 2 Nächte. Nach der Schlitzung erstmal für 24 Stunden einen Harnröhrenkatheter. Das Anbringen wurde noch während der OP in Vollnarkose durchgeführt und das Rausziehen war auch kein Problem. Lediglich ein leichtes Ziehen für 3-4 Sekunden. Das erste mal Wasserlassen nach Katheterentfernung, wow ein Strahl, ich dachte ich durchbohre die Toilette :) allerdings die ersten 4-5 mal Wasserlassen auch schmerzhaft, starkes Brennen, da nur 24 Stunden seit der Schlitzung vergangen sind. DA muss man(n) durch.


    Bis zum Termin zur Mundschleimhaut OP sind 5 Wochen vergangen und ich bin am Überlegen, ob ich das doch erstmal bei der Schlitzung lassen soll, da das Ergebnis m.M. nach immernoch sehr gut ist, und so meine Hoffnung auch Jahre vielleicht so bleibt. Nach telefonischem Gespräch mit Dr. Pandey entscheide ich mich doch für die Mundschleimhaut OP um ein Rezidiv vorzubeugen.


    3. Termin Februar 2016 in Hof: Der grosse Tag, OP direkt um 6.45 Uhr. Also nicht viel Zeit zu überlegen, nach der OP, durchgeführt von Dr. Pandey, etwas benommen, Harnröhrenkather wieder drin (für volle 3 Wochen diesmal), etwas Kratzen im Hals wg. Narkose, sonst keine nennenswerten Schmerzen.


    Dann heisst es 7 Tage strikte Bettruhe, d.h. Kein Aufstehen, kein Beine anwinkeln, nicht großartig Drehen, eigentlich nur mit den Füssen etwas hin und herbewegen und evtl. leicht seitlich. Also viel Beschäftigung mitnehmen, Laptop, Handy, IPad egal... 7 Tage können sehr lang sein, wenn der Tag schon um 6.30 morgens anfängt (Waschung) und man ans Bett gefesselt ist.


    Dann das erste mal wieder Aufstehen, nach 7 Tagen, etwas wackelig auf den Beinen. Ein paar Schritte erstmal... so von Tag zu Tag steigern, dann am 12. Tag erfolgte die Entlassung nach Hause (mit Katheter) also 8 Tage lang zu Hause schonen. Anschliessend für 1 Nacht bzw.2 Tage zum Katheterziehen und Abschlussuntersuchungen.


    Das Ziehen des Katheters schmerzfrei, leichtes Ziehen ca. 2-3 Sekunden, dann das Ergebnis unter Röntgen, alles gut eingewachsen, keine Risse etc.


    Messung lt. Uroflow 40 ml/sec und kein Restharn. Eine Riesenerleichterung.


    Fazit: Also die OP ist zunächst erfolgreich verlaufen, ob das Ergebnis aber auch Erfolg auf Dauer haben wird, das wird sich noch zeigen. Die meisten der 10-20 % an Rezidive nach einer Mundschleimhaut OP treten lt. Studien erst nach 2-4 Jahren auf.


    Die ersten 3 Tage nach der OP gibts nix zu Essen, sondern nur den Tropf, danach habe ich möglichst wenig gegessen, um während der Liegezeit nicht groß auf Toilette zu müssen. Hat gut geklappt. Schmerzen hatte ich während der ganzen Zeit eigentlich keine bis wenig, leichtes Ziehen im Mund, sowie leichte Schmerzen nach jeder Erektion Nachts wg. Harnröhrenkatheter. Also bei mir war 3 Wochen lang, solang der Harnröhrenkatheter drin war, nichts mit durchschlafen. Die vorgegebene Dosis an Schmerzmittel hat fast immer ausgereicht, 2-3 mal hab ich noch was nachgefordert, was aber kein Problem war.


    Zum Klinikum selbst, ich hatte als Wahlleistung, gesetztlich versichert, ein Einzelzimmer.


    Die Ausstattung in den Zimmern ist sicherlich nicht die modernste, dafür sind aber die Schwestern auf der Station U1 (Urologie) alle Top. Alle sehr nett und hilfsbereit. Mir ist in der ganzen Zeit keiner dumm gekommen.


    Heute, knapp 6 Wochen nach der OP, habe ich immernoch ein leichtes Ziehen im Dammbereich, sowohl bemerkbare Narben auf Höhe des Schnitts im Dammbereich. Die Stelle im Mund, an der die Schleimhaut entnommen wurde, spannt noch bei bestimmten Gesichtszügen.


    Aber gut, das wird sich mit der Zeit alles legen.


    Ich hoffe nun auf viele Jahre ohne Probleme damit und Euch kann ich, solltet Ihr Euch für diese OP entscheiden, das Sana Klinikum in Hof, ruhigen Gewissens weiterempfehlen.


    Grüsse

    So,


    ich habs endlich hinter mir. Jetzt nur noch abwarten bis die Schwellung schön zurückgeht und alles (das Gewebe weicher wird).


    Ich habe zusammenfassend


    1. OP gut überstanden (Mundschleimhautplastik mit ca. 2,5-3cm ). DK und SDPK Katheter ürsprünglich mit 14 Tagen und 21 Tagen geplant)


    2. Leider drei Tage Migräne Attacke im KH gehabt


    3. Lag fünf Tage im KH, zu Hause die ersten Hinweise auf einen Infekt gemerkt.


    4. Nach 14 Tagen DK gezogen und Urinkultur abgegeben.


    5. Eine Infektion bekommen mit 3MRGN Ecoli Bakterien (Multiresistente Keime!!!) --> Also weitere sieben Tage isoliert Antibiotika im KH.


    6. MCU nach drei Wochen hat ein nicht so tolles Ergebnis gezeigt, da ein Paravasat sichtbar wurde, und für mich alles gleich aussah wie vorher. Ich konnte allerdings gut Wasser lassen. Ergebnis, eine weitere Woche den SDPK.


    7. Nach insgesamt 28 Tagen, bei einer Urinflow Kontrole, Urinkultur und Resthanhn-Kontrolle, wollte mir der Assistenzarzt nicht glauben, dass der Resthahn klar zu viel war, weil ich ungefähr eine Stunde vor der Untersuchung ca. 2 L Wasser getrunken habe und der Urin regelrecht innerhalb von Minuten wieder die Blase füllte, blieb die Entscheidung weitere Zwei Tage den SPDK drin zu lassen und weiter zu Hause zu notieren, wie viel ich Wasser lassen kann, wie viel der Resthahn ist (Aspirieren mit der Spritze am SPDK).


    8. Nach insgesamt einem Monat ist der Urinflow mit ca. 35ml/s (max), und ca. 500ml Urin, bei einer Miktionszeit von etwa 30s. Also die Entscheidung den SPDK endlich zu ziehen mit freundlichen Grüßen vom Chefarzt, Herrn Dr. Zacharias, welcher auch die OP durchgeführt hatte. Das Zeihen des SPDK ist fast nicht zu merken. Den DK spürt man schon deutlich stärker. Trotzdem aber nicht so schlimm.


    Das Wasserlassen klappt wunderbar. Ich für mich merke beim Anfassen der Stelle im Dammbereich, dass alles noch etwas verhärtet ist, und denke, dass dies gute ein bis zwei Monate braucht um sich vollständig zu erholen. Bis dahin werde ich definitiv kein Sport machen, keine anstrengenderen Aktivitäten machen. Das habe ich letzte zwei Schlitzungen recht zügig hinter der OP gemacht. Dieses Mal möchte ich es wirklich nach diesen Strapazen riskieren.


    In etwa einem halben Jahr werde ich hoffentlich von recht guten und den möglichst lange anhaltenden Ergebnissen berichten.


    Allen wünsche ich gute Besserung und auf dass man sich nie wieder hier melden und nach Ratschlägen suchen muss! :)=